DIE SAMMLUNG
FRAU EMMA BUDGET
HAMBURG
BERLIN W » BELLEVUESTRASSE
PAULGRAUPI
Unverbindliche Schätzungen
Sammlung Frau Emma Budger, Hamburg
M 2 UND SEPTEMBER
VERSTEIGERUNG
PRINTED IN GERMANY
DIE SAMMLUNG FRAU EMMA BUDGET? - HAMBURG
DIE SAMMLUNG
FRAU EMMA BUDGET
HAMBURG
Versteigerung
am 27., 28. und 29. September 1937
PAUL GRAUDPE BER TENNIS
KUNSTVERSTEIGERER: HANS W. LANGE / BELLEVUESTRASSE 3
AURKR TEONS.BED IN GG rue
Die Versteigerung geschieht in Reichsmark gegen sofortige bare Zahlung in deutscher
Reichswährung. Spätere Zahlung istnur mitmeinem ausdrücklichen
Einverständnis zulässig und bankmäßig zu verzinsen. Bei Ver-
zögerung der Zahlung hat der Käufer für alle durch die Ver-
zögerung für die Versteigerungsfirma sichergebenden etwaigen
Schäden, insonderheit füretwaige Zins- und Kursverluste, auf-
zukommen. Zahlungen von ausländischen Käufern sind in Devisen oder freien
Reichsmark zu leisten. Die Annahme von Reichsmarknoten als Zahlung eines Aus-
länders ist gesetzlich verboten.
Auf den Zuschlagspreis ist ein Aufgeld von 15 %/o zu entrichten.
Von den der Versteigerungsfirma unbekannten Käufern können Gebote oder schrift-
liche Aufträge nur dann angenommen werden, wenn bis zu Beginn der Auktion ent-
sprechende Deckung hinterlegt wurde. Persönlich anwesende unbekannte
Bieter bitte ich, sich bereits vor der Sitzung beider Auktions-
leitung zu legitimieren.
Das Eigentum geht erst mit der Zahlung des Kaufpreises, die Gefahr bereits mit dem
Zuschlag auf den Käufer über.
Ich behalte mir das Recht vor, Nummern außerhalb der Reihenfolge des Katalogs zu
versteigern, Nummern zusammenzunehmen und Nummern zu teilen. Gesteigert wird
um mindestens eine Mark, von hundert Mark aufwärts um fünf Mark, von fünfhundert
Mark aufwärts um mindestens zehn Mark, von tausend Mark aufwärts um mindestens
fünfzig Mark.
Kann eine entstandene Meinungsverschiedenheit über den Zuschlag nicht sofort
zwischen den Beteiligten beglichen werden, so wird die fragliche Nummer nochmals
ausgeboten. Wenn zwei oder mehrere Personen zu gleicher Zeit ein und dasselbe
Gebot abgeben und die Aufforderung zur Abgabe eines höheren Gebotes erfolglos
bleibt, entscheidet das Los.
Die Käufer sind gehalten, ihre Erwerbungen sofort nach der Auktion in Empfang zu
nehmen. Eine Haftung für die Aufbewahrung verkaufter Nummern
kann in keiner Weise übernommen werden. Der Versand erfolgt in
jedem Falle auf Kosten und Gefahr des Käufers.
Da Gelegenheit geboten ist, sich durch Ansichtssendungen und an den Besichtigungs-
tagen von dem Zustande der Stücke und der Richtigkeit der Katalogangaben zu
überzeugen, können Reklamationen keinerlei Berücksichtigung
finden. Rückgaben gekaufter Gegenstände können nicht gemacht
werden.
Die Zuschreibungen und Bestimmungen erfolgen nach genauer Prüfung, doch wird
für Bestimmungen und Beschreibungen keine Garantie übernommen.
Anfragen über Auktionsresultate beantworte ich nur meinen Auftraggebern.
Vereinbarter Erfüllungsort für alle Verpflichtungen der Käufer und ausschließlicher
Gerichtsstand ist Berlin.
PAUL GRAUPE - BERLIN W9 - BELLEVUESTRASSE 3
KUNSTVERSTEIGERER: HANS W.LANGE
TELEGRAMM-ADRESSE: BUCHKUNST BERLIN » FERNSPRECHER: 211925
Druck Gebr. Mann, Berlin
AEUESESETSEFISTEUENGG
BERLIN W9, BELLEVUESTRASSE 3
(EHEMALIGES KÜNSTLERHAUS)
MITTWOCH, DEN 22. SEPTEMBER 1937
BIS
SONNABEND, DEN 25. SEPTEMBER 1937
VON 10-2 UHR UND VON 3-6 UHR
MERSTETG ER WUINIG
BERLIN W 9, BELLEVUESTRASSE3
(EHEMALIGES KÜNSTLERHAUS)
MONTAG, DEN 27. SEPTEMBER 1937
VORMITTAGS 10 UHR NR. 1-163
NACHMITTAGS 3 UHR NR. 164— 337
DIENSTAG, DEN 28. SEPTEMBER 1937
VORMITTAGS 10 UHR NR. 338 — 525
NACHMITTAGS 3 UHR NR. 526— 727
MITTWOCH, DEN 29. SEPTEMBER 1937
VORMITTAGS 10 UHR NR. 728-878
NACHMITTAGS 3 UHR NR, 879-1020
Die Versteigerung
erfolgt im Auftrag der Testamentsvollstrecker
wegen Erbteilung
V 0) R W 0 R I
Die Sammlung Emma Budge f, Hamburg,ist eine der letzten in Deutschland
noch erhaltenen kunstgewerblichen Sammlungen von wirklich bedeutender
Qualität. Sie wurde von der Besitzerin eifersüchtig gehütet, so daß sie nur
einem sehr kleinen Kreise von Sammlern und Museumsleuten bekannt war
und in der Kunstliteratur bisher kaum irgendwelche Erörterung gefunden
hat. So wird sie jetzt, da sie auf den Markt kommt, für alle interessierten
Kreise eine große Überraschung bilden. Bei der Fülle der Gegenstände, die
sich auf fast alle Gebiete des Kunstgewerbes verteilen, auf Silber mit be-
deutenden deutschen und ausländischen Werken, auf Textilien mit der
ebenso großen wie seltenen Abteilung der norddeutschen Wirkarbeiten, auf
Bronzen, Keramik und Kleinkunst aller Art sowie auf eine imposante
Sammlung hochwertiger Porzellane (die im Wettbewerb mit der Sammlung
Feist entstanden ist und sich in vieler Hinsicht mit ihr messen kann) — bei
dieser Fülle erscheint es zwecklos, hier auf besonders wichtige Einzelstücke
zu verweisen. Der vortrefflich illustrierte Katalog gibt den besten Über-
blick über das gesamte Kunstgut, zu dem auch noch eine Reihe ausgezeich-
neter Bilder und eine große Anzahl erstklassiger Farbstiche sich gesellen.
Auf Wunsch des Auktionshauses wurden die kunstgewerblichen Arbeiten
von den Beamten des Schloßmuseums katalogisiert, und zwar
die Porzellane von Herrn Prof. Dr. Schnorr v. Carolsfeld,
die Majoliken, Bronzegeräte, Wirkarbeiten, Möbel und Porzellan-
dosen von Herrn Dr. Erich Köllmann,
das Silber von Herrn Dr. Erich Meyer,
die Textilien von Herrn Stoffsammlungsverwalter Th.Falkenberg,
die Miniaturen und Dosen von dem Unterzeichneten,
die Skulpturen in Marmor, Holz, Ton, Elfenbein, die figürlichen
Bronzen von Herrn Prof. Dr.E.F.Bange.
Robert Schmidt
IDLIE
IV.
v1.
VII.
. Gemälde
. Farbstiche
Skulpturen, italienisch, niederländisch
und französisch
Kleinplastik aus Holz und Elfenbein,
deutsch, niederländisch und französisch
. Bronzestatuetten, deutsch und nieder-
ländisch .
. Bronzestatuetten, französisch
Bronzestatuetten, italienisch
Bronzegeräte und Holz .
. Silber
. Möbel
. Majoliken und Fayence
. Miniaturen, Golddosen und Kleingerät
. Fächer
. Kissen
. Tapisserien .
. Teppiche
. Textilien
. Dosen aus Porzellan und Email
. Porzellan
Nr.
Nr.
Nr.
I— 23
24— 67
68— 79
80— 87
88— 100
I01—106
107—138
. 139163
r. 164— 270
f. 271—298
‚299337
1. 338383
384401
402—441
442—464
465—479
471—639
r. 640— 727 a
r. 728—1020
Il
GEMÄLDE
Nr. 1— 23
Job Adriaensz Berckheyde
Haarlem, 1630—1693
ı Das Kegelspiel. Fast dunkelbraun die Architektur links. In vorwiegend grünlich-bräunlichen
Tönen das Laub der Bäume. Rötlich und grau schimmern die beiden Dächer weiter zurück.
Einige Farben leuchten in der Kleidung der Vordergrundsfiguren auf: bei den beiden
Kegelspielern Graugelb, Blaugrün und Rot, bei dem Paare in modischer Tracht Grau und
Weiß neben rötlichen und rosa Tönen. Blau ist die Jacke des Burschen mit dem Korbe.
Abendlich glänzender Wolkenhimmel. Auf Leinwand. 56x68 cm.
Provenienz: Aus englischem Besitz.
Tafel 3.
Anthonie van Borssom
Amsterdam, 1629 oder 1630—1677
2 Spätnachmittag vor der Stadt. Über der Weide vor dem Herrenhause links im Mittelgrunde
beginnt es zu dämmern. Gegen den blauen, noch lichtdurchfluteten Himmel stehen die
Bäume dunkelgrün oder grünbräunlih. Warmbraun daneben die Backsteinfassaden der
malerischen Wohnhäuser. Die bis zur Höhe der Tür weiß getünchte Mauer des zweiten
4ge Berl, Hauses bildet einen hellen Hintergrund für das hölzerne Treppengeländer und die geöffnete
Y Pforte davor, in der die Wäscherin kniet. Das Mädchen links vorn noch im vollen Glanze
der Sonnenstrahlen; sein graues Kleid läßt rote Unterärmel frei, leuchtend weiß sind Kragen
und Haube. Auf Leinwand. 44x57 cm.
Tafel 4.
Holländischer Meister
Mitte des 17. Jahrhunderts
3 Wirtshaus am Kanal zwischen Bäumen. In Architektur und Laub vorherrschend braune und
gelbliche Harmonien, grünlich variiert. Der Bauer im Kahne links in Rot. Der rote
Wimpel am Maste des Segelbootes hebt sich vom Grau des Kirchturmes ab. Im grau-
‚ blauen Himmel mit seinen weißlichen Wolken scheint hie und da der warme Malgrund
Wells durch. Holz. 31x44 cm.
Ar. Tafel 2
Abraham van Kalraet
Dordredt, 1642—1722
4 Halt dreier Reiter vor dem Wirtshaus. Das Pferd im Profil ein leicht gefleckter Rappe, das
in der Mitte ein Brauner. Das Hündchen braun und weiß. Aus dem warmen, bräunlichen
Gesamtton hebt sich kräftiges Rot in der Feder des Kavaliers links heraus, in der Satteldecke
des Schimmels rechts und — etwas gedämpfter — an einigen Stellen des durch graugelbe
Lichter belebten braunen Mauerwerks. Blauer Himmel mit warmgrauen Wolken. Holz.
41X36 cm.
Frans van Mieris der Ältere
Leiden, 1635— 168:
s Soldat, die Pfeife stopfend. Der Rock lederfarben, mit dunkelrot gefütterten Ärmeln, das
G Oyamdt Rorlin
Beinkleid chamois. Der Küraß spiegelt neben dem Braun des Interieurs und dem kalten
Licht das Rot der Schärpe und das Gelb des Armels wider. An grünlich-bräunlicher Wand
ein Stich nach Teniers. Holz. 22x 18 cm.
Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der
Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 222.
Tafel 5
Caspar Netscher
Heidelberg, den Haag, 1639—1684
6 Die Lautenspielerin mit ihrem Musiklehrer. Die elegante Blondine in graublauer Taille mit
rötlichem Schleier, weißer, rosa abgefütterter Atlasrobe und blauem Unterrock mit Silber-
brokatstickerei. Das Schultertuch über dem rechten Arm leuchtend rot und mit Gold-
brokatspitze geziert. Der Stuhl des jugendlichen Lehrers purpurrot gepolstert. Dieser trägt
einen pflaumenblauen Rock mit gelblichem Futter und eine lachsfarbene Weste; sein Locken-
haar dunkelblond. Das Hündchen vorn ist braun und weiß gefleckt. Die statuengeschmückte
Wand im Hintergrunde braungrau; der obere Abschluß des Bildes wird durch einen dunkel-
grünen Vorhang gebildet. Leinwand. 49,5 x38 cm.
Dieses hervorragende Kabinettsbild ist vielleicht identisch mit der in Hofstede de Groots Be-
schreibendem und Kritischem Verzeichnis, Band V, 1912, S. 196 unter Nr. 120 aufgeführten
Musikszene (Nr. 2 der Verst. P. van Dorp, Leiden, 16. Oktober 1760).
Provenienz: Colnaghi, London.
Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der
Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 248.
Tafel r.
Jacques de Rousseau
* Tourcoing — heiratet 1636 in Leiden — + 1638 Leiden
7 Brustbild eines Mannes mit kurz geschnittenem Vollbart. Braune Augen, braunes, am Bart
lub, Werl
leicht graumeliertes Haar. Über dem dunklen Rock eine Goldkette. Das dunkelgraue Barett
mit Rot gefüttert. Auf dem gelblich-braun-grau schattierten Grunde im tiefen Schlag-
schatten rechts die Bezeichnung: R 1635. Holz (parkettiert). 51% 39 cm.
Dieses ausgezeichnete Bildnis galt der Spezialforschung zunächst als Rembrandt und trug
nach früheren Beschreibungen sogar dessen volle Namensbezeichnung, die offenbar gefälscht
war und nicht mehr vorhanden ist. Hofstede de Groot identifizierte es mit Nr. ı der Ver-
steigerung Frau J. verw. Bonenfant, geb. Ghijs in Zoeterwoude vom 19. April 1775. Die
Io
Bestimmung auf Jacques de Rousseau wird A. Bredius verdankt. Es scheint nicht ausge-
schlossen, daß dieser geistreiche Kopf ein Selbstbildnis des überaus seltenen Künstlers wäre.
Provenienz: Martin H. Colnaghi, London.
Charles Sedelmeyer, Paris.
Sammlung Rodman Wanamaker, Philadelphia.
Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der
Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 272.
Abgebildet: Im großen Rembrandt-Werk von W. Bode und C. Hofstede de Groot,
Band VIII (1916), Nr. 568; bei W. R. Valentiner, Rembrandt, des Meisters Gemälde
(Klassiker der Kunst, Band II) 1909, S. 210, in den Katalogen von Sedelmeyer XI, ıgır,
Nr. 26, und der Hamburger Leihausstellung 1925.
Literatur: W. Bode und Hofstede de Groot, a.a.O., S. 98, Nr. 568. — A. Bredius, Ver-
slagen en Mededeelingen d. K. Akad. v. Wetenschappen, Afd. Letterkunde, 1919, S. 28. —
Derselbe, Gazette des Beaux-Arts 1922, I, S. 1—ı2. — Cicerone, Band 17, 1925, S. 578. —
H. Gerson, Thieme Becker, Allgemeines Künstlerlexikon, Band 29, 1935, S. ı13. —
M. D. Henkel, Kunstchronik, 1914/15, Sp. 379. — C. Hofstede de Groot, Beschreibendes
und Kritisches Verzeichnis, Band VI, ı9r5, S. 184/185, Nr. 386. — Kunstchronik u. Kunst-
markt, 1919, S. 560/561 — W. R. Valentiner, a.a.O., S. 555 (zu S. 210). — Derselbe,
Rembrandt, Wiedergefundene Gemälde (Klassiker der Kunst, Band 27) 1921, S. 125.
Tafel 2.
Jan Wynants
Haarlem, Amsterdam, 1632—1684
8 Der Weg durch die Düne. Die Vegetation des Vordergrundes erscheint graugrünlich und grün-
lichbraun, der Sand der Düne gelblich, das Laub der Bäume bläulichgrün. Prachtvoller
Wolkenhimmel, oben mit strahlend blauem Azur, gegen den Horizont bis zu feinem, rosa
‚nuanciertem Weiß abgestuft. Die Staffage nach Angabe des Kataloges Tak von Adriaen van
/J D, uf . . . .
bye /j£iknwde Velde: Der Mann in Grau und Grauschwarz, die Frau mit rotem Rock, die Schafe grau-
gelb. Silbrig klare Atmosphäre. Rechts unten die Bezeichnung: J. Wynants (f). Leinwand.
37%37 em.
Provenienz: Verst. J. Tak in Soeterwoude, 5. September 1781, Nr. 59.
F. Nieuwenhuys.
Literatur: Hofstede de Groot, Beschreibendes und Kritisches Verzeichnis, Band VIII, S. 547,
Nr. 323.
Tafel 4.
John Constable, R. A.
East Bergholt (Suffolk), London, 1776—1837
9 Heimkehr von der Kirche. Braun und Ocker des in meisterlicher Breite gemalten rechten
vorw Khrerıle
Ha vibrttg
7
harıa, Leer
#r.39
Vordergrundes stehen im Gegensatz zum Grau der Turmspitze, dem Rot der Dächer und
dem geschlossenen Grün der Bäume des Mittelgrundes links. Die Frau vorn trägt rosa Kleid,
schwarzen Umhang und blaue Haube. Farbiges Zentrum ist das Purpurrot in der Figur an
der Umzäunung des Friedhofs. Graue Wolken lassen nur einige Stellen blauen Azurs frei. —
Pentimenti am Rocke der Frau. Malpappe. 61X45,5 cm.
Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der
Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 272.
Tafel 16.
Be
u
Jean-Baptiste Corot
Paris, 1796—1875
Aus der Harmonie silbriggrauer und zartgrüner Töne heben sich
heraus weiße Akzente in den Birkenstämmen, ım Hemd des Mannes mit roter Mütze und in
der Haube der Frau auf dem Wege. In feinem Grau verliert sich die Ferne. Am hell-
"e Wolken mit leicht gelblichen Rändern. Links die Bezeichnung:
10 Kanal am Waldesrande.
blauen Himmel graulic
COROT. Leinwand (auf Holz aufgezogen). 28,5 x43 cm.
Tafel ro.
Französischer Meister des 18. Jahrhunderts
ornehmen Dame. In grüner, goldbestickter Taille und rotem Überwurf. Reicher
ı1 Brustbild einer v
Brust und Ärmeln sowie in dem mit blaugrünem Bande
Perlen- und Edelsteinschmuck an
gezierten aschblonden Haar. Vor grünlichbräunlichem Grunde. Leinwand. 73,5x61 cm.
4
Will I Nele!
Ausnelderf, Jean-Baptiste Greuze
Haniguabtee #4 -Tournes (Saöne-et-Loire), Paris, 1725—1805
12 « La Priere. » Das junge Mädchen trägt weißes gefaltetes Hemd und blauen Überwurf. Blaue
Augen. Im braunen Haar ein blaugrünes Band. Blaugrauer Grund. Holz. 40X30 cm.
Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der
Kunsthalle), Mai 1925, Nr. ı1o.
Ha Mal Tafel 9.
Air vor 120 ce 7%
John Hoppner, R. A.
Whitechapel, London, 1758—1810
13 Lady Almeria Carpenter (1752—1809). Das Kleid weiß; im graugepuderten Haar ein helles
Band. Die Augen blaugrau. Neutraler, ziemlich dunkler Grund. Leinwand (in Holz ge-
faßt). 52X45 cm.
Provenienz: Shepherd Brothers, London.
Sammlung H. Marquand, New York, versteigert in New York am
23. Januar 1903, Nr. 31.
Mhonı rreya
4 A endanlısi
Yolrnlreo [re Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der
47 bay Brrad% Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 145.
Literatur: W. McKay & W. Roberts, John Hoppner, R. A., London 1909, S. 45. —
Supplement to the Connoisseur (« Auction sale prices ») 28.2. 1903, S. 100.
Tafel ı1.
14 Brustbild einer jungen Dame mit Hut. Über dem dunkelgrünen Kleid ein duftiger weißer
Kragen. Der Hut schwarz, mit schwarzen, graugrün schimmernden Federn. Dunkelblondes
Haar; braune Augen. Der links kräftig rote Grund erscheint ganz rechts gelblichbraun auf-
gehellt, mit schwärzlichem Schlagschatten unten. Leinwand. 79,5 X64 cm.
Wohl das von W. McKay & W. Roberts, a.a.O., S. 289, erwähnte Bildnis aus dem Besitze
von Messrs. Lawrie & Co., das am 28. Januar 1905 bei Christie’s versteigert wurde.
Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der
Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 144 (als Bildnis einer Lady Bingham).
Tafel ı2.
Nicolas de Largilliere
Paris, 1656—1746
ı5 Bildnis der Marquise de Montault. In roter Robe und grünem, gelblich schimmerndem
Umhang, der mit Goldbrokat abgefüttert und von großer Perlenschließe zusammengehalten
ist. Die hohe grauweiße Frisur geschmückt mit einem Tuff weißer und rosa Blumen und mit
prachtvoller Perle an rotem Band. Der Hintergrund vorwiegend blau, links abgeschlossen
t ‚ durch einen Vorhang in gedämpftem Rot, rechts durch eine braune Säule. Leinwand.
elıet
, Bu 81x65 cm.
f Urn
Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der
Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 172.
Tafel 6.
Sir Thomas Lawrence, R. A.
London, Bristol, 17691830
16 Bildnis der Mrs. Hicks. Sie trägt rotes Kleid und weißes Schleiertuch. Ihr Haar ist blond.
Blaugraue Augen. Frischer Teint. Korallenhalskette. Der breit gemalte landschaftliche
Grund grün, grünblau und blau. Leinwand (oval). 74% 58,5 cm.
Provenienz: Thomas Agnew & Sons, London.
ullıner Ausgestellt: In Berlin (auf der Kaiser-Friedrich-Museums-Vereins-Ausstellung), 1906, Nr.61
(75), und in Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der
Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 176.
Abgebildet: Die Meisterbilder von Lawrence (Weichers Kunstbücher, Band 52), S.26. —
Photographie von Braun, Clement & Cie.
Tafel 13.
nhunselolent
Charles Andre (Carle) van Loo
Nizza, Paris, 1705-1765
ı7 Höfische Jagdpartie. Die schießende Dame mit blauer Robe im weißen Rock hebt sich aus der
Gesellschaft als Hauptfigur heraus, aber auch die Ausführung der übrigen Personen — in
lichten, bunten Farben (Grau, Blaugrau, Hellgrün, Gelb, Rot) — ist von ganz ent-
sprechender Feinheit. Bläulichgrünliche Landschaftskulissen, mit Fernblick auf duftig blaue
Berge. Holz (parkettiert). 59x 89,5 cm.
Ausgestellt: In Berlin (auf der Kaiser-Friedrich- Museums-Vereins-Ausstellung), 1906 Nr. 62
(77), und in Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der
} Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 199.
>> add)
< Horn
Abgebildet: Im illustrierten Katalog der Kaiser - Friedrich - Museums -Vereins - Ausstellung,
Berlin, 1906.
Tafel 8.
Michele Marieschi
Venedig, 1696—1743
18 Ansicht aus Venedig. Die Hausarchitekturen in reichem Wechsel bald heller, bald grünlicher
öder rötlicher Fassaden. Zu dem Blaugrün des Wassers kontrastiert die bunte Kleidung der
Arbeiter und Fischer mit ihren roten Akzenten. Der elegante Herr links, dem sein Hund
folgt, in braunem Rock; der von hinten gesehene Herr auf der zweiten Landungsbrücke in
Amgherran -Au'beu
Hı 13
Nebeneinander der Schiffsmaste und der Silhouette des Hauses
gelbem Mantel. Pikant das = Ic
links, auf dessen Dache zum Trocknen ausgehängte weilse Wäsche in der Sonne leuchtet.
Am blauen Himmel mächtig geballte Wolken. Leinwand. 56x 86 cm.
Tafel 5.
Jean Marc Nattier
Paris, 1685—1766
19 Bildnis einer französischen Prinzessin. Prachtvoll glänzend die mit Spitzen gezierte silber-
graue Robe. Nicht minder kostbar der blaue, mit goldenen bourbonischen Lilien bestickte
und reich mit Hermelin besetzte Staatsmantel. Grau gepudertes Haar, das vom Dreiklang
Gelb-Weiß-Rosa einiger Blumen belebt wird. Bläulichgrünlicher Wolkenhintergrund. Lein-
wand. 79X63,5 cm. Re
Die Dargestellte, früher als M”* Victoire de France bezeichnet, wurde späterhin mit der
Dauphine Maria Josepha von Sachsen identifiziert.
Provenienz: Sammlung M”® C. Lelong, Paris (versteigert in der Galerie Georges Petit, Paris,
ı1. Mai 1903).
Literatur: Supplement to the Connoisseur („Auction sale prices“) 30. 6. 1903, S. 4. — Der
Kunstmarkt I, 16. 10. 1903, $. 14.
Tafel 7.
Sir Henry Raeburn, R. A.
Stockbridge (Edinburgh), Edinburgh, 1756—1823
20 Halbfigur einer jungen Dame mit gekreuzten Armen. In dunkelblauem Kleid mit weißem
TE ger: 7 2
Nehleriv (net
Brusttuch. Frische Gesichtsfarbe, blaugraue Augen, gepudertes Haar. Goldenes Armband.
Die braune Laubfolie gestattet rechts einen Ausblick in die Landschaft, mit dunklem Wasser
im Mittelgrund und grauwarmer Ferne. Leinwand. 76x 62,5 cm.
Angeblich ein Bildnis von Mrs. Maria Elphinstone of Logia.
Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der
Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 285 (als Bildnis von „Mrs. Elphinstone“).
Tafel 14.
Hyacinthe Rigaud
Perpignan, Paris, 1659—1743
2ı Bildnis des Marquis d’Angevilliers. Der blaugraue, blau abgefütterte Rock läßt eine gelbe
Ay one yon -
? /
P, z
Vekımoyecherr
Weste und das weiße Spitzenjabot frei. Die Farbe des Prunkmantels changiert zwischen
Violettrosa in den Lichtern, Grau in den Mitteltönen und bräunlichem Grauschwarz in den
Schatten. Blaue Augen, frische Gesichtsfarbe, graue Lockenperücke. Der Grund braungelb.
Leinwand. 83,5 x66,5 cm.
Provenienz: Sammlung Marquis d’Ussel.
Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der
Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 282.
Tafel 6.
George Romney
Becside (Dalton in Furness), Kendal, 1734—1302
22 Junge Dame mit einem Vogel auf der Hand. In weißem Musselinkleid. Rosa Bänder als
Gürtel, an den Ärmeln und im Haar. Dekorativer Landschaftsgrund mit warmbrauner
A Baumkulisse rechts und graublauem Fernblick links unter düsterblauem Himmel. Leinwand.
02 Ah 76x63,5 cm.
yemadhnı — Ausgestellt: In Hamburg (auf der Leihausstellung aus Hamburgischem Privatbesitz in der
onen ‚ Kunsthalle), Mai 1925, Nr. 285 (als Bildnis einer Miss Muir).
AHornıkrevg
frei agarı
N
George Vincent
1796—um 1850 (?)
23 Sommernachmittag am Wasser. Architektur und Laubwerk Braun in Braun gemalt. Ge-
es der Alten, die im Schatten des Hauses emporsteigt. Das Wasser
hellen Planken rechts und das weiße
dämpft das Rot des Rc
— in kühleren graugrünlichen Tönen — spiegelt di
Hemd des auf der Holzbrücke stehenden Knaben wider. Am warmgetönten Blau des
; GV 1824. Holz
Kerıet
ha an ‚Himmels gelblich schimmernde Wolken. Rechts unten
ILAHAHUR MM =
(parkettiert). 5rx39,5 cm.
Tafel 15.
Y np,
Wriabır
15
1.
FARBSTICHE
Nr. 24-67
Ä Pierre Michel Alix
24 Ein Paar Gegenstücke: Costumes Hambourgeois. Der Schlachter-Gesell — Der Zucker-Becker-
Gesell. Nach Lespinay. Um 1790. Gr.-Folio.
Geschabt und in Farben gedruckt.
a
ommm „ MHurnını
< Re ydıı
Francis Bartolozzi
25 The Affectionate Broothers. Drei reich gekleidete Kinder vor Landschaftsgrund. Nach
Dr J. Reynolds. London, Colnaghi & Son, 1798. Hoch-Folio.
De, Punktiertundin Farben ged ruckt,
(.Nobd
v 26 The Girl and Kitten. Kleines Mädchen mit Strohhut und schwarzem Brusttuch. Nac
Mn J. Reynolds. London, Bartolozzi, 1789. Kl.-Folio.
Im hei R E E En 1
Fe i Punktiert und in Farben gedruckt.
Honda a
27 Henry and Emma. Junger Mann mit Flöte und ein junges Mädchen mit einem Blumenstrauß
in der Linken vor einem Baum sitzend. ch J. Opie. Gr.-Folio.
Punktiert und in Farben gedruckt.
IH 1e L
KyA ‚ n .
Mi 28 Jane Counteß of Harrington, Lord Viscount Petersbam and the Hon incoln Stanhope.
Gruppenbild vor einer Säule mit Draperie. Nach J. Reynolds. London, Bartolozzi, 1789.
Folio.
Punktiert und in Farben gedruckt.
Tafel 17.
c or 21 pP BR ” = ci J
29 Lady Smyth. Frau mit großem Federhut, umgeben von drei Kindern. N ach J. Reynolds.
London, Bartolozzi, 1789. Folio.
Punktiert und in Farben gedruckt.
Tafel 17.
lu mia
Benazech
ET I. PS, ” F 2 : I : e Add
30 Le Couronnement de la Rosiere. Ländliches Fest mit Bekränzung eines jungen Mädchens.
Nach Benazech. Paris, Campions freres, um 1785. Kl.-Qu.-Folio.
Aquatinta, in Farben gedruckt.
I6
Louis Marin Bonnet
31 Zwei Blatt Gegenstücke: Le Gouter — Le D£jeune. Elegante Rokokogesellschaften beim
Tafeln im Freien. Nach Baudouin und J. B Huet. Paris, um 1780. Kl.-Folio.
n%y Aenmeyer Aquatintastiche, in Farben gedruckt.
Lmvatt. Hl Tafel 17.
udurf
31a ZAvei Blatt Gegenstücke: The Welcome Necos — The Pleasures of Solitude. Elegante Damen
in Innenräumen. Nach Le Prince. London, um 1780. Kl.-Folio.
RR Aquatinta, in Farben gedruckt.
Wehef
William Dickinson
32 The Gardens of Carleton-House with Neapolitan Ballad Singers. Musikanten und Sänger
spielen vor zahlreichen Zuschauern. Nach H. Bunbury. London, W. Dickinson, 1785.
Kanone Gr-Qu.-Folio.
Aernbeune, Punktiertund braun gedruckt.
John Jones
33 Ein Paar Gegenstücke: Black Monday or the Departure for School — Dulce Domum or the
Return from School. Abschied und Begrüßung eines Knaben in einer vornehmen Familie.
Nach W.R. Bigg. London, W. R. Bigg, 1790. Gr.-Qu.-Folio.
RN ‚Geschabt undin Farben gedruckt.
$ Ilmger
"orcht ls Tafel 18.
34 Ein Paar Gegenstücke: Black Monday or the Departure for School — Dulce Domum or the
Return from School. Gleiche Darstellung wie die vorhergehenden Blätter. Nach
W.R. Bigg. London, W. R. Bigg, 1790. Gr.-Qu.-Folio.
q ‚» - GeschabtundinFarben gedruckt.
NMorıshere
Han brers
Ja 7 Angelika Kauffmann
35 Ferdinand IV., König von Neapel, mit seiner Familie. Gest. von M. Bovi. London, M. Bovi,
1790. Gr.-Qu.-Folio.
Y Punktiert und in Farben gedruckt. Ohne Rand.
NOwele yes olerı
Charles Knight
36 Nature. Brustbild einer jungen Frau, die sich auf eine Steinbrüstung lehnt. Nach J. Hoppner.
London, C. Knight, 1795. Folio.
Punktiertundin Farben gedruckt.
Ka iewueiTafel 19.
37 Miss Farren. Junge, reich gekleidete Frau in Landschaft. Nach T. Lawreince. London,
Jeffryes, 1791. Gr.-Folio.
Zustandsdruck. Punktiert.
38 British Plenty. Englischer Matrose mit zwei Frauen. Nach H. Singleton. London, C. Knight,
1794. Gr.-Folio.
y“ _ Punktiertundin Farben gedruckt.
MOURL 70
17
N
ran
R. M. Meadows
Child restored. Zigeuner halten das
aling a Child — The
gten Familie begrüßt. Nach
39 Ein Paar Gegenstücke: Gipsey’s ste 4
Kind wird von der freudig erre
Kind auf einem Esel fest. — Das ger
H. Singleton, London, J. R. Smith, 1798. Qu.-Folio.
Punktiertundin Farben gedruckt.
George Morland
ement — Youth diverting Age. Vor alten Leuten
Dickinson, 1789.
40 Ein Paar Gegenstücke: Chile ish amıs
spielende Kinder. Gest. von G. Grozer u. W. Dickinson. London, W.
Hoch-Folio.
GeschabtundinFarben gedruckt.
’ 3
Hhrek Yrkırt Tafel 20.
Ein Paar Gegenstücke: A Party Angling — The Anglers Repast. Vornehme Gesellschaften im
41
Boot und am Ufer picknickend. Gest. von W. Ward u. G. Keating. London, J. R. Smith,
1789. Gr.-Qu.-Folio.
7 ) GeschabtundinFarben gedruckt.
IR ir «
re ee; Tafel 21
42 Vier Blatt Jagdfolge: Partridge Shooting — Snipe Shooting — Duck Shooting — Woodcock
& Pheasant Shooting. Gest. von Simpson, C. Catton u.a. London, T. Simpson, 1789,90.
Kl.-Qu.-Folio.
HU, Punktiertundin Farben gedruckt.
/ unter unse
zn]? Zwei Blätter neuere Drucke.
Y ”
Peklerıc Ah Tafel 22.
43 A Tea Garden. Gesellschaft mit Kindern, im Park unter großem Baum an einem gedeckten
Te | * - a _* ro . + Br
isch sitzend. Gestochen von F.D.Soiron. London, T. Gaugain, 1790. Qu.-Folio.
Punktiert und in Farben gedruckt.
Ya u
GIS TE Tafel 24.
44 Ein Paar Gegenstücke: Morning or the Benevolent Sportsman — Evening or the Sportsmans
” oe >fe a yı aoe a Tioe . | a ei M
Return. Jäger zu Pferde v or lagernden Zigeunern. — Heimgekehrter Jäger zeigt seiner
Familie einen erlegten Fasan. Gest. von J. Grozer. Publ. London, J. Grozer, 1795.
[77 2 - - i ;
in Ui ED Gr.-Qu.-Folio.
4 f Geschabtundin Farben gedruckt.
Guard are chen
Dr lit til Tafel 23.
v
William Nutter
45 The Moralist. Alterer Herr hält zwei jungen eleganten Damen unter verzweigtem Baum einen
4 7 5 \ ü
Vortrag. Nach J.R.Smith. London, J.R. Smith, 1787. Hoch-Folio
/ ar He Telene
‚ Punktiert und in Farben gedruckt.
& aralı Pr IA
/ a Tafel 24.
18
Joshua Reynolds
46 Master Henry Hoare. Ganze Figur in Landschaft, mit Karren und Hund. Gest. v.C. Wilkin.
London, Wilkin, 1789. Gr.-Folio.
en, Punktiert und in Farben gedruckt.
Ar. Ale ol
47 Lady Dashwood and Child. Bildnis in Halbfigur, das Kind in den Armen haltend. Gest.
v. C. Hodges. London, Dickinson, 1766. Gr.-Folio.
GeschabtundinFarben gedruckt.
F fel
/, 7
Wil Tafel 20.
John Rafael Smith
48 Sophia Western. Junge Frau mit gelbem Hut und Kinnschleife, in einer Fensterbrüstung.
Nach J. Hoppner. London, J. R. Smith, 1787. Gr.-Folio.
GeschabtundinFarben gedruckt.
re k Tafel 19.
49 Almeria. Dame mit großem, schwarzem Hut. Nach J. Opie. London, J. R. Smith, 1787.
Gr.-Folio.
GeschabtundinFarben gedruckt.
{y Tafel 19.
5o Flirtilla. Junges Mädchen mit Hut, einen Brief in den Händen haltend. Nach W. Ward.
London, J. R. Smith, 1787. Folio.
TR, Punktiert und in Farben gedruckt.
Aolap Intoch
5ı Louisa Mildmay. Junges Mädchen mit Hut, im Sessel sitzend. Nach W. Ward. London,
1787. Folio.
Punktiertundin Farben gedruckt.
Hs Ale: echt
52 The Highland Queen. Junges Mädchen mit Hut, ein Buch in der Linken haltend. Nach
W. Ward. London, Shaw, 1788. Folio.
Punktiert und in Farben gedruckt.
)
Nodrrımerıı
James Ward
53 A Boy employed in burning the Weeds. Bauerngehöft, rechts wird einem Reiter ein Trunk
gereicht, links legt ein Junge Feuer an. Nach G.Morland. London, Colnaghi, Sala & Co.,
1799. Gr.-Qu.-Folio.
Geschabtundin Farben gedruckt.
URN
Val Tafel 23.
19
William Ward
54 Louisa. Brustbild nach links, mit rosa Bandwerk auf weißem Rüschenkleid. Nach W. Ward.
5 London, J. R.Smith, 1786. Kl.-Folio.
Arschal | Punktiert und in Farben gedruckt.
“a G Wırıfeln Tafel 24.
Koll erıolor
55 Hesitation. Junges Mädchen mit Hut beim Schreiben eines Briefes. Nach W. Ward. London,
er Dickinson, 1786. Folio.
Ira Wvatrer Punktiert und iin Farben gedruckt.
NHerdın arır a
Änelırerfel le RUHE EBEN 497 f
s6 Thoughts on Matrimony. Junge Frau ın weißem Spitzenk
J. R. Smith. London, J. R. Smith, 1786. Folio.
ey Punktiert und in Farben gedruckt.
0 Amelirl! MR
REN Tafel 24.
leid mit rosa Bänderschmuck. Nach
7 The Soliloquy. Junges Mädchen mit Hut unter einem Baum, einen Brief in der Linken.
Nach W. Ward. London, Dickinson, 1787. Folio.
Punktiert und in Farben gedruckt.
M uraferıi
58 Alinda. Kniefigur vor Landschaft, im Rund. Nach W. Ward. London, 1787. Folio.
Punktiert und in Farben gedruckt.
heyer Ar
59 Ein Paar Gegenstücke: A Visit to the Child at Nurse — AVisit to the Boarding-School. Vor-
nehme Dame besucht ihr Kind bei einer Amme. — Dame besucht ihre junge Tochter, die von
einer Lehrerin in das Zimmer geführt wird. Nach G. Morland. London, J. R. Smith, 1788
NT. SHorsanersor u. 1789. Gr.-Qu.-Folio.
E hart. » | GeschabtundinFarben gedruckt.
" Aumebnald Tafel 2ı.
60 Vier Blatt Kinderfolge: Blind Mans Buff — Children nutting — Juvenile Navigators —
Children playing at Soldiers. Nach J.Morland. London, J. R. Smith, 1789. Gr.-Qu.-Folio.
@) RT ' ı
pol abe undinFarben gedruckt.
Tafel 25.
6ı Ein ‚Paar Gegenstücke: The First of September, Morning — Evening. Jäger koppelt im Stall
die Meute. Jäger vor dem Wirtshaus. Nach G. Morland. London, T. Simpson, 1796.
Gr.-Qu.-Folio.
Porn wow Geschabtundin Farben gedruckt.
» Dı,
fl Kill Tafel 22.
Ah
62 Ein Paar Gegenstücke: The Truants — The Romps. Figurenreiche Kinderszenen in Räumlich-
keiten. Nach W. R. Bigg. London, W. R. Bigg, 1796. Gr.-Qu.-Folio.
55
VW, .
hd Geschabtundin Farben gedruckt.
h dena
es: Tafel 18.
William Ward
63 The lovely Brunette. Junge Frau mit Muff und großem blauem Hut. Gest. v. E. Williams.
Um 1795.
Folio.
Moprı kei . :
PR Punktiert und iin Farben gedruckt.
1
64 The Farmers Stable. Stallinneres mit Schimmel und Knechten. Nach G. Morland. London,
J. R. Smith, 1795. Qu.-Folio.
GeschabtundinFarben gedruckt.
Fleck Tafel 23.
James Watson
65 Mary, Lady Boynton. Reich gwandet, in ganzer Figur vor Landschaft stehend. Nach F. Cötes.
London, Rob. Sayer, 1770. Gr.-Folio.
Geschabt und in Braun gedruckt.
Francis Wheatley
66 Cries of London, Plate 3: Sweet China Oranges. Orangenverkäufer. Gest. vonL. Schiavonetti.
London, Colnaghi & Co., 1796. Folio.
r
rau Punktiert undin Farben gedruckt. Rand ergänzt.
u. HunmAa
67 Cries of London, Plate rr: A New Lowe Song... Liedertextverkäufer. Gest. v. A. Cardon.
London, Colnaghi & Co., 1796. Folio.
ö Punktiert und in Farben gedruckt. Rand ergänzt.
Ühece ermwerıır
ER | /
Uurtlmshondam,
21
IN.
Italienische, niederländische und französische
SKULPTUREN
Nr. 68— 79
o
68 Büste einer Frau, mit einer nach unten abschließenden Manteldraperie. Der Kopf ist wenig nach
rechts gewendet. Das vorn gescheitelte Haar ist kunstvoll mit Zöpfen und eingeflochtenen
Aaeı Bändern frisiert; ein Tuch ist von hinten über den Hinterkopf gelegt.
ke darıın Gebrannter Ton; weißblau glasiert; mit blauen Augen. Mehrfach gekittet. H. 48 cm.
75} Florenz, Werkstatt der Robbia, 16. Jahrh.
69 Schlafender Amor, nackt, auf dem Rücken liegend. Neben ihm Bogen und Köcher. Über den
felsigen Boden ist ein Tuch gebreitet.
Marmor. Der Zeigefinger der linken Hand und eine Zehe am rechten Fuß sind abgebrochen.
Der kleine Finger der rechten Hand und das obere Ende des Bogens sind gekittet.
Br. 24 cm, L. 45 cm.
Italien, ı. Hälfte 17. Jahrh.
70 Meleager. Büste eines jungen, nach rechts blidkenden Mannes, mit kurzem, gelocktem Haar.
Um die Schultern liegt das Fell des erlegten kalydonischen Ebers.
Reh Br Marmor. H. 48 cm.
1 Viel, Gegenstück zur folgenden Nummer.
f Italien, 17. Jahrh.
70a Diana. Büste einer nach links blickenden Frau in dünnem Gewand, das die linke Brust frei-
läßt, und einer nach unten abschließenden Manteldraperie. Das Haar ist hochfrisiert und
von Zöpfen durchflochten. Eine Locke fällt auf die Schulter herab. Vorn über der Stirn die
Mondsichel.
Marmor. H. 48,5 cm.
Gegenstück zur vorigen Nummer.
Italien, ı7. Jahrh.
A 71 Junger Bacchus, mit einem Kranz aus Weinblättern im Haar, lehnt sich an ein F ß, das mi
{ ö n Haar, lehnt sich an ein Faß, das mit
1 die
gehalten wird. In der erhobenen Linken
5°
Weintrauben gefüllt ist. Als Schurz dient ihm ein Pantherfell, das von Weinra
über die Schulter und um die Hüften gelegt sind
ap Ageol Tove; hält er eine Traube.
Prardıleliunf/dau. Statue. Marmor. H. 68 cm.
ent.) Niederlande, ı7. Jahrh.
72 Herbst und Winter, aus einer Serie der Jahreszeiten.
a) Herbst als nackter, auf einem Felsstück gelagerter Putto, der sich mit der Linken auf-
stützt. Er blickt zu einer Traube empor, die er in der erhobenen Rechten hält. Rechts
Br neben ihm Trauben und Weinlaub.
Ark Karfeld Statuette. Marmor. Der Felsblock aus mehreren Teilen gestückt. Gekittet: die rechte
Kderıkung Hand unterhalb des Handgelenks und die beiden Zehen des linken Fußes. H. 36 cm.
elloh Erokldf bb) Winter als nackter, auf einem Felsblock sitzender Putto, der sich frierend in ein Tuch zu
de Ara, ö hüllen sucht. Links neben ihm ein Schwan.
Altgechrrelısev Statuette. Marmor. Kopf und Hals des Schwanes viermal gebrochen und gekittet.
H. 32 cm.
Belgien, ı. Hälfte 18. Jahrh. Aus dem Kreise des Laurent Delvaux (1696— 1778); in der
Art des Pierre-Frangois Le Roy.
73 Verherrlichung der Maria Theresia. Auf einem verkröpften Sockel mit Feldern aus grünem
Marmor zwei nackte Kinder, ein Knabe und ein Mädchen, die zu einem Banner mit dem
Brustbild der Maria Theresia aufblicken. Der auf einer Trommel sitzende Knabe hält mit
der Linken den Schaft des Banners und zwei Lanzen. Das stehende Mädchen, mit einem
"Tuch um die Hüften, greift mit der erhobenen Rechten nach dem Banner. Am Boden Sieges-
trophäen.
Gruppe. Marmor. Die Finger der linken Hand des Mädchens sind gekittet. Die Spitze des
Banners ist verdübelt. H. (mit Sockel) 9r cm.
Belgien (Brüssel), Mitte ı8. Jahrh.
Die Gruppe dürfte auf den für Maria Theresia glücklichen Ausgang des Erbfolgekrieges
und die Anerkennung der habsburgischen Kaiserwürde im Frieden von Aachen im J ahre
1748 Bezug nehmen.
74 Puttengruppe. Ein von links hera
’Tuche am Boden liegt und mit der Linken eine Maske hält, einen Backenstreich.
neilender Putto gibt einem zweiten Putto, der auf einem
Gruppe. Marmor. Die linke Hand des linken Putto gekittet; der Zeigefinger ist abgebrochen.
H. 30,5 cm, L. 35cm.
Belgien, Mitte 18. Jahrh.
Was
Allegorie des Wassers. s und links von einer Urne sitzen,
>utto hält mit der Rechten einen Fisch; zu
Zwei Putten, die re
75 Puttengrı
aus der Wasser fließt; der linke, höher sitzende I
seinen Füßen ein Schwan.
Gruppe, auf ovaler Standplatte. Gebrannter Ton. Der Kopf des Schwanes ist abgebrochen
und gekittet. H. 17 cm, L. ı8 cm.
Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
76u erkur unterrichtet Amor. Merkur, unbekleidet, mit dem Flügelhut auf dem Kopfe. Er
sitzt auf einem Postament, über das sein Mantel, der heruntergeglitten ist und seinen rechten
Oberschenkel bedeckt, herabfällt. Merkur wendet sich dem neben ihm stehenden Amor zu,
j der : aufblickt. Mit der Bewegung seiner Hände unterstreicht er seine Worte, die
eg Amor im Begriff ist, auf eine Tafel zu schreiben. Auf der Rückseite des Postamentes die
Gottfried Knöffler Königl: Hoffbildhauer Dresten 1757.
‚Standplatte. Gebrannter Ton. Kittstellen an den Zehen des
finger der rechten Hand Merkurs. H. 36 cm, Standplatte
rechtecki
Gruppe, auf
linken Fußes und am
28,7% 17,6 cm.
Gegenstück zur folgenden Nummer.
Venus züchtigt Amor. Venus, unbekleidet, nach links gewendet auf einem Postament sitzend,
hat den veidenden Amor mit der Linken ergriffen und gegen ihr rechtes Knie gezogen,
um ihn mit der Rute (in der erhobenen Rechten) zu strafen. Ein Manteltuch, das über
ihren Oberschenkeln liegt, fällt über das Postament herab. Auf der Rückseite des Postaments
die Signatur: Gottfried Knöffler Königl: Hoffbildhauer Dressden 1757.
Gruppe, auf rechteckiger Standplatte. Gebrannter Ton. Gekittet sind die rechte Ecke der
Standplatte, der Kopf der Venus und Amors rechter Unterschenkel und Fuß. H. 38 cm,
Standplatte 28,5 X 17,2 cm.
Gegenstück zur vorigen Nummer.
Gottfried Knöffler, geb. 1715, gest. 1779 in Dresden.
1750 Hofbildhauer in Dresden.
Tätig in Berlin und Dresden. Seit
78 Brunnenmodell. Grottenaufbau mit einem Wasserbecken in Form einer Muschel. Darüber ein
junges, nach rechts gelagertes Mädchen mit einem Krug, aus dem Wasser in das Becken her-
abfließt. Mit der Linken stützt es sich auf einen Korb mit Blumen. Rechts liegt ein Ziegen-
bock. Als hinterer Abschluß ein Feldweg mit Resten eines rohgezimmerten Zaunes.
Gruppe. Gebrannter Ton. H. 29 cm, L..27°cm-
Ale at or
tätig in Paris. Schüler und Nachahmer Clodions.
Hohe, ln Joseph-Charles Marin, 1759— 1834,
79 Zwei Allegorien:
a) Wasser. Ein nach rechts gelagerter Knabe stützt sich mit dem linken Arm auf eine Urne,
aus der Wasser herunterströmt; mit der Rechten hält er eine Muschel in das Wasser. Im
i gelockten Haar, über dem linken Ohr, ein Büschel Schilfrohr. Ein Blatt am Schilfrohr
x don chharınıer über dem Ohr ist abgebrochen. Gebrannter Ton. H. 47,2 cm. Die ovale Standplatte
L. 57 cm, T. 33 cm.
b) Zufl. Ein nach links gelagertes Mädchen, das einen Vogelkäfig geöffnet hat. Sie blickt
zu einem Vogel empor, der zwitschernd und mit zum Fluge geöffneten Flügeln auf der
erhobenen Linken sitzt. Vor dem Käfig zwei Tauben. Links am Käfig eine Rosenranke;
nach rechts hin breitet sich ein Tuch aus. Das Haar des Mädchens ist mit einem Band
geschmückt, das mit kleinen Blumenrosetten besetzt ist. Gebrannter Ton. H. 42,5 cm.
Die ovale Standplatte: L. 56 cm, T. 29 cm.
Frankreich, 19. Jahrh.
IV.
Deutsche, niederländische und französische
KLEINPLASTIR
AUS HOLZ UND ELFENBEIN
Nr. 8087
80 Stehender Christusknabe, unbekleidet, mit segnend erhobener rechten Hand, in der Linken
eine Blume haltend.
Statuette. Lindenholz. Alte, beschädigte Bemalung, Haare und Blume vergoldet. Auf nicht
ten fagehöriger Standplatte. H. 36,5 cm.
de
NMuretogtr
„Süddeutsch (Tirol?), um 1470.
$ı Alte Frau, die einen Satyr prügelt. Gruppe aus einem Fastnachtsspiel (?). Der bärtige Satyr,
nackt bis auf einen Schurz aus Lederstreifen, mit Bockshörnern und langen Ohren, mit Wein-
laub im Haar und an den Waden, wehrt sich verzweifelt gegen eine vermummte Alte, die
RB „ ‚mit einer Rute in der erhobenen Rechten auf ihn einschlägt. Während die Alte den Satyr
“mit der Linken bei den Haaren zu packen versucht, hat er selbst eine lange Haarsträhne
der Alten ergriffen. Standplatte und Gruppe aus einem Stück.
Gruppe. Buchsbaumholz. Zwei Lederstreifen am Schurz des Satyrs sind abgebrochen. Die
Rute in der erhobenen Rechten ist ergänzt. Der Faltenbausch auf dem Rücken der Alten ist
angeleimt. H. 17,5 cm.
Süddentsch (Nürnberg), ı.Hälfte 17. Jahrh.
Tafel 26.
82 Dudelsackpfeifer. Ein mit gekreuzten Beinen auf einem Baumstumpf sitzender Jüngling in
der Tracht eines Hirten oder Bauern, den Dudelsack spielend. Auf dem Kopfe trägt er einen
breitrandigen Hut.
Statuette. Buchsbaumholz. H. 13,9 cm.
Niederlande, ı7. Jahrh.
Nach der bekannten, von W.v.Bode dem Giovanni Bologna zugeschriebenen Bronze-
statuette, von der sich Exemplare in Berlin und Braunschweig befinden; vgl. W.v. Bode,
Bronzestatuetten, Bd. III, Taf. CCV, und Katalog der Bronzestatuetten des Kaiser-
Friedrich-Museums, Berlin, Nr. 170.
Tafel 26.
25
33 Maria mit dem Kinde auf Schlange und Halbmond über Wolken stehend. Maria, mit einem
vorn verschnürten Kleid und einem lang herabfallenden Mantel, der zugleich als Kopftuch
dient, hält mit beiden Händen das zu ihr hinauflangende nackte Kind. Auf altem, zu-
‚he
i i Toluten, eine rub i ittelfeld, einer Tuchgirland
gehörigem Sockel mit rahmenden Voluten, einem Cherub im Mittelteld, girlande
und einer die Mitte bekrönenden Muschel.
2 ) Statuette. Buchsbaumholz. H. ohne Sockel 17 cm, H. mit Sockel 21,5 cm.
C Buß.
Uaperma i
= Niederlande, ı7. Jahrh.
Die Statuette gehört zu einer größeren Gruppe unter sich verwandter Marienfiguren, die
z = . ..
möglicherweise auf ein berühmt gewesenes Wallfahrtsbild zurückgehen.
Tafel 26.
Maria mi hristusknaben. Maria, von einer Strahlenglorie umgeben, mit einer Krone
84 Maria mit dem Christusknaben. ! h g
auf dem vorn gescheitelten, nach hinten hochgebundenen Haar, auf der Weltkugel stehend,
= R sad se wor ihr F eine Ache
hält mit der Rechten das segnend erhobene Händchen des vor ihr auf einem Drachen
stehenden Knaben. Maria, in einem Kleid mit geschnürtem Mieder und einem um die
Schultern gelegten Mantel, blickt nach rechts unten. Die Erdkugel — mit Ländern und
7 Meeren in flachem Relief, dem Aquator, der Sonnenbahn und den Breitengraden in flachen,
Aaukmao, die Kugel umziehenden Bändern — ist zwischen Tod und Amor, dem die Augen verbunden
/
lo sind, eingebettet.
Statuerte. Buchsbaumholz. Hinten ausgehöhlt. Der Arm des Kindes und die rechte Hand
der Maria waren abgebrochen. Der Zeigefinger der rechten Hand ist abgebrochen. Der Kopf
des Drachens ist ergänzt. H. 65 cm.
Niederlande, Anfang 18. Jahrh.
Tafel 27.
e; mit reicher Manteldraperie, groß-
85 Büste eines pockennarbigen Mannes in Allongeperüch
gemustertem Brokatrock und Spitzenkrawatte, die mit einer Schleife zusammengebunden ist.
Am linken Armabschnitt die vertieft geschnittene Signatur: C. Lacroix fecit.
ke} ©
Büste. Elfenbein. H. (ohne Sockel) 14,3 cm. Auf dem Kopf zwei Bohrungen.
he Aauhoslıe C. Lacroix, Elfenbeinschnitzer aus Burgund. Tätig Ende 17. Jahrh. Die Tracht des Dar-
Ad, Arocugı. gestellten um 1680. Nach P. Mantz, Gazette des Beaux Arts, Bd. XIX, S. 343; befand
stellten Kunst-
hnete Elfenbeinbüste
sich auf der Weltausstellung in Paris im Jahre 1865 unter den dort ausg
werken aus dem Besitz eines Herrn Fau eine „C. Lacroix fecit“ bezei
eines vornehmen Mannes aus der Zeit Ludwig XIV., die gleiche Büste, die Gonse, L’Art
ancien & l’exposition de 1878, Paris, S.206, erı
Tafel 26.
86 Tänzerin und Mezzetin. Zwei Statuetten aus einer Serie von Komödienfiguren.
A a) Tänzerin im Kostüm einer Jägerin mit seitlich erhobenen Armen im Tanze auf dem
: ee HE n R 5 =
rechten Fuße stehend. Sie trägt ein mit breiten Schnallen zusammengehaltenes, eng
er geschnürtes
rel Te
Au.
Mieder mit weiten Ärmeln, einen über den Hüften breit ausladenden Rock
mit einem Überwurf darüber; an den Händen Handschuhe mit langen, bis zum Oberarm
enden Ärmeln; auf dem lockigen Haar, das in zwei langen Zöpfen herabfällt, einen
Dreispitz mit einer Feder als Schmuck; um den Hals eine Perlenkette.
b) Mezzetin, stehend, den Kopf nach rechts gewendet, in langärmeligem, vorn geknöpftem
Wams, mit einer Krause am Halse und kleineren Krausen an den Ärmeln, mit Schulter-
mantel, kurzen Hosen, Strümpfen und Halbschuhen; auf dem Kopfe eine breite Beutel-
mütze. Mit der Linken hält er die beiden Enden des Schultermantels; die Rechte weist
nach unten.
Statuetten. Buchsbaumholz. Tänzerin: H. 21 cm. Ergänzt die Finger der linken Hand.
Mezzetin: H. 21 cm. Ergänzt der Zeigefinger der rechten Hand. Der Rücken ist roh
bearbeitet.
Frankreich, Anfang 18. Jahrh.
Tafel 28.
87 Allegorie. Stehende Frau in langer Gewandung, die Arme und Brust freiläßt. Mit der Linken
hält sie einen Korb mit Blumen, von dem ein Tuch auf die Blumen in der neben ihr
stehenden Vase herabfällt. Mit der Rechten rafft sie das Überkleid.
Statuette. Buchsbaumholz. H. (ohne den Sockel) 18,6 cm.
Ren: co . . . 6. E
Die Statuette ist bis auf den Blumenkorb im Arm, dem herabhängenden Tuch und der Vase
am Boden die getreue Kopie einer französischen Statuette (einer Juno mit dem Pfau,
Buchsbaumholz, H. 26 cm) aus der Zeit um 1600, die 1928 in Wien versteigert worden ist;
vgl. Katalog der 298. Kunstauktion von Wawra und Werner (Katalog von E. Kris) Nr. 69.
NV.
Deutsche und niederländische
BRONZESTATUETTEN
Nr. 88—100
88 Kleopatra, aufrecht stehend, nur mit einem Mantel bekleidet, der von der linken Schulter über
den Rücken herabfällt, wird von zwei Schlangen gebissen. Die eine Schlange, die Kleopatra
mit der Linken hält, beißt in ihre linke Brust; eine zweite Schlange ringelt sich um den
rechten Oberschenkel an der Hand empor, die in das Mantelende greift. Der Blick ist mit
schmerzlichem Ausdruck nach oben gerichtet.
Statuette. Bronze. H. 24 cm. Auf mitgegossener runder Standplatte.
Süddeutschland, Mitte 16. Jahrh.
Tafel 29.
Ale Hlerı fa Lt
Kunı oA, rue
89 Kaiser Maximilian II. von Österreich (1527— 1576). Brustbild auf zugehörigem rundem,
mehrfach profiliertem Sockel. Rüstung mit Reliefschmuck an den Schultern; Halskrause
und Orden vom Goldenen Vlies. Auf dem Sockelschaft, innerhalb der Büste, steht ein-
graviert in alter, jedoch nicht ursprünglicher Schrift: MAX. II.
Büste. Bronze, mit rötlichem Lack. H. (mit Sockel) 28 cm.
“7 Deutschland, 2. Hälfte 16. Jahrh. Von einem deutschen Meister in der Art des Antonio
Abondio. Die Ähnlichkeit mit den bekannten Darstellungen des Kaisers von Antonio
Abondio läßt die Bestimmung dieser Büste auf Kaiser Maximilian II. als durchaus wahr-
scheinlich erscheinen.
Tafel 30.
90 Herkules im Kampfe mit dem vielköpfigen Drachen (im Garten der Hesperiden). Herkules,
als bärtiger Mann, unbekleidet, hat den rechten Fuß auf den am Boden liegenden Drachen
gesetzt. Mit beiden Händen hat er die Keule zum Schlage gegen ihn erhoben.
Y Alkrochh Gruppe. Bronze. Die Sockelplatte ist später hinzugefügt. Die Keule ist für sich gegossen
u, ers und angeschraubt. H. 47 cm.
lderlelok 5 r
se Süddeutschland (München), Anfang 17. Jahrh.
Tafel 31.
91 Raub einer Sabinerin. Ein nackter, bärtiger Mann entführt eine nackte, sich lebhaft wehrende
Frau, die er mit beiden Armen umschlungen hält.
Gruppe. i i Fe ve e
; PRe Pionze, mit hauchfeiner Feuervergoldung unter dünnem Lacküberzug. H. 16 cm.
In 2 It Niederländisch-süddeutscher Meister, um 1600.
ho. ya wi M [ex Tafel 29.
$ /
92 Geflügelter Putto, nach rechts gelagert, mit übereinandergelegten Beinen, den Kopf nach links
gewendet, hielt mit beiden vorgestreckten Händen einen (jetzt verlorenen) Gegenstand.
Er liegt auf einem Tuch, das nach rückwärts im Winde flattert.
Bronze, rötliche Patina mit Resten alter Feuervergoldung am Kopf. Der rechte Arm ist an-
gestückt; am linken Arm eine Bruchstelle. Kleinere Gußfehler und alte Ausbesserungen.
Beide Flügel sind angesetzt. Das Tuch ist für sich gegossen. H. 28 cm, L. 54 cm.
Die Figur gehörte mit der folgenden in einen größeren dekorativen Zusammenhang.
Niederländisch-italienischer Meister, ı7. Jahrh.
93 Geflügelter Putto, nach links gelagert, mit übereinandergeschlagenen Beinen, den Kopf nach
rechts gewendet, weist mit der linken Hand nach oben; der rechte Arm war ursprünglich
aufgelehnt. Der Putto liegt auf einem Tuch, das den rechten Oberschenkel bedeckt und um
den rechten Oberarm herumgeführt ist.
Bronze, rötliche Patina mit Resten alter Feuervergoldung an den Haaren. Die Flügel sind
rate ITEM ; : :
D angesetzt. Das Tuch ist für sich gegossen. Die rechte Hand und der linke Arm sind an-
ruheuuorgestückt. H. 28 cm, L. 27 cm.
Die rechte Hand und der linke Arm sind angestückt. H. 28 cm, L. 27 cm.
Die Figur gehörte mit der vorigen in einen größeren dekorativen Zusammenhang.
Niederländisch-italienischer Meister, 17. Jahrh.
94 Venus Callipygos, im Gegensinn der im Neapeler Nationalmuseum befindlichen antiken
Marmorstatue frei nachgebildet. Statuette. Bronze. H. 26 cm.
Niederlande, ı7. Jahrh.
96 Zwei Kühe, stehend; mit einwärts gerichteten Hörnern. Die Schwänze endigen in je zwei
langen Haarbüscheln. Als Gegenstücke entworfen.
7 Statuetten. Bronze, ziseliert. Braunrote Patina. H. 14 cm.
Atar Niederlande, ı7. Jahrh.
» Tafel 32.
OR
97 Liegender Hund (Mops?) mit langen, herabhängenden Ohren; den Kopf dem Beschauer
zugewendet. Die Glasaugen modern ergänzt.
\ Statuette. Bronze, ziseliert. Auf dem Nacken ein abnehmbares Stück, das mit einer Schraube
Saal befestigt ist. H. 9,8 cm, L. 16 cm.
Süddeutschland, um 1700.
98 Büste des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern (1662—1726). In Allongeperücke, mit scharf
nach rechts gewandtem Kopf. Über einem Prunkpanzer mit reicher Manteldraperie trägt er
den Orden vom Goldenen Vlies. Auf zugehörigem, reich gestaltetem, in Boulle-Technik
Yp ausgeführtem Sockel mit vier Löwenklauen aus vergoldeter Bronze. Auf der Rückseite der
IP BEER 3 Sry R a S =
44 & rechten Schulter die eingravierte Signatur: G. de Grof F.
{x a “. . - . . - . .
I. Büste, Bronze, im Feuer vergoldet. Die Ordenskette ist für sich gearbeitet und an den
du N . .. .
F ; Enden vernietet. H. der Büste 17 cm, H. (mit Sockel) 42,5 cm.
15
innehoeı Guillielmus de Groff (Grof), geb. um 1680 in Antwerpen, gest. 1742 in München. Tätig
in München als Hofbildhauer. Die Büste dürfte annähernd gleichzeitig mit der um 1717
29
99 Zwei Köpfe, einer jungen Frau und eines jur
ıra
ıoo Lipiz
vermutlich als Modell zu einer Reiterstatu
Bayr. Nationalmuseum in München) entstanden sein.
Tafel 35.
e gegossenen Bronzestatuette des Kurfürsten (im
ngen Mannes, einander zugewendet. Das über der
hochgenommen und zur Schleife gebunden.
Stirn gescheitelte Haar der Frau ist hinten H
Blei, grünlicher Lack. H. des
Beide Köpfe auf Holzsockeln der 2. Hälfte des 18. Jahrh.
Frauenkopfes, ohne Sockel 24 cm. H. des Männerkopfes, ohne Sockel 22 cm.
Österreich (Wien), 2. Viertel 18. Jahrh.
schreitend, mit erhobenem rechten Vorder- und linken Hinterbein. Der
enig zur Seite gewendet. Die lange
aner Hengst,
Kopf mit vorgestellten Ohren ist angezogen und w
Mähne ist geflochten und mit zwei Schleifen geschmückt.
Statuette. Bronze, im Feuer vergoldet. Der Schwanz ist für sich gegossen und angeschraubt.
H. 18,5 cm.
Österreich, 18. Jahrh.
Tafel 34.
VI.
Französische
BRONZESTATUETTEN
Nr. 101 —106
ıoı Büste des Dichters Torquato Tasso (1544—1595). Der mit dem Lorbeerkranz geschmückte
Dichter trägt einen vorn geknöpften Rock mitHalskrause und langen, eng zulaufenden Ärmeln
mit schmalen Krausen an den Handgelenken. Über dem Rock ein ärmelloser Talar mit
Kragen. Um den Hals hängt ein Band, dessen Enden vorn in den Rock geschoben sind.
7 aleufng Mit der Rechten hält er die Handschuhe; die Linke ruht auf einem schräggestellten Buch
mit der Altersangabe „AN. AET. XXXIII“, der Jahreszahl „ıs71“, der Signatur A.A.D.
und einer aus griechischen und lateinischen Buchstaben gebildeten Inschrift, die keinen Sinn
ergibt.
Kira
Büste. Bronze. Hellgelbe Naturpatina mit dunkelblauem Lack. Ziseliert.
H. 19,8 cm.
Frankreich, 1571.
Der Meister A. A.D. ist sonst nicht bekannt. Daß es sich um ein Bildnis Tassos handelt,
erweist der Vergleich mit den zahlreichen bekannten Porträtstichen. Der Dichter weilte im
Jahre 1570 in Begleitung des Kardinals Lodovico d’Este in Paris, wo er von Karl IX. mit
großen Ehren gefeiert wurde. Die Büste ist im folgenden Jahre entstanden. Bei der Angabe
des Alters hat sich der Künstler geirrt.
Tafel 30.
102 Diana, nackt, stehend; mit der Rechten greift sie nach rückwärts über die Schulter, um aus dem
Köcher einen Pfeil zu nehmen. Der mit Pfeilen gefüllte Köcher wird mit einem Bande,
das vorn verknüpft ist, gehalten. Mit der Linken hält die Göttin den auf dem Boden
aufstehenden Bogen. Zwischen ihren Beinen ein Hund, der zu ihr aufblickt. Das hoch-
genommene und kunstvoll frisierte Haar ist mit einem Diadem geschmückt.
An Statuette. Bronze, mit grünlichem Lack. H. 20 cm.
/ 'rankreich, Anfang 17. Jahrh.
Tafel 29.
103 Büste einer Fran, unbekleidet, mit nach rechts gewendetem Kopf. Das kunstvoll frisierte,
von einem Bande durchzogene Haar ist mit einem Diadem geschmückt. Als unterer Abschluß
eine runde Standplatte mit kleiner Kartusche.
4 Afsopg,, Büste. Bronze, mit grünlicher Patina. H. 22 cm.
Dh y) y, Frankreich, 17. Jahrh.
Der Kopf — im Gegensinn — nach der Badenden von Giovanni Bologna im Giardino
Boboli in Florenz.
104 Venus auf dem Taubenwagen im Spiel mit
od 7 oA Vs
©
>
105 Geflügelter Amor, nackt, auf einem
Amor, den sie mit der Rechten stützt; Amor greift
mi inke ält. Der reich verzierte Wagen ruht auf
nach dem Bogen, den Venus mit der Linken emporhält. De g auf
Wolken; vorn rechts ein Taubenpaar.
Gruppe. Bronze, mit schwarzem Lack. Der linke Arm der Venus ıst angestückt. Amor und
s 4 B > . r . Eu ü
das Taubenpaar sınd für sich gegossen. Linker Flügel und Zeigefinger der er Hand der
Venus sind abgebrochen. Vom Bogen in der Hand der Venus ist nur ein kleines Stück
erhalten. H. 45 cm.
Frankreich, um 1700.
Baumstumpf sitzend, das rechte Bein in kniender Haltung
auf ein Tuch gestützt, das über den Boden ausgebreitet ist. In der Rechten hält er einen
Schreibgriffel, in der Linken ein Schriftband. Auf dem Boden liegen der Bogen, ein Köcher
mit Pfeilen und eine Muschel. Auf mitgegossener; rechteckiger Standplatte.
Statuette. Bronze, braune Naturpatina mit bräunlichem Lack. Die Flügel sind für sich
gegossen und angesetzt. Auf Louis XVI-Sockel. H. 22 em. Standplatte: 18% 13,5 cm.
Frankreich, um 1700.
106 Diana, unbekleidet, in Laufstellung auf den Zehen des linken Fußes ruhend. Die rechte Hand,
die einen Pfeil hielt, ist vorgestreckt; in der gesenkten Linken der nur zum Teil erhaltene
Bogen. Im hochfrisierten Haar eine kleine Mondsichel.
Statuette. Bronze, grünliche Lackpatina. Das linke Bein und beide Arme sind für sich
gegossen und angesetzt. Die Statuette ist mit dem linken Fuß in eine runde Bronzeplatte
eingelassen. H. 56 cm.
Frankreich, Ende 18. Jahrh. Nach der signierten und 1790 datierten Bronzstatue (H.2,04 m)
von Jean Antoine Houdon im Louvre. Das für diese Bronze im Jahre 1776 entstandene
Modell wurde 1777 ausgestellt. Eine von Houdon ausgeführte Marmorwiederholung aus
dem Jahre 1780 wurde von Katharina II. für Petersburg erworben (heute in der Eremitage).
Eine gleichfalls zeitgenössische Wiederholung in Bronze (H. 33 cm) befand sich in der ehe-
maligen Sammlung P. Morgan; vgl. W.v. Bode, Katalog der Bronzen der Sammlung
P. Morgan, Paris 1910, Bd. II, Nr. 222.
VI.
Italienische
BRONZESTATUETTEN
Nr. 107— 138
107 Büste eines jungen Mädchens, unbekleidet; im langen, offen herabfallenden Haar ein Diadem.
Die Augen waren ursprünglich mit Glasflüssen ausgelegt. Die Ohren sind zur Anbringung
von Ohrringen durchbohrt. Bronze, mit rötlichbrauner Naturpatina und grünlichem Lack.
MAE nlecuhel,,Die Brustwarzen sind ziseliert. Alte Flickstellen. H. 18,7 cm.
N of Oberitalien, um 1450. Vgl. eine Marmorstatue in der Estensischen Kunstsammlung in Wien,
L. Planiscig, Die Estensische Kunstsammlung, Wien 1919, Nr. 85.
Tafel 30.
108 Stier, schreitend, mit erhobenem rechtem Vorderfuß. Die Hörner sind seitlich gerichtet. Der
Kopf ist nach rechts gewendet. Statuette. Bronze, im Feuer vergoldet. H. ır cm.
Padua, um 1500. Nach der Antike. Wiederholungen aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts
\ Kor ku. lassen sich mehrfach nachweisen. Exemplare u.a. im Kaiser-Friedrich-Museum in Berlin,
im Kunsthistorischen Museum in Wien. Vgl. W.v.Bode, Bronzestatuetten, Bd. II, Taf. CXIV;
W.v.Bode, Katalog der Bronzestatuetten (Kaiser-Friedrich-Museum, Berlin), Nr. 110;
L. Planiscig, Die Bronzeplastiken (Katalog, Kunsthistorisches Museum in Wien), Nr. 74.
Tafel 32.
109 Nackter Jüngling von herkulischer Gestalt mit Weinlaub im Haar und Früchten in der vor-
gehaltenen Linken. Der Kopf ist lauschend gesenkt, während die Rechte mit gehobenem
Zeigefinger nach oben weist. Gegenstück zu einer nicht erhaltenen Figur.
Ixpa}, Krrtuette. Bronze, mit geringen Spuren von Lack. H. 29,5 cm.
Oberitalien (Mantua?), ı. Hälfte 16. Jahrh. Die Statuette steht unter dem Einfluß antiker
Vorbilder.
ıro Genius mit Füllhorn. Jüngling, aufrecht stehend, in kunstvoll gegürtetem Gewand. Vorn auf
der Brust ein rundes Schmuckstück. Im linken Arm trägt er ein Füllhorn mit Blumen und
Früchten; eine darin befindliche runde (jetzt geschlossene) Offnung diente ursprünglich zur
Befestigung eines Kerzentellers. Die rechte Hand greift nach hinten in das Gewand. Das in
Locken herabfallende, mit einem Bande durchzogene Haar ist mit einem Diadem geschmückt.
Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack und vereinzelten Resten von kalter Vergoldung.
Geringfügige Gußfehler. H. 40 cm.
Pnohe Gegenstück zur folgenden Nummer; vgl. dort.
Y Florenz, Ende 16. Jahrh.
; ; Tafel 33.
33
ırı Genius mit Füllhorn, im Gegensinn der vorig
en Figur entsprechend. Gegenstück; vgl. dort.
Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack. Kleine Gußfehler. H. 40 cm.
Florenz, Ende 16. Jahrh. Ein gleiches Paar befand sich in der ehemaligen Sammlung
P. Morgan; vgl. W.v.Bode, Katalog der Bronzen der Sammlung P. Morgan, Paris ıgıo,
Bd. II, Taf. CIII, Nr. 143/144.
Tafel 33.
3 RE
112 Schreitender Hengst mit erhobenem rechtem Vorder- und linkem Hinterfuß. Der angezogene
(am Zügel stehende) Kopf mit geöffnetem Maul und gestellten Ohren ist ein wenig zur
Seite gewendet. Die Mähne ist bis auf je einen Haarbüschel im Nacken und über der Stirn
kurz geschoren. Der lang herabfallende Schweif ist kurz unterhalb der Schwanzwurzel mit
einer Spange geschmückt. i j
Statuette. Bronze, mit dunkelbraunem Lack. Am rechten Hinterfuß eine Bruchstelle.
H. 14,5 cm.
Oberitalien, ı. Hälfte 16. Jahrh.
Tafel 34.
113 Schreitender Hengst mit kurzgeschnittener hoher Mähne und aufgebundenem Schwanz. Der
Kopf, mit geöffnetem Maul und hochgestellten Ohren, ist ein wenig zur Seite geneigt. Auf
der Stirn ein hochstehender Haarschopf. Um den Hals ist ein zweistreifiger Gurt gelegt.
Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack. H. 24 cm.
Venedig, ı. Hälfte 16. Jahrh. Nach einem der vier antiken Pferde an der Markuskirche
in Venedig.
Tafel 29.
ı14 Herkules, stehend, mit einem Schurz und dem Löwenfell bekleidet. Der Schurz ist an einem
VAlfe Horihv:
y
Krrırt
Jioles
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ırurika
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Anlueo/fer.ch
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r Yınfırvarırı
Strick befestigt, der um die Hüften gelegt ist. Das Löwenfell, das über die linke Schulter
geworfen ist, fällt über den linken Arm herab. Mit der Rechten umspannt Herkules den
Schaft der auf dem Boden aufstehenden Keule; in der vorgestreckten Linken hält er die
Apfel der Hesperiden. Im Haar ein aus zwei Ruten geflochtener Kranz.
Statuette, Bronze, hellbraune Patina mit Resten von schwarzem Lack. Der rechte Arm ist
gebrochen. Der Armreif wurde angebracht, um die Bruchstellen zu verdecken. H. 26,5 cm.
Florenz, Mitte 16. Jahrh.
ı15 Ruhender Herkules, nach links gelagert, auf den rechten Unterarm gestützt, den Kopf nacı
Ab“ Aunoche
links gewendet, hält mit der erhobenen Linken die seitlich auf den Boden aufgestellte Keule.
Im Motiv der „Morgendämmerung“ von Michelangelo nachgebildet.
Statuette. Bronze, mit dunkelgrünem Lack. H. 17,5 cm, L. 25,5 cm.
Florenz, Mitte 16. Jahrh.
116 Schreitender Hengst mit erhobenem rechtem Vorder- und linkem Hinterfuß. Der angezogene
Kopf mit geöffnetem Maul und vorgestellten Ohren ist ein wenig nach rechts gewendet.
Mit lockiger Mähne und langem Schweif.
Statuette. Bronze. Schwanz und Mähne mit kalter Vergoldung. Schwarzer Lack. Bruch-
stellen an den Beinen und am Halse. H. 17 cm.
Florenz, um 1600. Die Statuette, die in mehreren Exemplaren bekannt ist, steht unter dem
Einfluß des von Giovanni Bologna geschaffenen Pferdetypus. Vgl. u.a. W. v. Bode, Bronze-
statuetten, Bd. II, Taf. CCI.
Tafel 34.
34
117 Zwei Engel, Gegenstücke:
a) Engel, stehend, mit einer Lilie in der Rechten, weist mit der Linken nach oben. Der Blick
ist nach rechts gerichtet. Er trägt ein kurzärmeliges Gewand, das über den Hüften gegürtet
ist. Der lang herabfallende Rock öffnet sich über dem Knie. An den Füßen hohe Stiefel.
i Auf mitgegossener dreieckiger Standplatte. Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack.
f.Wurıklfa H.28,5 cm.
2
AA ek
b) Engel, freistehend, in der Bewegung seinem Gegenstück entsprechend.
Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack. H. 28,5 cm.
Girolamo Campagna, Padua, Venedig, Verona und Urbino, 1550 bis nach 1623.
Tafel 29.
118 Victoria als junge Frau in langem, hochgegürtetem Gewand, das die rechte Brust freiläßt.
Das linke Bein ist bis zum Knie sichtbar. In der erhobenen Rechten hielt sie einen Kranz,
in der gesenkten Linken ein jetzt verlorenes Attribut. Das hochgebundene Haar ist kunst-
voll frisiert. Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack. H. 26,7 cm.
Venedig, Ende 16. Jahrh. Diese Statuette ist in mehreren, unter sich in Einzelheiten ab-
weichenden Exemplaren bekannt. Vgl. W.v.Bode, Bronzestatuetten, Bd. II, Taf. CI;
W. v. Bode, Katalog der Bronzestatuetten (Kaiser-Friedrich-Museum, Berlin), Nr. 250;
L. Planiscig, Katalog der Bronzeplastiken (Kunsthistorisches Museum, Wien), Nr. 180.
119 Venus, nackt, stehend, den Kopf nach rechts gewendet, hält mit beiden Händen ein Tuch,
das den Rücken bedeckt. Zu ihren Füßen ein Delphin und der schlafende Amor.
Statuette. Bronze, mit brauner Naturpatina und schwarzem Lack. Einzelne Gußfehler.
Y)
/ H. 42 cm.
Mana
Venedig, Ende ı6. Jahrh.
ı20 Diana, stehend, nur mit einem Tuch bekleidet, das von einem Gurt gehalten wird. Es fällt
über den Rücken bis auf den Boden herab; das eine nach vorn geschlagene Ende bedeckt
beide Oberschenkel. Diana stützt sich auf einen (jetzt verlorenen) Speer. Die Rechte hat
sie in die Hüfte gestemmt. In dem kunstvoll hochgebundenen Haar, von dem einige Locken
in den Nacken herabfallen, ein Diadem.
Statuette. Bronze, dunkelbraune Patina, mit Resten von schwarzem Lack. H. 35,5 cm.
Venedig, Ende 16. Jahrh.; in der Art des Tiziano Aspetti (1565—1607).
Tafel 33.
121 Diana, stehend, unbekleidet, den Blick nach oben gerichtet, greift mit ihrer Linken an ihre
linke Brust. In der gesenkten Rechten hält sie den oben abgebrochenen Speer. Das kunst-
voll geflochtene Haar, von dem einige Locken auf die Schulter herabfallen, ist mit einem
Üaspedanım, Diadem geschmückt.
Statuette. Bronze, mit dunklem Lack. Vereinzelte Gußfehler. H. 42 cm.
Venedig, spätes 16. Jahrh.
Tafel 33.
35
en.Der Heilige auf sprengendem Pferde holt mit dem
Schwert in der erhobenen Rechten zum Schlage gegen den am Boden liegenden Drachen aus.
Gruppe. Bronze. Reiter, Pferd und Sockelplatte mit dem Drachen sind gesondert gegossen.
Das Schwert in der Hand des Heiligen sowie der Zügel sind abgebrochen. H. 34 cm.
’) a Oberitalien (Mailand), Ende 16. Jahrh. Die gleiche, in wenigen Einzelheiten geringfügig
my HI (0 > : } h
; veränderte Statuette besitzt das Victoria and Albert Museum ın London (Nr. 963-1882).
In London fehlt die Sockelplatte mit dem Drachen.
Tafel 34.
122 Hl.Georg im Kampfe mit dem Drach
123 Venus nach dem Bade. Die Göttin, die den linken Fuß auf einen dreieckigen Sockel gestellt
hat, trocknet sich mit einem Tuch die linke Brust, während sie mit der Rechten das zwischen
den Knien herabfallende Badetuch hält. Auf mitgegossener Standplatte.
Statuette. Bronze, mit geringen Gußfehlern. H. 34 em.
Y Ha 2 N Italien, Anfang 17. Jahrh. Nach einer Statuette von Giovanni Bologna im Kunsthistorischen
Museum in Wien (Kat.-Nr. 249).
Die Statuette ist vielfach, und zwar in der unmittelbaren Werkstattnachfolge Bolognas,
dann aber auch im weiteren Verlauf des 17. und selbst auch im 18. Jahrhundert wieder-
holt worden. Vgl. die Aufzählung zahlreicher Wiederholungen und Nachahmungen bei
W. v. Bode, Katalog der Bronzestatuetten (Kaiser-Friedrich-Museum, Berlin), Nr. 156, und
L. Planiscig, Die Bronzeplastiken, Katalog des Kunsthistorischen Museums in Wien, Nr. 249.
Tafel 33.
124 Moses, aufrecht stehend, in weitfaltigem Gewand mit darüber hängendem, auf der rechten
Schulter mit einem Knopf gehaltenen Mantel, hält mit der Linken die beiden Gesetzestafeln,
die er gegen die Hüfte stemmt. Die Rechte hat er vor die Brust erhoben. Das Gewand ist
über der Brust geöffnet; an den Füßen trägt er Sandalen. Einzelheiten, wie die rechte Hand
Ka worluager und der Bart, verraten das Vorbild Michelangelos. Auf mitgegossenem achteckigem Sockel.
L- f Statuette. Bronze. H. 47,5 cm.
Rom, ı7. Jahrh. Aus dem Einflußbereich des Alessandro Algardi (1602— 1654).
Tafel 33.
i Nauhhrr f
125 Schlafender Christusknabe, nackt, auf den Leidenswerkzeugen ruhend, das Gesicht dem
Beschauer zugewendet.
Pr B Statuette. Bronze, braune Naturpatina und schwarzer Lack. H. 8 cm, L. 23,5 cm.
= ö
hyınyaler Italien, 17. Jahrh.
126 Löwenpaar:
a) Löwe, schreitend, mit lockiger Mähne; der Kopf ist leicht nach rechts gewendet. Der
Schweif ist hochgeworfen und liegt mit der Quaste auf dem Rücken.
Statuette, Bronze, mit schwarzem Lack. H. 13,5 cm, L. 19 cm.
Alter b) Löwin, schreitend, den Kopf dem Beschauer zugewendet.
Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack. H. ı2 cm, L. 19 cm.
Italien, 17. Jahrh.
Tafel 32.
127 Sitzender Putto (Christusknabe?); den Kopf ein wenig nach links geneigt, die linke Hand auf
die Brust gelegt; die rechte Hand, in der er einen jetzt verlorenen Gegenstand (ein Kreuz?)
hielt, ist seitlich erhoben. Er sitzt auf einem Tuch, das über den linken Oberschenkel gelegt
[oa ist.
IN alror
Statuette. Bronze, mit grünlichbraunem Lack und brauner Naturpatina. Der rechte Arm
Ni ist für sich gegossen und angestückt. Einzelne kleine Gußfehler. H. 47,5 cm.
Italien (Rom), 17. Jahrh.
128 Atlas, in Schrittstellung, mit langem wallendem Bart, unter der Last einer auf seinem Nacken
ruhenden Armillarsphäre gebeugt, die er mit beiden Armen stützt. Ein Tuch, das von der
linken Schulter über den Nacken herabfällt, bedeckt den rechten Oberschenkel.
Statuette. Bronze. Braune Naturpatina mit schwarzem Lack. H. 40 cm.
Italien (Rom), 17. Jahrh.
N,
Velraı
129 Putto, in lebhafter Bewegung nach links gewendet, zu einem Gegenstand emporblickend, den
er auf seiner erhobenen Rechten hielt; die linke Hand ist seitlich abgestreckt. Ein Tuch,
das über den Rücken herabfällt und den rechten Oberschenkel bedeckt, ist an einem Gurt
befestigt. Die Statuette gehörte vermutlich mit der folgenden zu einer größeren Figuren-
gruppe.
Statuette. Bronze, mit Resten von schwarzem Lack. Das über den Rücken fallende Tuch
ist für sich gegossen und angenietet. Vereinzelte Gußfehler. Die linke Hand ist durchbohrt.
H. 18,8 cm.
Italien, ı7. Jahrh.
130 Putto, nach rechts schreitend, den Kopf dem Beschauer zugewendet, hielt mit beiden vor-
gestreckten Händen einen (jetzt verlorenen) Gegenstand. Ein im Winde flatterndes Tuch
liegt über der linken Schulter und bedeckt den rechten Oberschenkel. Die Statuette gehörte
vermutlich mit der vorigen zu einer größeren Figurengruppe.
Statuette. Bronze. Der rechte Arm war abgebrochen. Bruchstellen unter dem Arm und auf
dem Rücken sind ausgefüllt. Kleine Gußfehler. H. 16,8 cm.
A 2
v Italien, ı7. Jahrh.
131 Geflügeltes Puttenpaar. Nackt, sitzend, mit einem Tuch um die Lenden, eine Hand auf die
Brust gelegt, die andere mit dem Griff eines abgebrochenen Gegenstandes emporhaltend.
Statuetten. H. 31,5 cm. Bronze, mit grünlichbrauner Naturpatina und Resten von
schwarzem Lack. In den Haaren Reste kalter Vergoldung. Kleine Gußfehler und aus-
gebesserte Stellen.
Italien, 17. Jahrh.
ı32 Der Borghesische Fechter. Nackter Jüngling in vornübergebeugter Kampfstellung, den Schild
in der erhobenen Linken, das Schwert in der gesenkten Rechten.
Statuette. Bronze, braune Naturpatina mit gelbbraunem Lack. Arme und Beine sind für
G Affro0Bıl sich gegossen und angesetzt. Der Schild ist angeschraubt. H. 34 cm.
» „7? Nachbildung des im Louvre befindlichen „Borghesischen Fechters“, der Anfang des 17. Jahr-
ANLUPRA
“7° hunderts in Porto d’Anzio unter Papst Paul V. (1605— 1625) gefunden wurde. Die Statue
37
ist in vielen Bronzenachbildungen des 17. Jahrhunderts bekannt. Von den vier allein in Wien
befindlichen Nachbildungen hat L. Planiscig das im Katalog der Bronzeplastiken (Kunst-
historisches Museum) unter Nr. 275 beschriebene Exemplar dem Antonio Susini zugeschrieben.
Zwei weitere Nachbildungen der gleichen Sammlung gehen auf Balthasar Herold zurück.
Weitere Nachbildungen u.a. in Mailand, Florenz, Berlin.
Italien, ı7. Jahrh.
133 Herkules Farnese, nackt, aufrecht stehend, mit dem linken Arm auf die Keule gestützt, über
die das Löwenfell herabhängt. Die Rechte ist auf den Rücken gelegt.
mit schwarzem Lack. Beide Beine und der linke
Statuette. Bronze, dunkelbraune Patina,
gegossen und angesetzt. Zahl-
Unterarm mit Keule, Löwenfell und Bodenstück sind für sich
reiche nicht vernietete Formstiftlöcher. H. 48 cm.
= Italien, 17. Jahrh.
DR Nach der im Jahre 1540 in den Thermen des Caracalla gefundenen Herkulesstatue des
Glykon aus Athen, die unter dem Namen des Herkules Farnese (heute im Museo Nazionale
in Neapel) bekannt ist.
134 Satyr mit der Fußklapper, nackt, in den Händen die Tschinellen, mit dem rechten Fuß auf
die Klapper tretend. Statuette. Bronze, mit dunklem Lack. H. 52 cm.
Italien, Ende 17. Jahrh.
Sau Yılk Yıelel Nach der in den Uffizien in Florenz befindlichen antiken Statue, deren Kopf und Arme im
alte: 16. Jahrhundert ergänzt wurden.
AHelkıricliefr: 6
135 Jüngling (Meleager), nackt, aufrecht stehend, hält im linken Arm einen Stab. Die Rechte ist
mit der äußeren Handfläche nach hinten auf die Hüfte gelehnt. Ein Mantel, der auf der
rechten Schulter mit einem Knopf zusammengehalten wird und über Brust und Schulter
R: fällt, wird um den linken Arm gezogen. Die Scham wird von einem mitgegossenen Feigen-
JB p 4 blatt verdeckt.
Mn Arohı
/ / Statuette. Bronze. Es handelt sich offenbar um eine verworfene Ausformung, die unziseliert
geblieben ist. Auf mitgegossener Standplatte. H. 81 cm.
Italien, 17. Jahrh.
Nach der im Vatikanischen Museum befindlichen, seit dem 16. Jahrhundert bekannten
antiken Statue des Meleager.
136 Apollo und Daphne, zwei Statuetten; der Gott verfolgt die Nymphe mit vorgestreckten
Armen; in der Rechten hielt er einen jetzt abgebrochenen Gegenstand. Ein Tuch, das von
der Schulter herabfällt und mit seinem Ende den rechten Oberschenkel bedeckt, bauscht sich
im Winde. Daphne, mit hocherhobenen Armen, trägt ein kurzes, hochgegürtetes Kleid,
”
4 Ah nocdık das die Brüste frei läßt. Haare und Finger verwandeln sich in Lorbeerzweige. Der linke
Kind in Fuß (auf mitgegossener Standplatte) verwandelt sich in Wurzeln.
J
Statuetten. Bronze, grünlichgelbe Naturpatina mit Resten von schwarzem Lack. H. (Apollo
31 cm, H. (Daphne) 38 cm.
Italien, ı7. Jahrh.
137 Satyr, schreitend, mit Bocksfüßen und langen spitzen Ohren, mit Bart und zwei vorstehenden
Hörnern auf der Stirn; mit beiden Händen hält er ein mit Blättern verziertes Füllhorn,
das zur Aufnahme einer Kerzentülle bestimmt war. Die Statuette dürfte ursprünglich zu
7 einer größeren Gruppe gehört haben.
VD pt
ALALUMEN
LPRR „4, Francesco Bertos, tätig Ende 17. und Anfang 18. Jahrh. in Venedig und Rom.
Val
138 Springender Hengst mit kurzgeschorener Mähne, aufgebundenem Stirnschopf und langem
Schweif. Statuette. Bronze, mit braungrünlichem Lack. H. 20,5 cm.
Italien, 18. Jahrh.
Die Statuette ist bis auf den weggelassenen Zaum eine getreue Kopie eines im Jahre 1761
6b in Herkulanum gefundenen Pferdes (im Museo Nazionale in Neapel, Nr. 1488). Ein
Ale Zyyeites Exemplar besitzt das Kaiser-Friedrich-Museum in Berlin (Kat. W. v. Bode, Nr. 215).
q Statuette. Bronze, mit schwarzem Lack. H. 22 cm.
39
VIH.
BRONZEGERÄTE UND HOLZ
Nr. 139 —163
139 Schmuckkästchen. Rechteckiger Kasten mit dachförmigem Deckel. Die Flächen mit Kupfer-
emailplatten bedeckt, die Szenen der antiken Sage in Weiß, Grün und Blau mit goldenen
Beischriften auf dunklem Grund zeigen. Die schlicht profilierte Umrahmung der Felder aus
vergoldeter Bronze. An den Kastenecken korinthische Pilaster. Als Füße dienen vier
Groteskfiguren. H. ır cm, Br. 18,5 cm, T. 12,5 cm.
7a Limoges, 1. Hälfte 16. Jahrh. Ähnliches Stück abgebildet Burger, Abendländische Schmelz-
bar r arbeiten, Berlin 1930, Abb. 129, Farbtafel VIII.
/,
Mar Tafel 36.
140 Vier Teller einer Folge. Email auf Kupfer in Grau und Schwarz mit wenig Gold und Rot
gemalt. Auf dem Rand Groteskenfries, in der Vertiefung vielfigurige Szenen aus der
Argonautensage. Auf der Rückseite Wappen in Rollwerk und Groteskenumrahmung.
Durchm. 20,5 cm.
Limoges, 2. Hälfte 16. Jahrh. Art des Pierre Reymond.
es
ou f Tafel 36.
141 Pfau aus blauem Glas und vergoldeter Bronze. Der Körper des Vogels besteht aus einer kürbis-
förmigen Flasche aus dunkelblauem Glas, um das der Kopf, der ausgebreitete Schwanz und
die Füße durch Bänder montiert sind. Moderner schwarzer Holzsockel. H. mit Sockel 32 cm.
de Wahrscheinlich Sachsen, um 1600.
142 Tischuhr, Bronze vergoldet, in Form eines Turmes. Kastenförmiger Sockel auf vier Delphinen,
die Wände mit graviertem Ranken- und Groteskwerk. Darüber schlanker Aufbau mit Eck-
säulchen, auf den Wänden, die gravierte Landschaften zeigen, ausgeschnittene Reliefs. An
9, [, der Schauseite unter dem Zifferblatt Wappen mit schreitendem Löwen, an den drei anderen
(Mar NAAL . . . . . PR
UEIA Seiten Caritas und zwei weitere Frauengestalten nach Reliefs von Peter Flötner. Auf den
} Pr v vier oberen Ecken sitzen musizierende Engel. Als oberer Abschluß Kuppel und Tambour
mit 12 Fensterausschnitten und acht bekrönenden Vasen. H. 30 cm, Br. 12,5 cm.
Augsburg oder Nürnberg, 2. Hälfte 16. Jahrh.
143 Tischuhr mit Kamel, Ebenholz, vergoldete Bronze und Silber, Auf einem kastenförmigen
Sockel auf Kugelfüßen mit Silberbeschlägen, der an der vorderen Breitseite das silberne,
schwarz und blau emaillierte Zifferblatt trägt, das schreitende Dromedar auf einer Platte
mit graviertem Fliesenmuster. Auf dem Höcker des Dromedars sitzt ein Neger, der das
finde, Kugotu Halfterband hält. Der Neger, das Geschirr und ein Halsband aus Silber. H. 29 cm,
Br. 19 cm, T. 13 cm.
Augsburg, ı.Hälfte 17. Jahrh.
40
143a Ein Paar Hirsche, Bronze vergoldet. Die schlanken Hirsche (Zwölfender) sind springend
dargestellt. Als Sockel dient eine schwarze Holzplatte. H. 28 cm, Br. 24 cm.
Te Deutschland, 2. Hälfte 16. Jahrh.
Arch .
144 Ein Paar Kaminleuchter, Bronze und Marmor. Auf einem in Goldbronze gefaßten Säulen-
stumpf aus Rosso antico ein dunkler, geflügelter Putto, mit goldenem Schleier, der in jeder
Hand eine brennende Fackel, die als Lichttülle gebildet ist, hält. H. 41,5 cm.
Frankreich, um 1790.
145 Ein Paar Kaminböcke, Bronze vergoldet. Auf einem durchbrochenen Sockel aus Muscheln
und Rocaillen sitzt ein Affe, der einmal in Röckchen und Federhut die Querflöte, das
andere Mal mit Schlapphut und Halskrause Blockflöte bläst und Trommel schlägt. Marke:
ee C. couronn® auf den Rändern der Wappenschilde der vorderen Kartusche. a) H. 32 cm,
MH AAORE Br. 25 cm; b) H. 30 cm.
Frankreich, um 1740.
Tafel 39.
146 Ein Paar Ziegenböcke, Bronze vergoldet. Auf einer länglichen Bodenplatte mit angedeutetem
Pflanzengrund vorn ein Baumstumpf mit Weinranken, von denen der sitzende, zottige Bock
_ friße. H. 17,5 cm, Br. 16 cm.
Jurselel Frankreich, um 1770.
Wuklır Tafel 39.
147 Ein Paar Kaminleuchter, Marmor und Bronze, zum Teil vergoldet. Auf schwarzer Marmor-
platte weißer Alabastersäulenstumpf mit Goldbronzemontierung. Darauf stehender ge-
flügelter Putto, dunkel patiniert, der ein goldenes Füllhorn hält, über dessen Rand Früchte
L hängen und aus dem eine Mohnblüte und drei stark geschwungene, in Groteskmanier ver-
/Utafpr zierte Arme herauswachsen, die die Lichttüllen tragen. Bohrlöcher für elektrische Montage.
Die Feigenblätter moderne Zutat. H. 105 cm.
Frankreich, um 1785.
148 Ein Paar Kaminvasen, Bronze vergoldet. Auf vierpaßförmiger weißer Marmorplatte, mit
goldbronzenen Entrelacs und Rosetten verziert, steht die auf Löwenfüßen ruhende Vase.
Geschweifter, unten als Vierpaß gebildeter Fuß, eiförmiger Körper mit Volutenhenkeln, ein-
5 gezogenem godronniertem Hals, der von einer Entrelacsborte abgeschlossen ist. Auf dem
Au knwohe Körper weibliche Masken zwischen Eichenzweigen. Auf jedem Volutenhenkel sitzt ein
Tritonen-Putto, der zwei stark gebogene Füllhörner hält. Die die Früchte krönenden
Pinienzapfen können umgedreht und als Lichttüllen benutzt werden. H. 42 cm.
Gleiches Paar in der Jones Collection Victoria and Albert Museum, London. Kat. II,
1924, Nr. 204. Gouthiere zugeschrieben.
Frankreich, um 1765.
Tafel 37.
149 Ein Paar Toafelleuchter, Bronze vergoldet. Geschweifter kannelierter Fuß mit Blattfries,
Blumenkranz und Rankenbordüre verziert, der oben in einer Vase endet. Darauf trommel-
förmiger Teil, von einem Stilleben aus Fackel, Bogen, Köcher, Lorbeerkranz und Taube be-
E a krönt, der mit dem Fuß durch einen Bajonettverschluß verbunden ist. Daraus wachsen drei
Ay Huiogeschwungene, zum Teil von Blättern umhüllte Arme hervor, die die Lichttüllen tragen.
H. 38 cm.
Frankreich, um 1780.
Tafel 38.
41
ıso Kaminuhr, Bronze vergoldet und schwarz patiniert. Ovaler Sockel mit rechteckigem Vor-
sprung auf Balusterfüßen. Die Seitenwände mit Akanthusranken verziert. Vorn ein Relief,
das Putten zeigt, die eine Kanone laden und kriegerische Musik machen. Das weiße, von
einem Blumenkranz gerahmte Zifferblatt sitzt in einem ovalen Säulenstumpf, in dessen
Kannelüren Lorbeerlaub aufsteigt. Links ein geflügelter Putto mit einem Papierblatt, rechts
Ara. Aullıyın®% ein ungeflügelter mit einem Buch. Als Bekrönung dient eine pokalförmige Vase mit Voluten-
n | ' henkeln und eine Weingirlande. Im oberen Teil Porzellanring, farbig und en camaieu be-
Serle malt, mit den vier Jahreszeiten. Auf dem Deckel sitzt ein geflügelter Putto auf Papierrollen.
Auf dem Zifferblatt bezeichnet „Robin“. Zum Aufziehen muß man auf einen Knopf der
Unterseite drücken, wodurch sich das Puttenrelief öffnet. H. 61 cm, Br. 37,5 cm.
Frankreich, um 1775-
Tafel 38.
ısı Carteluhr, Bronze vergoldet. Reichbewegter symmetrischer Aufbau aus Voluten, kannelierten
Balustern und Laubgehängen. An dem Eckbaluster rechts vom weißen Emailzifferblatt
hängen die Embleme der Kriegskunst, links die des Gartenbaues. Als Bekrönung dient ein
ul Krelı auf Wolken sitzender Adler mit ausgebreiteten Flügeln und einem Lorbeerkranz im
Au Ligarf Schnabel. Als unterer Ablauf ein Akanthusblatt. H. 82 cm, Br. 36 cm.
ar Frankreich, um 1770.
a
!
ı52 Ein Paar Leuchtervasen aus Derbyshirespat („Blue John“) und vergoldeter Bronze. Ei-
förmiger Körper mit geschwungenen Blatthenkeln, Fuß, Plinthe und vier Kugelfüßen. Der
Deckel zum Umstecken mit einer Lichttülle versehen. H. 22,5 cm.
Ur,,
AH 1e# England, um 1775.
153 Kaminuhr, vergoldete Bronze und weißer Marmor. Über einem ovalen Grundriß mit recht-
eckigem Vorsprung Sockel aus Marmor mit Bronzeeinlage und Balusterfüßen. Darauf ein-
gezogene Plinthen mit Blattfries, worauf zwei Nixen neben dem annähernd würfel-
förmigen Uhrgehäuse knien und die Deckplatte, die mit einem Eierstab verziert ist, halten.
Als Bekrönung dient die Doppelbüste „Le baiser donnd“ nach Houdon. Um den Fuß der
Büste fattern vier Tauben. Rechts und links davon Dreifußvase mit Flammen. Weißes
Emailzifferblatt mit schwarzen und roten Zahlen. Bezeichnet: Bourret A Paris. H. 46,5 cm,
Br. 27,5 cm.
Frankreich, um 1785.
ı54 Ein Paar Kaminziervasen, Bronze vergoldet. Auf einem kastenförmigen Sockel mit ab-
gerundeten Schmalseiten und Kugelfüßen, der vorn einen Adler im Lorbeerkranz auf dem
Donnerkeil, an den Seiten Perlengehänge trägt, stehen zwei geflügelte Putten, die die spitz-
kelchförmige Vase tragen, die in einer breiten Zone tanzende Nymphen in flachem Relief
zeigt, am Lippenrand Lorbeerblätter und Bocksköpfe. Auf dem Deckel und an der unteren
) Endung Palmetten. Ein Stück Lorbeer an der Rückseite einer Vase fehlt. H. 34,5 cm,
Br. 16 cm.
Frankreich, um 1800.
ı55 Ein Paar Leoparden, Bronze vergoldet. Die Leoparden schreiten mit erhobenen Köpfen
geradeaus. Eine Hälfte des Rückens weggeschnitten. H. 19 cm, Br. 22 cm.
[17 du
{A Mur Frankreich, Empire.
42
156 Applique, Bronze. Sitzender Putto mit ausgebreiteten Flügeln, der eine brennende Fackel
hochhält. Rechts Lorbeerzweig und Füllhorn mit Geld. Links Ahren und Füllhorn mit
5 Früchten. H. 41 cm, Br. 79 cm.
A ae Frankreich, um 1820.
vihfe Grabe
157 Ein Paar Kaminböcke, Bronze vergoldet. Phantasiearchitektur aus einem Baluster, einem
Säulenstumpf und einer verbindenden Volute, mit Lorbeergehängen bekränzt. H. 23,5 cm,
q # Br. 28 cm.
Br “Frankreich, Stil Louis XV und XVI.
[ Arırkuleuo
158 Leuchterweibchen, Zirbelholz, geschnitzt und bemalt. Junges Mädchen mit Fischschwanz,
in goldfarbenem Kleid mit geschlitzten Ärmeln, das am Mieder blau eingefaßt ist, Hemd mit
k hochgeschlossener Halskrause, Goldhaube und flacher Mütze, hält ein schwarz-weiß geteiltes
Workßzsn: 0 Wappenschild (Fribourg). Alte Bemalung, zum Teil aufgefrischt. H. 32 cm, Br. 38 cm.
ehraR ‚Schweiz, 16. Jahrh.
159 Konsole, Weichholz, geschnitzt und vergoldet. Zwei Löwen liegen an einem mit Rocaillen
bedeckten felsartigen Sockel. Mehrfach geleimt. H. 24 cm, Br. 32,5 cm, T. 16 cm.
Oberitalien, Mitte 18. Jahrh.
Tafel 31.
160 Zwei Konsolen, Weichholz, geschnitzt und vergoldet. Über quadratischem Grundriß taburett-
förmiger Aufbau aus Voluten, mit Pflanzen, Perlen und Behangwerk verziert. Im oberen
Teil gepunzte Ornamente. H. 27 cm, Br. 21 cm.
Oberitalien, um 1730.
Tafel 31.
161 Ein Paar Bilderrahmen, Weichholz, geschnitzt und vergoldet. Glatter Rahmen mit geripptem
Falz. Bekrönung und Ablauf aus Voluten, Rocaillen und Blumen. H. 26 cm, Br. 24 cm.
Bildausschnitt 11,5x 14 cm.
Italien, Mitte 18. Jahrh.
162 Hängekonsole, Weichholz, geschnitzt und vergoldet. Fünf Bügel aus Voluten, Rocaillen und
Blumen tragen den geschweiften Rahmen für das Standbrett. Mehrfach ausgebessert.
H. etwa 30 cm, Br. 33 cm.
Italien, Mitte 18. Jahrh.
163 Schmuckkästchen aus Buchsholz mit gravierten Elfenbeineinlagen und Bronzebeschlägen.
Truhenförmig, mit gewölbtem Deckel. Auf der Wandung fünf Tugenden, auf dem Deckel
Ornamente. Auf dem Boden ein Ritter unter einer Arkade. Der Deckel als Behälter aus-
. gebildet und durch einen Schieber verschlossen, der innen einen Jüngling mit Hut und
Ort Mantel, außen die Brustbilder eines Mannes und einer Frau mit den eingeritzten Buchstaben
A.S. zeigt. Im unteren Teil des Kastens ein Schubfach. H. 7,5 cm, Br. 12,5 cm, T. 5,3 cm.
Süddeutschland, Mitte 16. Jahrh.
43
IX.
SILBER
Nr. 164— 270
164 Häufebecher, teilvergoldet. An dem durch einen Ring abgesetzten Lippenrande gravierte
Maureskenranke; eingezogener Fuß. H. 5,8 cm.
Deutsch, 16. Jahrh. Ohne Beschau. Meisterzeichen HK ligiert.
vr pol
165 Häufebecher, getrieben und vergoldet. Auf dem abgesetzten Lippenrand geätzte Mauresken-
ranke und die Inschrit CZ 1577. Die Vergoldung stark abgerieben, verschiedene kleine
Y Risse. H. 6,3 cm.
w Deutsch, 1577.
166 Becher in Form eines Römers, getrieben und teilvergoldet. Der mit Noppen besetzte ein-
gezogene Unterteil steht auf einem von drei Löwen getragenen und mit Kugeln besetzten
Reif. Am Lippenrand der glockenförmigen Kuppa ein gravierter Ornamentstreifen mit
, Ranken. Auf den Wappenschilden der Löwen Hausmarke und das Monogramm IR.
Wrpr 2
HICHeL H. 8,5 cm.
Deutsch, um 1600. Keine Marken außer dem niederländischen Einfuhrstempel R’ 7554.
Tafel 49.
167 Becher, getrieben, teilvergoldet. Die geschweifte, oben stark ausladende Wandung geschuppt,
am Lippenrand gravierte Blattranken, auf dem eingezogenen Fuß punktierte Ornamente.
m x H!212,3 cm.
vpdeuharr: Deutsch, um 1600. Stempel (Hausmarke) nicht bei R.
168 Eule als Trinkgefäß, getrieben und vergoldet. Aufgerichtet sitzend, das Gefieder graviert, am
abnehmbaren Kopf ein weißsilbernes Halsband. Der in der Mitte erhöhte runde Sockel am
Rand als natürlicher Boden gebildet. H. 17 cm.
n a E 5 Re
Aronrrnvferıı Deutsch, um 1600. Außer undeutlichen Marken die Wiener Repunze von 1806/07 (R" 7875)
f Woher und der französische Einfuhrstempel R® 5907.
(. W B
/ Tafel 47.
169 Deckelpokal, getrieben und vergoldet. Auf dem unteren, eingezogenen Teil der Kuppa
Fruchtbündel und Blattmasken, am ausladenden Lippenrand drei Reliefs mit Wild in der
Landschaft, dazwischen Engelköpfe. Hoher eingeschnürter Fuß mit Rollwerk und Früchten,
Balusterschaft. Auf dem Deckel Landschaften und Knospen. Der bekrönende Krieger hält ein
4 ML sol Schild mit Wappen in Hinterglasmalerei und der Jahreszahl ı612. H. (über alles) 33,4 cm.
Yydldı Deutsch, 1612. Undeutliche Marke. Niederländischer Einfuhrstempel R’ 7554.
Tafel 48.
44
170 Pokal, getrieben und teilvergoldet. Die Kuppa unten gerippt, oben mit geschweiftem Blatt-
werk auf gepunztem Grunde verziert, Balusterschaft, am Fuß das Monogramm WA.
H. 14,5 cm.
Im AR Deutsch (2), 17. Jahrh.
171 Schälchen, getrieben, innen vergoldet. Rund, mit ausladender, zehnfach gebogter Wandung,
zwei Schweifhenkelchen und einer Blütenrosette im Boden. Durchm. 10,8 cm.
Yarken Deutsch, ı7. Jahrh. Undeutliche Marke.
/
172 Filigrankörbchen mit Untersatz, weißsilbern mit vergoldetem Zierat. Längliche Form mit
abgekanteten Ecken. In der Mitte des Untersatzes Relief mit Diana und Aktäon.
H. 5,5 em, L. 16,5 cm.
Ende 17. Jahrh. Ohne Marken.
173 Münzpokal mit Deckel, getrieben und teilvergoldet. Auf der glockenförmigen, unten durch
einen Wulst verdickten Kuppa, auf dem Deckel und auf dem abgestuften Fuß Münzen, da-
zwischen Köpfe, Vögel und Fruchtbündel, der vasenförmige Schaft mit Hermen und Löwen-
N) ‚. „masken verziert. Verwendet sind meist böhmische und sächsische Münzen, am Fuß antike.
Jraumsfea Im Deckel Doppelwappen mit Umschrift: Everhard Everwyn Cristina Kelffke Anno 1652.
H. 46 cm.
Deutsch, Mitte 17. Jahrh. Ohne Marken.
Tafel 55.
174 Jagdbecher, getrieben, teilvergoldet. Die nach oben glockenförmig sich erweiternde Wandung
verziert mit aus gerollten Bändern wachsenden Halbfiguren von Hirschen, hornblasenden
Männern und Hunden. H. 11,9 cm.
/
hakklıya Deutsch (?), um 1700.
175 Trinkgefäß in Gestalt eines Löwen (Wappentier der Nürnberger Patrizier Olhafen). Getrieben,
geätzt und vergoldet. Der natürlich modellierte Löwe aufrecht schreitend, die Hinterbeine
auf einer mit Mauresken verzierten ovalen Platte, der Kopf abnehmbar. In den Klauen
einen Grapen mit dem Wappen der Ölhafen (steigender Löwe mit Grapen). Auf der Sockel-
schräge geätzt: ZU GEDECHTNUS JEREMIAS SCHWEICKERS UND ELISABETH
OLHEFIN HOCHZEIT MDLXIIII. Auf der Unterseite graviert: Inclyto Scabinorum
Lipsiensium Collegio In Sui Majorumque Suorum Imprimis vero Avi LEONHARDI
/
Mami
Narnkung
Wımkudg
Consulis et eiusdem Collegii quondam Assessoris memoriam Poculum hoc Gentilitium
D. D. D. ISAACK OHLHAF de SCHELLENBACH Anno Christi MDCLXXIV.
H. 22,3: cm.
Nürnberg, 1564. Von Paulus Dulner (f 1596) R’3912a. Aus der Sammlung Spitzer,
Paris (Aukt.-Katalog 1893 Nr. 1752, Frs. 10 700,—).
Tafel 42.
176 Schale, getrieben und gegossen, vergoldet. In der Mitte der auf hohem Fuß stehenden, gleich-
mäßig gewölbten Schale Orpheus in einer Landschaft, auf der Geige spielend, von Instru-
) menten und Vögeln umgeben. Auf dem Rande zahlreiche verschiedene Tiere. Am Baluster-
vgck@lMischaft geflügelte Köpfe und Buckel. Am Fuß vier Kartuschen mit Delphinen, gefaßt von
45
einem Flechtband. Auf der Unterseite zwei Wappen, dabei das der Nürnberger Familie
Geuder von Heroltzberg. H. 13,7 cm, Durchm. 17,5 cm.
Nürnberg, Ende 16. Jahrh. Von Elias Lencker (} 1591). Marke EL im Kreise.
(Ein zweites, nicht ganz ebenbürtiges Exemplar in der Sammlung Karl Mayer Rothschild,
später Victor Rothschild. Aukt.-Katalog 1937, Nr. 243, Tafel 22. Siehe auch R° 3951 bb.)
Tafel 40.
177 Deckelpokal, getrieben und vergoldet. Die unten eingezogene und profilierte, oben sich er-
weiternde Kuppa steht auf hohem eingeschnürtem Fuß, der Schaft als Baluster mit Bügeln
gebildet. Auf dem Deckel Figürchen eines Kriegers. Die Wandung und der Deckel mit
reliefiertem Rollwerk, Früchten und Blumen verziert. Am Schaft Masken.
h ih DL VE
1. davor wrl9fert Nürnberg, Ende 16. Jahrh. Von Nicolaus Emmerling (} 1606). R’4029e. Aus der
Sammlung Lanna, Prag. Aukt.-Katalog 1917, Nr. 462. 2020 RM.)
Tafel 53.
178 Deckelpokal, getrieben und teilvergoldet. Schlanke, becherförmige Kuppa, runder, ein-
geschnürter Fuß, am vasenförmigen Schaft und an der Kuppa vergoldetes Rollwerk auf
weißsilbernem, mit Kinderköpfen, Tüchern und Nelken verziertem Grund. Am Lippen-
rand graviert AGF. Auf dem Deckel ein schildhaltender Putto. H. 32,8 cm.
Nürnberg, um 1600. Von Martin Rehlein (} 1613). R' 3962. Französischer Einfuhrstempel
seit 1893 R’ 5gı1.
Tafel 55.
L sp 2
Wofprı area
179 Nautilus, getrieben, teilvergoldet. Auf glattem, mit vier freistehenden geschweiften Bügeln
verziertem Sockel steht Venus, mit einem Fuß auf einen Delphin tretend und die Muschel
zwischen Kopf und Hand stützend. Um die Mündung breite Fassung mit drei weißsilbernen
/ Flachreliefs (Sintflut, Jonas vom Walfisch ausgespien, Susanna im Bade). Die vier senk-
ET rechten Bügel als Meerweibchen oder geflügelte Frauen gebildet. Das Ganze bekrönt von
Harılav g Neptun, der mit dem Dreizack die Seepferde antreibt. In der Muschel ältere Sprünge.
4 H. 43 cm.
Nürnberg, um 1600. Von Thomas Stoer d. A. (f 1611). Ohne Beschau. Meisterzeichen
wie R° 4081, aber mit einem Stern unter den Buchstaben.
Tafel 45.
180 Buckelpokal mit Deckel, getrieben und vergoldet. Die Kuppa oben und unten sechsfach ge-
buckelt. In der eingezogenen Mitte Blattstengel und Knospen auf gepunztem Grunde. Der
hohe Fuß und der von einer Vase mit weißsilbernem Strauß bekrönte Deckel ähnlich ver-
ziert. Der Schaft balusterförmig, mit Bügeln. H. 32,2 cm.
G Mlbreetdh Nürnberg, nach 1600. Von Hanf Bertolt (Meister 1601) R’4rıoBc. (Wahrscheinlich aus
) der Sammlung Pannwitz, München. Aukt.-Katalog 1905, Nr. 9. 1900 RM.)
Tafel 55.
181 Bär als Trinkgefäß, getrieben und vergoldet. Aufrecht auf den Hintertatzen stehender Bär,
den Kopf erhoben und etwas nach links gewendet; auf der rechten Hinterpfote eine weiß-
silberne Eidechse. Kleines Loch unter dem rechten Ohr. Höhe 27,5 cm.
ser d-aumv Nürnberg, Anfang 17. Jahrh. Von Michel Michaelis (} 1627). R? 3976b.
Tafel 45.
46
ı82 Kleiner Humpen, getrieben und vergoldet. Die Wandung oben und unten gebuckelt, da-
zwischen glatte Felder. Als Knauf ein Pinienzapfen. Daumenruhe beschädigt. H. 8,7 cm.
au Aulelu Nürnberg, ı. Hälfte ı7. Jahrh. Von Wolff Straub (+ 1644). R° 3900.
Aurıolicrr
4,
A
L
183 Schiff als Gefäß, getrieben und vergoldet. Das auf vier Rädern stehende Schiff mit getriebenen
Meerungeheuern auf der Wandung. Das Ausgußrohr am Bug als Vogel gebildet. Die auf
Deck und in der Takelage beschäftigte kämpfende Bemannung besteht aus weißsilbernen ge-
Ara Pr gossenen Figürchen. Von dem frei auf dem Rande stehenden Schweifwerk am Heck ein
Stück abgebrochen. H. 28 cm.
Nürnberg, ı. Hälfte 17. Jahrh. Von Georg Müller ( 1660). R' 4192.
(Ähnliches Stück von gleicher Hand in der Sammlung Victor Rothschild. Aukt-Katalog
1937, Nr. 170.)
Tafel 4r.
184 Schiff als Gefäß, getrieben und vergoldet. Wie das Vorige, aber im einzelnen abweichend.
H. 31 cm.
Nürnberg, ı. Hälfte 17. Jahrh. Von Georg Müller (+ 1660). R? 4192.
Ar Tafel 41.
185 Elfenbeinhumpen in vergoldeter Fassung. Auf der Wandung Relief mit Neptun, der sich auf
einen Delphin stützt, umgeben von blasenden Tritonen, geflügelten Mädchen und auf See-
pferden, Ziegen und Delphinen reitenden Putten. Auf dem Deckel zwei nackte Kinder.
Fassung: Am Fußring und Deckel schwimmende Nereiden. Am Griff ein Fischweibchen
6 mit Früchten. H. 23 cm.
Süddeutsch, 2.Hälfte 17. Jahrh. Fassung Nürnberg. Meisterzeichen HH (R? 4268).
Tafel 56.
186 Becher, getrieben und vergoldet. Gerade Wandung, verziert mit reliefierten Fruchtbündeln an
Bändern. Auf drei Kugelfüßen. H. 8,8 cm.
v WolkaNürnberg, 2. Hälfte 17. Jahrh. Vielleicht von Johann Eißler ( 1708).
jw- Ynolecı KK
187 Deckelkanne mit dünner Vergoldung. Glatte, gerade Wandung, Sförmig geschweifter Griff,
profilierter Deckel und Standring, als Daumenruhe eine Kugel. H. 13 cm.
EA MH. Nürnberg, Anfang 18. Jahrh. Meister IGH (R° 4291).
/
188 Ein Paar kleine Becher, getrieben, teilvergoldet, auf Kugelfüßen, die Wandung geschuppt.
H. 6,8 cm.
Nürnberg, 2. Hälfte 17. Jahrh. Meisterzeichen R’4231h. (Wohl aus der Sammlung
ET, Seyffer, Stuttgart.)
hoff A
189 Löwe, auf drei Pyramiden stehend (Wappentier der Grafen Schönborn). Getrieben und
graviert. Auf ovaler, mit Akanthus und Bandwerk verzierter Platte drei Pyramiden,
darauf aufrechter vergoldeter Löwe mit Krone und Doppelschweif, Maul und Zunge rot
1 bemalt. In den Pranken einen Schild mit dem Schönbornschen Kurwappen und der Zahl
Ar 1612. Auf der Rückseite graviert: 1712 den 7. Juni ist in Bamberg witer ein Churfürstl.
Ya. N 9127)
/
47
Aapınnd
haubtschiessen gehalten worden gewan Johann Fronhoffmann von Nürnberg der beste
unter 226 Schütze. Darunter zwei Löwen mit Pulverflasche. H. 42 cm.
Nürnberg, 1712. Wahrscheinlich von Johann David Pfaff (Meister 1708), R’ 4285a.
Aus der Sammlung Max Baer, Frankfurt. Ausstellung Frankfurt a.M. 1914. Kat.-Nr. 32.
Tafel 46.
190 Teller, getrieben und teilvergoldet. In der Mitte des auf einem (wahrscheinlich später zu-
gefügten) Fuß stehenden Tellers Blüten und Früchte. Auf dem Rande Akanthusranken,
N Fruchtbündel und Muscheln. H. 7,5 em, Durchm. 22,3 cm.
ar vllhe KU & s
YWp, Nürnberg, Anfang 18. Jahrh. Meister HN (R’ 4289).
dbaAartAVg
rt '
y haut Lrofj/‘
{gı Tischmenage, getrieben und vergoldet. Auf dem länglichen, in der Mitte eingezogenen pro-
filierten Sockel zwei Ringständer, darin geschliffene Glasfläschchen mit vergoldetem Fußring,
i Deckel und Griff. In der Mitte ein aus freistehenden Voluten gebildeter Ständer, der oben
D widauırı eine große durchbrochene, an den Seiten vier kleinere Schalen trägt. Die Schalen godronniert
Er . n z . . - .
i und ebenso wie der Sockel und die Deckel mit graviertem Bandelwerk verziert. H. 30 cm.
Nürnberg, Anfang ı8. Jahrh. Die Flaschen vom Meister EBF (R’4308). Die übrigen
Teile mit ungedeuteten Meisterzeichen.
Tafel 60.
192 Kristallhumpen in gegossener, vergoldeter Fassung. Der hohe, nach oben sich leicht
verengende Kristall von drei senkrechten, mit Grotesken verzierten Bändern gehalten. Die
drei Festons dazwischen verdecken einen offenbar ursprünglichen Sprung im Kristall. Auf
HlHyler DA dem Fußring Bogenstellungen mit Putten und Frauenbüsten, am Lippenrand Fries mit
) Putten und Fruchtbündeln, auf dem Deckel Engelköpfe in Kartuschen und als Bekrönung
ein sitzender Löwe mit Wappenschild (darin ein S). Im Boden Relief mit einem Harfen-
spieler und einem Putto. H. 20,7 cm.
Süddeutsch, Mitte 16. Jahrh. Ohne Marken.
Tafel 47.
193 Meistersingerpokal, getrieben und teilvergoldet. Die glockenförmige Kuppa durch einen Blatt-
stab unterteilt und unten mit Zügen und gestielten Palmetten auf gepunztem Grund, oben
mit gravierten Wappen mit Namensumschriften (auf einem das Datum 1625) verziert.
[477 rn Darunter die Inschrift: Mit meiner Harpfen und mit meiner Zungen hab ich meim Gott
/ Y vil Psalmen gesungen Dis thun auch noch vil Christen mehr da kompt der Musik Becher
aim her. — Fuß und Deckel mit flachen Pfeifen belegt. Vor dem als Ast gebildeten Schaft ein
Geiger mit einem Turban auf dem Kopf. Auf dem Deckel David mit der Harfe. H. 32 cm.
Deutsch, wahrscheinlich Nördlingen, Anfang ı7. Jahrh. Beschau Adler. Meisterzeichen
Hausmarke.
194 Hahn als Trinkgefäß, getrieben, vergoldet. Das Gefieder des stehenden Tieres über und über
graviert. Der Kopf abhebbar. H. 22 cm.
Ulm, um 1600. Beschau R?4736. Meisterzeichen CF ligiert unter einem Herzen (nicht
bei R.).
(Fast gleiches Exemplar, aber mit anderen Marken, im Brit. Museum in London [Ch. Read,
The Waddeston Bequest 1902, Nr. 142, Tafel 34]).
Tafel 43.
rn inoyeı
ap,
S nÄN
fr Klin 48
195 Huhn als Trinkgefäß, getrieben und vergoldet, das Gefieder graviert. Kopf und Hals als
Deckel abhebbar. Zu dem vorigen gehörend. H. 20,2 cm.
Ulm, um 1600. Marken wie vorher.
Tafel 43.
196 Schiff als Gefäß. Auf der vergoldeten Wandung getriebene Blumenranken, vorn ein Ausguß-
Pan! Ga e a, i
7 Ulm, 2. Hälfte 17. Jahrh. Von Hans Ludwig Kienle d. J., R? 4780.
Aa KK RER
Br em,
rohr. Die Räder und die kämpfende Bemannung auf dem Deck weißsilbern. (Ein Figürchen
gebrochen.) H. 20,3 cm.
Tafel 4r.
197 Ein Paar Salzfässer. Durchbrucharbeit, teilvergoldet. Die Sockel rechteckig und in Schweif-
Yır Abı 1p0ke
werk durchbrochen. Auf der Oberseite der Napf und fein gepunzte Ornamente, an den
Ecken als Fuß dienende geschweifte Bügel. H. 9,7 cm.
Friedberg (bei Augsburg), ı. Hälfte 17. Jahrh. Beschau R? 2145. Meisterzeichen A.
Tafel 47.
198 Jungfernbecher, getrieben, vergoldet, der Oberteil gegossen. Dame in Zeittracht mit weiß-
Mılafonu
h,
venta
silbernem Spitzenkragen, die Rechte zu dem auf ihrem Kopf ruhenden Bügel erhoben, in
dem ein glattes Becherlein hängt. Auf dem Rock Renaissance-Blattwerk mit Blüten und
Kartuschen auf gepunztem Grunde. H. 22,3 cm.
Augsburg, um 1590. Meisterzeichen EZ, vielleicht Elias Zorn R® 420.
Tafel 41.
199 Deckelhumpen, getrieben und vergoldet. Auf der geraden, nach oben leicht verengten
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200 Hirsch als Trinkgefäß, getrieben und vergoldet. Zwölfender mit feinziseliertem Fell, das
Wandung und auf dem Deckel drei reliefierte Landschaften in Rollwerkkartuschen, da-
zwischen Früchte; der Knauf als Adler, die Daumenruhe als Meerweibchen gebildet. Dünner,
geschweifter Griff. H. 13,8 cm.
Augsburg, vor 1600. Beschau R’129. Meisterzeichen P (R? 392). Straßburger Einfuhr-
stempel um 1800 (R? 6959).
Tafel 49.
7
rechte Vorderbein auf einen Baumstumpf gestellt, der Kopf abnehmbar, mit Halsband und
Kette. Auf der länglichen Bodenplatte in Flachrelief Heuschrecke, Frosch, Eidechse und
Y Yay ‚/X Schnecke. H. 26,6 cm.
/V. vlkonrın dl
Augsburg, um 1610. Von Balthasar Holweck (Meister seit 1602). Mit dem Wiener Frei-
stempel für 1809/10, R? 7886.
Tafel 44.
Vindmühlenbecher, getrieben und vergoldet. Die unten runde, nach oben sich erweiternde
und sechsfach gebogte Kuppa mit Buckeln, darüber mit Rollwerk auf gepunztem Grunde
verziert. Darauf stehend eine Mühle, deren Flügel durch ein Blasrohr in Bewegung zu
setzen sind. Auf einer Treppe daneben ein Bauer mit Getreidesack. Auf der Mühle die
Monogramme HHFVH und HHVH. An der Kuppa eine Hausmarke mit den Buch-
staben HK. H. 15 cm.
Augsburg, um 1600. Meisterzeichen TK (R? 515).
Tafel 47.
49
202 Deckelhumpen, getrieben und vergoldet. Rollwerk und Fruchtgehänge auf der geraden, nach
oben leicht verengten Wandung. Auf dem Deckel der auf einer Kugel stehende Amor und
das Monogramm H.S.A. Als Daumenruhe ein Meerweibchen, der Henkel geschweift.
Wy,ıyy H. 15,3 cm.
Maf Kuiltadı 5
ML 2 . Augsburg, nach 1600. Meisterzeichen VA (R’ 516).
Tafel 49.
203 Büttenmann, Buchsbaumscnitzerei, die Bütte aus Silber, der Sockel kupfervergoldet. Hagerer
’ schreitender Mann in Rock und Hosen, mit Stulpenstiefeln, an der Seite ein Besteck, in
den Händen Hut und Stab. Auf dem Erdboden, der die Form einer Blattrosette hat, ein
Frosch und eine Eidechse. Der mit Rollwerk, Früchten und Frauenköpfen verzierte Sockel
10 enthält ein Federwerk, das die auf Rollen stehende Figur in Bewegung zu setzen vermag.
ML, VEveo, Auf der Unterseite ein auf die Benutzung als Becher sich beziehender Vers: AUFS GEREDE
, DAS GESICHT FORNKERT / AUF DEN DER MIT WIRDT VEREHRT. H.28,6cm.
Augsburg (2), nach 1600. Auf der Bütte Augsburger Beschau- und Meisterzeichen HP
(R’ 828).
Tafel 28.
Hm.
204 Jungfernbecher, getrieben und vergoldet, Oberteil gegossen. Dame in Zeittracht mit weiß-
silbernem Spitzenkragen, die erhobene Rechte an dem Bügel, in dem ein eirundes gerautetes
Becherlein hängt. Auf dem glockigen Rock getriebenes Rollwerk und Blumen. H. 19,5 cm.
Ay mol Augsburg, um 1610. Vielleicht von Georg Siebenbürgen ($ 1617), R37ıb. Vorbesitzer:
ee Lorenz Gedon, München, Aukt.-Katalog 1884 Nr. 130; v.Heyl, Darmstadt.
Va Jon fa, Tafel 41
Surap. mm K
205 Jungfernbecher, getrieben und vergoldet, der Oberteil gegossen. In Form einer stehenden
Dame in Zeittracht; in den erhobenen Händen zwei Stäbe, in denen ein eiförmiges
gepunztes Becherlein hängt. Auf dem Rock geschweiftes Rollwerk und Blätter. H. 18,8 cm.
Augsburg, Anfang 17. Jahrh. Meister HI, R? 472. Wiener Repunze von 1806/07 (R? 7876)
und Freistempel von 1810/24 (R? 7887).
Tafel 4ı.
ME O5
IM. HA Tover
206 Löwe als Trinkgefäß, getrieben und vergoldet. Dem steigenden Löwen dienen die Hinterbeine
und der auf dem Boden liegende Schweif als Stütze. Um den abnehmbaren Kopf ein
Halsband. H. 22,7 cm.
Augsburg, Anfang 17. Jahrh. Meisterzeichen BL (Balthasar Laubermann oder Bartholomäus
Leitersdorfer), R’ 474 b.
Tafel 43.
Yp /
Aurshmaruı
207 Schälchen, getrieben und vergoldet. Längliche Form, vierpassige, ausladende Wandung, zwei
geschweifte Bügelhenkel. Verziert mit getriebenen und gepunzten Muscheln, im Boden eine
Blüte. Durchm. 12,6 cm.
Aa Ay 1 Augsburg, nach Mitte 17. Jahrh. Meisterzeichen VS (R? 556).
l
208 Schraubflasche, teilvergoldet. Auf der sechskantigen Wandung weißsilberne Felder mit
schwarz ausgeschmolzenen Gravierungen. Dargestellt sind Landschaften, darüber und
darunter Fruchtstücke. Am runden, mit Griff versehenen Deckel ein Blattstab. H. (ohne
Griff) 14,2 cm.
Augsburg, 2. Hälfte 17. Jahrh. Meisterzeichen PLD (R? 671). Preußischer Steuerstempel
Veh / FW von 1809.
ei
g. Tafel 53.
7
har
209 Kristallpokal in vergoldeter Fassung. Die kantig geschliffene halbkugelige Kuppa, der
Balusterschaft, der Deckel und Fuß aus Kristall. Auf dem Deckel eingeschliffene Ranken.
Die schlichte Fassung mit gravierten Rhomben verziert. H. 15,8 cm.
Y } - ; : . -
Ahınra oYranp Augsburg, 17. Jahrh. Meisterzeichen undeutlich. Französischer Einfuhrstempel des 19. Jahr-
hunderts R? 5905. Auf der Unterseite: Wight 6 Lodt.
Tafel 47.
210 Ein Paar Leuchter, getrieben und teilvergoldet. Der gewundene, mit einer Weinranke verzierte
Säulenschaft steht auf einem Teller, der von einem ausladenden gewölbten Fuß getragen
wird. Fuß und Traufschale mit großen Barockblumen, Vögeln und Blattwerk in Relief
verziert, die Ränder gewellt. Am Schaft (ältere) Reparaturen. H. 28,3 cm.
Augsburg, 2. Hälfte 17. Jahrh. Meisterzeichen Stern und Mondsichel im Oval. Vielleicht
Hans Peters (R? 526).
Tafel 55.
olo;
FA
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2ıı Hirsch, getrieben und teilvergoldet. Achtender, auf einem runden, mit naturalistischen
Pflanzen verzierten, am Rand gewellten Sockel stehend. Vor den Füßen des springenden
Tieres ein Krebs. Der Kopf abnehmbar. Dabei Hirschkuh, neuere Nachbildung. H. 13,7 cm.
ou 2 Augsburg, Ende 17. Jahrh. Meisterzeichen LD (nicht bei R.).
ö Tafel 49.
212 Schälchen, getrieben, innen vergoldet. Länglich, mit gebogter, ausladender Wandung, darauf
Blattornamente. Im Boden reliefierte Früchte. Zwei Bügelhenkel. Durchm. 11,7 cm.
7, ‚ Augsburg, um 1700. Beschau R? 196/197. Meisterzeichen nicht bei R.
VIA uf)
213 Deckelpokal, getrieben und teilvergoldet. Auf der geradwandigen, unten profilierten Kuppa
drei Medaillen mit dem Porträt Kaiser Leopolds, der Kaiserin Eleonore und des Königs
Joseph in Blattrahmen und mit Umschriften. In den Zwickeln und am Fuß Akanthus.
Als Schaft dient die Figur eines Mannes mit einer Elle in der Hand. Auf dem als Krone
gebildeten Deckel ein Doppeladler mit Reichsapfel, Zepter und Schwert. Im Deckel die
h Inschrift: Allergnädigste Erkantnuß Ihro Röm. Kayserl. Majestät LEOPOLDI des Großen
fwrra d durch Ihro Gnaden H. Graf Ferdinand Ernst von Nlollahrt, Kayser. Hoff Camer-Rath
v und Obrist Kuchelmeistern, allergnädigst übergeben, an Georg Großen Lechmeistern in
VOTIMOHMRS sr, wegen seines rühmlichen Fleisses und treu geleister Arbeit den 1. Februar Ao. 1690
in Augsburg. H. 59,5 cm.
Augsburg, 1690. Von Georg Winkler (} 1727), R’ 684a. — Aus der Sammlung
Karl Mayer Rothschild, Aukt.-Katalog rg9ı1, Nr. 84. Französischer Einfuhrstempel von
1893 (R’sgrr).
Tafel 5o.
214 Büttenmann, Buchsbaumschnitzerei in Silberfassung. Schreitender Mann in Hut, Hemd und
Hose und zerrissenen Schuhen, auf ovaler Platte. Bütte, Hund, Stab und Fußring aus Silber.
. H. 28,6 cm.
)y 2 z : r
veyr Augsburg (?), um 1700. Auf der Bütte Augsburger Beschau- und Meisterzeichen des Georg
Winkler (f 1727), R’ 684.
Tafel 28.
ST:
Der spiralig gedrehte Schaft und d
215 Kelch, teilvergoldet. In der Form eines Flügelg
e I 14 reron a n.
gegossene Doppeladler weißsilbern, Kelch und Fuß glatt und vergoldet. H. 19,2 cm.
7 Augsburg, um 1700. Meisterzeichen nicht bei R. Wiener Repunze von ı
Wrehine y0% stempel von 1809/10 (R’7885).
-ber oben und unten breit ausladende Profile.
F
216 Große Vase, getrieben, teilvergoldet. Am Kö
Der Hals am Rand gebogt und abnehmbar, der abgestufte Fuß aus gebündelten Voluten
bestehend. Zwei Fischweibchen dienen als Hen kel. Über und über mit Akanthus und
ziert, auf der Wandung zwei ov ale Reliefs, Herbst und Winter darstellend.
Festons ver:
2} e
H. 62 cm.
dem f f ®,
7 Augsburg, um 1700. Von Nicolaus Ostertag (f 1741), R°?738. Französischer Einfuhr-
thlael: stempel seit 1893 (R° 5907).
Tafel
217 Becher, vergoldet und getrieben. Die Kuppa unten ; undet und wie der abgesetzte Fuß ge-
rippt. Am Lippenrand graviertes Bandelwerk. H. 7 cm.
j Augsburg, um 1700. Von Philipp Stenglin (tätig 1696— 1744), R’ 778.
Aeekafı af
Q
218 Becher, getrieben und teilvergoldet. Auf der geraden, nach oben sich wenig erweiternden
Wandung zwischen Akanthuslaub zwei Ovalfelder mit folgenden Darstellungen: r. Lilie
im Felde. Inschrift: Inclita virtus. 2. Sich neigende Tulpe. Inschrift: Ab e languesco.
H. 9,2 cm.
Are dor Augsburg, um 1700. Von Cornelius Poppe (} 1723), R’ 731.
219 Deckelbecher, getrieben und teilvergoldet. Die glatte, nach oben sich wenig erweiternde
Wandung unter dem en mit graviertem, unten mit getriebenem Bandelwerk ver-
ziert, ähnlich der Deckel. Auf drei Kugelfüßen. H. 14 cm.
77:
al. Augsburg, um 1718. Be R? 222. Meisterzeichen F im Herz, R’
220 Ziergefäß in Form einer Muschel, getrieben und ve rgoldet. Die Muschel belegt mit einem
er Adlern
begleitet von den Figuren des Krieges und des Friedens. Die auf der Unterseite mit
Akanthusranken ver
een Darauf ein Herrscher, in einem vor gen sitzend,
V zogenen
zierte Muschel wird von vier hockenden Chinesen getragen. Das Ganze
rare von einem Adler mit (leerem) Schild bekrönt. H. 19,8 cm.
Augsburg, um 1700. Beschau R°®203. Meisterzeichen MM, wahrscheinlich Michael Mayr,
+ 1714 (R’691 k). Aus der Sammlung Carl Mayer Rothschild. Aukt.-Katalog Paris 1gır,
Nr. 87.
Tafel 52.
221 Deckelhumpen, getrieben und vergoldet. Auf der zylindrischen Wandung weißsilbernes Relief:
Bacchus in den Wolken über einem Altar, um den Mars und Ceres (?) knien. Auf dem
i Deckel und dem ausladenden Standring Landschaften zwischen Blattwerk. Der Griff aus
aM Yy geschweiften Cförmigen Bügeln gebildet. H. 21,3 cm.
Augsburg, vor 1700. Von Dominikus Saler
Leningrader Beschau- und
;
Meisterzeichen des späten 18. Jahrh. Gegenstück vom glei
(aber mit anderer
"Darstellung) im Schloßmuseum Berlin.
Tafel 49.
52
222 Deckelbecher auf K
elfüßen, getrieben, teilvergoldet. Die glatte, gerade Wandung mit einem
weißsilbernen Relief ummantelt. Dargestellt ist Moses, der die Ägypter im Roten Meer
versinken läßt, hinter ihm die geretteten Juden. Der mit gedrehten Rippen, Bl 1
m graviertem Bandelwerk verzierte Dec
ttern und
von einem freiplastischen Rebenzweig bekrönt.
; Du H. 26,8 cm. Sn
Deutsch, Anfang ı8. Jahrh. Im Boden der Stempel von Düsseldorf, ähnlich R? 1846, mit
Jahresbuchstabe N und einem ungedeuteten Meisterzeichen (Kleeblatt). Auf dem Deckel
Augsburger Beschau- und Meisterzeichen des Philipp Stenglin (} 1744), R’ 778.
223 Spitzpokal aus Rhinozeroshorn in vergoldeter Fassung. An der spitzen Kuppa über g
riefeltem Sockel die vier Erdteile in Gestalt reichgekleideter stehender Fü
Zepter. Als Schaft dienen zwei eine runde Scheibe über
tinnen mit
ich haltende Putten. Am Fuß in
f ’B YE Hochrelief ein Adler und ein mit einem Elefanten kämpfendes Rhinozeros. Auf dem von
t 7 7 , einem Putto bekrönten Deckel ein Fries mit spielenden Kindern. H. 5ı cm.
L (On Ip ıR Augsburg, Anfang ı8. Jahrh. Fassung von Johannes Engelbrecht ($ 1748), R? 814.
Tafel 54.
224 Schälchen, getrieben und vergoldet, oval, auf der gerippten und geschwungenen Wandung
gravierte Rocaillen. H. 2,2 cm, Durchm. 12,2 cm.
Y B8 Augsburg, 1739/41. Beschau R? 243. Meisterzeichen (steigender Löwe) nicht bei R.
he
225 Becher, getrieben und teilvergoldet. Auf der geschweiften, nach oben sich erweiternden
Wandung getriebene und gravierte Borten mit Bandelwerk auf gepunztem Grund.
H. 9,4 cm.
/ Augsburg, um 1740. Beschau R?242. Meisterzeichen IM. (Nicht der von R. dafür vor-
2
EEE
vllak Kto) geschlagene Johannes Mittnacht, f 1732.)
226 Große Tischmenage, weißsilbern, aus Untersatz, Mittelstück und acht Einzelteilen bestehend.
Mit dem Wappen der Markgrafen von Baden-Baden.
a) Längliches, gebogtes Tablett mit reich profiliertem Rand, auf vier Rocaillen stehend. Mit
1) Holz unterlegt, das ein Muster bildet. Beschau R’244. Von Gottfried
Ayo
ER R? 909. Durchm. 54,5 cm.
termann,
b) Aufsatz, bestehend aus vier durchbrochenen Stützen mit Rocaillen und Blüten, von denen
vier Kerzenarme abgehen. In der Mitte länglicher Fruchtkorb, darunter stehend ein
inblättern. Beschau R? 257.
kleines Schälchen und weiter 6 Schälchen in Gestalt von W
Meisterzeichen LB (R? 930). H. 26 cm.
c) Sahnenkännchen mit Löffel und Zuckerstreuer, bauchig, auf eingezogenem Fuß, verziert
mit Bl
R? 259. Meisterzeichen ICR im Rechteck. H. 20 cm.
ütenzweigen. Die hohen Deckel durchbrochen und von Blumen bekrönt. Beschau
d) Zwei Dosen mit Klappdeckel, innen vergoldet. Muschelförmig, die Wandung godron-
niert. Auf vier Füßen stehend. Beschau R?’ 243. Von Joh. Christoph Treffler (R? 919).
Durchm. 10,2 cm.
Augsburg, 1740/60. Von verschiedenen Meistern.
Tafel 60.
53
227 Scherenschleifer. Auf einem mit einer vergo
NW /
Hırkar
/
Imst
/
Uyrreher
dıe Kadk oe
Ideten Silberplatte belegten Elfenbeinsockel steht
ein Scherenschleifer, mit dem rechten Fuß den auf einer Karre stehenden Schleifstein in
Bewegung setzend. Rock und Hose bestehen aus Perlmutter, der Schurz aus Schildpatt, die
Knöpfe und Nägel und die Schleifräder aus Stein, das übrige aus Elfenbein. H. 18,5 cm.
Deutsch (Augsburg ?), Anfang 18. Jahrh.
Tafel 56.
);
heut yıı 9
228 Frau am/Spinfrad. Vergoldete Gruppe mit Steinen und Perlmutter. Auf hohem Stuhl sitzt
Ur j2 7 12
Hu IE INBIHEN
die nit Diadem und Steinen geschmückte Frau am Spinnrad, neben ihr ein Putto aus Elfen-
bein, auf der hohen Stuhllehne ein Vogel. (Venus und Amor?) Der Fußboden aus Perl-
mutter und Steinen gemustert. — Im geschweiften, breitgerippten Sockel, der mit Steinen
und aufgelegten Blättchen verziert ist, vier Dosen, deren Deckel außen mit gravierten Perl-
mutterplatten bzw. Steinen, innen mit erotischen Bildern oder Spiegeln belegt sind.
H. 14,6 cm.
Deutsch (Augsburg?), Anfang 18. Jahrh. Ohne Marken.
Tafel 57.
229 Holzfigürchen mit Elfenbein und Silber. Küchenjunge, in der Hand ein Nest mit einem
4)
}
TAarcıtokaıı
brütenden Vogel. Stehend. Fleischteile, Kragen und Hemd aus Elfenbein, die Knöpfe aus
kleinen Brillanten. Auf vergoldetem, mit getriebenem Bandelwerk und Steinen verziertem
Silbersockel. H. 14,1 cm.
© Süddeutsch, ı. Hälfte 18. Jahrh.
230 Löwe, massiv gegossen und vergoldet, vorwärtsschreitend, auf einem mit durchbrochenen Or-
namenten verzierten Ebenholzsockel. H. 8 cm.
Süddentsch, 17. Jahrh. Ohne Marken.
ch,
231 Elfenbeinhumpen in vergoldeter Fassung. Auf der Wandung eine bergige Landschaft mit
Up, pP v2
Ay HVT. TUR
/
I 7
Yhrtreittt
Tieren, die miteinander kämpfen, und einem Ritter im Kampf mit einem Bären. Standring
und Deckel mit Akanthusranken verziert, auf dem Deckel ein Putto mit Jagdhorn. Der
Sförmige Griff als Delphin gestaltet. H. 25 cm.
Süddentsch, Ende ı7. Jahrh. Fassung München. Beschau ähnlich R? 3448. Meisterzeichen
MV (R?’3518 [?]). Ein Elfenbeinhumpen von der Hand des gleichen Schnitzers im
Residenzmuseum München (Berliner, Bildwerke des Nat.-Mus. München 1926, Nr. 872).
Tafel 56.
232 Becher aus Steinbockhorn in vergoldeter Fassung. Die zylindrische Wandung beschnitzt mit
7
Jar
einer Landschaft mit Männern auf der Jagd nach Steinböcken und anderen Jagdszenen.
Auf dem Deckel springender Steinbock aus dem gleichen Material. Fußring und Deckel
aus Silber mit reliefiertem Bandelwerk und gerippten Rändern. H. 18,5 cm.
Süddentsch, 1. Hälfte 18. Jahrh. Beschau undeutlich. Meisterzeichen IAZ. (Bei R. fälsch-
lich für Schwäbisch-Gmünd gehalten [R’2198].) Ähnliche Becher im Nat.-Mus. München
(Kat. IV, Nr. 852/55) und im Schloßmuseum Berlin. — Vorbesitzer Karl Mayer Rothschild.
Aukt.-Katalog 1885, Nr. gr. ;
Tafel 49.
54
233 Pferd, gegossen, ziseliert und vergoldet. Fein modellierter steigender Hengst, die Hinterhand
und der Schweif auf einer naturalistischen Bodenplatte mit Baumstümpfen, Steinen und
Pflanzen. H. 19,6 cm.
K
Jr h
(Url Frankfurt a. M.(?), um 1600. Beschau: Adler im Rautenfeld, Meisterzeichen CW (?) (beide
1
VIUTER nicht bei R.)
A yr ı Tafel 42.
Vu
234 Kristallpokal mit Deckel, in Goldemailfassung. Die Wandung der schlanken, vierfach ge-
bogten Kuppa unten verdickt und mit dem Kopf eines mit dem goldenen Vlies ge-
schmückten Fürsten unter einem Adler verziert. Gegenüber Trophäen. An den Schmalseiten
zwei Löwenköpfe und darüber zwei stehende Krieger, am Schaft und Fuß Straußenfedern.
"ik alt Am gewölbten Deckel zwei Seepferdchen, Krebs und Schildkröte. Der Schaft und Kuppa
1, + /' verbindende Goldring und der Reif um den Fuß mit weißem Bandgeschlinge auf schwarzem
iu Grund. Die Kristalle im Deckel und Fuß mit natürlichen Sprüngen. H. 31 cm.
Deutsch, Ende 17. Jahrh. Vielleicht aus der Gondelach-Werkstatt in Kassel.
Tafel 48.
235 Kleiner Deckelhumpen, getrieben, teilvergoldet. Auf der zylindrischen Wandung drei Flügel-
putten und große Barockblumen, ähnlich der Deckel. Kräftiger Standring. H. ır cm.
Leipzig, 1678/80. Von Hans Scholler (Meister 1642), R? 3045. Jahresbuchstabe D. (Ahn-
liches Stück in der Kirche von Lomnitz. S. Graul, Alte Leipziger Goldschmiedearbeiten
Aıırkıg ıgıo, Tafel 48.d).
RRRRON
236 Räucherpfanne. An langem, dünnem Holzstiel ein Dreifuß mit runder, durchbrochener Pfanne
und halbkugeligem Behälter darunter. H. 4 cm.
My d /heag Altenburg, 17. Jahrh. Beschau R’ so und Feingehaltsstempel.
rerkimw 7
237 Deckelpokal, getrieben und vergoldet. Auf der birnenförmigen Wandung Rollwerk mit
Masken und Blumen, abgestufter, ähnlich verzierter Fuß, der Schaft als Vase gebildet. Der
von einem Landsknecht gekrönte Deckelaufsatz kann abgenommen und der im Inneren mit
a) einem Hirsch verzierte Deckel als dreifüßiges Schälchen verwendet werden. H. 39,5 cm.
WEM Bützow (Mecklenburg), Ende 16. Jahrh. Meisterzeichen ungedeutet (R? 1476).
Tafel 48.
238 Traubenpokal mit Deckel, getrieben und vergoldet. Eiförmige, in regelmäßigen Reihen ge-
buckelte und auf dem Deckel von einem Weinstock bekrönte Kuppa. Auf dem hohen, mit
gezogenen Buckeln verzierten Fuß ein weißsilberner Bacchusknabe als Schaft. H. 52 cm.
or Vs ‚6/14 Hamburg, Mitte 17. Jahrh. Beschau R* 2341. Meisterzeichen aufrechter, nach links
ne Al A n . .. .. . .
: i > schreitender Bär oder Löwe. (Nicht bei R.)
NT -
ee y, Tafel so.
NMArVergen: fr
239 Deckelbüchse, getrieben und vergoldet. Auf dem kugeligen Körper von Schweifwerk um-
rahmte Felder mit Fruchtstücken, in den Zwischenräumen Blütenknospen. Der flach
gewölbte Deckel mit ähnlichen Verzierungen, auf dem eingezogenen Fuß Pfeifenwerk.
/ } H. 16,3 cm, Durchm. ı2 cm.
Maas Hamburg, Anfang ı7. Jahrh. Beschau ähnlich R® 2333. Meisterzeichen (nach links
schreitender Adler mit rechtsgewendetem Kopf) nicht bei R. Niederländischer Einfuhr-
stempel R’ 7555.
Tafel 53.
3u
een
=
Te [IE
\
H
#
os
rundete Kuppa auf ab-
Emblemen, dazwischen
ausladende, unten
det. Wenig
der Wandung drei ovale Felder m
- 5 R
240 Becher, getrieben und teilve
gesetztem schlichtem Fuß. Au
:
chte. H. 10,5 cm.
Füllhörner und Fr
n W.
18, 18. Jahrh. Beschau mit dem Bı
ROH Hamburg, An
stons belegte
rehte, mit F
en und teilvergoldet. Der spiralig ge
le, mit ei
241 Ein Paar Leuchter
Schaft hat die Fe
und die (zugehör
getriel
- J ) n ads;
n einer Säule. Der breit ausladeı
©?) Traufschale reich mit Frü
deckte Fuß
em Teller
Blumen und Tud ängen in Relief
verziert. H. 28,3 cm.
las, um 1700. Meisterzeichen L im umrandeten Oval. Auf der Traufschale Danziger
u- und Meisterzeichen des Peter Rohde III (Czihak, Edelschmiedekunst in Preußen II,
S. 68). Österreichischer Freistempel für 1809/10 (R’ 7884) und Repunze (R’ 7876).
Tafel 55.
Be, Br
ndung
bias.
242 Schraubflasche aus Elfenbein, in vergoldeter Fassung, die Ränder gerippt. Auf der W
in Hochrelief die Flucht nach Agypten, dahinter der von einem Engel geführte To
H. 18,5 cm.
OL
-h oder niederländisch, 17. Jahrh.
Schnitzerei norddeut
),} for : = £
MAR Fassung Berlin, 2. Hälfte 17. Jahrh. Von Daniel Männlich d. A. (1625—ı701), R’ ı17r p.
(Aus der Sammlung Agath, Breslau).
Tafel 56.
h
243 Münzbecher mit Deckel, getrieben und teilvergoldet. Auf der geraden, nach oben leicht sic
erweiternden Wandung drei Reihen von Münzen (meist braunschweigische) zwischen gra-
ter Deckel mit Kugel-
vierten Rocaillen und Blüten. Auf drei Kugelf Ähnlich ver
Prrutauıt knauf. Auf dem Lippenrand graviert: G.L.M. H. 19,6 cm.
[979 re : 7
/rrımamae Berlin, Mitte 18. Jahrh. Von Müller (R? 1206).
Vf
Anutrdi Tafel 53.
244 Kinderrassel, getrieben, weißsilbern. Durchbrochene, mit Rocaillen und Blüten verzierte Birne,
daran vier Schellen, langer glatter Stiel. L. 18,8 cm.
Ipı ech ß Berlin (2). Ohne Beschau. Meisterzeichen IGL (vielleicht R® 1190).
VUOMLERGEE h
245 Deckelhumpen, vergoldet, die zylindrische Wandung mit einem weißsilbernen, durchbrochenen
Netz dichter Weinranken überzogen, darin drei Reliefs (Bacchusknabe, Jäger und Liebes-
paar). Am Deckel getriebene, zum Teil aufgelegte Akanthusranken. Glatter, S
miger
Henkel. H. 19,5 cm.
Neiße, um 1700. Meisterzeichen FH (R? 3660).
Tafel 49.
246 Kinderrassel, teilvergoldet. In der Mitte des Stieles ein durchbrochener Knauf, an dem vier
Schellen hängen. Die als Beißer bestimmte Spitze vergoldet. L. 14,5 cm.
247 Eule als Trinkgefäß, getrieben und graviert, weißsilbern, innen vergold
oldet, die Augen mit
Steineinlagen. Auf einem Stock sitzend, um die Füße Ringe mit Schellen
. Auf dem runder
Sockel gravierte Mauresken, darüber eine
schild mit Hausmarke. H. 16,7 cm.
Auf der Unt
ippte Platte. e Wappen-
6)
Du ANARR hau wm
(?), um 1600. Ohne Marken.
ar 44.
Becher (sogen. Stauf), getrieben, teilv ılanker,
Lt N
hohe Boden durch ein waagerechtes Profil abgesetzt. Auf der W « elwerk und
Sr Pflanzen. H. 16,8 cm.
4719 7) 3 s m B
HAPE Schweiz (?), ı. Hälfte 17. Jahrh.
Am Lipg ötet
ergoldet. Von s
AB unter einem Stern) nicht bei R.
Sperber, getrieben, teilvergoldet. Der weißsilberne Vogel, dessen Kopf abnehmbar ist, steht
auf einem hohen, in der Mitte eingezogenen Untersatz, unten getriebene Akanthusranken
mit Vögeln. H. 27,5 cm.
ramlatım Neuenburg (Schweiz), 2. Hälfte 17. Jahrh. Von Nicola:
Tafel 44.
Matthey (R® 8923).
250 Pokal, getrieben und vergoldet. Die glockenförmis ıppa unterhalb des Profiles mit
Zügen verziert, am Lippenrand ır Monogr:
H. 20,3 cm.
4
0
nme. Gerippter Balusterschaft und Fuß.
Merılıyy;,, Im 1600. Vielleicht Zürich. Meisterzeichen HD.
L [71 U 1
Tafel 53.
251 Salzfaß, getrieben, mit gegossenen Verzierungen und Silberschmelzen. Der im Grundriß
quadratische, oben und unten profilierte Sockel steht auf vier vorspringenden Klauen. An
den Ecken dünne Säulchen, oben der Napf. Der Deckelknauf als Vase gebildet und von
einem Krieger bekrönt. Auf der Wandung vier von gravierten Maures
1 umgebene Rauten,
1Otdarin zwei getriebene Reliefs (Anbetung und Himmelfahrt) und zwei transluzide Silber-
schmelze (Verkündigung und Marienkrö Der blaue Grund mit farbigen Eichen-
zweigen verziert, die Figuren in Gelb, Grün und Violett, die Fleischteile in Silber). Auf
dem Deckel die vier Evangelistensymbole in Si
2 7
RER
lber auf blauem Grund. Dazwischen Frucht-
stücke. H. (über alles) 34,53 cm. Die Emails 8,5 cm hoch. (Die Farben stellenweise ab-
geplatzt und ergänzt.)
England, Mitte 16. Jahrh. Die Emails Fr lfte 14. Jahrh. Ohne Marken.
(Vgl. das Salzfaß der Vintners Company, abgebildet Burlington Magazine I, S. 360,
Plate II.)
Tafel 58 und Tafel 59.
Steinzeugkrug in vergoldeter Fassung. Rheinischer Steinzeugkrug, gesprenkelt und kugelig,
mit geradem Hals und breitem, flachem Henkel. Fußring und Deckel mit getriebenen
Köpfen in Kartuschen und mit Fruchtbündeln verziert. Am Hals gravierte Behänge mit
; Vögeln, Insekten und Schnecken, die Daumenruhe als geflügeltes Fischweibchen gebildet.
Y £
Pf ypß El, 25,2 cm.
Fassung: London, 1588/89. Beschau (R’7167), Jahresmarke L (R® 7167), Meisterzeichen
HC zwischen Hand mit Hammer (Jackson, English Goldsmiths and their marks r. Aufl.,
S. 105).
Tafel 61.
378
z D d = £einvesprenkelter rheinischer Steinzeue
253 Steinzeugkrug in vergoldeter Fassung. Kugeliger, feingesprenkelter rheinischer Steinzeugkrug
mit geradem Hals und flachem, breitem Henkel. Fußring, Hals und Deckel in einer mit
reliefierten Masken in Kartuschen und Fruchtbündeln verzierten Fassung. Der Deckelknauf
als Löwe, die Daumenruhe als Frauenkopf gebildet. Am Griff die Jahreszahl 1586
wii ke Höhe 24,8 cm.
Die Fassung englisch. Exeter, 1586. Von Easton. Jahresbuchstabe C. (Jackson, English
Goldsmiths and their marks, ı. Aufl., S. 313.)
Tafel 61.
254 Ein Paar Salzfässer, gegossen und ziseliert, mit Teilvergoldung. Auf einem aus lappigem
Knorpelwerk bestehenden dreifüßigen Sockel ein Putto, der die auf seinem Kopf liegende
muschelförmige Schale mit der Hand stützt. Die Putten weißsilbern, das übrige vergoldet.
Die auf Delphinen reitenden, Muscheln und Korallen haltenden Putten sind als Gegenstücke
gestaltet. Die Schalen am Ende aufgebogen und gehöhlt. H. 24 cm.
Amsterdam, 1639—43. Von Jan Lutma d. A. (1584 [?]—ı1669). Beschau unvollständig
Das Meisterzeichen (Herz im Schild) teilweise von dem Quittungsstempel J des 19. Jahr-
hunderts (R? 7554) verdeckt. Auf einem Stück der Jahresbuchstabe M für 1643. (E. Voet jr.,
Merken van Amsterdamsche Goud- en Zilversmeden 1912, Nr. 33, und S. ır4/r15.
Tafel 62.
255 Ein Paar Salzfässer, gegossen und ziseliert, mit Teilvergoldung. Wie die vorigen, aber im
Oberteil abweichend. Die ebenfalls als Gegenstücke gedachten Putten (Knabe und Mädchen),
mit Algen und Korallen in der Hand, halten stärker verknorpelte Schalen über sich. H. 24 cm
Amsterdam, 1639—43. Von Jan Lutma d. Ä. (1584 [?]— 1669). Beschau- und Meister-
zeichen wie bei den vorigen. Auf einem Stück die Jahresmarke H für 1639.
Tafel 62.
256 Pokaluntersatz (Becherschraube), gegossen und ziseliert, mit Teilvergoldung. Auf einem aus
Knorpelwerk gebildeten Dreifuß ein auf einem Faß sitzender Bacchusknabe mit Pokal und
Trauben, darüber ein knorpeliger Knauf mit Tiermasken und drei geschweifte Bügel zum
Halten des (fehlenden) Glaskelches. H. 24 c
eurer K Haag, Mitte ı7. Jahrh. Beschau ähnlich R?7620. Jahresbuchstabe M (1642?). Meister-
Ansgar zeichen undeutlich.
W Tafel 63.
( a ra 3
/
257 Tintenfaß, in Gestalt einer Eule auf einer Büchse, getrieben. Der weißsilberne ziselierte Vogel
(Kopf abnehmbar und mit eingelegten Augen) sitzt auf einer als Pfeifchen benutzbaren
Stange, vor ihm ein Frosch. Der mit Akanthus, Rollwerk und Früchten verzierte und ver-
;, goldete Gelbgußdeckel der Büchse abhebbar, darunter zwei Tintenfässer. Der
‚Uamıı Eule gelötet. H. 27,3 cm.
schwanz der
acer, Gent, Ende 16. Jahrh. Beschau R? 5267. Meisterzeichen R°? 5283. (Vom gleichen Meister
i i Humpen in Form einer Eule in der Sammlung Karl Mayer Rothschild. Aukt.-Katalog ıgr:
Nr. 78. Preis 35 300 Frs.)
Tafel 64.
253 Elster, weißsilbern, getrieben und gegossen. Auf einem Blattkranz stehend, an dem Schnecken
und Eidechsen kriechen, das Gefieder fein ziseliert, in den Augen Glaseinlagen, der Kopf
abnehmbar.
h uk Antwerpen, 1663. Beschau R’5o35. Jahresbuchstabe: gekröntes F (R? 5066). Meister-
zeichen undeutlich. Französischer Einfuhrstempel (R? 5907).
Tafel 64.
259 Platte, getrieben und vergoldet. Runde Form, der Rand bogig gezackt. Der Standring mit
gotischen Vierpässen durchbrochen. In der Mitte des erhöhten Bodens ein Löwe, umgeben
von Blattwerk und Grotesken in zwei Kreisen. Auf dem Rande gegenständige Putten,
Sphinxe und Greifen zwischen Ranken mit Tieren, Kindern usw. Durchm. 25,7 cm.
\ Bysleechpuui ‘
5 Spanien, 16. Jahrh. Marken: L und B, ungedeuter.
7
Rbrrerf Tafel 65.
N 2
Yrarı
260 Platte, getrieben und vergoldet. In dem stark erhöhten Boden der runden Schale ein Wappen.
In der umlaufenden Zone reliefierte Drachen, mit Schilden und Masken in den Zwischen-
räumen. Auf dem Rande langhalsige Drachen und Fabeltiere zwischen Satyrn und Schilden.
Niedriger Fuß. Durchm. 28,3 cm.
AU Spanien, 16. Jahrh. Französischer Einfuhrstemmpel von 1893, R? 5907.
Tafel 65.
D
rot:
261 Kanne, gegossen und vergoldet. Eiförmiges, oben abgeplattetes Gefäß mit abgeschnürtem
Ausguß und Fuß. Der Sförmige Griff mit Blattwerk verziert. Die Wandung durch einen
Reif unterteilt und mit plastischen Buckeln, Zügen und Engelsköpfen belegt. Die reiche
7 ‚ „Gravierung, aus Akanthus, Fruchtbüscheln und Rosetten bestehend, von der Vergoldung
(Prrkikenfast ganz überdeckt. H. 28,3 cm.
Spanien (?), Anfang ı7. Jahrh. Ohne Marken.
262 Buckelpokal mit Deckel, getrieben und vergoldet. Die oben und unten sechsfach gebuckelte
Kuppa in der Mitte eingezogen und mit Knorpelwerk, Blumen und Früchten verziert.
Hoher eingezogener und gebuckelter Fuß und Deckel. Auf dem letzteren eine Vase mit
Un Hulk Blumen. Als Schaft dient ein weißsilberner Knabe mit Kranz und Palmblatt. H. so cm.
; € Riga, Mitte 17. Jahrh. Beschau R?7498. Meisterzeichen GW, vielleicht Gregor Winter.
/Yr 29 Air (Neumann, Verzeichnis baltischer Goldschmiede. Riga 1905, S. 73, Nr. 448).
Tafel 5o.
263 Deckelhumpen, vergoldet und graviert. Auf der mächtigen Wandung gravierte Frucht-
gehänge und Vögel, auf dem Deckel Akanthusranken und Putten, ein Wappen umgebend.
Daumenruhe und Füße als Kugeln gebildet, die aus Früchten in Blatthüllen bestehen.
Kräftiger, auf dem Rücken verzierter Griff mit Wappenschild. H. 21 cm, Durchm.
Atttıı 16,4 cm.
Stockholm, um 1700. Beschau R’8453. Meisterzeichen IS, vielleicht Johann Schenk oder
Schmitt R?’8634. Daneben die Beschau von Leningrad und ein russisches Meisterzeichen.
Tafel 49.
No
a . SDR
Zuppa ı und oben sechsfach g xelt
264 I Zuppa unten und oben seci stacı g kelt,
Fuß Deckelbekrönung
uß b aluster mit Bügeln
Or Moskau, 18. 4 sisterzeichen LM ü reis im Herzschild. I rer edeuteter
ı 1 1 Bra an
265 / Be etrieben und ve let. Auf de gebu ıckelten Kuppa
uß, hol ı mit einem Wi
er
uf drei
L Bez 11
266 EB echer, etri e ben und vergolde
Jandwerk und verstreute Rocaillen. H. 8,8 cm.
/ Moskau, nach Mitte ı8. Jahrh. Mit ı
fg
ilbern. Auf dem ovalen, mit Blun nengehängen verzierten Sockel ein
267 Öllampe, getrieben, weiß
Silen, in der linken Hand die Lampe emporhebend, um deren Fuß sich eine Schlange
ringelt. Der halbkugelige, von einer Vase bekrönte Behälter hat am Rande vier durch
An Ketten hängen drei Instrumente herab. H. 47,5 cm.
ılich R? 7406 A.
Köpfe verzierte
Italien, ı. Hälft
Tafel
268 Zuckerstrener, getrieben, weißsilbern. Vasen rmig, der Fuß eingezogen. Auf dem gebauchten
Unterteil ein Rautennetz mit Blattrosetten; glatter Hals mit grav iertem Wappen, der hohe
Deckel durchbrochen und graviert. H. 22,4 cm.
a > £ P en Pr: R
k en Amsterdam, ı. Hälfte 18. Jahrh. Jahresbuchstabe L. Meisterzeichen RD über geviertem
ndischer Ausfuhrstempel R’7558. Feingehaltsmarke R’ 7545.
hen auf einem
: DER
rieben. Beide Figuren
269 Zwei Büttenträger, weißsilbern, g
ierten Sockel, der von
runden ve
* sechsfach gebogten Platte mit darunter os
Fröschen getragen wird. Der Mann im ärmellosen Wams, geschlitzter Hose mit Tasche und
ıbe und einen Stab. Die Frau in Rock und Mieder sek mit
Messer, in den Händen eine’
2
Wıyal Acllı Korb und Stab. Beide tragen eine aus Blutjaspis bestehende Bütte auf dem Rücken und
/ einen blütenartigen Hut auf dem Kopf. H. 17,5 cm.
Mehrere Marken.
Tafel 63.
270 Sechs Leuchter, getrieben und gegossen, teilvergoldet. Der kantige Sc haft und der gebogte Fuß
Die runde, abgesetzte Tülle mit
mit B ee u almetten im Regencestil verz
gerippten Profilen. H. 20,5 cm.
1
on BMi
en BM im Rechteck mit geschweift
; München, 19. Jahrh. Meisterzei
MR (Da) mit R? 3585 ?)
Hatelesza
Rändern. (Identisch
60
Aynloumt
Bo
v. WW
gu
IH
ekvuhtllee 3
271 Zweiteili
Wolle
.<
MÖBEL
Nr. 271 298
ger Wandschirm. Beide Teile oben leicht gebogen. Kanevasstickerei in farbiger
und Seide in gros und petit point. Jeder Teil besteht aus vier verschiedenen Stücken.
1. Teil: In einem Oval von Blumenkranz umgeben Begegnung Jakobs mit Rahel. Darunter
„schmal
e gewirkte Borte und zwei verschiedenfarbige Felder mit Barockranken. 2. Teil:
{ ; i ; DEE F ; RE ee
In einem Park sitzt eine Dame in Zeittracht, Lyra spielend, ihr zur Seite liegt ein Löwe.
Barockornament rahmt das Ganze. Die übrigen drei Stücke gleichen denen des ersten Teils.
Jeder Teil 132x61 cm.
Süddeutsch, Anfang 18. Jahrh.
272 Kleines Kabinett aus Holz, vollständig mit
und S
Vorde
vorne
PL
serei in farbiger Seide in petit point
ilber verkleidet. Auf einem flachen, ornamental gemusterten Sockel Aufbau mit zwei
r- und zwei Seitentüren mit Figuren, Ranken und Tieren. Nach Öffnung der Türen
drei, seitlich je zwei Schübe, deren Vorderseiten durch farbige Seidenstickerei auf
weißer Seide verziert sind. Auf dem Aufbau steht ein Kasten, dessen Tür nach unten auf-
klappt, darauf Figuren in Landschaft. Hinter der Tür zwei Schübe. Auf dem Kasten eine
ornamental verzierte Koffertruhe. Hinterwand mit Ausbuchtungen, der Form des Ganzen
angepaßt und ornamentiert. 52
24 cm.
Süddeutsch, Anfang 18. Jahrh.
Tafe
7I.
273 Spieltisch aus Eichenholz. Platte: Kanevasstickerei in Wolle und Seide in gros und petit point.
Mittelfeld: Neptun Dreizack schwingend, in einer Muschel stehend, von Seepferden gezogen,
Venus in einer Muschel sitzend und Amor auf einem Delphin reitend. In vier Eckfeldern
FOR die vier Erdteile. Alle fünf Felder von roten Linien und Barockranken umrahmt. 85x78 cm.
Sticke
274 Kaminsc
werk,
rei: Süddeutschland, Anfang 18. Jahrh.
birm. Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide auf schwarzem Grunde. Bandel-
Ranken, Halbfiguren und Masken in gros point umrahmen ein Feld mit spielenden
Kindern zwischen zwei Bäumen in petit point. Rückseite schieferblaue Seide mit einzelnen
,„ Blätte
Frankreich oder $
Ola Tafel
275 Kaminschirm. Eichenholz.
rn gemustert. 95%78 cm.
üddeutschland, Anfang 18. Jahrh.
72
72.
Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide auf schwarzem
Grunde. Barocke Blumen und Blätter in gros point umrahmen ein Feld, darin Schauspiel-
szene mit vier Figuren und Bäume mit phantastischen Früchten in petit point. 80x62 cm.
Tafel
Stickerei: Frankreich oder Deutschland, Anfang 18. Jahrh.
72
72.
61
ckerei in farbiger Wolle und Seide in gros und petit point. Rücken:
276 ]. Bezug: Kanevassti " I Rn
Kavalier zieht in einem zweirädrigen Wagen Gitarre spielende Dame. Sitz: Juno in Wolken.
ee \ Merle e nkelbraun gestrichen. 1IOox64 cm.
/ Beides von Ranken und Bandelwerk umrahmt. Gestell dunke g 4
If
Tareekes, Deutschland, Anfang 18. Jahrh.
N > N FO . | ee Aue
7 Kessel aus Nußholz. Bezug: Kanevasstickerei ın farbiger Wolle und Seide. Rücken: barockes
Rankenwerk in gros point umrahmt ein Feld
) j Vögel zwischen Barockranken. 125 x66 cm.
] mit zwei Figuren in petit point, Sitz: zwei
Otto Bezüge: Deutschland, Anfang 18. Jahrh.
>-8 Zwei Sessel aus Nußholz. Bezug: Kanevasstickerei in farbiger Wolle in gros point. Rücken
und Sitz: Rosettenornament und Zwickelfüllung. Jeder Sessel 99% 71 em.
Deutschland, Anfang 18. Jahrh..
Tafel 68.
? R
u) f . . mn 1 1r .
Sessel, geschweiftes und geschnitztes Gestell. Kanevassticker
gros und petit point. Rücken und Sitz: großer Rosenstrauß durch Schleife zusammengehalten
i in farbiger Wolle und Seide in
auf weißem Grunde. 102x73 cm.
Frankreich, 1. Hälfte 18. Jahrh.
>80 Vier Sessel aus Nußholz. Bezüge: Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide. Auf dem
Rücken allegorische Darstellung der vier Jahreszeiten in petit point auf hellem Grunde.
Sitze: barockes Rahmenwerk in gros point, darin zweimal Fuchs und Hund und zweimal je
2) zwei Vögel in petit point. Jeder Sessel 101x68 cm.
aelıch Bezüge: Deutschland, Anfang 18. Jahrh.
Tafel 67.
“
ofa und zwei Sessel aus Nußholz. Bezüge: Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide.
Rücken des Sofas: breite Barockumrahmung in gros point, darin fünf tanzende und musi-
zierende Figuren. Sitz: vier Vögel zwischen Bäumen mit großen Blumen. Rücken der beiden
db wer dur Sessel: je ein Paar in antikisierender Tracht. Sitze verwandte Motive wie beim Sofa. Sofa
162x104 cm, jeder Sessel 101 x69 cm.
Va ut ji
22: Ol Bezüge: Deutschland, 1. Viertel 18. Jahrh.
UV 3
j a Tafel 66.
>82 Zwei Sessel aus Nußholz. Bezüge: Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide. Rücken:
barocke Blumen und Ranken umrahmen ein Feld, darin Harlekin und Harlekine in petit
7 > N point. Sitze gleiche Umrahmung wie in den Rücken, Mittelfeld Blumenkorb und Stauden
BAUNZA %., mit Libellen. r02x70 cm.
/ Bezüge: Deutschland, ı. Viertel 18. Jahrh.
Tafel 67.
283 Drei Sessel aus Eichenholz. Bezüge: Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide. Rücken:
1. „1, . . . = .
Barockschnörkel in Rot und Blumenranken in gros point umrahmen ein Feld, darin Figuren
in Landschaft. Die Sitze haben ähnliche Motive. Jeder Sessel 113 x70 cm.
), Bezüge: Deutschland, ı. Viertel 18. Jahrh.
/ Tafel 68.
Inlu Var
j a
2 !
Wlan Mit
284 Fußbank, oval. Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide auf schwarzem Grunde in gros
point. Zwischen großen Barockformen Gitarre spielende Dame und Dienerin. 55x39 cm.
5
Araduel Bezug: Deutschland, ı. Viertel 18. Jahrh.
4 .hutrer
285 Fußbank, oval. Kanevasstickerei in farbiger Wolle in gros point. Phantasieblumen.
48x36 cm.
BER Bezug: Deutschland, ı. Hälfte 18. Jahrh.
286 Kleine Koffertruhe aus Holz mit Schloß und halbrundem Deckel. Bezogen mit Kanevas-
stickerei in farbiger Wolle in petit point, Schuppenmuster mit schwarzen Konturen. Oben
auf dem Deckel in achteckigem Felde Wappen, von einem Kranz umrahmt, mit der Jahres-
Zi zahl 1747 und den Buchstaben BCL. An den Seiten Eisengriffe. Innen weißgelb gestreifter
: Aufkinnor Seidenstoff. 43x29x22 cm.
J Deutschland, 1745.
7
Wr Y
287 Viereckiger Kasten aus Holz, mit Schloß. Auf dem Deckel, willkürlich aneinandergesetzt,
die Darstellungen zum Teil nicht zusammenhängend, farbige Seidenstickerei auf Kanevas.
Anbetung der Hirten, Verkündigung, Jakobs Traum, Jakob ringt mit dem Engel. Der
UERE übrige Teil des Kastens mit neuem, grünem Seidendamast bezogen. Innen gestreifter, röt-
AA licher Seidenstoff (Ende 18. Jahrh.). 50x40x 12 cm.
Stickerei: Deutschland, 17. Jahrh.
288 Kapsa. Kanevasstickerei in farbiger Seide und Gold. Maria mit dem Kinde in Blumengarten.
An den vier Seiten Blumenranken. Gesichter ausgefallen. 25x24x4 cm.
England (?), 17. Jahrh.
289 Garnitur aus Sofa und fünf Sesseln. Bezüge in Wolle und Seide gewirkt. Auf bräunlichem
Grund in einer reich bewegten Bordüre aus goldfarbenen Rocaillen und bunten Blumen auf
den Sitzen Lafontainesche Fabeln, auf den Rücklehnen Schäferszenen in der Art Watteaus.
) x Auf den Armlehnen kleine Blumenmotive in Rocaillenrahmung. Vergoldete Möbelgestelle
Jrwelıel im Stile Louis XV.
! Ink, Beauvais, um 1750.
; Tafel 69.
290 Garnitur aus Sofa, fünf Stühlen und zwei Sesseln. Die Bezüge in Seide gewirkt. Auf weißem
Grund in einer Umrahmung von zartfarbigen Blumen auf den Rücklehnen Eisvögel, Wiede-
hopfe, Pirole und Eichelhäher, auf den Sitzen Blumensträuße. Auf den Armlehnen kleine
Blumenmotive. Auf den Lehnen des Sofas in goldfarbenem, blumenbekränztem Rahmen
tetı 0/&chäferszene. Auf dem Sitz Medaillon mit laufenden Hunden. Zum Teil restauriert, die
vergoldeten Möbelgestelle im Stil Louis XVI.
Fu,
Aubusson, um 1780.
Tafel 70.
291 Toilettenkasten in Form eines Kielflügels aus hellem und dunklem Birkenholz. Die Kanten
mit facettierten Nägeln verziert. Der Kasten ruht auf fünf runden Beinen. Im Innern
Tastatur mit drei beweglichen Tasten, die zum Einstellen eines Spielwerks dienen, und
Toilettengeräte, aus Perlmutter geschnitzt. H. 17,5 cm, Br. 20,5 cm, T. 30,5 cm.
Wien, um 1820.
Tafel 71.
m Nußl Iber-
292 Toilettenkasten
be
Im Innern Schreibgarnitur
hlägen. Aufbau in drei Etagen, von einer IS
b)
- die sich zum Teil nach Abna
er, die sich zum leıl nacı \bna
er
ineM 3ehei ıme der bekrönender
und eine Menge Geheimfäd me der bekrönenden
IE, ’ öffnen lassen. Die Silberbeschläge graviert. H. 55 T. 16,5 cm.
ha ;
WIR Wie rn
7 Vien, um 1790.
/ A Tafel 7ı
VRR 17 Tafel 71.
Schubkästen auf vier Beinen. Ges
293 Kleine Kommode aus Nußholz. Körper mit zwei
Form. In der Platte eingelegter Stern. läge und Schuhe aus Goldbronze. Das Beschlag-
stück auf der geschweiften Unterkante des Körpers spätere Zutat. H. 25,8 cm, Br. 36,5 cm,
T.,22.cm.
Ih , Deutsch, um 1760.
Bezraer Tafel 71.
ce
294 Puppenhaus. Drei Stockwerke mit je zwei Räumen. Im Erdgeschoß Laden und Küche, im
94 pt J 2
peisezimmer, im zweiten Stock Schlaf- und Wohnzimmer. Reiche,
ersten Stock Salon und $
aber nicht einheitliche Möblierung. Hauptsächlich Renaissance, Barock, Rokoko, aber auch
iebenes Inventar.
viel Biedermeier. Dazu Haus- und Küchengeräte, Lampen usw. Ge
Gehäuse modern. H. 145 cm, Br. 120 cm, T. 53 cm.
Tafel 73.
295 Puppenladen. Gehäuse mit nach hinten abfallendem Pu
T-
1
Innern Regale, Schubkästen und Ladentisch mit
reichem Inventar. H. 55 cm, Br. 66 cm, T. 41 cm.
1/ ,
Mia + Deutschland, Mitte 18. Jahrh.
N
296 Tisch (furniert). Vier schlanke Beine mit Steg und Tischkasten. Darauf achteckige, obloı
Platte mit durchbrochenem Geländer. In die Platte eingelassen Gouachebilder in der /
Angelika Kauffmanns. In der Mitte Hektors Abschied (im Oval), acht Trapezfelder mit den
a vier Jahreszeiten und Grotesken auf dunkelblauem Grund begleiten friesartig die T
ey kante. Dazu Schutzplatte aus Mahagoni. H. 79 cm, Br. 75 cm, T. 56 cm.
IH Datiert 1806 und undeutlich bezeichnet rechts auf der Sä les Ovalbildes.
297 Kommode. Geschweifter Körper mit zwei Kästen auf vier wungenen Beinen. Auf der
Wandung Blumen in verschiedenfarbigen Hölzern eingelegt. Griffe, Felderumrahmungen,
Schuhe usw. aus Goldbronze. Platte aus gelbem, buntem Marmor. H. 87,5 cm, Br. 145 cm,
7 T. 62 cm.
Frankreich, Stil Louis XV.
297a Kommode. Geschweifter Körper mit zwei Kästen auf vier geschwungenen Beinen. Auf der
Wandung Blumenzweige in dunklem Holz auf hellem Grund eingelegt. Reiche Montierung
in Goldbronze. Platte aus gelbem, buntem Marmor. H. 88 cm, Br. 147 cm, T. 63 cm.
Frankreich, Stil Louis XV.
J
I..f / 7
NMNANMKAOUUN
hen i ee: ee:
298 Großes Bureauplat. Palisander und Rosenholz mit reichen ziselierten Goldbronzebeschlägen.
Platte mit brauner Maroquinlederbespannung. H. 84 cm, Br. 207 cm, T'. 95,5 cm.
Frankreich, Stil Louis XV.
un 64
7
pi
TALLUHEUNLöcher zum Durchziehen des Aufhängefadens. Durchm. 38,5 cm.
N
/
XI.
MAJOLIKEN UND FAYENCE
Nr. 299. — 337
299 Große Schüssel, in Blau, Gelb, Ocker und etwas Grün bemalt. Rand und Kehlung mit großen
(A, Akanthusranken und zwei Füllhörnern bedeckt. Im Fond das Wappen der Orsini di
Patigliano (Lucca) von Bandschlingen umrahmt. Rückseite gelb glasiert. Im Fußring zwei
Löcher zum Durchziehen des Aufhängefadens. Durchm. 42,5 cm.
Deruta, Mitte 16. Jahrh.
300 Schüssel mit Frauenkopf, in Blau, Gelb, Ocker und Grün bemalt. Der Rand in sechs durch
gestreifte Bänder getrennte Felder geteilt, die abwechselnd ein Rankenmotiy und Schuppen-
muster zeigen. In der Vertiefung das Brustbild eines jungen Mädchens mit gestreiftem Hals-
> ytuch und turbanartiger Kopfbedeckung, dahinter Spruchband mit der Inschrift: „LA COR-
VorVZURaf, NELIA BELLA.“ Die Rückseite seladongrün glasiert. Am Rand und am Fußrand etwas
j bestoßen. Kleine Reparatur auf einem Rankenfeld des Randes. Durchm. 39 cm.
Fauı N Dermei um 1490.
V Tafel 75.
301 Schüssel mit Damenbild, in Blau, Ocker, Grün und Gelb bemalt. Der Rand in ı2 Felder ge-
teilt, von denen drei ein Rankenmotiv, drei Schuppenmuster und sechs ein grünes Blatt auf
ocker und gelbem Grund, von blauweißen Bändern begrenzt, zeigen. In der Vertiefung auf
blauem Grund das Profilbrustbild einer Dame mit turbanartiger Haube und großem Schleier.
Links davon ein Spruchband mit der Inschrift „MENMETOE“. Die Rückseite grün glasiert
de und mit drei dunklen Schnörkeln bemalt. Im Fußring zwei Löcher zum Durchziehen des
Aufhängefadens. Durchm. 41 cm.
Deruta, um 1490.
Tafel 74.
302 Schüssel mit Kriegerkopf, in Blau, Gelb, Ocker und Grün bemalt. Der Rand in sechs durch ge-
streifte Bänder getrennte Felder geteilt, die abwechselnd ein Rankenmotiv und Schuppen-
muster zeigen. In der Vertiefung auf blauem Grund das Profilbrustbild eines römischen
' Kriegers mit phantastischem Helm. Die Rückseite erbsgrün glasiert. Im Fußrand zwei
1 Deruta, um 1480.
[
Tafel 75.
65
303 Schüssel, in Blau und bräunlicher Lüsterfarbe bemalt. Auf dem Rand zwischen zwei Reifen
Spitzbogenfries, in der Kehlung Schuppenborte. Im Fond spitzbogiger Vierpaß. Die
Zwickel und Öffnungen der Bogen mit stilisierten Blumen gefüllt. Rückseite braun glasiert.
An der Innenkante des Randes Farbausbesserungen. Durchm. 26,5 cm.
Deruta, Anfang 16. Jahrh.
In hellem Blau und gelblicher Lüsterfarbe entsprechend
304 Schale, gebuckelt, auf niedrigem Fuß. : 1
hliger Stern. Die Außenseite weiß glasiert. Re-
der Buckelung bemalt. In der Mitte vierstra
pariert. Durchm. 24 cm, H. 5,5 cm.
q / 14 Deruta, Anfang ı6. Jahrh.
305 Schüssel, flach, mit schmalem Rand und erhöhter Mitte, in Blau und bräunlicher Lüsterfarbe
bemalt. Auf dem Rande einfacher, in der Kehlung reicherer Spitzbogenfries, dessen Of-
nungen und Zwickel durch Blumen ausgefüllt werden. Auf der erhöhten Mitte vierstrahliger,
von Blumen umgebener Stern. Außenseite weiß glasiert. Die Glasur an den Kanten teil-
vn Dreh weise abgerieben. Durchm. 34 cm.
d m Deruta, Anfang 16. Jahrh.
Ä
‚ Tafel 74.
Blau und blaßgelber Lüsterfarbe bemalt. Auf dem Rand Borte aus großen und
großes Wappen mit drei Ziborien
Wappen ist mit dem der
306 Schüssel, in
kleinen Blumen. In der Kehlung Arkadenfries. Im Fond
und Querbalken zwischen den Buchstaben F.R.C.O. (Das
Lebrun de Rochemond [Normandie] identisch.) Sprung. Durchm. 29 cm.
Deruta, Anfang 16. Jahrh.
307 Teller, flach, mit leicht abfallendem Rand, in etwas Blau und Rot und rotbrauner Lüster-
farbe gemalt. Das Muster, das ein B im Zehneck umgibt, ahmt godronnierte Buckel nach.
Auf dem Rande Zickzacklinien. Rand leicht bestoßen. Durchm. 22 cm.
4 Gubbio, Anfang 16. Jahrh.
| I Qas
308 Großer Teller mit Reiter aus einem Triumphzug. Schalenförmig, ohne abgesetzten Rand. In
Hellblau, Gelb, Grün und etwas Ocker gemalt. In einer Landschaft reitet ein Jüngling, der
einen Lorbeerzweig in der Hand hält, auf einem Pferd, das Zehen statt Hufe hat, als Ein-
horn aufgezäumt ist, und dessen Zaumzeug mit Schellen und Glocken verziert ist. Hinter
dem Jüngling auf der Satteldecke ein Affe. Neben dem Pferd läuft ein Hund. Die Unter-
seite weiß glasiert und mit vier blauen Blumenmotiven verziert. Gekittet. Durchm. 32 cm.
Faenza, um 1500.
Tafel 74.
309 Schüssel mit Leopard. Flach, mit breitem Rand, bemalt in Blau, Ocker, Grün und etwas Rot.
Auf dem Rande zackiges Bandgeflechtmuster in Blau und Weiß, dessen Zwickel mit grün-
gelben bzw. roten kleinen Blattmotiven ausgefüllt sind. Im Mittelfeld ockerfarbener Leopard
& j auf grünem Boden, auf dem drei blaue Pflanzen wachsen. Im Mittelfeld zwei gebohrte
Mpultiltehi Löcher, von denen eins durchgehend. Glasur an mehreren Stellen abgesprungen. Durchm.
35 cm.
Faenza, Anfang 16. Jahrh.
Tafel 74.
310 Schale, gebuckelt, auf niedrigem Fuß. In Dunkelblau, Ocker, Gelb und Hellblau bemalt. Die
Innenseite in Felder, ungefähr den Buckeln entsprechend, geteilt, die abwechselnd gelbe
Ranken auf dunkelblauem Grund und hellblaue Ranken und Delphine auf ockerfarbenem
Grund zeigen. In einem sechseckigen Feld mit eingezogenen Seiten das Bild eines Franzis-
Ai h. kaner-Heiligen auf gelbem Grund. Auf einem der als Muscheln gebildeten und blau und
yimdh gelb bemalten Buckel der Außenseite das Wort „MARTO“ in blauer Schrift. Durchm.
22,5.cm, El. $.cm,
Faenza oder Castel Durante, um 1550.
Tafel 76.
311 Schale auf niedrigem Fuß, gebuckelt und godronniert, mit erhöhter Mitte, in Hellblau, Dunkel-
blau, Ocker und etwas Grün bemalt. Hellblaues Rankenwerk auf dunkelblauem bzw.
gelbem Grund. In der Mitte Kniestück einer Frau mit Stab in einer Landschaft. Die Außen-
D , seite weiß mit blauem und gelbem Rankenwerk. Fuß und Rand ausgebessert. Durchm.
MUST 23,5 cm, H. 6 cm.
Faenza oder Castel Durante, um 1550.
Tafel 76.
312 Schale, gebuckelt, mit erhöhter Mitte, auf niedrigem Fuß, in Grün, Gelb, Ocker, Blau und Hell-
blau bemalt. Die Innenseite in Felder, den Buckeln entsprechend, aufgeteilt und mit
Pflanzen, Muscheln und Delphinen verziert. Im Mittelfeld das Christkind auf einem Hügel
Y , sitzend. Auf der Außenseite sind die Buckel als Muscheln gebildet und mit Blau und Gelb
ohurwioger bemalt. Sprung. Durchm. 25,5 cm, H. 7,5 cm.
Faenza oder Castel Durante, Mitte 16. Jahrh.
313 Fliese mit Beweinung Christi, rechteckig, in Blau, Gelb, Grün, Ocker und Manganviolett ge-
malt und mit Weiß gehöht. Im Vordergrund Christus von den drei Marien und Martha
beweint, weiter zurück Petrus, Joseph von Arimathia, Nicodemus und Johannes. Im
Dar ua ah Hintergrunde Golgatha. Die Darstellung folgt genau einem Stich Marc-Antons nach Raffael
/ ER (B,37). Eine Ecke leicht bestoßen. H. 24,2 cm, Br. 20 cm, Dicke 2,3 cm.
Ss
Faenza, um 1550.
Tafel 75.
314 Zwei Kannen, in Gelb, Blau, Grün und Ocker bemalt. Der Körper von einem Sechseckmuster
mit Palmetten bedeckt. Vorn unter dem Ausguß ein großes Wappen in Rollwerkkartusche
von einem Lorbeerkranz umgeben. Darunter Schriftband: „Triaca Dadromaci“ bzw. „Mel
7, Roto Cholatto.“ Als Henkel zwei Delphine. Glasur teilweise abgesprungen und ausgebessert.
Arch H. 42 bzw. 44 cm.
Florenz, 2. Hälfte 16. Jahrh.
315 Zwei kleine Teller, in Ocker, Blau, Grün und Gelb bemalt. Groteskenwerk aus Harpyen,
Chimären, Sphinxen Putten usw. rahmt das Wappen der Kresen von Kresenstein und
Kraftshof, das ein blaues Schwert auf braunem Grund zeigt. Die Rückseite weiß glasiert,
# rn) mit blauen Reifen. Bei einem Reparatur am Kopf des rechten Puttos. Durchm. 25 cm.
nel‘ 9 Urbino, 2. Hälfte 16. Jahrh.; für Nürnberg gearbeitet.
Vahaac
Mm 67
höht. Über die ganze Fläche gemalt
Landschaft und einem Architektur-
egende Frau, rechts steht ein
316 Teller in Gelb, Ocker, Blau und Grün bemalt, mit Weiß ge
allegorische Darstellungen des Sacco di Roma. Vor einer s
teil erschlägt links ein Mann mit Adlerkopf eine am Boden li
Amor, der einen Globus auf den Schultern trägt. An einem Mauervorsprung, an dem eine
Keule lehnt, hängt ein Wappen. Auf der Rückseite in blauer Schrift „Dal fortunato Carlo
= ; Roma afflitta“ „nora“. Ein Stück der gleichen Serie im Schloßmuseum, Berlin. Durchm.
EN...
{ Miremubr cm.
Urbino, um 1540 von F. Xanto Avellı.
Tafel 76.
317 Flacher Teller mit dem Raub der Europa, in Blau, Gelb, Braun, Grün, Weiß und Schwarz
bemalt. In einer Landschaft mit Bäumen und Architektur vorn eine Rinderherde und
Europa auf dem Stier. Im Mittelgrund drei fliehende Mägde. Auf der Rückseite Inschrift in
Blau: „Di Giove in tauro.“ (Aus Sammlung Emden.) Zwei Ausbesserungen am Rande.
NN /
To gi uR AF, Durchm. 26 cm.
YPp / , Urbino, um 1550.
d (a A U AU?
| Tafel 76.
318 Flache Platte aus Mezzamajolika mit leicht erhöhter Mitte. Sgrafittotechnik, in Blau, Gelb und
Grün bemalt. Auf dem Rand vier Delphine, deren Schwänze in lappigen Blättern enden.
Im Fond ein Wolf. Rückseite unglasiert. Glasur leicht irisiert. Sprung. Durchm. 27,6 cm.
4 [x Iyiolh age OVereaiete, 16. Jahrh.
Kife co I, Derpel Me MH
/ '319 Reliefbrustbild aus gebranntem Ton mit farbiger Zinnglasur. Auf hellblauem Grunde bärtiger
Kopf eines Apostels in rotem Unterkleid und grün und blauem Mantel. Gelber Heiligen-
schein. In modernem, rundem Goldrahmen. Durchm. 41 cm.
UM 0)
am Kaf
Florenz, Mitte ı5. Jahrh., Robbia-Werkstatt.
320 Tiefe Schüssel, in Gelb, Grau und Grün bemalt. Auf dem schmalen Rand grüne Borte. In der
Kehlung Lilien, Putten und Fruchtgehänge mit Papageien. Im Fond Darstellung der Venus,
die den Amor mit der Rute schlägt, der mit zwei Putten Blindekuh spielt. Mehrfach ge-
sprungen und ausgebessert, in runden Goldrahmen gefaßt. Durchm. 32,5 cm.
Castelli, um 1700.
321 Kleiner Teller mit sehr breitem Rand und kleiner Vertiefung. In Kobaltblau und mattbräun-
licher Lüsterfarbe bemalt. Auf dem Rande zwei große Blattmotive und zwei Flechtmuster
h zwischen blauen Reifen. In der Vertiefung vierfach unterteilte konzentrische Ringe. Auf
In dt der Rückseite Muster aus schmalen und breiten Streifen. Durchm. 2ı cm.
Spanisch-maurisch, um 1500.
322 Kleiner Teller, mit roter Goldlüsterfarbe bemalt. Auf dem Rand vier Pflanzenmotive, die
durch vier pyramidenförmige Gewächse getrennt werden. Im Fond ein Vogel zwischen
Pflanzen. Die Rückseite ähnlich wie der Rand behandelt. Am Rand etwas bestoßen.
Ar
Un m Durchm. 21,3 cm.
Spanisch-manrisch, 16. Jahrh.
323 Große Schüssel mit erhöhter Mitte. Mit ockergelber Lüsterfarbe bemalt. Auf dem Rande
neun Dreiblätter in flachem Relief, dazwischen Rankenwerk. Rankenborte auf der Kehlung.
Die erhöhte Mitte in sechs Felder geteilt, von denen drei ein Pflanzenmotiv, drei ein aus-
gespartes Rad zeigen. Auf der Rückseite mehrere Streifen. Im Rand Loch zum Aufhängen.
Glasur mehrfach abgeschabt. Verschiedene Reparaturen. Durchm. 39,5 cm.
Spanisch (Valencia), um 1500.
Aalıl Erilenh
324 Große Schüssel, in Ocker, Gelb, Braun, Grün und etwas Blau bemalt. Auf dem Rand Borte
aus Schlangenlinien und Rosetten. Im Fond zwei Bäume und ein Baumstumpf, auf dem
In ein großer Vogel sitzt. Die Rückseite weiß glasiert. Durchm. 42 cm.
vovtd Spanien, 17. Jahrh.
325 Ein Paar Reiter, Fayence, in Kupfergrün, Bolusrot, Gelb, Schwarz, Hellblau und etwas Gold
bemalt. Auf einem Sockel in Form eines langen Achteckes, der an den Seiten marmoriert,
7 „ auf der Oberfläche grün bemalt ist, schreitet das rötliche Pferd mit rotem Zaumzeug und
4 (rnoudaubunter Satteldecke. Der Reiter trägt blaue Hosen, eine gelbe Weste, einen roten Rock und
ul einen schwarzen Dreispitz. H. 23 cm, Br. 19 cm.
A alıı Delfl, um 1700.
326 Drei Delfler Vasen. Zwei kantige Flaschen- und eine achtkantige Stangenvase. Auf weißem
Grund in Eisenrot, Schwarz und Gold bemalt. Gartenarchitektur mit Blumen, Vögeln und
. einem Chinesen, der ein katzenartiges Tier am Bande führt. Am Hals Blumenborte und
v Aaumsku Blattfries. Etwas repariert. H. 22 cm.
Delf, um 1700, bezeichnet APK (ligiert) No.8. Werkstatt des Adriaen Pynacker.
Tafel 77.
327 Teller, in Blau, Bolusrot, Schwarz, Gold und etwas Grün bemalt. Auf dem von blauen Wellen
eingefaßten Rand abwechselnd der rote Adler Brandenburgs und der schwarze Adler
Preußens, dazwischen das bekrönte goldene FR. Im Fond in einem roten Lorbeerkranz mit
£ blauen Bändern der preußische Adler und die Königskrone, umgeben von der Kette des
MU kun Schwarzen Adlerordens. Auf der Rückseite in Bolusrot sechs kleine Blütenzweige und die
Marke APK (ligiert). Durchm. 22 cm.
Delfl, um ı7o1. Werkstatt des Adriaen Pynacker. Aus einem Service für Friedrich I.
Tafel 77.
328 Teller, in Blau, Bolusrot und Gold gemalt. Dekor in der Art der Imari-Ware mit Blumen,
Tieren und Wolken. Auf der Rückseite in Rot sechs kleine Blumenmotive und die
n ‚Marke APK (ligiert). Größerer Sprung. Durchm. 21,5 cm.
/MMui0KeDelf, um ı700. Werkstatt des Adriaen Pynacker.
Tafel 77.
329 Teller, in Blau, Bolusrot, Gold und etwas Grün bemalt. Rand mit regelmäßiger Kante aus
Voluten und stilisierten Blumen verziert. Im Fond halten ein roter und ein goldner Löwe
ein Allianzwappen, angeblich das der Grafen Malaspina; darunter ein hellblaues Schrift-
A, ‚ band: „Decus et Tutamen.“ Sprung. Durchm. 22,5 cm.
AUT Delft, Ende 17. Jahrh.
Tafel 77.
69
ugelpostamenten, mit dem rechten bzw.
sgrün und erdbraun staffierten Kirschenzweig haltend.
ganviolett und Hellblau mit
330 Ein Paar große Papageien, auf weiß glasierten K
linken Fuß einen manganviolett, moo
Die monumental stilisiertren Körper Moosgrün, Ockergelb, Man
manganbrauner Zeichnung in Scharffeuerfarben bemalt. H. 32 cm.
Flörsheim, um 1775. Marke: Monogramm FH (ligiert) und Staffiererzeichen W in Mangan.
0) A
YUNUMUMA
MIMUIUM pafel 78.
ase und einem Paar Deckelvasen, Fayence, bemalt mit großen,
Blumen und Sträußen im gelben Fond, Fasanen auf Felsen
ufe gelbe Pinienzapfen.
331 Satz von einer flötenförmigen.V
lebhaft bunten „chinesischen“
und Bäumen in goldumränderten Vierpaßreserven. Als Deckelknä:
An der inneren Mündung der Flöte grüne Blattborte. — Deckelränder, eine Deckelvase am
7 Körper, eine am Hals repariert. H. der Flöte 40 cm, der Deckelvasen 45 cm.
IN Warschau, um 1780. Marke: W, zweimal in Grün, einmal in Braun.
Tafel 78.
332 Schüssel mit schmalem Rand, auf niedrigem Fußring. Auf dunkel blaugrünem Grunde in
Schwarz, mit Kreisen, Zackenbändern, Pflanzenranken und Bandschlingen in verschiedenen
7 k Zonen bemalt. Die Rückseite grün, mit einigen dunklen Strichen verziert. Glasur teilweise
zerkratzt und irisiert. Fehlstelle an der Innenkante des Randes. Durchm. 24 cm.
Syrien, 13.—14. Jahrh.
333 Kleine Schüssel, schalenförmig, mit abgesetztem, schmalem Rand, auf niedrigem Fußring. In
Kobalt, Manganviolett und Schwarz bemalt. Auf dem Rand Borte aus blauen und
schwarzen Strichen und Punkten. In der Vertiefung acht Felder, die durch blaue und rote
Streifen geteilt sind und die abwechselnd ein Rautenmuster in blauer und Blattwerk in
Wir schwarzer Zeichnung zeigen. Die Rückseite mit schwarzen und blauen Strichen verziert.
Glasur stark irisiert. Durchm. 21 cm.
Sultanabat, 13.—14. Jahrh.
334 Kleine Schale mit ausgebogtem Rand, in Kobalt, Türkisblau und Schwarz bemalt. Auf dem
Rande und in der Kehlung, die in fünf Felder geteilt ist, Blattwerk. Im Fond liegendes
Tier (Gazelle) zwischen Pflanzen. Auf der Rückseite Borte aus Punkten und Strichen.
0) Glasur zum Teil stark irisiert. Verschiedene Ausbesserungen. Durchm. 2r cm.
IMUeL a 2 Sultanabat, 13.—14. Jahrh.
An. Hana
/ 335 Bauchige Deckelvase, bemalt in Grün, Eisenrot, Gelb und Manganviolett. An der Schulter
Chrysanthemumblüten und Rankenwerk, am Körper Päonienblüten, Felswerk und Bambus
in rotem Schuppengrund. Scharffeuerblaue Ringe. Am Deckel Fische zwischen Blüten.
7 H. 33,7 cm.
vonLy China, letzte Ming-Zeit, Mitte 17. Jahrh.
336 Bauchige Deckelvase, bemalt in Scharffeuerblau, Eisenrot, Kupfergrün und Seladongrün mit
groteskem Felswerk, Vögeln, Magnolien und Blütenzweigen in eisenrotem Schuppengrund.
d ’ H. 33,8 cm.
Mur China, K’ang-Hsi, Frühzeit.
337 Kanne in Flaschenkürbisform, mit steilem Ast als Ausguß und Eidechse als Griff. Blaudekor:
Blumen in abgeteilten Feldern. — Leicht beschädigt. H. 16,5 cm.
China, 16. Jahrh. Wan-Li.
A er
XL.
MINIATUREN, GOLDDOSEN UND KLEINGERÄT
Nr. 338 — 383
338 Emailminiatur: Herkules und Omphale. Hufeisenförmige Platte. Nebeneinander sitzen Her-
kules mit der Spindel und Omphale mit Bogen, Pfeil und Löwenfell, er mit rotem, sie mit
blauem Gewand. Neben einer von einem Putto hochgehaltenen grünen Draperie fliegt ein
Amor herab, der den Bogen auf Herkules abschießt. Schmaler Silberrahmen. H. 7,8 cm,
Br. 6 cm.
Süddeutschland, um 1670.
339 Miniatur einer jungen Dame mit Tasse. Auf Elfenbein, oval; Hüftbild. Hochtoupiertes Haar
lese
A
mit links herabfallenden Locken; im Haar eine Perlenkette und ein hellblaues Band.
Weißgelbliches Kleid mit Halbärmeln. Sie gießt aus einem blauen Becher eine dampfende
Flüssigkeit in eine blaue Unterschale, die sie mit der Linken vor die Brust hält. Der Hinter-
grund olivgrün. — Goldhinterlegt, in steinbesetztem Rahmen, darüber silberne, mit Rosen
und vier roten Steinen besetzte Krone. Steinbesetzter Anhänger. Rückseite verglast als
Medaillon. H. (mit Rahmen) 7 cm, Br. 4,5 cm.
England, ı. Hälfte 18. Jahrh. (?).
Tafel 82.
340 Vier Gouache-Landschaflen in reichen Bronzerahmen. Die rechteckigen, sehr fein gemalten
27,
A EX
Bildchen zeigen italienische Ruinen- und Flußlandschaften mit zierlichen Staffagefiguren. —
Die gegossenen, vergoldeten Bronzerahmen mit reichem Laubwerk, Rocaillen und Blumen-
gehängen; oben in der Mitte ein nach unten blickender Adler mit ausgebreiteten Schwingen.
H. (mit Rahmen) 15,5 cm, Br. 14,5 cm.
Italien oder Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
Tafel 79.
341 Miniatur einer jungen Dame mit Federhut. Auf Elfenbein, ovales Brustbild, der Kopf nach
rechts gewendet. Braune Augen; braunes, in Locken auf die Schultern fallendes Haar,
darauf ein dunkler Hut mit weißer Straußenfeder. Hellblaues Kleid mit weißem, faltigem
Brusteinsatz. Blaugewölkter Hintergrund. Links bezeichnet AP 1786. — Der zart orna-
mentierte Rahmen und die Rückseite aus Gold. Goldene Anhängeöse. H. 5 cm, Br. 4,1 cm.
‚‚Von Andrew Plimer (1763—1337).
MU Tafel gr.
UL
7I
|
I
342 Miniatur eines Herrn in blauem Rock. Auf Elfenbein, oval; Brustbild schräg, der Kopf nach
vorn gewendet. Bartloses Gesicht mit blauen Augen; das grau gepuderte Haar seitlich breit
gelegt. Blauer Rock mit Silberknöpfen und weißes Jabot in aufgeschlagener weißer Weste,
Graugewölkter Grund. Links bezeichnet IS. 1792 I. — Der schmale Rahmen und die
Rückseite aus Gold; oben zwei Kettchen mit Hängeöse. H. 6 cm, Br. 4,5 cm.
Von John Smart (1741—1ı811), 1792 in Indien gemalt.
Tafel 81.
343 Miniatur einer jungen Dame mit Lockenhaar in reich emailliertem Rahmen. Auf Elfenbein,
hrunlı Ya
(
ehe
AUNCAIRK
oval. Der nach links geneigte Kopf mit braunen Augen und reich gelocktem, gepudertem
Haar, durch das ein blaues Band geschlungen ist. Ausgeschnittenes weißes Kleid mit Spitzen-
besatz und blauen Bändern. Graublau gewölkter Hintergrund. Der breite Goldrahmen
mit einem blauemaillierten inneren Reif und einem äußeren Reif mit goldener Lorbeer-
ranke auf weißem Grund. Oben quergelegtes kleines Oval mit schmalem Lorbeerreif, darin
vorn braune, gitterförmig gelegte Haare, hinten blaues Email. Die Rückseite des Bildes
weist in der Mitte ein verglastes Oval auf, darin eine von goldener Schleife gefaßte braune
Locke; ringsum ein Kranz von Perlen, eine blauemaillierte Zone und ein Lorbeerreif auf
weißem Grund. Zwei Ketten vereinigen sich oben in einer blauemaillierten Glocke mit
Kettchen und Spiralbommeln. H. (ganz) 12,5 cm, Br. 5,8 cm.
Wahrscheinlich von George Engleheart (1750— 1829).
Tafel 81.
344 Miniatur eines Herrn in braunem Rock. Auf Elfenbein, oval. Hüftbild; der Kopf leicht nach
links gewendet. Bartloses Gesicht mit kräftiger Nase und dunklen Augen; das Haar ge-
pudert und leicht gelockt. Brauner Rock mit Goldknöpfen, gelbliche Weste und weißes
Jabot. Der Hintergrund blaugrau gewölkt. Die Fassung Bronze vergoldet; an den schmalen
Rahmen ein doppelt gedrehtes Tanzband gelegt. H. (mit Rahmen) 8 cm, Br. 6,8 cm.
Frankreich, um 1780; vielleicht von Louis Licardi (1746— 1825).
Tafel 82.
345 Miniatur einer jungen Frau mit Früchten. Auf Elfenbein, rechteckig. Kniestück. In wallendem
rotem Gewand, das die linke Brust freiläßt, steht die blondgelockte Frau neben einem Stein-
postament. Sie hat Äpfel in den Händen, die sie in den Fruchtkorb legt. Waldiger Hinter-
grund mit See. Unten bezeichnet Fr. Romanelli. — Schildpattrahmen mit kleinen ornamen-
tierten Silberleisten. H. (ohne Rahmen) 17,2 cm, Br. ı1,3 cm, mit Rahmen 23% 17,3 cm.
Von Fr. Romanelli (Daten unbekannt), Ende 18. Jahrh.
346 Miniatur einer jungen Dame mit Federboa. Auf Elfenbein, oval; Hüftbild, nach vorn blickend,
M)
map
der leicht geneigte Kopf mit schwarzem Haar, bedeckt von viereckiger, gemusterter Mütze.
Gelbrot changierendes Kleid mit tiefem Ausschnitt. Um die Schultern eine graue Federboa
gelegt. Die beringte Rechte erhoben, der Ellbogen auf einen blaubedeckten Tisch gestützt.
Graugrüner Hintergrund. In vergoldetem, ringsum von weißsilberner Akanthusborte ein-
gefaßtem, rechteckigem Silberrahmen. H. (ohne Rahmen) ır cm, Br. 8 cm; mit Rahmen
14,8% 12 cm.
Um 1830.
347 Miniatur einer jungen Frau mit Kind. Auf Elfenbein, oval. Die braungelockte Dame sitzt
auf einem grünbezogenen Stuhl. Sie trägt ein dunkelblaues, tief ausgeschnittenes Kleid
mit Agraffe am Oberärmel und Rose vor der Brust. Über dem linken Arm einen gestreiften
Schal. Sie umfängt mit beiden Armen einen blonden Knaben in weißem Hemd, der auf
ihren Schoß klettert und den Kopf zum Beschauer nach vorn wendet. Im Hintergrund ein
tiefroter Samtvorhang, der links einen grauen Pilaster und einen wolkigen Landschaftsaus-
schnitt freiläßt. — In vergoldetem Bronzerahmen. Unter dem Glas der Rückseite schwarzer
Stoff. H. (mit Rahmen) 12,5 cm, Br. 10 cm.
Um 1830.
348 Goldene Dose. Rechteckig, mit geschweiften Flächen. Auf dem Deckel getriebene Schäferszene
in Ruinenlandschaft; auf den Seiten gravierte Rocaillen und Blumen; unter dem Boden gra-
vierte Architektur in Rocaillerahmung. L. 6,7 cm, Br. 5,6 cm, H. 3 cm.
Frankreich (?), Mitte 18. Jahrh.
Proloccheuge ve
349 Goldene Dose mit geschnittenen Stahlauflagen. Rechteckig, die Kanten mit Wellenborten.
Auf allen Flächen aufgelegt sehr fein geschnittene und durchbrochene Stahlreliefs. Auf dem
Deckel Venus und Adonis in reichen Rocaillen, auf den übrigen Flächen Putto mit Hund,
Fan Tiere und Vögel in Landschaften. Der überall durchscheinende Goldgrund gepunzt und mit
luaıckat (landschaftlichen Andeutungen graviert. — Ohne Marken. L. 8 cm, Br. 6 cm, H. 3,8 cm.
Frankreich oder Deutschland, um 1750.
Tafel 80.
350 Goldemaildose, rechteckig. An den Ecken Säulen, an allen Kanten mäanderartige Goldborten
auf weißem Emailgrund. Auf allen Flächen ovale Emailbildchen; obenauf Tierverkäufer
und butternde Frau, unter dem Boden Knabe mit Gemüse, auf den vier Seiten Kinder, alle
in der Art Greuzes. In den Zwickeln goldene mit blauem Email gefüllte Bögen. Am
HalPipteı Lippenrand der Dose: „Tiron et Ducrollay Bij"‘ du Roy a Paris.“ — Marken: r. Pariser
Jahresbuchstabe y für Gold für 1762/63; 2. Pächterstempel des Jean Jacques Prevost
(1762/68). 3. Meistermarke des Jean-March Tiron, gen. Tiron de Manteuil (erwähnt 1748
X
/
Äonkera fe bis 178r) (vgl. Henry Nocq, Le Poingon de Paris, Bd. IV, S. 56—57). L. 6,7 cm, Br. 5 cm.
H. 3,8 cm.
Paris, 1762/63.
Tafel 81.
351 Schildpattdose mit Damenporträt. Die runde Dose und der Deckel aus blondem Schildpatt
mit mehrfarbiger Goldfassung und eingelegten Goldpiqu&-Mustern. Auf dem Deckel unter
Glas auf Elfenbein das Miniaturbildnis einer Dame. Sie sitzt auf rot bezogenem Sofa vor
/ einem Tischchen mit Mappe und Kreidestift und hält ein Blatt mit gezeichnetem Herren-
77 ziel, wporträt in der Rechten. Hellblaues Seidenkleid mit blauem Schultertuch; auf dem braunen
Lockenhaar ein beigefarbener Hut mit blauen Bändern. Dunkler Hintergrund. Rechts auf
gegittertem Postament eine Vase, auf deren Fußplatte die Signatur: HOYER. Durchm.
8 cm, H. 3,6 cm.
Von Cornelius Hoyer (* 1741 in Hammermölen, } 1804 inKopenhagen), dem „bedeutendsten
dänischen Miniaturmaler des 18. Jahrh.“ (Thieme-Becker).
Tafel 81.
73
Den a
Ust
Op: 3
nhilı
3556
352 Goldene Dose mit Miniaturmalereien. Oval, die Ränder mit verschlungenen Band- und Zweig-
friesen in zweifarbigem Reliefgold. Eingelegt unter Glas im Deckel und Boden zierlichste
Gouache-Miniaturen: Aufbruch zur Jagd mit Kutsche und Jagdfrühstück. Auf den ge-
bogenen Seitenflächen ebenso vier rechteckige Bildchen: Herren und Damen am Ufer, Meute,
Überfahrt über den Fluß, Reiter am Brunnen. Marken: 1. Pächterstempel des Jean Jacques
Prevost (1762/68); 2. Jahresbuchstabe D für 1767|68; 3- Meisterstempel mit J. B....
(nicht zu bestimmen); zwei weitere Marken. L. 7,4 cm, Br. 5,5 em, H. 3,4 cm.
Paris, 1767/68; die Miniaturen jedenfalls von Louis Nicolas Blarenberghe (1716— 1794).
Tafel 80.
353 Vernis-Martin-Dose in Goldfassung. Oval. Die Felder mit zarter Lackmalerei verziert: auf
dem Deckel junges Mädchen mit Amor auf dem Schoß, einen Brief lesend, daneben
schnäbelnde Tauben; auf dem Boden Liebesembleme und Tauben auf Wolken, auf der
Wandung Musikinstrumente. Die fassenden Goldränder fein mit Blumenranken graviert.
Das Innere mit Schildpatt gefüttert. Grünes Schlangenhaut-Etui. L. 9,3 cm, Br. 6,5 cm,
H. 4 cm.
Paris, um 1770.
Tafel 82.
354 Goldemaildose mit Miniaturporträt einer Dame. Die runde Dose mit guillochiertem, ge-
punktetem Boden und Seitenwandung. An den vier Rändern emaillierte Borten mit
grünen Blättern und roten Perlen zwischen weißen Reifen. Im Deckel unter Glas das Hüft-
bild einer jungen Frau in lilafarbenem Schnürleib mit weißen Ärmeln, auf der Lockenfrisur
weißes Häubchen. Dunkler, landschaftlicher Hintergrund. Am Außenrand der Dose ein-
graviert: „a Berenice Homberg, nee a Plimouth le 6 juillet 1769, m. le 10 Decembre 1797.“
Im Boden die Marke des Pariser Goldschmieds Joseph-Etienne Bleczy (Meister 1768, tätig
bis nach 1806; vgl. Henry Nocq, Le Poingon de Paris, Bd. I, S. 137) und zwei andere
Stempel. Durchm. 8,8 cm, H. 2,3 cm.
Die Miniatur von Peter Adolf Hall (1739—1793)-
Tafel 81.
olddose mit Miniaturporträt eines Herrn. Oval, mit gerauteten Flächen. Auf der Seiten-
wandung vier Rundmedaillons, darin in mehrfarbenem Gold kleine Schäfer- und Musik-
embleme; die Ränder mit kleinen Blattborten in grünem Gold. Im Deckel unter Glas das
Miniaturporträt eines Herrn mit Perücke und dunkellila Rock auf graugrünem Grund.
Goldschmiedemarken: Pariser Poingon de Charge des Pächters Jean Bapt. Fouache (1774
bis 1777) und verschiedene andere, nicht zu entziffernde Marken. L. 6,7 cm, Br. 5 cm,
El. 2,5 cm,
Paris, um 1775.
Tafel 82.
356 Goldene, mit Halbedelsteinen eingelegte Dose. Rechteckig; die Flächen bestehen aus ovalen
Reifen von braunem Bandachat, durch die von der Mitte aus nach außen breiter werdende
Bänder von rotem Achat gesteckt sind. Auf dem Deckel in der Mitte ein goldenes Oval
mit einem aus farbigen Steinen eingelegten Blumenbukett. An den Seitenkanten Treppen-
muster mit roten Steinen. L. 6,7 cm, Br. 4,8 cm, H. 3,4 cm.
Von Johann Christian Neuber in Dresden (1735— 1808).
Tafel 81.
74
357 Taschenuhr mit Goldemailgehäuse. Auf dem Rückdeckel Emailmalerei: Auffindung Moses’,
, ringsum reliefierte Ranke mit grünen Emailblättern und Perlen als Blüten. Das Werk
signiert: Berthond & Paris. Durchm. 4,8 cm.
N Paris, um 1775.
(UN Tafel 81.
358 Chätelaine mit Uhr aus stark vergoldeter Bronze mit Emailgrisaillen auf braunem Grund in
Medaillons, die von Lambrequins aus blauem, transluzidem Email umgeben sind. An einem
Haken mit breitem Vorderblatt vier Karabinerhaken an kleinen Kettengliedern. Daran
y zwei goldemaillierte Schlüssel (vgl. R’Nr. 5910). In der Mitte breites Band aus drei
Apr er, großen und acht kleinen Gliedern. Am Ende Karabinerhaken für die Uhr, die ein äußeres
- f. / Gehäuse hat, das der Chätelaine entsprechend dekoriert ist. Das eigentliche Uhrgehäuse aus
Stheuket « Gold. Das Werk bezeichnet „Robert Allam London No. 1638“. L. (insgesamt) 17,8 cm,
) in. =’ ‚Br. 5,5 cm.
Yslmw N.
/ Chätelaine: Frankreich, um 1770, Uhr: London, 1775/76. (Vgl. R? Nr. 7130, 7140, 7200.)
359 Kleine, runde Golddose mit Emailminiatur. Die Dose auf Deckel, Boden und Seitenwandung
zart graviert mit verflochtenen Bändern. Im Deckel eingelassen und in silbernem, mit
ed ‘ Steinen besetztem Rahmen das graugemalte Brustbild eines antiken Mannes auf blaugrauem
MÄRE f Grund. Mehrere Marken. Durchm. 4 cm, H. 2,2 cm.
7 Ay uErankreich, um 1780.
Tafel 8ı.
360 Goldemaildose in Eiform. Breitere Flächen mit dunkelblauem Email werden gerahmt von
einer Mittelzone und zwei Kappen aus Gold mit reliefierten und farbig emaillierten Blumen-
ranken. Am Rande des Deckels in weißem Email die Inschrift: Rien n’est trop bon bom ce
Fotıkı “vw g’on aime. — Stempel: Wahrscheinlich der des Pariser Goldschmiedes Pierre-Denis
k Chaumont (erwähnt von 1777— 1793). Vgl. Henry Nocq, Le Poingon de Paris, Bd. I,
Plusı ur S. 249; ein bekröntes X und ein verschlagener Stempel. H. 6,5 cm, Durchm. 4,6 cm.
Paris, um 1790.
Tafel 81.
361 Goldemaildose. Flach, rechteckig, mit abgeschrägten Kanten. Auf dem Deckel eine Eber-
jagd in Email auf hellblau guillochiertem Grund, die Seiten und der Boden mit violettem
n Email gefüllt. Die Ränder oben und unten zeigen einen zart reliefierten Rankenfries mit
7 da „ bunten Emailblüten und -blättern. Im Innern zweimal eingeschlagen ein B. L. 9,7 cm,
Br..5,5 cm,.El..1,3.Cm.
Frankreich oder Schweiz, Anfang 19. Jahrh.
Li
LauhWa Tafel 82.
362 Zwei Schildpattdosen mit Portätminiaturen. Die Dosen hochrechteckig mit Klappdeckel. Die
Goldfassung mit zartornamentierten Borten; an der vorderen Schmalseite ein Adler über
Pfeilbündel. Auf den Ecken des Deckels aufgelegte goldene Lorbeerkränze (einer etwas
W ,, defekt). In die Deckel eingelassen zwei achteckige, goldgerahmte Miniaturen:
a) Brustbild einer Dame in weißem, ausgeschnittenem Kleid, mit gelbem Schal und rot ge-
bundenem, blumenbesetztem Strohhut.
75
b) Brustbild eines Herrn mit grauer Perücke, blauem Rock und weißer Halsbinde. Blaues
Ordensband; kleiner Orden an rotem Band und der Ordre du Saint Esprit. Graublauer
Hintergrund. Beide Miniaturen bezeichnet: C. Henard ı800. H. 9 cm, Br. 7,5 cm,
IR assIcm-
Von C. H£nard, tätig in London (1785 und 1798/99) und Paris (1806— 1812).
Tafel 82.
363 Uhr und Spieldose, Goldemail. Die rechteckige goldene Dose dreigeteilt, mit drei Deckeln. Die
drei Deckelfelder mit perlbesetzten Bogenfeldern, darin emailliert in der Mitte ein Kinder-
paar, rechts und links Blumenvasen. Die Mittelfelder der Längsseiten mit Musikinstrumenten
bzw. Blumen in Email, das Mittelfeld des Bodens mit einem Paar. Alle übrigen Flächen
mit dunkelblauen und lilafarbenen Rauten. Der Mittelkasten leer, im linken eine Uhr
und ein kleines Emailbild, im rechten Kasten ein Spielwerk und mechanisch bewegte
Figuren (Musikanten und Springer) in vierfarbigem Goldrelief auf emailliertem Grund. —
Dabei ein alter und ein neuer Schlüssel. — Dreimal eine Marke: bekröntes M. L. 9,4 cm,
Br. 4,6 cm, H. 2,1 cm.
L. 9,4 cm, Br. 4,6 cm, H. 2,1 cm.
Genf, um 1825.
Tafel 82.
364 Schildpattdose mit Damenporträt. Die runde Dose und der Deckel aus blondem Schildpatt
mit zartornamentierter Goldfassung. Auf dem Deckel unter Glas auf Elfenbein das
Miniaturbildnis eines Harfe spielenden jungen Mädchens in gelbem Kleid und blauweißer
Spitzenhaube über dem blonden Lockenhaar. Durchm. 8,2 cm, H. 2,6 cm.
Frankreich, um 1800.
Tafel 82.
365 Goldemail-Anhänger mit Petschafl. In Form eines weißen Hundes mit grünem Halsband,
dessen Leib aus einer Barockperle besteht. Unter der Fußplatte achteckiger geschnittener
Bergkristall mit einem Amor und der Umschrift „Quand je renve tout bransle“. Baluster-
förmiger Anhänger mit zwei Perlen. H. 5,ı cm.
Deutschland oder Frankreich, ı8. Jahrh.
366 Stock mit goldenem, mit Halbedelsteinen eingelegtem Knauf. Der Knauf fast zylindrisch,
oben leicht gewölbt. Ober- und Unterkante des Knaufes mit einer eingelegten Ver-
gißmeinnichtborte; dazwischen drei von Perlen gefaßte Ovalfelder, in denen kleine bunte
Blumensträuße. Die Zwischenräume mit einem Gitter aus rotem Achat gefüllt. Auf der
Wölbung ein bunter Blumenstrauß; Borte aus Perlen und Achatsteinen. — Der Stock:
Malakkarohr mit Quaste. L. des Stockes gr cm; der Knauf H. 5,5 cm, Durchm. 3 cm.
Von Johann Christian Neuber in Dresden (1735— 1808).
Tafel 80.
367 Stock mit silbervergoldetem, steinbesetztem Knauf. Der Knauf mit drei reliefierten Halb-
figuren, deren Unterleib und Arme durch grüne Steine in Silberfassung angedeutet sind.
Dazwischen Ranken und Rocaillenmotive, ebenfalls mit grünen und roten Steinen besetzt.
Auf der Wölbung roter Mittelstein und Kranz von grünen Steinen. — Der Stock: Malakka-
rohr mit grüner Quaste. — Dabei schwarzes Lederetui. L. des Stockes 102 cm; der Knauf
H. 6,8 cm, Durchm. 3,8 cm.
Deutschland, um 1760.
Tafel 80.
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368 Miniaturrahmen in Form eines Anhängers aus Gold. Den ovalen Bildausschnitt faßt auf der
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einen Seite ein Blattfries, auf der anderen ein ähnlicher aus blauem transluzidem Email ein.
Um den Rand läuft ein Tau aus Perlen und gedrehtem Golddraht. Innen auf einem Haar-
geflecht die Chiffre MLPS aus graviertem Goldblech geschnitten. Die andere Seite leer.
H. 8,5 cm, Br. 7 cm.
Ende 18. Jahrh.
369 Dose, Email auf Kupfer. Rechteckig, mit geschweiften Seitenflächen. Auf weißem Grund auf dem
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Dauert. s%
Deckel, dem Boden und den langen Seiten farbige Watteau-Szenen in goldener Umrahmung
aus Rankenwerk und Blumen. Auf den kurzen Seiten Kinderszenen in Blau. Innen im
Deckel Gebirgslandschaft in Purpurcamieu. Im Innern des Dosenkörpers goldene Blumen-
ranken. Vergoldete Kupferfassung. H. 3 cm, Br. 8,7 cm, T. 7 cm.
Deutschland, um 1740.
370 Dose, Email auf Kupfer. Runde Form mit sechs Graten in vergoldetem Bandgeflechtmuster.
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A
Auf rosa und rotem Mosaikgrund abwechselnd Blumen und Medaillons mit Figuren in
Landschaft. Letztere fallen auf dem Klappdeckel weg. Im Innern des Deckels Blumen-
strauß. Silberne Fassung. Stempel auf der Fassung: Paris 1779/80. (Vgl. R 3 Nr. 6408 und
Nr. 6513.) Durchm. 6,5 cm, H. 4,5 cm.
Bilston, 2. Hälfte 18. Jahrh.
371 Kleine Dose, Email auf Kupfer, Schachtelform mit abgerundetem Klappdeckel. Auf blau und
rot gemustertem Grund von vergoldeten Reliefrocaillen eingefaßte Reserven mit bunten
Blumensträußen. Kupferfassung. H. 6 cm, Br. 3,2 cm.
Bilston, Mitte 18. Jahrh.
372 Flakon, Email auf Kupfer mit Reliefdekor, farbig bemalt und vergoldet in Form einer
bauchigen Flasche. Kleine Blumen in Rocaillenumrahmung. Vergoldete Kupfermontierung.
H. 7,8 cm.
Bilston, Mitte 18. Jahrh.
373 Flakon, Email auf Gold in Form einer flachen Vase von bewegtem Umriß. Die Wandung
1a EN (AZy
durch Rocaillen in Felder geteilt, die mit Email transluzide und mit Blumen gefüllt sind.
Im Boden eingelassener Karneol mit geschnittenem Männerkopf mit Helm. H. 6,1 cm,
Br. 3,2 cm.
England, um 1760.
374 Flakon in Vasenform aus Blutjaspis in reicher, goldener Fassung aus polierten Rocaillen und
FPlkaı
1
matten Blumen, die Fuß, Kanten, Schulter und Hals des Flakons bedecken. Als Stöpsel
dient ein Vogel in bunter Emaille. H. 6,6 cm.
England, um 1750.
Tawmfivg
375 Flakon mit Uhr, Email auf Kupfer. Auf gelbem Grund von farbigen Rocaillen umrahmt
/ 7, Ko,
VARTA
Reserven, die einmal ein Mädchen, das ein Kaninchen an sich drückt, zeigen, das andere
Mal Bauern beim Blinde-Kuh-Spielen. Die Fassung, bestehend aus Bodenplatte, Hals und
Stöpsel, aus Gold. Im Stöpsel eingelassen kleine Uhr, bezeichnet „W. Plughes, London“.
Auf der Rückseite Kranz aus blauen transluziden Blumen, darin eingelassenes Emailbrust-
bild einer Dame als Schäferin. H. 9,7 cm, Br. 3,6 cm.
England (?), Mitte 18. Jahrh.
LE
376 Flakon aus blau-weißem Steinzeug, kreisrunde flache Form. Auf beiden Seiten in einem Kranz
spitzer Blätter Reliefdarstellungen antikischer Szenen. Auf der Dickung Entrelacs-Borte.
Verschraubung aus vergoldetem Silber. H. 7 cm.
d
ZURDAIEG Josiah Wedgwood, um 1790.
Cl
4
mit bunten Farben und Gold bemalt. Flache, schmale Form.
377 Flakon aus facettiertem Milchglas, le
e auf phantastischen Instrumenten musizierend.
Vorn ein älterer und ein jüngerer Chines
Auf der Rückseite Ruine, die zu einer Pagode umgestaltet ist, an einem Gewässer. Goldene,
godronnierte Verschraubung. H. 8,7 cm, Br. 3,5 cm.
England, Mitte ı8. Jahrh.
378 Fläschchen in gesticktem Beutel. Das Fläschchen flach tropfenförmig aus violettem Glas mit
Facettschliff und silberner Fassung mit Verschraubung. Im Innern kleiner Pinsel. Dazu
passendes Beutelchen aus lila Seide mit Chenille und Goldfäden gestickt, auf der einen
Seite das Heilige Herz Jesu, auf der andern das Lamm mit dem siebenmal versiegelten Buch.
L. (des Fläschchens) 8 cm, Br. 4,2 cm.
ı8. Jahrh.
379 Kanonenmodell. Kupfer, graviert, und vergoldete Bronze. Die Lafette, die in einem Kasten
endigt, aus graviertem Kupfer, Räder, Lauf, Putzer und Hellebarde aus vergoldeter Bronze.
Verschiedene Armaturen aus Eisen geschnitten. L. 11,4 cm, H. 4,5 cm.
a Yacı it £L Nürnberg, Ende 16. Jahrh.
7
380 Kanonenmodell aus vergoldeter Bronze. Die in einem Kasten endigende Lafette graviert.
Verschiedene Armaturen aus Eisen geschnitten. L. ıı cm, H. 4,1 cm.
2 Nürnberg, Ende 16. Jahrh.
OU
381 Kanonenmodell aus vergoldeter Bronze. Die in einem Kasten endigende Lafette graviert.
Die Räder und verschiedene Armaturen aus Eisen geschnitten. L. 10,6 cm, H. 3,7 cm.
A Nürnberg, Ende 16. Jahrh.
cr
382 Petschafl, aus grauer Lava geschnitten. Auf einem balusterförmigen Sockel mit Akanthus-
blättern die Büste Tassos mit Lorbeerkranz. H. 9,5 cm.
Do. Italien, Anfang 19. Jahrh.
RAM
383 Nußknacker. Buchsbaum, geschnitzt. Oberer Teil in Form einer Amme, die ein Kind säugt.
Am Griff Kurven und Culots. H. 25,5 cm.
’ Frankreich, um 1720.
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XI.
PACHER
Nr. 384 — 401
384 Fächer mit Zauberkunststück. Das Gestell aus Elfenbein geschnitzt, bemalt und vergoldet.
Rocaillen und Medaillons mit Blumen und Instrumenten. Auf der Fahne eine Treillage,
2 N der eine Dame sitzt, der ein junger Mann ein Zauberkunststück vorführt, drei weitere
UyrVekr&X Damen sehen zu. Auf der Rückseite kleine Landschaftsvignette. Radius 27 cm.
2)
0% ol Frankreich, um 1760.
/
385 Fächer mit dem Altar Amors. Gestell aus Perlmutter geschnitzt, vergoldet und versilbert.
Medaillons mit Putten, Blumen, Vasen und Festons. Die Deckstreben am oberen Ende aus
t Elfenbein, das mit facettierten Stahlnägeln verziert ist. Die Fahne auf der Vorderseite mit
N F mehreren Schäferpaaren bemalt. In der Mitte hält ein junger Mann das bekränzte Bild
Praumofecpmors, zu dem ein Mädchen von einem Putto geführt wird. Auf der Rückseite ein
schlafendes und ein kranzbindendes Mädchen in einer Landschaft. Eine Strebe gebrochen.
Radius 25,5 cm.
P Frankreich, um 1760.
386 Fächer mit Diana. Gestell aus geschnitztem Perlmutter mit Gartenarchitektur, Tieren,
Blumen und Früchten bemalt. Auf der Fahne aus Vogelpergament in einer Landschaft
Diana als Jägerin, von Nymphen begleitet, auf der Rast. Auf der Rückseite in Blumen-
, „7 , „umrahmung drei Figuren (Latona, Apollo, Diana [?]) in einer Landschaft. Beschädigung
“9° an den Stäben rechts außen. Radius 28,5 cm.
A, N N
Jaaırdl Frankreich, um 1750.
,
2 olıaklf
387 Fächer. Das chinesische Gestell aus Perlmutter mit Päonien in Vierpaßfeldern geschnitzt und
vergoldet. Auf den Außenstegen die durchbrochene Schnitzerei rot unterlegt. Auf der
g8 ‚ . Fahne aus Vogelpergament Gärtnerpaar und Kinder in einem Garten. Auf der Rückseite
/ £ R i
/MAeUAIFErr SG] menbindendes Mädchen unter einem Baum. Radius ca. 28 cm.
fr ; NaLı vChina und Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
388 Fächer mit Bocciaspielern. Aus dünnen Elfenbeinplättchen mit Lackfarbe bemalt. In einer
Landschaft sehen zwei Damen einem Boccia spielenden Bauernpaar zu. Auf der Rück-
seite Flußlandschaft mit Schwänen. Der innere Teil des Sektors sowie die äußeren Streben
mit Chinoiserien bemalt. Radius 20 cm.
Frankreich, Anfang 18. Jahrh.
79
Aus dünnen Elfenbeinplättchen mit Lackfarben bemalt.
r Höllenschlund auftut, entführt Pluto auf einem
linnen am Boden kniend. Auf
389 Fächer mit Raub der Proserpina.
In einer Landschaft, in der sich rechts de
Wagen, den Amor lenkt, Proserpina, links entsetzte Gespie
der Rückseite Landschaft mit Burg. Umrahmung: Chinoiserien. Radius 21 cm.
Frankreich, Anfang 18. Jahrh.
SUN AA
390 Fächer mit Moses. Das Gestell Elfenbein durchbrochen, geschnitzt, bemalt und vergoldet,
mit Rocaillen, Voluten, Putten, Blumen und Tieren. Auf der Fahne aus Vogelpergament
vorn Flußlandschaft, in der die Tochter des Pharao Moses aus dem Wasser ziehen läßt.
WE, Rechts hinter einem Busch die Mutter, links die Schwester mit einem Körbchen. Auf der
/A Am Rückseite Blumenstrauß. Radius 29 cm.
Frankreich, um 1730.
391 Fächer mit Landschaften. Das Gestell aus Perlmutter geschnitzt, farbig bemalt und
em Schwan, Putten und Kinder in reicher Rocaille-
A quatre couleurs vergoldet. Leda mit d
Die Fahne aus Vogelpergament zeigt auf einem
umrahmung mit Blumen und Vögeln.
IR ma Grunde, der ostasiatischen Brokat nachahmt, acht verschieden große Felder von lebhaftem
1 Umriß mit Landschaften und Seestücken mit Figuren. Auf der Rückseite in einer Land-
Htiohtın schaft Kinder beim Spiel. Radius 30 cm.
Frankreich, um 1750.
Tafel 86.
392 Fächer mit Kleopatra. Das Gestell aus Perlmutter geschnitzt und & quatre couleurs vergoldet.
In reicher Rocailleumrahmung mit Putten der Auszug eines Kriegers ins Feld. Auf der
Fahne aus Vogelpergament große vielfigurige Szene; Kleopatra empfängt Antonius. Auf
der Rückseite eine antikisch gekleidete Dame vor einer Säulenarchitektur sitzend, bekommt
/ von einem jungen Mann einen Brief. Rechts zwei Dienerinnen, links Amor einen Pfeil
aus dem Köcher ziehend. Radius 29,5 cm.
Frankreich, um 1740.
Tafel 86.
393 Fächer mit Hochzeit. Gestell aus Perlmutter geschnitzt mit Goldauflagen & quatre couleurs.
Antikische Hochzeitsszene, Nymphen, Putten und Vasen. Auf der Fahne aus Vogel-
pergament vielfigurige Szene einer Hochzeit in einer Kolonnade. Auf der Rückseite
Schäferpaar. Radius ca. 28 cm.
7 ä ! en?
MAMUNHE 2
AUFERT Frankreich, um 1760.
394 Fächer mit Obsternte. Das Gestell aus Perlmutter geschnitzt mit verschiedenfarbigen Gold-
auflagen in Rocailleumrahmung. Die Fahne aus Vogelpergament zeigt in einer Umrah-
mung aus farbiger Rocaille mehrere Schäferpaare sowie Frauen und Kinder bei der Apfel-
( K und Birnenernte. Auf der Rückseite ein Paar in einer Landschaft. Radius 27 cm.
’
verher Frankreich, um 1750.
395 Fächer mit Don Quichote. Das Gestell Elfenbein geschnitzt mit eingelegten Kreisen aus Perl-
mutter und Vergoldung. Auf der Vorderseite der Fahne Don Quichote auf der Wild-
schweinjagd. Auf der Rückseite ein Paar im Garten an einem Tisch sitzend, den eine
sleclwst Dienerin deckt. Radius 29,5 cm.
Upg Frankreich, um 1730.
3
v
396 Fächer mit Doppelfahne. Das Gestell Elfenbein geschnitzt und bunt bemalt. Jagdszene,
Tiere und Blumen in Rocailleumrahmung. Auf der oberen Fahne Schäferszene in einer
Landschaft von zwei kleinen en camaieu gemalten Szenen begleitet. Auf der Rückseite
\ Landschaft. Die untere Fahne ähnlich bemalt in gleicher Aufteilung. Radius 26,5 cm.
“ılın bastenge, Frankreich, um 1740.
Mandns‘ Ehuausree 34
{ 397 Fächer mit Vogelnest. Das Gestell aus Schildpatt geschnitzt mit Vergoldung & quatre
couleurs. Frauen und Putten in Rocailleumrahmung. Auf der Fahne Landschaft mit
Y), Schäfern und Kindern. In der Mitte eine Dame unter einem Baum, der ein Herr ein
N vo Vogelnest bringt. Rückseite Landschaft mit Mädchen. Radius 27 cm.
KauudloomngFrankreich, um 1750.
N
m
Rn
398 Fächer mit Amor als Mundschenk. Das Gestell aus Perlmutter geschnitzt mit Gold- und
Silberauflagen. Musizierende Paare in Rocailleumrahmung. Auf der Fahne aus Vogel-
pergament ein Paar im Garten tafelnd, wobei Amor den Wein einschenkt. Auf der Rück-
seite Schäferpaar in Landschaft. Radius 26,5 cm.
Frankreich, um 1750.
Yn
umma
\ Du A U
399 Fächer mit Amor und Uhr. Das Gestell Perlmutter geschnitzt mit Vergoldung & quatre
couleurs. Putten und tanzende Paare in Rocailleumrahmung. Auf der Fahne Landschaft
n mit Schäferpaaren und Amor unter einem Baum, an dem eine Uhr hängt, auf die ein
Hulfholı Putto zeigt. Die Umrahmung ahmt chinesischen Brokat nach. Auf der Rückseite Schäfer-
/ ‚paar mit Vogelbauer. Radius 27 cm.
G,
Auffgwiy Frankreich, um 1750.
400 Fächer mit Schäferszene. Das Gestell Perlmutter geschnitzt mit Vergoldung & quatre
couleurs. Vasen, Blumen und Figuren. Die Fahne Papier, bemalt. Vorn Gartenlandschaft
mit einem Herrn, der einer sitzenden Dame eine Blumenranke bringt, wobei Putten
Ina log assistieren. Am Rande rechts ein Schäfer, links eine Schäferin. Auf der Rückseite eine
ER Landschaft mit einem Schäfer, der einer Schäferin in der Ferne winkt. Radius 28 cm.
Ak Atı DV
MER Frankreich, um 1760.
4or Fächer. Das Gestell aus Perlmutter geschnitzt mit Gold- und Silberauflagen. Herr und
Dame in Rocailleumrahmung. Auf der Fahne aus Vogelpergament auf grüngeblümtem
Grund drei Felder mit Schäfern in Landschaften. Auf der Rückseite Dame, an einem
4 Baum sitzend, vor einem See. Radius 27 cm.
b (79 Oro90% Frankreich, um 1750.
81
zen En de Zu & was
XIV.
KILSSEN
Nr. 402 — 441
402 Zwei Stücke einer Bordüre, in Wolle und Seide gewirkt. Helle Töne des Gelb, Blau, Rot
und Grün auf weißem Grund. Beschlag- und Rollwerk von Blumen, Vögeln, Putten und
Karyatiden belebt. Die Mitte des oberen Streifens durch ein ovales Feld mit Amor, die
liegendes Oval mit Prometheus, die Viertel durch große sitzende
des unteren durch ein
), Br. 390 cm; b) H. 46 cm, Br. 300 cm.
Y Frauengestalten betont. a) H. 5o cm (bzw. 64 cm
\ nr aan Brüssel, Mitte 16. Jahrh.
/ (Vgl. Goebel I, 2 Nr. 86, 152 und 157.)
Tafel ıro.
403 Streifen, in Wolle und Seide gewirkt. Auf dunkelblauem Grund in Gelb, Weiß, Grün und
Rot Grotesken, Früchtesträuße mit darauf sitzenden Vögeln und Blumensträuße in Vasen
Bi in mehrfacher Wiederholung. Teil eines großen Stückes. Die Figur an der rechten Kante
el hält ein Stück Volute, das zu einem Wappen oder dergl. gehört. Kleine Stellen
ur restauriert, umstochene Seitenkante. H. 20 cm, Br. ı55 cm.
7
da Hpazının. Niederlande, Anfang 17. Jahrh.
404 Kissen mit Christkind. Die Platte aus Wolle und Metallfäden gewirkt. Auf rotem Grunde
von einer Blumenranke umgeben die Marterwerkzeuge. Davor liegt in einem Körbchen
das Christkind, das eine kniende Nonne anbetet. Die Lücken zwischen den dargestellten
Gegenständen sind durch Blumen ausgefüllt. H. 44 cm, Br. 44 cm.
Südwestdeutschland, datiert 1600.
Tafel 88.
Imyorciaceı
405 Wappenkissen. Die Platte aus brauner, gelber, rosa, grüner und schwarzer Wolle und Seide
gewirkt. Auf dunkelbraunem Grunde mit großen Blumen halten zwei Löwen einen mit
Lorbeer gerahmten ovalen Schild, auf dem auf hellbraunem Grund zwei Wappen liegen.
C 1, A Unterhalb des linken Wappens eine Wirkermarke. H. 52 cm, Br. 53 cm.
TrozıUNAf Norddeutschland, Anfang 17. Jahrh.
N Tafel 87.
406 Wappenkissen. Die Platte aus blauer, roter, gelber, grüner und weißer Wolle und Seide
gewirkt. Auf dunkelblauem Grund die Wappen der Averberg und der Gevekote, umgeben
; von einem Kranz aus Lorbeer, Blumen und Früchten, in den Eckzwickeln Blumenzweige.
Yan (er H. 61 cm, Br. 57 cm.
y ! / Westfalen, datiert 1620.
Ar oamD » "Tafel 88.
82
407 Wappenkissen. Die Platte aus blauer, roter, gelber, grüner und weißer Wolle und Seide
gewirkt. Auf dunkelblauem Grunde die Wappen der Averberg und der Gevekote, umgeben
von einem Kranz aus Lorbeer, Blumen und Früchten, in den Eckzwickeln Blumenzweige.
Restauriert. H. 61 cm, Br. 57 cm.
Westfalen, datiert 1620.
mn J /
MURE Wm , Tafel 88.
9,
vr or
408 Wappenkissen. Aus blauer, weißer, roter, gelber und grüner Wolle gewirkt. Auf dunkel-
und hellblau in der Art eines Damastgewebes gemustertem Grunde liegen die Wappen
Yu ohth der Frievendt und der Widtfeld. H. 62 cm, Br. 59 cm.
V , ı Norddeutschland, um 1600.
UUMDMUW Tafel 88.
409 Kissen mit Jüngling. Die Platte in gelber, grüner, roter und blauer Wolle und Seide gewirkt.
Um das runde Mittelfeld, das einen an einem Baumstumpf knienden Jüngling zeigt, ein
Kranz aus Tulpen, Rosen und anderen Blumen. Verschiedene Reparaturen. H. 52cm,
1 Br. 55 cm.
(n Molker Hamburg, um 165c.
(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)
)) 7%
Insel
410 Kissenplatte, in Wolle und Seide gewirkt. Ein Kranz von roten und weißen Tulpen und
Rosen mit grünem Blattwerk auf dunkelblauem Grund faßt das runde Mittelstück ein,
das eine Königin in goldbraunem Kleid unter einem blauen Baldachin zeigt. Vor der
Königin liegt ein toter Mann. Eine danebenstehende Frau in rotem Kleid ersticht sich.
Ar Im Hintergrund Architektur. Oberer und unterer Rand ergänzt. H. s2 cm, Br. 58 cm.
Hamburg, um 1660.
(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)
4ıı Kissen mit Christus, die Kinder segnend. Die Platte aus Wolle und Seide gewirkt. Um das
runde Mittelfeld, das Christus, die Kinder segnend, und viele Nebenfiguren zeigt, das vor-
nehmlich in blauen, roten und gelben Tönen mit weißer und gelber Höhung gehalten ist,
Vrvof,t { schlingt sich ein Kranz aus naturalistisch behandelten Rosen und Tulpen auf dunkelblauem
, Grund. Ränder restauriert. H. 53 cm, Br. 57 cm.
“ya 1104 Hamburg, um 1660.
(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)
412 Kissenplatte mit Hl. drei Königen, in blauer, gelber, grüner, brauner, weißer und rosa Wolle
und Seide gewirkt. In einem Kranze aus großen Tulpen, Rosen und Nelken auf dunkel-
) "blauem Grund das runde Mittelfeld mit der Darstellung der Anbetung der Hl. drei
Nohtthıluue;Könige. Stark restauriert, Ränder erneuert. H. 54 cm, Br. 57 cm.
Hamburg, um 1660.
(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)
413 Kissen mit Salbung Davids. Die Platte in Wolle und Seide gewirkt. Um das runde Mittel-
feld in vorwiegend blauen und rotbraunen Tönen mit gelben und weißen Lichtern, das
die Salbung Davids durch Samuel zeigt, schlingt sich ein Kranz aus purpurrosa und
Tim kupferfarbenen Blumen mit grünen Blättern und blauen Schleifen. Kissenrückseite
hr broschierter Damast. H. 53 cm, Br. 56 cm.
Ih ji U, ‚„ Hamburg, um 1660.
UT mx Bl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)
gen
Tr ee
a
Die Platte aus Wolle und Seide gewirkt. Um das runde
hristus und einem Krieger (Hauptmann von Kaper-
grünen Tönen mit hellen Lichtern zeigt, schlingt
Ipen auf dunkelblauem Grund.
414 Kissen mit Christus und Krieger.
Mittelfeld, das eine Szene zwischen C
naum?) in vorwiegend roten, blauen und
sich ein Kranz aus naturalistisch gebildeten Rosen und Tu
Die Figuren z. T. dunkel konturiert. Mehrere Ausbesserungen. H. 53 cm, Br. 57 cm.
om ykeuıv Hamburg, um 1660.
(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)
415 Kissen mit Königin von Saba. Die Platte in gelber, rosa, grüner und weißer Wolle und Seide
gewirkt, die Zeichnung schwarz konturiert. Die Königin von Saba kniet vor dem
stehenden König Salomo, neben dem ein Knappe das Pferd hält. Im Hintergrunde Gefolge
und Landschaft. Die rahmende Borte modern. H. 37 cm, Br. 37 cm.
j Hamburg, um 1655.
u: (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 95 c.)
416 Kissen mit Königin von Saba. Die Platte in gelber, rosa, blauer, grüner und weißer Wolle
und Seide gewirkt. Im quadratischen Mittelfeld, das von einer Borte aus Blumenvasen,
Blumen und Blumengirlanden eingefaßt wird, kniet die Königin von Saba vor dem
stehenden Salomo, im Hintergrunde Gefolge, Pferde und Landschaft. Kleine Stellen
, ‚ restauriert. H. 54 cm, Br. 52 cm.
Madorgnr
Hamburg, um 1610.
(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 98 a.)
417 Kissen mit Königin von Saba. Die Platte in roter, blauer, grüner, gelber und weißer Wolle
und Seide gewirkt. Im quadratischen Mittelfeld, das von großen Rosen, Tulpen und
Nelken, die aus einer Vase aufwachsen, eingefaßt wird, die Königin von Saba vor Salomo,
der auf einem Schimmel reitet. Im Hintergrund Landschaft. H. 52 cm, Br. 53 cm.
22
OD
% rare t Hamburg
£ g, um 1615.
/ 2 BR (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 96 a und Nr. 98 a.)
nrrTpve
& Tafel 88.
418 Kissen mit Königin von Saba. Die Platte in roter, blauer, grüner, gelber und weißer Wolle
und Seide gewirkt. Im quadratischen Mittelfeld, das von einer Borte aus großen Tulpen,
\ Rosen und Nelken eingefaßt ist, in einer Landschaft die Königin von Saba vor dem auf
Do: ham einem Pferd reitenden König Salomo. H. 52 cm, Br. 57 cm.
Hamburg, um 1610.
(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 98 a.)
Tafel 88.
419 Kissen mit Königin von Saba. Die Platte in roter, blauer, grüner, gelber und weißer Wolle
und Seide gewirkt. Im quadratischen Mittelfeld, das von einer Borte aus großen Tulpen,
Rosen und Nelken eingefaßt ist, in einer Landschaft die Königin von Saba vor dem auf
Vet einem Pferd reitenden König Salomo. H. 52 cm, Br. 57 cm.
{
y J J Hamburg, um 1610.
Aanı ollo- Mar (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 98 a.)
420 Kissenplatte mit Simson, gewirkt in blauer, grüner, gelber, roter, schwarzer und weißer
Wolle und Seide. Im quadratischen, von Fruchtgirlanden eingefaßten Mittelfeld halten
zwei Engel mit Palmenzweigen auf einem Hintergrund von Rosen, Tulpen und kleinen
Blumen ein rundes Feld mit der Darstellung des Simson mit dem Löwen. Mehrere Stellen
2 3 abgenutzt, restauriert. H. 54cm, Br. 54 cm.
Wonchsuner Niedersach
Niedersachsen, um 1620.
(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 86 b.)
421 Kissenplatte mit Engeln, gewirkt in gelber, brauner, rosa, hellblauer, grüner, roter und
weißer Wolle und Seide. Im quadratischen Mittelfeld, das von einer streng stilisierten
Blumenborte eingefaßt ist, stehen zwei Engel mit Palmenzweigen auf einem Grunde von
Blumen. Der braune Grund ergänzt. H. 55 cm, Br. 57 em.
A, a4, Scleswig-Holstein (?), um 1615.
(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 98 c.)
422 Kissen mit Paar. Die Platte in roter, grauer, grüner, weißer und schwarzer Wolle gewirkt.
Rundes, von einem Blumenkranz gerahmtes Mittelfeld, darin ein stehendes Paar. In den
Eckzwickeln Blumen, Einhörner und Vögel auf schwarzem Grund. H. 5ocm, Br. 47 cm.
Schleswig-Holstein, um 1680.
Mask fh (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 100a und ıo1 d.)
Tafel 88.
423 Kissen mit Schäferpaar. Die Platte in Seide und Wolle gewirkt. Im runden Mittelfeld in
Landschaft Herr und Dame als Schäfer gekleidet, zwischen ihnen Amor. Als Umrahmung
Kranz aus Rosen, Tulpen, Nelken, Türkenbund usw. auf schwarzem Grund. Die
n) Figuren und Blumen in hellen Tönen des Gelb, Rot und Grün mit reichlicher Weißhöhung.
Wascı a, F- 56 cm, Br. 56 cm.
Niedersachsen (Hamburg?), um 1680.
Tafel 88.
424 Kissen mit Brautpaar. Die Platte in Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt. Im quadra-
tischen Mittelfeld reicht eine Dame einem Herrn mit Federhut und Schaftstiefeln eine
Rose. Zwischen beiden Amor und die Buchstaben AMP. Als Umrahmung Bordüre aus
Tulpen und Sternblumen, die aus Vasen hervorwachsen. Blumen und Figuren in Gelb,
u Rosa, Weiß und etwas Blau und Grün auf goldbraunem Grund. Als Kissenrückseite
Akon broschierter Seidenstoff des 18. Jahrh. Restauriert. H. so cm, Br. 55 cm.
Niedersachsen, datiert 165(o).
425 Kissen mit Pfau. Die Platte aus Wolle und Seide gewirkt. Auf gelbem Fond in hellen
Tönen des Grün, Rot und Blau Voluten, Blumen, Ranken und Behangwerk, in das eine
Girlande gehängt ist, auf der ein Pfau sitzt. Kleine Stellen restauriert. H. 53 cm,
Br. 46 cm.
Niederdeutsch, 2. Hälfte 17. Jahrh.
An (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 100 d.)
Tafel 87.
85
Die Platte aus Wolle und Seide gewirkt. Auf gelbem Fond in hellen
"Tönen des Grün, Rot und Blau Voluten, Rankenwerk und Blumen, in das eine Girlande
pagei sitzt. Ausgebessert, rechts und links moderne Kanten
broschierter Seidenstoff des 18. Jahrh. H. 52 cm, Br. 45 cm.
426 Kissen mit Papagei.
gehängt ist, auf der ein Pa
angesetzt. Die Kissenrückseite
L R
A fehl Niederdeutsch, 2. Hälfte 17. Jahrh.
(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 100 d.)
Tafel 87.
427 Kissen mit Einhorn. Die Platte aus Wolle und Seide gewirkt. Auf schwarzem Grund rote
"Tulpen und grüne Blätter, darin graues Einhorn. Stark restauriert. H. 45 cm, Br. 56 cm.
m®) Niedersachsen, 2. Hälfte 17. Jahrh.
Frau ole Mkerdigatel 87.
brauner, rosa und weißer Wolle und Seide
m naturalistisch behandelten Kranz aus
lung des Jonas, der vom Fisch ans Land
428 Kissenplatte mit Jonas, in blauer, gelber, grüner,
gewirkt. Im runden Mittelfeld, das von eine!
N ; Rosen und Tulpen eingefaßt wird, die Darstel
al eL, gespien wird. H. 54 cm, Br. 55 cm.
Ne m ol Nun Niederlande, um 1660.
“vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)
j it Hl. drei Königen. Die Platte in Wolle und Seide gewirkt. Im runden Mittel-
429 Kissen mi
feld, das von einem Kranz aus roten Rosen und grünem Blattwerk auf dunkelblauem
Grund umgeben ist, die Anbetung der HI. drei Könige in gelben, blauen und roten
Tönen mit hellen Lichtern. Ränder ergänzt, Grund ausgebessert. H. 53 cm, Br. 55 cm.
Niederlande, um 1660.
(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)
Tafel 87.
430 Kissen mit Flucht nach Ägypten. Die Platte in Wolle und Seide gewirkt. Im runden, von
einem Blumenkranz aus roten Blüten und grünen Blättern umgebenen Mittelfeld die Flucht
2. nach Ägypten in Rot, Blau, Gelb und Grün mit hellen Lichtern. H. 54 cm, Br. 58 cm.
rel Aatı Ke9_ Niederlande, um 1660.
Mari Tafel 87.
(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)
431 Kissen mit Anbetung der Hirten. Die Platte in Wolle und Seide gewirkt. Um das runde
Mittelfeld, das die Anbetung der Hirten in vorwiegend hellen Tönen des Gelb, Rot, Blau
wer. mit weißen Höhungen auf rotbraunem Grund zeigt, Rahmen aus Rollwerk und großen
al obıreks ‚ Blumen. H. 52 cm, Br. so cm. ;
Niederlande, um 1660.
egern
} ) Tafel 87.
/
432 Kissenplatte mit Melchisedek, in blauer, gelber, grüner, roter, weißer und rosa Wolle und
Seide gewirkt. Im runden Mittelfeld, das von einem naturalistisch behandelten Blumen-
a kranz auf dunkelblauem Grund eingefaßt wird, Abraham in Kriegertracht vor Melchisedek.
Irnelset) Im Hintergrunde eine Hütte, Bäume und mehrere Assistenzpersonen. H. 55 cm, Br. 60 cm.
W 7% Niederlande, um 1670.
VURE, (Vgl. Goebel III, 2 Nr. 99 a.)
433 Kissen mit Tobias. Die Platte in Wolle und Seide gewirkt. In einer Flußlandschaft mit
einem Wald eine Brücke und ein Dorf, vorn der junge Tobias, der den Fisch fängt.
Neben ihm der Engel und das Hündchen. Die Darstellung ist in vorwiegend hellen
Tönen des Blau, Rot, Gelb und Grün gehalten. Die rahmende Borte durch moderne Zu-
tat verbreitert. H. sıcm, Br. 52cm.
Yaldralı Flandern, Mitte 17. Jahrh.
Tafel 87.
434 Kissen mit Heimkehr des Tobias. Die Platte in Wolle und Seide gewirkt. Vorn links der
junge Tobias mit dem Engel. Weiter zurück die Hütte, aus der der blinde Vater und
die Mutter heraustreten, während Tobias und der Engel von rechts herankommen. Bäume
und etwas Landschaft. Die Darstellung ist in vorwiegend hellen Tönen des Blau, Rot,
h Gelb und Grün gehalten. Die Kissenrückseite broschierter Seidenstoff des späten
Ko 18. Jahrh. H. 53 cm, Br. 54 cm.
Flandern, Mitte 17. Jahrh.
Tafel 87.
435 Kissen. Die Platte in vorwiegend gebrochenen Tönen des Grün, Gelb, Rot, Braun und
Weiß in Wolle und Seide gewirkt. Großer Strauß aus Rosen, Tulpen und anderen
Blumen in einer Glasvase auf rotbraunem Grund. Wahrscheinlich aus dem Teil einer
Bordüre gemacht. Restauriert. H. 56. cm, Br. 43 cm.
R np j£ s
Y Wil l Brüssel, um 1700.
436 Kissenplatte oder Rücklaken mit der Geschichte der Susanna, aus Seide, Wolle und Metall-
fäden gewirkt, in vorwiegend hellem Gelb, Blau, Rosa und Weiß. Das querrechteckige
Mittelfeld wird von einer Bordüre aus Karyatiden und Blumengirlanden eingefaßt. Es
zeigt unter drei von Säulen getragenen Bögen die Geschichte der Susanna. Im ersten Feld
7, > Susanna mit zwei Mägden, im zweiten die Überraschung durch die beiden Greise, im
OR FLORZOR dritten die Verhandlung vor dem Richter. H. 5ı cm, Br. 102 cm.
v Sheldon, Francis Hickes, um 1605.
(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 125 b.)
Tafel 92.
437 Kissen mit Salome. Die Platte aus gelber, roter, blauer und grüner Seide und Wolle gewirkt.
Das quadratische Mittelfeld, das unter einem von Pilastern getragenen Bogen das Gast-
mahl des Herodes zeigt, wird von einer Borte eingefaßt, die oben und unten die Dar-
Fr, stellung einer Hasenjagd, rechts und links Blumen- und Fruchtsträuße, die aus Vasen
a hervorwachsen, zeigt. Zwei der Vasen werden von Frauen auf dem Kopf getragen.
Etwas zerschlissen. H. 49 cm, Br. 5ı cm.
Sheldon, Francis Hickes, um 1605.
(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 124 c.)
Tafel 88.
438 Kissen mit verlorenem Sohn. Die Platte in gelber, roter, blauer und grüner Seide und Wolle
mit Metallfäden gewirkt. Im Mittelfeld, das von einer Bordüre aus Blumen, Grotesken
und Behangwerk ggrahmt wird, der Abschied des verlorenen Sohfes. H. sı cm, Br. 48 cm.
0) ’ Wahrscheinlich Erklnd (Sheldon), um 1610.
vd
l i 87
roter, blauer und grüner Seide, Wolle und
439 Kissen mit Abraham. Die Platte in gelber,
Metallfäden gewirkt. Im Mittelfeld, das von einer Bordüre aus Blumen, Grotesken und
Behangwerk gerahmt wird, Abraham mit den beiden Engeln beim Mahl. H. 53 cm,
7, N)
Wal: LCÄt , Br. 48 cm.
Heası L Wahrscheinlich England (Sheldon), um 1610.
440 Kissen. Als Platte Teil einer Bordüre, in Wolle und Seide gewirkt. Grüne Blätter und gelbe,
weiße und blaßrote Rosen, Tulpen und andere Blumen auf dunklem Grund. Etwas aus-
gebessert. H. 42 cm, Br. 60 cm.
{ Ir Norddeutschland, Mitte 17. Jahrh.
441 Zwei Stücke einer Bordüre, aus Wolle und Seide gewirkt. Je drei gelb gerahmte Felder
enthalten auf dunklem Grund eine Vase mit großen Sträußen aus Rosen, Tulpen, Nelken
usw. An drei Seiten moderne Borten angesetzt. a) H. 243 cm, Br. 47 cm; b) EI. 232m,
Br. 45 cm.
AYın
VIE Norddeutschland (?), Mitte 17. Jahrh.
XV.
TAPISSERIEN
Nr. 442 — 464
442 Teil eines Wandbehanges mit der Heimsuchung, aus Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt.
In einer Landschaft in grünen, gelben und blauen Tönen mit Tieren und Pflanzen stehen
Maria in rotem Kleid und blauem Mantel, Elisabeth in gelb-rötlichem Kleid und eben-
solchem blau gefütterten Mantel. Über Maria ein Spruchband: „Min lei(b) machet gros
den heren“, über Elisabeth: „Min frucht im lib neigt sich got zu eren“. Die Abrundung
des unteren Teils sowie die Montierung in Form einer Kappa in späterer Zeit vor-
0)
Arselaım .
“% genommen. Mehrere Stellen restauriert. H. 83 cm, Br. 86 cm.
Nordschweiz, um 1505.
(Abgebildet bei Goebel III, ı Nr. 40.)
Tafel 89.
443 Bildwirkerei, aus Wolle, Seide und Goldfäden gewirkt. In einer Landschaft mit Blumen und
blauem Himmel sitzt eine Frau mit rotem Kleid und gelbem Hut. Vor ihr ein zitronen-
gelber Sittich. Darüber zwei Spruchbänder: „Wilt han has und neit“, „Ich wil von der
2 y welt lan wolt got ich het ....... getan“. Rechts und links bunte Borte. H. 66 cm,
Aazabı /ctu%Br. 57 cm.
Nordschweiz, Mitte 16. Jahrh.
Tafel 89.
7 444/ Tischdecke mit der Taufe Christi, in Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt. Vornehmlich
= gelbe Töne mit Grün, Blau und wenig Rot. Bordüre aus Pflanzen, Grotesken und Behang-
werk. In den Mitten der Seiten Wappen, in den Ecken die Evangelisten-Symbole. Im
Yet Mittelfeld Taufe Christi mit vielen Begleitfiguren, oben Gottvater. Im Hintergrund
j Wald, in dem links Tiere, rechts der predigende Johannes zu schen sind. H. 98 cm,
An Hos| Br. 115 cm.
Brüssel, datiert 1575 (neben dem obersten Wappen).
Tafel 90.
445 Streifen mit dem verlorenen Sohn, aus Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt. Säulen teilen
die Fläche in fünf Felder, von denen vier die Geschichte des verlorenen Sohnes zeigen,
und zwar: ı. den Abschied, 2. ein Gastmahl, 3. den Schweinekoben und 4. die Rückkehr.
Das schmalere Mittelfeld wird von einem Wappen, das von einem ovalen Lorbeerkranz
eingefaßt ist, eingenommen; darüber die Inschrift: „Sebastianus P:Rex:“, in den Bogen-
zwickeln: „Luce 1,5 1,5 XVI“. Die Darstellung vornehmlich in hellen Tönen des Blau,
Rot, Grün, Gelb und Weiß. H. 27 cm, Br. 193 cm.
Norddeutschland, um 1600 (nach früheren Stichen).
89
roter, blauer und grüner Wolle und Seide gewirkt. In einer Bordüre
Karyatiden, Rollwerk und allegorische
d, dessen obere Hälfte von der Verkündigung
durch eine Säule halbiert, rechts die
Auf Keilrahmen. Moderner Gold-
446 Tapisserie, aus gelber,
aus Blumen, die aus Vasen hervorwachsen,
Figuren, das hochrechteckige Mittelfel
Mariä eingenommen wird und dessen untere Hälfte,
ED) Anbetung der Hirten, links die Hl. drei Könige zeigt.
% 790fıe£ rahmen. H. 160. cm, Br. 120 cm.
y Wismar, um 1600.
(Abgeb. bei Goebel III, 2 Nr. 115 a.)
Tafel gr.
447 Tapisserie oder Tischdecke mit biblischer Episode, in gelber, roter, blauer, grüner und weißer
Wolle und Seide gewirkt. Um das quadratische Mittelfeld, das ein Zeltlager mit Kriegern
und im Vordergrund zwei davonlaufende Männer mit Beutestücken zeigt, Bordüre mit
Blumenvasen, Lauben, Satyrn und Frauengestalten auf weißem Grund. Kleinere Beschädi-
gungen und Ausbesserungen. In modernem Goldrahmen. H. 124 cm, Br. ı17 cm.
Hamburg, 1. Hälfte 17. Jahrh.
(Vgl. Goebel III, 2 Nr. 93 b.)
Tafel 92.
< 7
& je MA Uni men
448 Tapisserie, aus brauner, gelber, blauer, roter und grüner Wolle und Seide gewirkt. In einer
Bordüre aus Blumen und Fruchtgirlanden, die in der Mitte der Seiten von ovalen Roll-
werkkartuschen mit wilden Tieren unterbrochen wird und in der oberen Ecke Wappen
zeigt, das hochrechteckige Mittelfeld: in einer hohen geschmückten Halle eine Hochzeits-
DAR; gesellschaft. Im Vordergrund Christus, Wasser in Wein verwandelnd. H. 92cm,
masbor 9X Br. 75 cm.
Hamburg, ı. Hälfte 17. Jahrh.
Tafel 90.
449 Große Tischdecke, Wolle und Seide gewirkt. Auf dunkelblauem Grund bunte verstreute
Blumen, an den Ecken von roten und blauen Bändern zusammengehaltene Blumensträuße,
in der Mitte von einem Blumenkranz gerahmtes farbiges Rundbild: Rebekka und Elieser
am Brunnen. H. 230 cm, Br. 310 cm.
% Amsterdam, um 1650.
WA lu: « (Vgl. Goebel I, 2 Nr. 488 a.)
Tafel 93.
450 Tapisserie, aus Wolle und Seide gewirkt. In einer Bordüre, die als Bronzerahmen mit
Lorbeerkranz gebildet ist, Winterbild nach Lucas v. Leyden. Vorn große Figuren, Markt-
frau, junges Paar, vornehmer Herr, dem die Schlittschuhe festgemacht werden. Weiter
zurück Menschenmenge und Schlittschuhläufer. Im Hintergrund Dorf auf einem Hügel
mit brennendem Gehöft, zu dem Leute mit Löschgeräten laufen. H. 310 cm, Br. 295 cm.
N [e ) T,
k: sog Gen Niederlande, Ende 17. Jahrh.
; Tafel 94.
f, ' 9
Minislioten
4sı Tapisserie, aus Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt. Allegorie auf den Erdteil Europa.
In einer Landschaft mit Fluß, Gebirge und Gebäuden sitzt „Europa“ unter einem von
Säulen getragenen Baldachin, auf dessen Stufen Mitren, Kronen und Blumen liegen. Mit
einem Zepter weist sie auf Bellona, die auf türkische Waffen tritt und über deren Kopf
ein Adler schwebt, mit der Linken auf eine Kirche, vor der Amor auf einem Pferd reitet.
90
Am linken Rande sitzen ein Flußgott und eine Frau mit einem Fruchtstrauß. Rechts
7 stehen zwei Frauen, von denen eine ihr Zepter einem Löwen in den Nacken setzt. Der
tn 49 Vordergrund wird von einem Stilleben aus Attributen der Künste und Wissenschaften
; / , ingenommen. Reich bewegte Bordüre aus Trophäen, Blumen, Früchten, Vögeln,
V.AAfT ‚Muscheln und einer Kartusche mit der Inschrift: „Europa“. Nach einem Karton von
ji L. van Schoor. Signiert links auf den Stufen des Thrones. H. 330 cm, Br. 5ı5 cm.
Brüssel, letztes Viertel 17. Jahrh. Werkstatt des Aelbert Auwercx.
Brüsseler Marke und Bezeichnung rechts unten an der Bordüre.
Tafel 95.
452 Tapisserie, aus Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt. Allegorie auf den Erdteil Amerika.
Sieben Frauen mit Federkronen und starkfarbigen, z. T. gestreiften Gewändern sind am
Strande des durch viele Schiffe belebten Meeres gelagert und beschäftigen sich mit Waffen,
Tieren und Schätzen des Landes. Vorn rechts Vasen mit Perlen, Erz und Goldbarren.
Reiche belebte Bordüre aus Trophäen, Blumen, Vögeln, Früchten und einer Kartusche mit
der Inschrift: „America“. Nach einem Karton von L. van Schoor. Signiert rechts auf
einem Goldbarren. H. 330 cm, Br. 495 cm.
Brüssel, letztes Viertel 17. Jahrh. Werkstatt des Aelbert Auwercx.
Brüsseler Marke und Bezeichnung rechts unten an der Bordüre.
(Vgl. James H. Hyde, L’iconographie des quatre parties du monde dans les tapisseries,
Gazette des Beaux Arts 1924.)
Tafel 96.
453 Tapisserie, aus Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt. Allegorie des Reichtums. Vor einem
Palast mit einem reich gestalteten Garten sitzt eine Frau auf einer Estrade, die mit einem
orientalischen Teppich belegt ist, unter einem blauen Baldachin. Neben ihr ein Tisch mit
Brokatdecke, auf dem Schmuckkästen, Gold- und Silbergeräte aufgestellt sind. Eine Frau
mit Straußenfederkopfputz hält Perlenketten, eine Mohrin ein Füllhorn mit Getreide und
eine Kniende einen Blumenkorb. Am Boden liegen ein Fruchtfüllhorn, Silbergeräte, Gold
usw. Reich bewegte Bordüre aus Trophäen, Blumen, Muscheln und einer Kartusche mit der
Inschrift: „Abundantia“. Wohl nach einem Karton von L. v. Schoor. H. 325 cm, Br. 325 cm.
Brüssel, letztes Viertel 17. Jahrh. Werkstatt des Aelbert Auwercx.
Brüsseler Marke und Bezeichnung rechts unten an der Bordüre.
(Vgl. Goebel I, 2 Nr. 339.)
Tafel 97.
454 Folge von vier Bildteppichen, aus Wolle, Seide und Metallfäden gewirkt. In einer Blumen-
bordüre rundbogig geschlossene Szenen aus dem Leben eines Fürstenpaares.
a) Vor einer Gartenarchitektur sitzt die Fürstin an einem Tisch; der Fürst schenkt ihr
Rotwein ein.
nstrauß vor einer Grottenarchitektur.
O) b) Der Fürst reicht der Fürstin einen Blun
‘AR yelre{ c) Fürst und Fürstin im Staatskleid promenierend. Über ihnen zwei schwebende, Kronen
4
i- 9 haltende Putten.
Ihr Yolfpa) Das Fürstenpaar in einer Kutsche mit dem Spiegelmonogramm G. W.S. auf dem
Schlag und zwei Mohren auf dem Tritt, von Pagen begleitet.
H. 210 cm, Br. 150 cm.
Deutschland, um 1700.
Tafel 98 und 99.
9I
455 Tapisserie, aus Wolle und Seide gewirkt. In einer schmalen Blumenbordüre Szene aus einem
Roman. Zwei Krieger, von denen der ältere, bärtige einen Turban, der jüngere einen Helm
mit Federbusch trägt. Zwei Löwen, ein Affe und eine Schildkröte vor der Türe eines
Palastes. Links öffnet sich der Hintergrund in einen Garten mit Springbrunnen, Teppich-
beeten und Lusthäusern. Die Bordüre am unteren Rande verkürzt. Die Darstellung links
eingeschlagen. H. 240 cm, Br. 250 cm.
Flämisch, um 1700.
(Vgl. Goebel I, 2 Nr. 174.)
Tafel 100.
456 Tapisserie, aus Wolle und Seide gewirkt. In einer Landschaft, die links von einem Gebäude
begrenzt wird, aus dem verschiedene Personen treten, der Abschied des jungen Tobias, dem
der Engel vorauseilt. Bordüre aus C-Kurven und Blumen auf blauem und gelbem Grund.
H. 305 cm, Br. 290 cm.
Niederländisch, Anfang 18. Jahrh.
Ma ighıau 4 AtuTafel ıor.
457 Tapisserie, aus Wolle und Seide gewirkt. „Die vier Weltteile.“ In einem Park mit Lust-
häusern vorn rechts unter einem Baum eine gedeckte Tafel, an der exotische Leute sitzen.
Links bei einem Brunnen ein Kredenztisch, an dem sich vier Diener zu schaffen machen.
L Bordüre aus C-Kurven und Blumen auf gelbem und blauem Grund. Gleiches etwas
huıa ihn 2YE) erweitertes Stück in österreichischem Staatsbesitz. Bordüre angesetzt. H. 300. cm, Br. 280 cm.
4
Bo, (ü Brüssel, Manufaktur des Pieter van der Borght, Mitte 18. Jahrh.
6 RE Bordüre Niederländisch, Anfang 18. Jahrh.
Farbige Abbildung bei Goebel I, 2.
Tafel 102.
458 Tapisserie, aus Seide und Wolle gewirkt. Landschaft mit Bauern bei der Ernte und requi-
rierenden Soldaten. Von einem bronzefarbenen Schlängelband gerahmt. Untere rechte Ecke
eines großen Stückes. Die Bordüre an der linken Seite und oben angesetzt. In modernem
(0 ‚ Goldrahmen. H. 152 cm, Br. 101 cm.
/ lvererre‘ Brüssel (2), 1. Hälfte 18. Jahrh.
(Vgl. Goebel I, 2 Nr. 297.)
459 Tapisserie, Wolle und Seide gewirkt. Hafenszene nach Teniers. Rechts ein Brunnen mit
krönender Neptunfigur, an dem rastende Reiter und Pilger sich erquicken. Links Fisch-
händler; im Hintergrunde Schiffe, Leuchtturm und ansteigendes Küstengelände. Bordüre
K,, in der Art eines Bronzerahmens. Bordüre rechts angesetzt. H. 335 cm, Br. 460 cm.
aller Niederlande, Mitte 18. Jahrh.
(Vgl. Goebel I, 2 Nr. 299, 312, 313.)
Tafel 103.
460 Kaminschirm, aus Wolle und etwas Seide gewirkt. Auf blauem Grund ein spanisches Familien-
wappen mit Helm und rotweißen Helmdecken. Brauner Schild mit acht Muscheln, darauf
der Herzschild mit zwei Wölfen unter einem Baum, an dem ein Kessel über einem Feuer
”) hängt. (Vgl. Cordova de Lizaur und Saz.) Als Bordüre weißes Wellenband auf mattrotem
nborgor Grund. Geschnitztes Nußbaumgestell im Stil Louis XVI. H. gr cm, Br. 76 cm.
N Niederlande (?), 17. Jahrh.
v (Vgl. auch John Böttiger, Tapisseries A Figures ..., Stockholm o. J., Taf. 7.)
92
461 Kaminschirm, aus Wolle und Seide gewirkt. Treillage von rosa Blumen, gelben Trauben,
dunkelgrünen Blättern berankt, auf denen ein Papagei sitzt. Vorn sitzt ein Eichhörnchen
neben Äpfeln, im Hintergrund Blick in eine Landschaft. Holzgestell im Stil Louis XIV.
H. 82 cm, Br. 70 cm.
Gobelins, Ende 17. Jahrh.
Joyao Tafel 72.
462 Kaminschirm, Wolle und Seide gewirkt. Auf grauem Grund in reich bewegter Bordüre aus
goldgelben Rocaillen und farbigen Blumengirlanden Landschaft mit einem auf einem
} Baumstamm eingeschlafenen Jäger in roten Kniehosen und blauem Wams, auf dessen Ge-
Angler sich ein Rebhuhn niedergelassen hat. (Nach Boucher.) In modernem vergoldetem
Sa Gestell. H. 69 cm, Br. 60 cm.
Beauvais, um 1750.
463 Kaminschirm, Seide gewirkt. Auf gelbem und weißem Grund blaue Blumenvase von Ranken,
Blumen und Lorbeergehängen in rosa, hellgrünen und goldgelben Tönen umgeben. In
modernem vergoldetem Gestell im Stil Louis XVI. H. 66 cm, Br. 45 cm.
Morales Aubusson, um 1780.
464 Kaminschirm, Seide und Wolle gewirkt. Auf cremefarbenem Grund eine Bronzevase mit
einem Strauß aus Rosen, Nelken, Mohn und Winden in zarten rosa, hellblauen, grünen
und gelben Tönen. Oben seitlich ausgebessert. In modernem vergoldetem Gestell. H. 87 cm,
Br. 64 cm.
An e Aubusson, um 1820.
mama
L (Vgl. Goebel II, 2 Nr. 307.)
rer.
A aıek
(
Ns
xXVI.
LERPECHE
Nr. 465 — 470
465 Gebetteppich in Wolle geknüpft, in lichten Farben. Nische schieferblau. Ornamentierte Borten
verschiedener Breiten. 180% 135 cm.
cr i
I, ch Giordes, 18. Jahrh.
466 Gebetteppich in Wolle geknüpft. Nische türkisblau. Ornamentierte Borten verschiedener
Breiten in rötlichen Tönen. 185 x 130 cm.
7 Y Giordes, 18. Jahrh.
A) Nam [)
7 Gebetteppich in Wolle geknüpft, in lichten Farben. Nische ziegelrot mit ornamentierten
Borten verschiedener Breiten. 190% 125 cm.
Giordes, ı8. Jahrh.
a
4
468 Gebetteppich in Wolle geknüpft, in lichten Farben. Nische hellgrün mit ornamentierten
Borten verschiedener Breiten. 205 x 140 cm.
% f Giordes, 18. Jahrh.
Da,
Aıler
469 Knüpfteppich in farbiger Wolle. Weiße breite senkrechte und waagerechte Bänder mit
persischer Schrift in Schwarz, auf den Überschneidungen mit Rosetten belegt, umrahmen
N je vier Felder, darin Bäume, Strauchwerk, stilisierte Landschaften, Blumenvasen usw. Breite
am Ülrel Borten mit Rosetten und Ranken und schmale Begleitborten. 610%415 cm.
Täbris, 19. Jahrh.
470 Knüpfteppich in farbiger Wolle. Ausgebogtes Mittelfeld, Rosette und Palmetten mit Ranken-
werk auf blauem Grunde mit Blattrand eingefaßt, wird von Ranken mit Palmetten und
Rosetten auf rotem Grunde umrahmt. In den Ecken auf blauem Grunde Palmette mit
Ar Blättern. Breite gemusterte Borte mit Begleitborten verschiedener Breiten. 450% 350 cm.
Täbris, 19. Jahrh.
XVv1.
TEXTIL LLEN
Nr. 471 639
471 Decke aus rotem Seidendamast. Muster symmetrisch. Große Vase, darin Äpfel und Ähren,
umrahmt von Akanthus- und Barockranken. Eingefaßt mit roter Seidenfranse, mit rotem
7 Stoff abgefüttert. 160 x 108 cm.
LA,
a Italien, ı. Hälfte 17. Jahrh.
472 Zwei Seidenstoffe. Grund rot. Symmetrisches Muster in Reihen versetzt, gelb. Kübel mit
Blumenstrauß in Palmettenform, von Blattranken umrahmt. Eingefaßt von gelber Seiden-
borte und roter Seidenfranse. — Grund hellrot. Symmetrisches Muster weiß, grün und
dunkelblau. Blattranken bilden Rautenfelder, darin stilisierter Blumenstrauß. 70x55 cm;
134 X 32 cm.
2
17 dar
Spanien, 17. Jahrh.
473 Seidenbrokat. Grund hellgelb, mit kleinen Sternen und Punkten in sich gemustert. Symmetri-
sches Muster mehrfarbig. Blumenzweige in Reihen geordnet. 207% 160 cm.
_ Erankreich, Mitte 18. Jahrh.
Bydeuhsuı
474 Seidenbrokat. Auf weißem Grunde, senkrecht gemusterte Streifen verschiedener Breite in
Damast, dazwischen abwechselnd bunte und blauweiße Blumenranken, 178 x 150 cm.
01 Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
Mecıe arıeı UR
475 Seidenbrokat, bannerartig zugeschnitten, nach unten spitz auslaufend und geschlitzt. Grund
grüner Damast. Symmetrisches Muster Gold, Silber und mehrfarbig. Rokokoranken in
D. Gold und Phantasieblumen. 247x130 cm.
am Frankreich, ı. Hälfte 18. Jahrh.
Merır
476 Decke. Mittelteil, auf weißem Atlas gemusterte verschlungene Bänder in Weiß, dazwischen
kleine bunte Blumensträuße und goldene Blütenzweige. Breiter Rand aus Silberbrokat.
Auf fliederfarbenem Grunde Wellenranke in Weiß und Grün, daran bunte Blumensträuße.
WUn, Schieferblaues Taftfutter. 155 x 127 cm.
he Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
Wlssarr Alla
oe a IE N Grund cremefarben mit waagerechten Wellenlinien in Silber. Muster
Gold und bunt. Nach rechts und links gewendete Schwertlilienstauden. 123 x 96 cm.
Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
9):
d gelbe Seide mit Spuren
478 Zwei Decken aus geschnittenem und ungeschnittenem Samt. Grun i
von Goldlahn. Symmetrisches Muster roter Samt, unvollständig. Teile von großen Formen
Idspitze. — Grund gelbe Seide mit Spuren von Silber-
und vier Quasten. Eingefaßt mit Go
Ilständig. Barockranken, Blätter und Blüten.
0) h lahn. Symmetrisches Muster, grüner Samt, unvo
I URCIE Eingefaßt mit Goldborte. 55x47 cm; 58x 57 cm.
Ä Italien, Ende 17. Jahrh.
479 Seidenbrokat. Auf rotem Atlasgrunde mehrfarbige Flieder- und Rosenzweige, dazwischen
Gitterlaube mit Vogel auf Zweig. 228x 178 cm.
Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
Gl, , Tafel 109.
Hd ii 2
480 Zwei Decken aus Goldbrokat. Auf Goldgrund in Silber und bunten Farben Phantasieformen,
Nelken, Tulpen und Blätter. An drei Seiten mit Silberspitze eingefaßt. — Auf weißer
Seide symmetrisches Muster, bunte Blumen mit Goldblättern. Eingefaßt mit irischer Häkel-
spitze. 48x 32 cm; 72x70 cm.
Spanien, ı. Hälfte 18. Jahrh.; Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
7
WR wet
481 Vier Seidenbrokatdecken. Auf gelbem Grunde, unvollständiges symmetrisches Muster in
bunten Farben, Ranken mit großen Blumen umrahmen Landschaft. Eingefaßt mit Gold-
borte. — Auf gelbem Grunde, Blumenzweige in bunten Farben und Silber. Eingefaßt mit
’ Silberspitze. — Auf weißgrauem Grunde, symmetrisches Muster, Rokokoranken in Gelb,
) dazwischen bunte Blumen verschiedenster Art. Eingefaßt mit Goldspitze. — Auf rotem
vondo Grunde mit Goldlahn durchschossen, Blumenranken, bunt und Gold. Eingefaßt mit Gold-
spitze. 49 x 49 cm; 56 x 5o cm; 59x 52 cm; 63 x 5ocm.
Frankreich, Mitte ı8. Jahrh.; Spanien, 1. Hälfte 18. Jahrh.
482 Zwei Seidenbrokate. Auf rotem Damastgrunde, symmetrisches Muster in Gelb und Weiß.
Großer palmettenartiger Blumenaufbau, von Barockranken und Füllhörnern umgeben. —
I: Auf schmutzigweißem Grunde mit Spuren von Silberlahn symmetrisches Muster, breite
MAtantıe Barockranken in Gelb, dazwischen große bunte Blumenbuketts. 116% 84 cm; 130x103 cm.
483 Vier Decken. Grüner Seidendamast. Unvollständiges barockes Blumenmuster. Eingefaßt mit
Silberspitze. — Auf graugelbem Damastgrund, feine Goldranken. Eingefaßt mit Silber-
spitze. — Auf weißem Seidengrund, gelbe Barockranken, dazwischen gelbe Vase mit
P, Ealıol bunten Blumen. Eingefaßt mit Goldborte. — Auf fliederfarbigem Grunde, Blumenranken,
Se mehrfarbig und Gold, begleitet mit Silberband. Darauf genäht kleinmustriger Brokatstoff.
Eingefaßt mit Goldfranse. 54x52 cm; 55x55 cm; 67x 52 cm; 76x58 cm.
Italien, um 1700; Frankreich, Anfang 18. Jahrh.; Italien, ı. Hälfte 18. Jahrh.;
Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
484 Langer Streifen Goldbrokat. Grund Gold und rote kleine Rechtecke. Muster Gold und rote
Seide. Reiches barockes Rankenwerk in Senkrechten aufsteigend. Eingefaßt mit Goldfranse.
276x356 cm.
alba
IA
f vr Tafel 109.
Frankreich oder Venedig, Anfang 18. Jahrh.
96
485 Pluviale, ungefüttert, aus Seidenbrokat. Grund rotbr
trisches Blumenmuster in bunten Farben. 290x
Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
aun in sich gemustert. Reiches symme-
140 cm.
Ar
MIN an
486 Pluviale aus Seidenbrokat. Grund weißer Damast. Muster mehrfarbig, Gold und Silber.
Wellig aufsteigende Blattranken mit Rosen und Phantasieblumen. Hellgrünes Seidenfutter.
300x145 cm.
Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
Tafel ııoa.
Anene
487 Pluviale aus Seidenbrokat. Grund gelb mit feinen Ranken in Damast, die Umrahmungen für
kleine bunte Blumensträuße bilden. Breiter Rand aus einem Stoff mit geometrischer
Musterung. Eingefaßt mit Silberborte, 262 x 127 cm.
! Ile (e4 2. Hälfte 18. Jahrh. und 19. Jahrh.
488 Decke aus Silberbrokat. Grund graugelb in sich schuppig gemustert. Rankenaufbau in Silber,
dazwischen bunte Blumen und Blätter verschiedener Größe. Eingefaßt mit Silberspitze,
hellblaues Seidenfutter. 162% 107 cm.
Wuyy,,y Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
Urroal ee
Tafel 109.
489 Silberbrokat. Auf weißem Grunde Rokokoaufbau mit Schale in Silber und bunten Blumen.
81x70 cm.
R.y..... Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
PUCH
490 Vier Seidenbrokatdecken. Auf lachsfarbenem Grund mit Damastmuster, Rankenwerk in
Gold, Weiß, Gelb, Blau und Grün. Eingefaßt mit Goldspitze. — Auf mattrotem Grunde,
große Blätter und Blütenzweige in Silber und etwas Weiß. Eingefaßt mit Silberspitze. —
Auf Goldgrund farbige Blumenranken, symmetrisch angeordnet. Eingefaßt mit Goldspitze.
AH — Desgl. 59x55 cm; 59x59 cm; 47x46 cm; 58x57 cm.
Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
491 Baldachin aus Seidenbrokat. Grund hellgelb. Symmetrisches Muster in Pastelltönen in sog.
Spitzenmuster. Seitlich je vier Teile angesetzt (zwei fehlen). 204x204 cm.
An Frankreich, ı. Drittel 18. Jahrh.
Ver
492 Baldachin aus Gold- und Silberbrokat. Auf weißem in sich gemustertem Grunde senkrecht
aufsteigende Wellenbänder, dazwischen reiches Rankenwerk. Eingefaßt mit zu dem Stoffe
Pam 9 passender Seidenfranse. 340x244 cm.
ade Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
493 Quadratisches Tuch aus goldgelbem Seidendamast. Über die Fläche verstreut Päonienzweige.
Borte aus Päonienranken. An allen vier Seiten Kante in Schrägfilet eingeknotet. 150ox ı5ocm.
China, 19. Jahrh, 3 ee;
bh. oe my MW 62 fung grau 7
494 Seidendamast, rosa, teilweise #erschossen, Streublumen. 192x96 cm.
2. Hälfte 18. Jahrh.
97
496 Zwei Teile Seidenstoff, gelb und hellrosa (Futter einer Dalmatika). 200x 103 cm; 200
Yau Ber
; Teile roter Seidenatlas. 250x75 cm; 145 X 34 CM.
18. Jahrh.
85 cm.
‚ dunkelviolett, zu einem Pluviale verschnitten. 265 x 114 cm.
kelrotem Samt. Aufnäharbeit aus
chtecke und Kappa eines Pluviale. Alle drei aus dun
498 Zwei
Goldfäden konturiert
gelbem Se idenatlas, mit farbiger Seide schattiert und mit C
d mehrfarbiger Seide, V
Auf allen vier Seiten Rollwerl
gerahmt von Renaissance-
ase, an deren H
Renaissanceranken. — Stickerei in Gold un
Tuchgehänge, von reichem Rollwerk umrahmt.
urstickerei „Die Verkündigung“,
Eingefaßt mit Seidenfranse. 55x44 cm; 55x44 cm;
In einem Rundfeld in L:
ranken, unten Kartusche
52x48 cm.
Spanien und Italien, 16. Jahrh
Drei Filetstickereien. Decke aus grünem Taft, an den Schmalseiten breite, an den Längs-
m Leinengarn. Eingefaßt mit Klöppelspitze. — Fil etborte
hwungene Ranken
seiten schmale Filetborte in we
Muster in farbiger Seide eingestopft. Ge
borte aus blauem Leinennetz, Muste in farbiger Seide ein-
‚e Felder, darin je eine Rosette, von der nach den vier Ecken
aus dunkelgrünem Leinenn
in Voluten endigend. — File
gestopft. Drei quadratiscl
Blütenzweige wachsen. Am unteren Rande Bogenkante. Zum Teil grüne
nfutter.
140x90 cm; 93x35 cm; IO8x39 cm.
Italien, 17. Jahrh
oo Decke. Stickerei in farbiger Seide und Gold auf roter Seide. Blumenranken entwickeln sich
aus den vier Ecken und den Seiten nach der Mitte. In der Mitte Blumenrosette. An den
Rändern in Bogen einzelne Blüten. Rotes Seidenfutter. 66x 66 cm.
Kertir Italien, ı. Hälfte 18. Jahrh.
cor Drei Kelchdecken. Auf weißer Seide acht Blumenstauden in farbiger Seide, in der Mitte IHS
in Gold gestickt. — Auf weißem Seidenatlas, Stickerei in farbiger Seide, Chenille und
Gold. ter Rand aus Tuchgehängen und Quasten. In der Mitte IHS, darüber das
Christuskind mit den Leidenswerkzeugen, darunter zwei Heilige. Eingefaßt mit Gold-
spitze, dunkelrotes Seidenfutter. — Auf hellblauem Seidenmoire, Stickerei in farbiger
Seide und Gold. An den Rändern Ranken, in der Mitte IHS in Stra hlenkranz. Eingefaßt
mit Goldspitze, gelbes Seidenfutter. 59x55 cm; 64x 59 cm; 75x74 cM.
Italien, 1. Hälfte 18. Jahrh.
nme an Zaun.
Decke. Stickerei in farbiger Seide auf braunem Seidenrips. Drei Rosens
Eingefaßt mit Goldspitze. 46 x 43 cm.
Dsalı el Deutschland, Mitte 18. Jahrh
so3 Kelchdecke. Stickerei in farbiger Seide, Gold und Silber auf grüner Moireseide. In der Mitte
sen Vasen mit
Rundbild, Madonna mit dem Kinde von Ranken umrahmt. In den vier I
Blumensträußen. Rand, geschwungene Ranken, in den vier Ecken je eine Rose mit der
2 ; 2: BEE ; ENT
Halbfigur einer Nonne. Eingefaßt mit Goldspitze, grünes Seidenfutter. 71 x 70 cm.
Italien, Anfang 18. Jahrh.
98
504 Zwei Decken und eine Kammtasche. Beide Decken im ungarischen Flammenstich in farbiger
Seide auf Kanevas. Schuppen- und Zickzackmuster. — Kammtasche mit drei Behältern.
| Stickerei in farbiger Seide auf mattbrauner Seide, Blumenranken und zwei Vögel.
ordner 69x61 cm; 65x61 cm; 69x48 cm.
Deutschland und Italien, 17.—ı8. Jahrh.
sos Zwei Decken. Stickerei in farbiger Seide auf Kanevas. Auf hellrotem Grunde bunte Blumen-
ranken. Breite Randborte aus Blumenstauden. — Auf gelbem Grunde geschwungene
Ranken mit verschiedenen Blumen. Rand, Blattstab mit Blumenranken umwunden. Beide
rat eingefaßt mit schmaler Seidenfranse, gelbes Seiden- bzw. rotes Damastfutter. 116x42 cm;
L 82x59 cm.
Italien, 2. Hälfte 17. Jahrh.
506 Kelchdecke. Stickerei in Gold und Silber auf roter Seide. In der Mitte Kranz aus Weinreben,
darin Kleeblattrosette, rundherum Streublumen. Breite Rankenborte. Eingefaßt mit Gold-
7 al spitze, rotes Seidenfutter. 73x70 cm.
PR; Italien, Ende 17. Jahrh.
% Kt Uı cd
/ yi
507 Zwei Kelchdecken. Stickerei in farbiger Seide und Gold auf weißer Seide. Strahlenkranz,
darin IHS, umgeben von reichem Rankenwerk. Eingefaßt mit Goldspitze, rotes Seiden-
7 Winelıhas futter. _ Stickerei in farbiger Seide und Gold auf weißem Seidenatlas. Strahlenkranz,
i darin „CHARITAS“, umgeben von reichem Rankenwerk. Eingefaßt mit Fransenborte,
rotes Seidenfutter. 60x 59 cm; 64x63 cm.
Süddeutschland, x. Hälfte 18. Jahrh.
508 Zwei Kelchdecken. Stickerei auf weißem Seidenatlas. Strahlenkranz, darin IHS in Gold.
Am Rande Ranken in Gold, von farbigen Blumenzweigen umschlungen. Eingefaßt mit
Y ; Goldspitze, rotes Seidenfutter. — Stickerei auf weißem Seidenatlas. Strahlenkranz, darin
A ev IHS, reiche Palmettenblüten in den Ecken und an den Seiten in Gold, dazwischen Blumen
J in farbiger Seide, unter dem Strahlenkranz die Buchstaben RWHVS. Rotes Seidenfutter.
54x53 cm; 52x5o cm.
Italien oder Süddeutsch, ı. Hälfte 18. Jahrh.
509 Zwei Kelchdecken. Stickerei in farbiger Seide und Gold auf hellgrauer Seide. In der Mitte
Blumenkranz. Reiche Eck- und Mittelstücke durch Ranken verbunden. Eingefaßt mit Gold-
spitze und Goldfranse, gemustertes Seidenfutter. — Stickerei in Silber und farbiger Seide
I auf gelber Seide. Kreis, darin „Maria“, umgeben von Blumenzweigen. Eingefaßt mit Silber-
In) i =
Wa] spitze und gelber Seidenfranse. 86 x 86 cm; 69x 67 cm.
ı. Hälfte 18. Jahrh.
sro Zwei Kelchdecken. Beide auf weißer Moireseide in farbiger Seide und Gold gestickt. Ovaler
Aufbau in Gold, darin IHS. In den vier Ecken entwickeln sich aus einem Fächer Rosen,
Nelken und Ähren. — In einem Strahlenkranz Blütenrosette, umgeben von acht Blumen-
N n stauden, durch Ranken verbunden. Dunkelrotes bzw. weißes gemustertes Seidenfutter.
m 56x47 cm; 60x60 cm.
1. Hälfte 18. Jahrh.
99
Gold und etwas Silber auf mattblauer Seide.
sıı Zwei Kelchdecken. Stickerei in farbiger Seide, En h
In der Mitte Taube in Strahlen. In den vier Ecken wachsen aus Füllhörnern Rosenzweige,
Windenranken. — Auf weißer Seide Strahlenkranz mit IHS in Gold, umgeben von Gold-
F y ranken und farbigen Blütenzweigen. Beide Decken eingefaßt mit Goldspitze, rotes bzw.
ZAAR ’ grünes Seidenfutter. 57x 56 em; 58x 56 cm.
L: Yal, Apr Süddentsch, 1. Hälfte 18. Jahrh.
sı2 Zwei Kelchdecken und ein Mustertuch. Stickerei auf Silbergrund. In der Mitte vierteiliger
Rankenaufbau mit IHS in Silber, umgeben von Blumenstauden in Chenille. — Stickerei in
farbiger Seide und Gold auf grauer Seide. Blütenkranz, darin IHS. In den vier Ecken
Aufbau mit Nelkenstauden, von denen sich Ranken mit Äpfeln und Erdbeeren abzweigen.
N y FR — Stickerei in farbiger Seide, Gold und Silber auf violetter Seide, Blumen, Füllhorn mit
rm Früchten, Fruchtschalen, Vögel usw. Borte aus spanischer Spitze. Alle drei Decken mit
Metallspitze eingefaßt, hellrotes, mattgelbes und grünes Seidenfutter. 58x55 cm;
64x62 cm; 62x 59 cm.
ı. Hälfte 18. Jahrh.
513 Drei Kelchdecken. Zwei auf zartblauer Seide. In der Mitte Strahlenkranz, darin IHS in
Gold, umgeben von Rankenwerk in Gold und farbiger Seide gestickt. — Auf weißem
@) . , Seidenatlas, in der Mitte Strahlenkranz in Gold, umgeben von Rankenwerk in Gold,
ıraclte{ Silber und farbiger Chenille gestickt. Rotes, weißes gemustertes und blaues Seidenfutter.
63x60 cm; 64x63 cm; 57x56 cm.
1. Hälfte 18. Jahrh.
514 Zwei Kelchdecken. Auf roter Seide in der Mitte Strahlenkranz, darin IHS in Gold, umgeben
von Ranken in Gold mit Blättern und Blüten in farbiger Seide gestickt. Eingefaßt mit
Goldspitze, rosa Seidenfutter. — Auf rosa Seide großer Strahlenkranz, darin IHS in Gold,
j in den vier Ecken und den Seiten Rankenmotive in Gold, dazwischen Blumenranken in
yanı Ser rer farbiger Seide gestickt. 67x64 cm; 63x57 cm.
1. Hälfte 18. Jahrh.
sıs Zwei Decken. Auf roter Seide Stickerei in farbiger Seide und etwas Gold, Blumenranken und
einzelne Früchte, — Auf weißer Seide barocke Umrahmung in gelber Seide, darin große
DS Kelchform mit Blättern und Blüten in mehrfarbiger Seide gestickt. Eingefaßt mit Silberborte
incl und Goldspitze. 61x54 cm; 48x 36 cm.
Eo,", ı. Hälfte 18. Jahrh.
4. veirukr
/sı6 Zwei Kelchdecken. Auf weißer Seide, Stickerei in farbiger Seide und etwas Gold. In der
Mitte Kreuzrosette, von acht großen Blumen und feinen Ranken umgeben. Grünes Seiden-
futter. — Auf weißer Moireseide, in der Mitte Strahlenkranz, darin IHS in Gold, um-
Urır geben von feinen Ranken in farbiger Seide und Gold. Eingefaßt mit Goldborte. 60 x 56 cm;
/ 61x58 cm.
l ı. Hälfte 18. Jahrh.
517 Kelchdecke und bestickter Seidenstoff. Auf braunroter Seide großer Strahlenkranz, darin Taube
in Silber, in den vier Ecken Rankenaufbau in Silber, Blumen und Trauben in farbiger
Tr Seide gestickt. Eingefaßt mit Silberspitze, hellrotes Seidenfutter. — Auf verschossener
Mel aurı violetter Seide Blumenranken, einzelne Blumenzweige und eine Ecke in farbiger Seide
gestickt. Aus mehreren Teilen zusammengesetzt. 63x62 cm; 94x 81 cm.
Süddeutsch, ı. Hälfte 18. Jahrh.
Woher
518 Kelchdecke. Auf roter Seide in reicher Gold- und Silberstickerei und etwas farbiger Seide
Rosette aus Strahlen und Ornamenten. In den vier Ecken symmetrische Rankenmotive und
D, ” Randborte. Eingefaßt mit Goldspitze, rotes Seidenfutter. 67x65 cm.
VirsehrK Italien, 2. Hälfte 17. Jahrh.
519 Drei Kelchdecken. In einem rechteckigen Felde, nach oben durch einen Halbbogen abgeschlossen,
auf weißem Atlasgrunde in farbiger Seide gestickt mit etwas Silberkontur wachsen aus
einem Rasensockel zwei Ranken mit Tulpen, Winden und Nelken, darauf sitzen fünf Vögel,
0% zwischen den Ranken Monstranz, darüber gekrönter Doppeladler. — Auf weißem Atlas
Innveli uxSeidenstickerei. In der Mitte Wappen, darüber Kardinalshut, flankiert von zwei Engeln.
N, RR Symmetrische geknickte Linien in Gelb, durch zwei Bänder in Blau gebunden, umschlungen
Rs von Windenranken, Rosenzweigen, Tulpen usw. — Auf weißer Seide Strahlenkranz,
“A u darin IHS in Gold, umgeben von Goldranken mit farbigen Blumen, Blättern und acht
"Vögeln. Zweimal rosa und einmal grünes Seidenfutter. 52x 31 cm; 56x55 cm; 64x63 cm.
ı. Hälfte 18. Jahrh.
s20 Zwei Kelchdecken. Auf violetter Seide, Stickerei in Gold, Silber und farbiger Seide, Blumen-
rosette. Vier Eck- und Seitenstücke und Randborten. Violettes Seidenfutter. — Stickerei
auf weißer Seide, Strahlenkranz, darin IHS in Gold. In den vier Ecken und an den Seiten
IR Rankenaufbau in Gold, dazwischen Blumenranken in farbiger Seide. Eingefaßt mit Gold-
a] spitze, rosa Seidenfutter. 68x63 cm; 58x55 cm.
Italien, Ende 17. Jahrh.; Süöddeutschland, Mitte 18. Jahrh.
521 Zwei Kelchdecken. Stickerei auf weißer Seide. In der Mitte Strahlen in’Gold, von Blumen in
farbiger Seide unterbrochen, darin IHS. Am Rande Goldranken und Blumenstauden in
farbiger Seide. Eingefaßt mit Goldspitze, gelbes Seidenfutter (ein wenig defekt). — Silber-
2 stickerei auf roter Seide. In der Mitte Sternrosette, an den Rändern Rankenborte mit
Aut Blüten. Eingefaßt mit Silberspitze, hellblaues Seidenfutter. 63x61 cm; 65x63 cm.
arı ı Süddeutschland, ı. Hälfte 18. Jahrh.; Italien, um 1700.
s22 Kappa eines Pluviale und Kelchdecke. Goldstickerei, ein wenig gelbe und blaue Seide und
Flittern auf weißer Seide. Symmetrische, geschwungene Ranken. — Stickerei auf matt-
/ blauer Seide. Strahlenkranz von Sternen umgeben in Gold. Am Rande Blumenranken in
Yau Net Kong ‚farbiger. Seide und etwas Gold. Blaues Seidenfutter. 51x49 cm; 77x52 cm.
%. Hälfte 18. Jahrh.
523 Zwei Kelchdecken. Auf weißer Seide Stickerei in farbiger Seide und etwas Gold. In der
Mitte IHS, von Ranken umgeben. Am Rande Blumenranken, aus den vier Ecken entwickelt.
m ,, Grünes Seidenfutter. — Stickerei auf weißem Seidenatlas. In der Mitte IHS, umgeben von
By, ki yrı7 o Bändern im Vierpaß in Gold. In den vier Ecken Füllhörner mit Blumenzweigen in farbiger
"x /n Seide und Gold. Blaues Seidenfutter. 59x 57 cm; 62x61 cm.
WA ö
R, yılnfa of Hälfte 18. Jahrh.
MER Ä ED» 5
524 Zwei Decken. Auf gesticktem Goldgrund drei Bäume mit Blüten und Blättern in farbiger
Seide gestickt. Eingefaßt zum Teil mit grüner Seidenfranse, rotes Seidenfutter. — Auf
gesticktem weißem Seidenrips Kartusche, von Tulpen, Nelken, Schwertlilien usw. um-
2 rahmt. Hellrotes Seidenfutter. 98x48 cm; 56x29 cm.
var
Deutschland, Mitte 18. Jahrh.
IOI
In der Mitte Strahlenkranz, darin IHS, am
einzelne Blumen in farbiger Seide. Ein-
In der Mitte Strahlenkranz,
s25 Zwei Kelchdecken. Stickerei auf roter Seide.
Rande geschwungene Ranken in Gold und Silber,
gefaßt mit Goldspitze. — Goldstickerei auf rotem Samt.
. > 2 or ? Pf R« } e alle, ag
darin IHS. Kleine Randborte mit betonten Ecken. Eingefaßt mit Goldborte, hellrotes
Artn mare: Seidenfutter. 66x64 em; 59x gı cm.
Anfang ı8. und 17. Jahrh.
ler Mitte Strahlenkranz, darin Taube in Silber.
526 Zwei Kelchdecken. Stickerei auf rosa Seide. In c
Eingefaßt mit Silberspitze, hellgelbes
Silberranken mit Blütenzweigen in farbiger Seide.
Seidenfutter. — Stickerei auf weißer Seide. IHS in Gold, umrahmt von farbigem Blüten-
MH 2 kranz. Am Rande Ornament in Gold, dazwischen Blumen, Äpfel, rn usw.
f 17 Ar Eingefaßt mit schmaler Goldspitze, weilses Seidenfutter. 54x 54 cm; 57 56 cm.
wit Le) ı. Hälfte 18. Jahrh.
4 A z
527 ZWei Decken. Gestickter Korb mit Rosen, Kaiserkronen usw. in farbiger Seide auf Rasen-
sockel in farbiger Chenille, auf neuem Seidenstoff aufgenäht. Eingefaßt mit Goldspitze und
{ er, weißer Seidenfranse, grünes Futter. — Oval, Stickerei auf weißer Seide. Blumenkranz,
iıelıler die Blüten in Chiffon, die Blätter in Chenille. Eingefaßt mit breiter Goldspitze, gold-
17 a‘ ; braunes Seidenfutter. 62x52 cm; 69x 53 cm.
u "Ende 18. Jahrh.
balı 3
s28 Zwei Streifen gleichen Musters. Stickerei in farbiger Seide auf weißer Seide. Ranken mit
Blättern und verschiedensten Blumen. Eingefaßt mit breiter Goldborte, gelbes Seidenfutter.
0‘ 200X 31 cm; I98x 25 cm.
/ı€&? Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
1TY & {
529 Zwei Streifen gleichen Musters. Stickerei auf gelbem Seidendamast. Symmetrische Akanthus-
ranken in Silber, dazwischen Tulpen, Nelken usw. Muster nicht ganz vollständig.
‚ 126x 20 cm; 129X20 cm.
1. Hälfte 18. Jahrh.
#
Mr. Aor P2
30 Schabracke und Stickerei. Beide auf rotem Samt in Gold gestickt. Spätbarockes Rankenwerk.
— Spitzovales Feld, darin IHS, darüber Kreuz, darunter Herz mit drei Nägeln, Ranken-
borte. 95x s5o cm; 150x86 cm.
10 Kureo 17.— 18. Jahrh.
531 Zwei Pluviale für Krippenfiguren? Auf rotem Seidenrips mit Goldlahn durchschossen Stickerei
in Gold und Goldfolie. Feine geschwungene Ranken. Am Rande Felder mit feinen Ranken,
in zweien die Papstkrone. — Gelber Seidenrips mit Goldlahn durchschossen. Am Rande
G, Rn; feine Ranken in Goldstickerei. Beide mit roter Seide abgefüttert. r01 x 37 cm; 101x 38 cm.
eolııt Artispanien (?), 18. Jahrh.
a hoher
532 Pluviale. Stickerei in farbiger Seide auf blauer Seide. Abschattierte und geknickte Bänder
bilden spitzovale Felder, darin Frucht mit Kelchblättern. Um die Bänder schlingen sich
feine Blumenranken. 285 x 143 cm.
In in Mim Ygltalien oder Spanien, 2. Hälfte 17. Jahrh.
afel rıoa.
533 Pluviale. Stickerei in farbiger Seide und etwas Gold auf mattgelbem gesticktem Seidengrund.
Von einem Mittelaufbau wachsen nach beiden Seiten geschwungene und geknickte Ranken
mit Tulpen, Mohnblumen und Winden. Eingefaßt mit Goldborte und Goldfranse. Aus-
n gebessert. 274X 137 cm.
Meawve) Italien oder Süddeutschland, Anfang 18. Jahrh.
534 Langer Streifen (Schulter-Velum). Stickerei auf weißem Seidendamast. In der Mitte großer
Strahlenkranz, darin IHS in Gold. Zu beiden Seiten wachsen aus Kelchformen Früchte und
$ Blumen aller Art in farbiger Seide und Gold. Eingefaßt mit Goldspitze. 283 x 46 cm.
einer Italien oder Süddeutschland, ı. Hälfte 18. Jahrh.
535 Langer Streifen (Schulter-Velum). Auf gesticktem weißem Seidengrund Stickerei in farbiger
Seide, etwas Gold und Silber. Ein langes und an den Enden je ein quadratisches Feld,
darin geschwungene Ranken mit verschiedenen Blüten und Vögeln. In den quadratischen
f M , Feldern ein Rund, darin Kardinalshut. 255 x 56 cm.
1477 Ag Italien, 17. (?) Jahrh.
Tafel ııo.
{
536 Langer Streifen (Schulter-Velum). Stickerei in farbiger Chenille, Wolle und Gold auf weißem
Seidendamast. In der Mitte Strahlenkranz, davon zweigen sich Wellenranken und Wellen-
bänder ab, die Kreise bilden, angefüllt mit Blumen, Weintrauben und Birnen. Eingefaßt
) ‚ce mit Goldborte, violettes Seidenfutter, etwas ausgebessert. 261x45 cm.
79
Süddeutschland, 18. Jahrh.
—
537 Streifen. Stickerei auf weißem Seidenatlas. Wellige Goldranken mit Rosen und Nelken, da-
zwischen Vögel, in farbiger Seide. Eingefaßt mit Goldborte, an einer Längs- und den
beiden Schmalseiten Goldfranse, gelbes Seidenfutter. 169x 35 cm.
ah (R ng talien, 17. Jahrh.
|
538 Streifen. Auf weißer Seide Stickerei in farbiger Seide und Gold. Symmetrischer Aufbau mit
Blumenzweigen, durch Ranken verbunden. Die unteren Ecken sind abgerundet. An drei
Seiten mit Goldborte, an der unteren Längsseite mit Gimpe eingefaßt. 205 x42 cm.
Onre Hi uaıdnfang 18. Jahrh.
I Meker
539 Streifen. Seidenstickerei auf Kanevas. Grund weiß. Muster bunt. Von der Mitte aus ent-
wickeln sich nach beiden Seiten Akanthusranken mit Nelken, Tulpen, Weintrauben,
Granatäpfeln usw. An der oberen Längs- und an den beiden Schmalseiten Borte mit ähn-
lichen Motiven. Eingefaßt an drei Seiten mit Goldborte, an der unteren Längsseite Gold-
/ ®) d franse, grünes Seidenfutter. 235x45 cm.
VERA Italien, 17. Jahrh.
ng
and
s40o Altarbehang. Auf mattgelbem in Seide gesticktem Grund, Stickerei in farbiger Seide und
Gold in starkem Relief. In der Mitte Wappen, darüber Krone, Kreuz und Kardinalshut.
/ Zu beiden Seiten des Wappens reiche Barockranken mit großen Blumen, Blättern und
Arı0) Vögeln. An der oberen Längs- und den beiden Schmalseiten breite Borte gleicher Musterung.
Ausgebessert. 276x837 cm.
Italien, Ende 17. Jahrh.
103
ßem Seidenatlas. In der Mitte Blumenstrauß in farbiger Seide,
s4ı Altarbehang. Stickerei auf wei
halten. In den beiden unteren Ecken Füllhorn in
durch große Schleife in Gold zusammenge ; a
Gold mit Früchten und Blüten in farbiger Seide. Zu beiden Seiten hellgrauer Seidendamast,
darauf gestickte Streifen, ähnlich dem Mittelteil. Einfassungen aus Goldborten und Spitzen.
An der unteren Seite Goldfranse. 282x 90 cm.
Oberdeutsch, Ende 17. Jahrh.
UN , 1
Hthitmnrvei
s42 Altarbehang. Stickerei auf weißem Seidendamast. Zwei Kartuschen in Gold und Flittern,
dazwischen Rosenranken, Winden usw. in farbiger Seide. Oben Borte in gleicher Aus-
5 führung, unten Goldspitze. Rotes Seidenfutter. 129x 85 cm.
k 1 ILL Italien, 1. Hälfte 18. Jahrh.
s43 Altarbehang. Auf elfenbeinfarbigem gesticktem Seidengrund in farbiger Seide und Gold
einzelne Blütenzweige. Zu beiden Seiten schmale Streifen in Aufnäharbeit, Silber und
= etwas farbige Seide auf weißem Seidenatlas. Eingefaßt mit Goldborte, unten weiße
nn > Seidenfranse. 138x 01 cm.
rel : ;
“U Spanien (?), Mitte 18. Jahrh.
544 Altarbehang. Stickerei auf mattgelber Seide. Reicher Barockaufbau und Umrahmung in Gold
und Flittern, dazwischen Rosenranken, Nelken, Tulpen usw. in farbiger Seide. An der
i oberen Längs- und an den Schmalseiten Borte in ähnlicher Ausführung. An drei Seiten
j / Goldborte, an der unteren Seite Goldfranse, rotes Seidenfutter. 164% 100 cm.
eAR Italien oder Süddeutschland, Mitte 18. Jahrh.
545 Decke. Goldstickerei auf rotem Seidenatlas. In der Mitte verschlungenes Monogramm EIL.
YO Eckstücke und Mitte durch Ranken verbunden. Eingefaßt mit Goldspitze, rotes Seiden-
ie futter. 121xIIıo cm.
Italien, 2. Hälfte 17. Jahrh.
546 Decke. Stickerei in farbiger Seide und Gold auf elfenbeinfarbiger Seide. Blumenranken über
die Fläche verstreut. Eingefaßt mit Goldborte, rotes Seidenfutter. 93x92 cm.
za L : Anfang 18. Jahrh.
547 Decke. Stickerei in farbiger Seide auf blauer Seide. In der Mitte querrechteckiger Rahmen,
darin zwischen zwei Pflanzenkübeln Hahn. Ringsherum Volutenranken mit großen
Br AR Blättern, Sonnenblumen, Rosen, Tulpen, Lilien usw. in symmetrischer Anordnung. Breite
b. ER / vg f Umrahmung aus gelber Seide. Schmale grünweiße Seidenfranse. 200x 128 cm.
W.70 P Italien, 2. Hälfte 17. Jahrh.
u I} 1 yaı Ph eoleneı
548 Altarbehang. Stickerei in Gold und Flittern auf rotem Samt. In der Mitte symmetrischer
Aufbau aus Ranken. An der unteren Kante wellig gelegte Blätter und Ranken mit Blüten
D und Granatäpfeln. In den beiden unteren Ecken die Buchstaben PF und TP. 141x776 cm.
Imre { Italien, 2. Hälfte 17. Jahrh.
549 Decke. Stickerei in farbiger Seide auf gewebtem Netz. Drei breite Streifen gleichen Musters.
Aneinandergereihte Äste mit großen Blättern und kleinen Blütenknospen. An allen vier
Seiten Borte aus Wellenbändern, daran gebunden kleine Blütenzweige. Hellrotes Seiden-
Prrngl nd futter. 160x69 cm.
/ Italien, 17. Jahrh.
550 Marienmantel? Stickerei in farbiger Seide und farbigen Glassteinen auf weißem Atlas. Dünne
symmetrische Ranken mit großen Phantasieblumen. Eingefaßt mit schmaler Goldspitze.
135x 81 cm.
Italien, 2. Hälfte 17. Jahrh.
1
Ni
Mofyın 17 K
Henke {
ssı Großer Mantel, wohl für eine Madonnenstatue., Stickerei auf weißer Seide. In der Mitte und
am unteren Rande Barockranken und Kartuschen in Gold. Rechts und links geschwungene
z Ranken in Gold mit Phantasieblumen in Chenille. An der rechten Seite Einschnitt für den
ont @unfdrm. Eingefaßt mit Goldspitze, am unteren Rande mit Goldfranse. 216 x 160 cm.
Italien (?), 17. Jahrh.
552 Behang. Auf goldgelbem gesticktem Seidengrund, in goldener Reliefstickerei, reich verzierte
Nische mit Ampel, dazwischen in farbiger Seide gestickt lose und in Vasen gesteckte
‚ Blütenzweige und Blütengehänge. Breite Randborte, farbige Fruchtgehänge durch große
Hei, Om goldene Schleifen gehalten. In den vier Ecken große goldene Blätter. An drei Seiten Gold-
denmmeyoß :
: / Transe, hellgraues Seidenfutter. 181x146 cm.
W.
r Khorkn Italien (?), Ende 17. Jahrh.
/
553 Decke. Stickerei in gelber Seide auf rotem Seidenatlas. Mittelfeld, ornamentierte und in acht
Spitzen auslaufende Rosette. An den Seiten je ein Paar Pfauen in Ranken. Ringsherum
breite Borte aus Blütenranken, dazwischen Vögel, eingefaßt mit schmalen Begleitborten,
ganz außen schmale Seidenfranse. 264x174 cm.
Portugiesisch-Indien, um 1700.
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oe 1X
554 Flügeldecke. Stickerei in hell- und goldgelber und etwas blauer Seide. Drachen verschiedener
Größe zwischen dünnen Ranken und Päonienblüten. Am unteren Rand stilisierte Wellen
und Land, an der rechten Seite Mäanderband. Zum Teil eingefaßt mit neuem Samt.
264x189 cm.
China, 18. Jahrh.
555 Kasel aus rotem Samt mit vertieftem gotischem Granatapfelmuster. Gestickter Stab auf der
Vorder- und Gabelkreuz auf der Rückseite. Auf dem Kreuz, der gekreuzigte Christus mit
Maria und Johannes, auf dem Schrägbalken zwei Engel mit den Leidenswerkzeugen.
’ os /.g,,, Darunter zwei Felder, darin in Nische Petrus und Bischof. Auf dem Stab drei Felder mit
u ee "Eeiligen. 124x75 cm.
Samt, Italien, ı5. Jahrh.; Stickerei, Deutschland, Anfang 16. Jahrh.
Tafel 106.
556 Kasel. Rückseite aus grünem Samt mit vertieftem gotischem Granatapfelmuster mit gesticktem
Kreuz. Auf dem Längs- und Querbalken je vier Felder mit Heiligen. Vorderseite aus
grünem gepreßtem Samt mit gesticktem Stab, vier Felder mit Heiligen. 115x65 cm.
Samt der Rückseite, Italien, ı5. Jahrh.; Samt der Vorderseite, Italien, Ende 16. Jahrh.;
Stickerei, Deutschland, Anfang 16. Jahrh.
Tafel 106.
YHım
4 557 Kasel aus rotem Samt mit vertieftem gotischem Granatapfelmuster. Kaselkreuz und Stab
Pi aus farbiger Seidenstickerei auf Goldgrund. Auf dem Kreuz der gekreuzigte Christus,
rechts und links je ein Engel in silbernem Gewande, der in einem Kelche das Blut aus
hyv ton
105
der Handwunde auffängt; seitlich zwei gewundene Säulen. Über dem Christus Gottvater
mit Taube, unter ihm zwei Heilige in Nischen. Auf dem Stab in drei Feldern gleicher
Musterung drei Heilige. 127x68 cm.
Samt, Italien, 15. Jahrh.; Stickerei, England, 15. Jahrh.
s58 Dalmatika aus weißem Seidendamast, symmetrisches Muster, Flechtbänder bilden spitzovale
Felder, darin Palmetten. Auf beiden Seiten mit zwei senkrechten, oben verbundenen Stäben
stickte Heiligenfiguren. An den Ärmeln
Eingefaßt mit
besetzt, darauf auf Goldgrund in farbiger Seide
Per, dic ( { or gestickte Borten. An der Vorderseite an zwei Schnüren je zwei Quasten.
I ; grüner Seidenfranse. 1rox1o5 cm.
Der Damast Italien, ı. Hälfte 16. Jahrh. Die Stickerei Deutschland, 1. Hälfte 16. Jahrh.
559 Dalmatika. Gegenstück zu Nr. 558.
u s60 Kasel aus einfarbigem rotem Samt. Stab der Vorderseite. Drei Felder in Lasurstickerei, darin
in Rundfeldern St. Petrus, St. Andreas und St. Bartholomäus und Fabeltiere. Eingerahmt
von gestickten Borten mit Reliefmuster. Stab der Rückseite in gleicher Technik. Vier Felder,
% h lı unes darin Gottvater, St. Jacobus und St. Johannes. Die Gesichter zum Teil ergänzt. 128 x 67 cm.
} Italien oder Niederlande, 16. Jahrh.
v
561 Kasel aus grünem geschnittenem und ungeschnittenem Samt. Auf schräg gestellten kleinen hell-
gelben Feldern ornamentales grünes Muster. Auf beiden Seiten Stäbe. Aufnäharbeit aus
weißem, gelbem Atlas und rotem Damast auf grünem Samt. Symmetrisches Muster, ab-
‚wechselnd Kartusche mit Engelsköpfen und Ranken mit Vögeln. Eingefaßt mit grüner
a tun? 2 u Seidenfranse. 105x775 cm.
Samt, Italien, Anfang 17. Jahrh.; Aufnäharbeit, Italien oder Spanien, 17. Jahrh.
Tafel 106.
562 Kasel aus ungemustertem rotem Samt, mit Goldborte eingefaßt. 105 x 64 cm.
17. Jahrh.
4] E
NZ a 17 air
563 Kasel aus Seidenbrokat. Auf hellblauem Grunde symmetrisches Muster in Weiß, Grün, Rosa
und Rot. Gemusterte Wellenbänder bilden Felder, darin reicher Palmettenaufbau, sog.
Spitzenmuster. 109x72 cm.
= W Ä
race Verik Italien, Anfang 18. Jahrh.
Ynelel er ehr eiı
U ' 564 Kasel aus einfarbiger grüner Seide, darauf Mittelstreifen aus Goldbrokat. Symmetrisches
Muster auf weißem Atlas. Palmettenaufbau in Gold mit Blumen und Blättern in Grün,
} Weiß und Rot, sog. Spitzenmuster. Auf der Vorderseite eine Flickstelle. 100x64 cm.
fr. Hund Der Brokatstoff Frankreich, Anfang 18. Jahrh.
565 Kasel aus Silberbrokat. Auf hellblauem gemustertem Grunde Blätter und Ranken in Silber,
dazwischen Blütenzweige und Mohnblumen in farbiger Seide. 105%x62 cm. ,
pırn» Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
Kurarknoyor 2 J
(566 Kasel aus Seidenbrokat. Mittelstreifen, auf weißer gemusterter Seide feine Ranken mit Blüten
SER und Blättern, farbig und etwas Gold. Seitenteile, auf blauem Grunde bunte Blumenstauden.
u Eingefaßt mit Goldspitze, gelbes Seidenfutter. 97x71 cm.
Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
106
567 Kasel aus Brokat. Auf Silbergrund Strahlen in Silber, dazwischen Phantasieblumen.
100x70 cm.
Au ER Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
MNUAUFTMEFEN
568 Kasel. Mittelstreifen, kleinmustriger Seidenstoff in Weiß und Rot mit schwarzen Konturen
auf Grün. Seitenteile, hellroter glatter Samt. Die drei Teile sind durch breite Goldborten
‚, getrennt. Eingefaßt mit Goldspitze. 105x75 cm.
\ Ar EU (X Seidenstoff und Samt, 18. Jahrh.
A char .
569 Kasel. Auf gesticktem Goldgrunde spätes Barockwerk in Reliefstickerei in Gold, dazwischen
Phantasieblumen und Früchte in farbiger Seide. Hellrotes Seidenfutter. 144%77 cm.
Italien oder Frankreich, ı. Hälfte 18. Jahrh.
Tafel 108.
;7o Kasel. Mittelstreifen, auf gesticktem Silbergrund wachsen aus einer Vase Phantasieblumen
in Reliefstickerei in Gold und Silber. Seitenteile, auf weißer Seide Ranken mit Phantasie-
blumen in Gold, Silber und farbiger Seide gestickt. 106x68 cm.
Y, _ Deutschland, ı. Hälfte 18. Jahrh.
AL
UHR Tafel 107.
571 Kasel. Mittelstreifen, auf gesticktem Goldgrund verschlungenes Rankenwerk in Reliefstickerei
in Gold und etwas farbiger Seide. Seitenteile, Ranken mit Blüten in Gold und etwas
farbiger Seide auf weißer Seide in orientalischem Geschmack. 105x68 cm.
Yrwef,o/ Spanien (?), Anfang 18. Jahrh.
572 Kasel. Reliefstickerei in Silber auf hellroter Seide. Spätbarockes Rankenwerk, durch zwei
Längslinien in drei Teile geteilt. Eingefaßt mit Silberfranse, hellrotes Seidenfutter.
- 105x68 cm.
{ınlur Italien, um 1700.
573 Kasel. Reliefstickerei in Gold auf weißer Seide. Spätbarocke Ranken, durch zwei Längs-
streifen in drei Teile geteilt. Rosa Seidenfutter. 98x65 cm.
1 heraoı Italien, Anfang 18. Jahrh.
574 Kasel. Stickerei in Gold und farbiger Seide auf weißem Seidenatlas. Unten gekrönte Wappen-
kartusche, In dem einen Feld IHS, in dem anderen AR, darüber Sockel mit Balustrade und
Baldachin, an den Seiten Füllhörner mit Blättern und feinen Ranken. Durch zwei Längs-
Hua vH 12/6freifen in drei Teile geteilt. 105x70 cm.
& Gya&g Anfang 18. Jahrh.
575 Kasel. Reliefstickerei in Silber auf roter Seide. Spätbarockes Volutenrankenmuster, durch
zwei Längsstreifen in drei Teile geteilt. 107x65 cm.
Ay u 0X Italien, um 1700.
k. Hrepet
576 Kasel. Auf gesticktem weißem Seidengrund drei senkrechte Streifen, der mittlere etwas
schmaler, durch Goldborten getrennt. In farbiger Seide und Gold gestickte Akanthusranken
0 in Voluten endigend, mit Rosen, Akelei, Mohnblumen, Narzissen usw., dazwischen Pfauen,
Ayghiorge ) Papageien und Schmetterlinge. 98x70 cm.
/ Italien, Ende 17. Jahrh.
Tafel 108.
107
577 Kasel. Stickerei in farbiger Seide auf weißem Seidendamast. Drei senkrechte Streifen durch
zwei breite Goldborten getrennt. Im Mittelfeld unten Kartusche mit Wappen, darüber
1 Palmetten. An beiden Seiten Ranken mit Phantasieblumen. Eingefaßt mit Goldborte, rotes
Aua: Kı irı OA/ON Seidenfutter. 100x69 cm.
1. Hälfte 18. Jahrh.
578 Kasel. Auf gesticktem Silbergrund über die ganze Fläche verteilt feine geschwungene Ranken
in Gold mit Blättern und Blüten in farbiger Seide. Durch zwei gestickte senkrechte Borten
in drei Teile geteilt. 100x 66 cm.
ni) a Deutschland, 2. Hälfte 17. Jahrh.
MaULIIHHULL:
579 Kasel. Auf weißer Seide in Goldstickerei Rokokoranken und zwei senkrechte Streifen aus
kleinen aneinandergereihten Blättern, dazwischen Blumenranken in farbiger Seide gestickt.
} 99x67 cm.
AP, 7 [97
rap ur . (u Süddeutschland, Mitte 18. Jahrh.
Mımoltıet
580 Kasel. Stickerei auf weißer Seide. Großer Rokokoaufbau in Gold trägt eine Schale mit
Früchten in farbiger Seide, darüber Rokokoranken und Palmetten in Gold, dazwischen
0 Rosen, Nelken, Tulpen, Winden usw. in farbiger Seide. Hellrotes Seidenfutter. 105x64 cm.
brabcr 7&% Mitte 18. Jahrh.
/
581 Kasel. Stickerei in Gold, Flittern und Goldfolie auf weißer Seide. Rokokoranken mit Blüten-
ranken über die ganze Fläche verteilt. In der Mitte agnus dei in Silber von goldenen
> Strahlen umgeben. Zwei gestickte senkrechte Streifen teilen die Fläche in drei Teile.
Panubiseu 0A, !15%X55 m.
Spanien, Mitte 18. Jahrh.
582 Kasel. Stickerei in Gold, Silber und farbiger Chenille auf weißem Seidenatlas. Akanthus-
ranken in Voluten endigend mit Tulpen, Narzissen usw. Zwei Ranken durch Schleife
OR gebunden. Hellblaues Seidenfutter. 1I0x70 cm.
ra ve ww Italien, 17.—ı8. Jahrh.
Tafel 107.
583 Kasel. Stickerei auf weißem Seidenatlas. Barockkartuschen in Gold und blauer Seide, ver-
bunden durch Ranken in Gold und Blau, enden in Rosen, Tulpen, Winden und Phantasie-
2 blumen in farbiger Seide. Hellrotes Seidenmoirefutter. 1I0x 64 cm.
Apr Korger Italien oder Süddeutschland, Anfang 18. Jahrh.
584 Kasel. Auf mattgelber Seide drei senkrechte Streifen durch Goldborten getrennt. Mittel-
streifen, Rahmen in Gold und Silber gestickt, darin Priester im Ornat in farbiger Seide
gestickt. Darüber zwischen zwei Palmenwedel IHS mit Krone. Im übrigen Teil des Mittel-
ee sowie der Seitenstreifen Volutenranken mit Nelken, Rosen, Tulpen, Akelei usw. Auf den
ken N Ranken Pfauen und andere Vögel. Alles in Gold, Silber und farbiger Seide gestickt.
112x67 cm.
Ostdeutschland, Anfang 18. Jahrh.
585 Kasel. Mittelstreifen, auf gesticktem Silbergrund in farbiger Seide und Gold Schale mit
a es 7: “ Rose und Knospen, darunter Fruchtgehänge mit Rollwerk ver-
unden. Durch schmale in Gold gestickte Borten eingerahmt, Seitenstreifen, Stickerei in
Hy oh farbiger Seide und Gold auf weißer Seide. Füllhörner mit Blumen, Fruchtgehänge, Nelken
( Yuonel durch Ranken verbunden. Die Vorderseite teilweise ausgebessert. 91x66 cm.
a Süddeutschland, Mitte 18. Jahrh.
s86 Kasel. ‚Stickerei auf weißer Seide. Spätbarockformen und Ranken in Gold mit Blumen in
farbiger Seide. Zwei senkrechte gestickte Borten teilen die Fläche. Rotes Seidenfutter.
Y 108x76 cm.
WIR Süddeutschland, ı. Hälfte 18. Jahrh.
587 Kasel. Stickerei auf weißer Seide. Spätbarockformen durch Ranken verbunden in Gold,
dazwischen kleine Blumen in farbiger Seide. Zwei senkrechte gestickte Goldborten teilen
) die Fläche. Weißes Seidenfutter. 1IOXx69 cm.
7 Y KrAMsjddeutschland, ı.Hälfte 18. Jahrh.
„au
588 Kasel. Stickerei auf weißem Seidenatlas. Rokokoranken in Gold, dazwischen Blumenranken
in farbiger Seide. Zwei senkrechte gestickte Goldborten teilen die Fläche. Gestickter Gold-
rand, rotes Seidenfutter. 94x62 cm.
MB alı ı Süddeutschland, ı. Hälfte 18. Jahrh.
lresrıv Tafel 108.
589 Kasel. Stickerei auf weißer, etwas vergilbter Seide. Spätbarocker Rankenaufbau in Gold mit
Blumen, Blumengehängen und Blütenzweigen in farbiger Seide. Zwei senkrechte in Gold
gestickte Wellenranken mit Blüten teilen die Fläche. 106x 68 cm.
Süddeutschland, ı. Hälfte 18. Jahrh.
‚Jolıat l£ f
596 Kasel. Stickerei in farbiger Seide und Gold auf weißem Seidenatlas. Mittelstreifen, einzelne
Tulpen, Nelken, Rosen usw. mit Blättern sind übereinander gestellt. Seitenstreifen, Voluten-
ranken in Tulpen, Rosen usw. endigend. Rotes Seidenfutter. 113x778 cm.
B
beat rger Süddeutschland, Mitte 18. Jahrh.
SS
nel)
nn
/
591 Kasel. Stickerei in farbiger Seide und Gold auf mattgelber Seide. Aus einer Kartusche zweigen
sich zwei Füllhörner mit Früchten, Ranken mit Rosen, Tulpen und Winden ab, dazwischen
Vase mit Früchten. Zwei senkrechte in Gold gestickte Borten teilen die Fläche. Blaues
Aunac asu@eidenfurter. Vorderseite beschädigt. 102x 69 cm.
Süddeutschland, Anfang 18. Jahrh.
592 Kasel. Stickerei auf mattgelber Seide. Rokokoranken in Gold mit Nelkenstauden und ein-
zelnen Blumen in farbiger Seide. Zwei senkrechte in Gold gestickte Borten teilen die Fläche.
Helles Seidenfutter. 100x73 cm.
Una zıXmı0Y Süddeutschland, Mitte 18. Jahrh.
593 Kasel. Stickerei in farbiger Seide, Gold und etwas Silber auf weißer Seide. Sichelförmige
Blätter mit Schalen, darauf Früchte, ebenso Palmetten mit Früchten und Blumen. Zwei
. senkrechte Goldborten teilen die Fläche. Rosa Seidenfutter. ırıx75 cm.
087602307, 1, Hälfte 18. Jahrh.
Tafel 107.
109
u
engen
7
594 Kasel. Stickerei in farbiger Seide auf hellblauer Seide. Aus einem Strahlenkranz mit IHS
entwickeln sich Volutenranken in Gelb und Grün mit Nelken, Tulpen usw. in lichten
Farben. Zwei senkrechte in Gelb gestickte Borten teilen die Fläche. Rotes Seidenfutter.
IIIX74 cm.
Italien, Ende 17. Jahrh.
s95 Dalmatika. Stickerei in Silber und etwas Gold auf hellroter Seide. Spätbarockes Ranken-
werk mit Phantasieformen. Gelbes Seidenfutter. 98x 95 cm.
Italien, um 1700.
s96 Dalmatika, Stickerei auf gelber Seide mit Goldlahn durchschossen. In Silber gestickte senk-
rechte und waagerechte von Ranken umschlungene Borten teilen die Dalmatika in Felder.
Aus den Silberranken wachsen Tulpenstauden, Nelken, Winden, Rosen- und Apfelzw
Aprikosenfarbenes Seidenfutter. 101 x 80 cm.
9
an
u, sehe ı. Hälfte 18. Jahrh.
& /
rn ur
597 Dalmatika. Stickerei auf mattgelber Seide. Palmette in Gold, Flittern und etwas farbiger
Seide, umrahmt von Ranken in Gold und zarten Blumenranken in farbiger Seide. Hell-
rotes Seidenfutter. 94x 89 cm.
HErGeN Süddeutschland, Mitte 18. Jahrh.
598 Mitra aus Seidenbrokat. Auf mattgelbem Grunde Päonienzweig, grüne Blätter und hellrote
Blüten mit etwas Silber. Im Hintergrund Springbrunnen mit hohen Hecken. Eingefaßt
mit breiter Goldspitze. Zwei herabhängende Bänder aus dem gleichen Stoff. 44x 36 cm.
eich Der Brokatstoff, Frankreich, Mitte 18. Jahrh.
599 Drei Stolen und ein Manipel, Stickereien. Ranken in farbiger Seide und Gold auf matt-
gelber Seide. — Ranken in farbiger Seide und etwas Gold auf gesticktem Silbergrund, —
Ranken in Silber auf roter Seide. — Desgl. 224x27 cm; 208x25 cm; 208x21 cm;
KAM 97x21 cm.
18. Jahrh.
600 Drei Stolen, Stickereien. Auf mattgelber Seide Rokokoranken in Gold von feinen Blumen-
ranken in farbiger Seide umwunden. — Sförmig geschwungene Ranken in Silber auf
roter Seide. — Auf weißer Seide Blumenranken in Chenille und Gold. In der Ver-
- breiterung Kreuz. 236x28 cm; 200x19 cm; 216x19 cm.
18. Jahrh.
6or Sechs Pallen, gestickt. Zwei auf weißem Atlas. Ranken in Gold mit farbigen Blumen. In der
Mitte Kreuz. — Auf mattgelbem Atlas farbige Blumenranken. In der Mitte Stra
darin Kreuz. — Auf mattgelber Seide Kreuz in Gold, in den vier Ecken je eine Blume.
Am Rande breite gestickte Borte in Gold. — Auf mattgelber Seide Strahlenkranz, darin
IHS, umgeben von Ranken in Gold. In den Ecken kleine Blumensträuße. — Auf hell-
blauer Seide Strahlenkranz, darin IHS, umgeben von Ranken in Gold mit Nelken und
Tulpen in farbiger Seide. 25x25 cm; 27x27 cm; 25x25 cm; 26x25 cm; 24x23 cm;
33x33 cm.
18. Jahrh.
hlenkranz,
602 Vier Pallen. Drei gestickt, eine aus Seidenstoff. Auf rotem Samt, Kranz in Gold, darin Mariä
BAT Tempelgang. 7 Zwei verwandter Musterung, auf vergilbter weißer Seide, Goldranken
und Borten mit einzelnen farbigen Blumen. In der Mitte Kreuz. — Seidenstoff in hellen
4@yv Nun» Farben, gestreift. Eingefaßt mit Goldborte. 28x 23 cm; 24x 24 cm; 23x23 cm; 20x
/ elverrı7.—ı8. Jahrh.
20cm.
603 Eine Palla und ein gesticktes Bild. Auf Pergament gemalt, Opfer Abrahams, eingerahmt von
Zackenrand in Gold auf weißer Seide mit kleinen Blüten in farbiger Seide und Ranken
in Gold. Eingefaßt mit Goldspitze. — Nadelmalerei in farbiger Seide auf hellblauer
% wvguıh Seide, nach oben dreifach abgerundet. Die Verkündigung. 23x21 cm; 32x19 cm.
18. Jahrh.
604 Kaselkreuz und Stab, zusammengehörig, und ein Fragment. Kölner Bortenweberei mit etwas
Stickerei. Auf Goldgrund in Rot, Blau, Braun, Grün, etwas Weiß und Gelb. Kreuz, Maria
mit dem Kinde, St. Andreas, St. Martin. Auf dem Querschenkel zwei Engel, Orgel und
y Gitarre spielend. Stab, St. Hieronymus, St. Anthonius und Teil eines Heiligen mit Lanze.
In/Merat Alles eingerahmt mit roten gotischen Ranken. — Auf Goldgrund St. Paulus. 98x 52x 14 cm;
Su] 79x14 cm; 45x14 cm.
/ Köln, Mitte ı5. Jahrh.
Tafel 104.
re
605 Zwei Streifen mit je drei Feldern. Stickerei in farbiger Seide und Gold auf blauer Seide.
In jedem Felde auf vier Säulen gotische Kuppel, darin Maria mit dem Kinde, Heilige mit
Hund, St. Franziskus, St. Magdalena, Christus, St. Johannes der Täufer. Der Untergrund
nr ; ornamental verziert. Eingefaßt mit grüner Seidenfranse. 96x 19 cm; 97x19 cm.
TÜAL
//” Deutschland, 15. Jahrh.
Tafel 105.
9
er
606 Zwei Streifen mit je vier Feldern. Stickerei in farbiger Seide und Gold. In jedem Felde Nische
mit je einem Heiligen. Der Untergrund ist ornamental verziert. Jeder Streifen 140x40 cm.
ms Deutschland, ı5. Jahrh.
EI 4
60f Zwei Streifen mit je vier Feldern in Lasurstickerei. In Rundfeldern Evangelisten und Heilige.
In den übrigen Teilen der Felder je vier Fabeltiere. Eingerahmt von gestickten Goldborten
Ä mit Reliefmuster. 135x27 cm; 132x27 cm.
VYınmamas c *
y Italien oder Niederlande, 16. Jahrh.
TE |
Y
608 Chormantelschild in Lasurstickerei und Nadelmalerei. Anbetung der Heiligen Drei Könige.
Im Hintergrunde Gebäudegruppe, darüber gotisches Deckengewölbe. Eingefaßt mit Gold-
n spitze. 55x5ı cm.
Ip 0 in Niederlande, ı. Hälfte 16. Jahrh.
Tafel 105.
609 Drei Chormantelschilde. Zwei davon in farbiger Seide und Gold gestickt. Der auferstandene
Christus von einem Engel gehalten. — Christus mit Weltkugel und Maria auf einer Bank \
sitzend. Darunter kleine Figur einer Nonne. — Kartusche in Goldstickerei auf blauer
Yır Seide umrahmt ein Oval, darin in Nadelmalerei und Gold vor einem Bischof drei kniende
Frauen und ein Mann. Die Stickerei ist an einigen Stellen ausgefallen. Die Rundung des
Schildes ist mit vier Teilen der Goldstickerei ausgefüllt. Eingefaßt oben mit Goldborte,
der übrige Teil mit Goldspitze. 30x 30 cm; 40x37 cm; 60x59 cm.
Deutschland, 15. Jahrh.; Italien, 16. Jahrh.
IrET
610 Fünf Stickereien in farbiger Seide und Gold. Christus vor Pilatus. — Christus wird ge-
geißelt. — St. Petrus. — St. Paulus. — St. Franziskus. 25x19 cm; 26x 19 cm; 24x 16 cm;
DER 25x16 cm; 22x19 cm.
15.—16. Jahrh.
6ır Altarbehang. Kreuzstichstickerei in farbiger Wolle, etwas Seide und Gold auf Kanevas.
Verschlungene Bänder bilden spitzovale Felder, darin gezackte Blätter und eine Blüte,
durch Knauf zusammengehalten. Unten Flechtbandborte mit Seidenfranse in Rot, Gelb,
r j Grün und Weiß. Oben Borte aus aneinandergereihten Sternquadraten mit einer Seiden-
den wtteterı vi franse in Grün und Hellrot. 178x 98 cm.
Deutschland, ı. Hälfte 17. Jahrh.
612 Streifen. Stickerei in petit point und Flechtstich in farbiger Wolle, etwas Seide auf Kanevas.
Drei Ovale, darin Darstellung von Landwirtschaft, Jagd und Unterhaltung im Freien.
( W, : Zwischen den drei Bildern zwei geflügelte Halbfiguren und zwei halbe in Akanthusranken
N Korerfer endigend. Eingefaßt mit neuer Borte. 197 x44 cm.
p ! ‚2Deutschland, Anfang 17. Jahrh.
BIN ef
pellevu Tafel ııo.
613 Quadratisches Feld. Stickerei in petit point in farbiger Seide, etwas Wolle, Gold und Silber
auf Kanevas. In Kartusche, die von reichem Rankenwerk umgeben ist, Bildstickerei, Daniel
in der Löwengrube. 109% 93 cm.
2, nerlveurvor Italien, Ende 17. Jahrh.
614 Hochrechteckiges Feld. Stickerei in petit point in farbiger Wolle und Seide auf Kanevas.
Tanz der Juden um das Goldene Kalb. 63x49 cm.
Lo 17.—18. Jahrh.
615 Achteckiges Feld. Stickerei in petit point in farbiger Wolle und Seide auf Kanevas. Von
Ranken umrahmtes Feld, darin Bildstickerei, Petrus heilt die Lahmen und Blinden.
Br, " VEIBDST 67x 56cm.
; i a “Italien, 17. Jahrh.
k.Vorlebachz
l
616 Quadratisches Feld. Stickerei in petit point in farbiger Wolle und Seide auf Kanevas. Mann
und Frau in Landschaft. Der obere und untere Rand sind ergänzt. 72x 70cm.
\ Deutschland, 17. Jahrh.
Yu ef
617 Hochrechteckiges Feld. Stickerei in farbiger Wolle und etwas Seide auf Kanevas. Mittelfeld in
petit point in graugelben und blauen Tönen. Das Urteil Salomons. Rand aus Blumen-
’ Be h ranken in gros point. Der Rand nicht ganz vollständig. 81x72 cm.
Mrurrnectir?, Deutschland, Ende 17. Jahrh.
618 Rückenlehne. Stickerei in farbiger Wolle und etwas Seide auf Kanevas. Mittelfeld, in petit
point auf schwarzem Grund Tänzerin und zwei Tänzer, umrahmt von barockem Ranken-
werk in gros point. 58x 54 cm.
Yu Mk 2, alu Frankreich, Anfang 18. Jahrh.
f) p
Meılkiardr HM
619 Rechteckiges Feld. Stickerei in farbiger Wolle und Seide auf Kanevas. Barockformen in gros
point umrahmen ein unregelmäßiges Feld, darin drei musizierende Chinesen unter Blüten-
baum in petit point. Teilweise ausgebessert. 89x79 cm.
} ’ , Frankreich, Anfang 18. Jahrh.
Wralaral
} Tafel ıır.
620 Rechteckiges Feld. Stickerei in farbiger Wolle und Seide auf Kanevas. Barockranken mit
Tulpen, Rosen und Schwertlilien in gros point umrahmen ein Feld, darin tanzendes Paar
N in Landschaft in petit point. Teilweise ausgebessert. 78 x 54 cm.
nchı In Deutschland, Anfang 18. Jahrh.
621 Rechteckiges Feld. Stickerei in farbiger Wolle und Seide auf Kanevas. Barockes Ranken-
ornament in gros point umrahmt ein rundes Feld, darin ein Paar unter Bäumen auf
gelbem Grunde in petit point. Teilweise ausgebessert. 89x71 cm.
N vl reeland, Anfang 18. Jahrh.
0% Tafel ııı.
622 Rechteckiges Feld. Stickerei in farbiger Wolle und Seide auf Kanevas. Barockformen in gros
point umrahmen ein ovales Feld, darin Dame in Zeittracht mit Blumengirlande auf einer
N) Bank sitzend in Parklandschaft in petit point. Teilweise ausgebessert. 81 x 66 cm.
Deutschland, Anfang 18. Jahrh.
623 Rechteckiges Feld. Stickerei in farbiger Wolle und Seide auf Kanevas. Barockes Rankenwerk
in gros point umrahmt ein ovales ausgebogtes Feld, darin Diana mit Dienerin und Hund
‚ in petit point. Teilweise ausgebessert. 83 x 66 cm.
{ A Deutschland, Anfang 18. Jahrh.
Tafel ııı.
624 Rechteckiges Feld. Stickerei in farbiger Wolle und Seide auf Kanevas. Rollwerk in Rot,
Blumenranken, Weintrauben und Äpfel in gros und petit point umrahmen ein Feld, darin
in Landschaft Frau, Füllhorn und Tulpenstaude in den Händen in petit point. Teilweise
ausgebessert. 82x 69 cm.
Deutschland, Anfang 18. Jahrh.
Tafel ıı1.
Y
I
625 Quadratisches Feld. Stickerei in gros point auf Kanevas. Barockes Rahmenwerk in Gelb, da-
zwischen Blumenbukett und Blumenranken in Gelb, Grün und Blau. 68x 65 cm.
N s Deutschland, Anfang 18. Jahrh.
ea
626 Rückenlehne und Sitz. Kanevasstickerei in gros point in farbiger Wolle und Seide auf Hell-
blau. Reiches Barockornament. Teilweise ausgebessert. 83x67 cm; 79x 68 cm.
Anurd _ Deutschland, Anfang 18. Jahrh.
Br \Rechteckiges Feld. Stickerei auf Leinen. Grund schiefergraue Seide. Muster mehrfarbige Seide
in petit point. Diana mit Dienerin und Hunden, Hirsche jagend, auf Sockel mit Kartusche,
darin Jagdembleme. Oben Blattgehänge und Rollwerk. 70x65 cm.
Frankreich, ı. Hälfte 18. Jahrh.
4
113
628 Drei Kanevasstickereien in farbiger Wolle und Seide, Rechteckiges Feld. Barockrahmen in
gros point, darin Dame mit Tambourin zwischen zwei Bäumen ın petit point. — Fragment.
Vogel auf Zweig in petit point, umgeben von Barockformen in gros point. — In einem
Felde schreitender Mann zwischen zwei Bäumen in petit point. 54% 38cm; 49x 37 cm;
MR
/ 33x24 cm.
Deutschland, Anfang 18. Jahrh.
mit roter Seidenfranse. Darauf aufgenäht
629 Kissen. Bezug aus rotem Seidendamast, eingefaßt
in petit point. Dame in Zeit-
ovales Feld, Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide
tracht zwischen Baum und Blütenstaude. 55 <46 cm.
Deutschland, Anfang 18. Jahrh.
/ 2
rot
630 Kissen. Vorderseite aus rotem Seidendamast mit roter Seidenfranse eingefaßt. Darauf auf-
genäht hochrechteckiges ausgebogtes Feld. Kanevasstickerei in Wolle und Seide. Barock-
Y ranken in gros point umrahmen ein Feld, darin Tänzer zwischen zwei Bäumen mit großen
\ R, 7,,, Früchten in petit point. 66x 5ocm.
TRUOATTTU Frankreich, Anfang 18. Jahrh.
631 Kissen. Bezug aus rotem Seidendamast, eingefaßt mit roter Seidenfranse. Darauf aufgenäht
quadratisches Feld, Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide in petit point. Kniende
Dienerin überreicht einer Dame Fruchtschale. In den vier Ecken Fragmente von gros-point-
Stickereien. 55x54 cm.
Frankreich, Anfang 18. Jahrh.
A
r Dy-—
632 Kissen. Vorderseite aus rotem Seidendamast mit roter Seidenfranse eingefaßt. Darauf auf-
genäht hochrechteckiges ausgebogtes Feld, Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide.
Mohnblumenstrauß in petit point von Blumenranken in gros point. 60x48 cm.
A 18 Lrorı Frankreich, Anfang 18. Jahrh.
Fur
633 Kissen. Vorderseite. Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide in petit point. Liebespaar
in Zeittracht unter Bäumen. Im Hintergrunde Gebirgslandschaft. 38 x 38 cm.
j > v
Art ler
Frankreich, Anfang 18. Jahrh.
634 Kissen. Vorderseite. Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide in petit point. König in
Glorie von einem Ritter begrüßt. Eingefaßt mit roter Seidenfranse. 38 x 38 cm.
Pau urler ; ‚Frankreich, Anfang 18. Jahrh.
635 Kissen. Vorderseite. Quadratisches Feld mit abgeschrägten Ecken. Kanevasstickerei in farbiger
Wolle und Seide in gros und petit point. Auf weißem Seidengrund bietet eine Besen-
verkäuferin einer Frau Besen an. Darüber in einer Kartusche: Bales, verts bales (Besen,
Y neue Besen). Phantasieformen und Blütenzweige mit Vögeln. Aufgenäht auf hellblauem
Urtubanm Seidendamast. Eingefaßt mit hellblauer Seidenfranse. 50x48 cm.
Frankreich, Anfang 18. Jahrh.
636 Zwei Schreibmappen. Vorderseite: Kanevasstickerei in farbiger Wolle und Seide in gros und
petit point. Jesus und die Samariterin am Brunnen unter Bäumen. Rückseite: grüner Samt,
, innen grüne Seide. — Seidenbrokat. Auf hellrotem Grunde Blütenzweige in Gold und
\S) aa Silber. Innen roter Seidendamast.
Kanevasstickerei: Italien, Ende 17. Jahrh. Seidenbrokat: Frankreich, Anfang ı8. Jahrh.
114
637 Zwei Streifen mit je drei Feldern in Lasurstickerei. In einem Rundfeld: Gott Vater. Darunter ||
Anbetung der Hirten und der Heiligen Drei Könige. Im zweiten Streifen: Mariä Himmel- |
fahrt, Geburt Christi und Verkündigung. Eingerahmt von gestickten Borten mit Relief- |
muster. Beide gerahmt. 124x24cm; 127x 24cm. |
Niederlande, 16. Jahrh. |
Tafel 105.
A
1 7
den
638 Langer schmaler Streifen. Kanevasstickerei in petit point in farbiger Seide. Neun aneinander- |
gereihte Darstellungen: Mariä Tempelgang, Verkündigung, Maria und Elisabeth, An- ||
betung der Hirten, Beschneidung Christi, Darbringung im Tempel, Anbetung der Heiligen |
; Drei Könige, Flucht nach Ägypten und Rückkehr. 234x 13 cm. |
Ef Deutschland, 17. Jahrh.
639 Rechteckiges Feld. Kanevasstickerei in farbiger Wolle auf schwarzem Grunde. Barockes
Rankenwerk in gros point umrahmt ein Feld, darin Liebespaar, über dem Amor schwebt.
Gerahmt. 81x 60cm.
{ nr ‚Deutschland, Anfang 18. Jahrh.
VON, Hasııtıvig
115
xVIM.
DOSEN AUS PORZELLAN UND EMAIL
Nr. 640 — 727a
a) Meißen
Nr. 640 — 667
640 Nadelbüchse, Porzellan, bemalt. In Form einer flach geschlossenen Röhre. Bunte tanzende
Putten zwischen Reliefrocaillen. Am unteren Ende Emailplättchen in gleicher Weise
dekoriert. Fassung aus vergoldeter Bronze. Gekittet. H. 10,2 cm.
Meißen, Mitte 18. Jahrh.
641 Nadelbüchse, Porzellan, bemalt, in Form eines weiblichen Beines mit purpurviolettem Schuh,
weißem Zwickelstrumpf und blauem Strumpfband. Innen und außen auf dem Deckel
Streublumen. Vergoldete Kupfermontierung. H. 11,5 cm.
Asrıerfer Meißen, Mitte 18. Jahrh.
642 Dose, Porzellan, farbig, mit Kindern, die in Gärten „Erwachsene“ spielen, bemalt. Innen im
Deckel musizierendes Paar und ein Putto im Garten. Silberne Fassung. Reparatur an der
linken unteren Ecke des Deckels. H. 4,4 cm, Br. 8cm, T. 6,2 cm.
Volker, Meißen, um 1750.
Tafel 83.
643 Runde Dose, Porzellan, Deckel, Wandung und Boden mit Streublumen und Früchten bemalt.
Innen im Deckel Bildnis einer Dame in blauem Kleid, die an einem mit einer purpurrosa
Decke bedecktem Tisch sitzt, auf dem ein Schmuckkästchen steht. Sprung im Boden.
Durchm. 7,7 cm, H. 5 cm.
Meißen, um 1760.
644 Ovale Dose, Porzellan, bunt bemalt. In Umrahmung aus Rocaillen und Blumen, die auf dem
Dosenkörper reliefiert sind, Watteauszenen. Goldene Fassung. Deckel ersetzt. H. 4,7 cm,
Br. 8,2 cm, T. 6,5 cm.
Yu ot Meißen, Mitte 18. Jahrh.
645 Dose, Porzellan, rechteckig. Auf der Wandung in Umrahmungen aus purpurfarben staffierten
Reliefrocaillen mit bunten Blumen Landschaftsszenen in der Art der niederländischen
m Genremaler des 17. Jahrh. Innen im Deckel schlafende Nymphe am Bach, von einem Faun
el old belauscht. Gravierte Goldfassung. H. 4,5 cm, Br. 8,5 cm, T. 6,5 cm.
Meißen, um 1750.
7 [07
roch,
A. droc Tafel 83.
ul
E
646 Dose, Porzellan, farbig bemalt. Rechteckige Form mit eingezogenen Schmalseiten. Auf den
Außenflächen in einer Umrahmung aus Reliefrocaillen Jagdszenen. Innen im Deckel Jagd
es auf einen Auerochsen. Das Doseninnere vergoldet. Fassung aus vergoldeter Bronze. H. 5 cm,
VL Br. 9,5 cm, T. 6,5 cm.
Meißen, Mitte 18. Jahrh.
7
Ihyecbhiehagpael „F?
Ak
A
647 Dose, Porzellan, bemalt. Rechteckig. Deckel, Boden und Seitenflächen mit bunten Jagdszenen
in farbig staffierten Reliefrocaillen. Innen im Deckel Hirschjagd. Fassung aus vergoldeter
Bronze. H. 4,6 cm, Br. 8,7 cm, T. 6,7 cm.
Meißen, um 1750.
A Tafel 83.
648 Dose, Porzellan mit farbig bemaltem und vergoldetem Reliefdekor. Muschelförmig. Hasen,
Reh, Wildschwein und Hirsch in Rocailleumrahmung. Innen im Deckel Stilleben mit
Papagei. Das Doseninnere vergoldet. Fassung aus vergoldeter Bronze. H. 4,5 cm, Br. 7,8 cm,
2 126,3lcm:
AYURRL Meißen, um 1740.
Tafel 84.
649 Dose, Porzellan mit Reliefdekor. Rechteckige, geschweifte Form. Die Außenflächen mit
Rocaillen verziert, die auf dem Boden ein Stilleben mit Musikinstrumenten, auf dem Deckel
Apollo im Sonnenwagen umrahmen. Innen im Deckel Apollo und Daphne als Halbfiguren
7 in Gelbrosa. Grün und Purpur gemalt. Das Doseninnere vergoldet. Gravierte Fassung
#4 , , aus vergoldeter Bronze. H. 4,4 cm, Br. 8,9 cm, T. 6,5 cm.
/Ha Meißen, um 1750.
Tafel 83.
650 Runde Dose, Porzellan, bemalt. Innen, im Deckel, auf dem Boden und auf der geschweiften
Wandung Hafenszenen. Auf dem Deckel schwimmender Delphin en relief in Blumenborte.
a Der Dosenkörper innen vergoldet. Vergoldete Silbermontierung. Durchm. 6,5 cm, H. 4. cm.
ugonkauım Meißen, um 1740.
651 Dose, Porzellan, bemalt. Rechteckig mit geschweiften Seitenflächen. Der Körper außen mit
Streublumen verziert. Auf dem Deckel außen ein Mops auf einem Purpurkissen, innen zwei
Paare in einem Park. Gravierte Goldfassung. H. 4 cm, Br. 6,6 cm, T. 4,6 cm.
Meißen, um 1760.
Fassung Paris 1758 (vgl. Rg. Nr. 6417, 6510, 6513).
652 Dose, Porzellan, bemalt. Rechteckig. Auf grünem Grund von purpur und gelb staffierten
Reliefrocaillen eingerahmte Reserven mit Szenen vom Hühnerhof. Innen ım Deckel ovales
Brustbild einer lesenden Dame in einer Umrahmung aus goldenen Ranken und Blumen.
Vergoldete Kupferfassung. H. 4,7 cm, Br. 8,5 cm, T. 6,7 cm.
Meißen, um 1750.
Tafel 83.
Ant oa
652a Dose, Porzellan, farbig bemalt. Auf dem Deckel, dem Boden, der Wandung und innen im
Deckel Landschaften mit Reitern. Vergoldete Silberfassung. H. 4,2 cm, Br. 8 cm, T.6 cm.
‚Deutschland, 2. Hälfte 18. Jahrh.
ı0Ck Fassung: Anfang 19. Jahrh.
. Kyenof Tafel 83.
ad
117
4:
Vs 2
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K- Dr G,
u
FIVE 10
!
or U 653 Ovale Dose, Porzellan, farbig bemalt. Auf dem
Deckel bekränzen zwei geflügelte Putten ein
Schild mit dem ligierten Monogramm NF. Der obere Teil der Wandung trägt eine doppelte
Borte von grauen Grotesken auf dunkelbraunem Grund. Der untere Teil ovale Medaillons
mit den drei Grazien und Amor und Psyche. Auf dem Boden Amor, der an einem kleinen
Altar das Feuer entfacht. Innen im Deckel Ansicht von Meißen mit der Albrechtsburg.
H. 3,2 cm, Br. 7,1cm, T. 4,9 cm.
Meißen, um 1800.
654 Stockgriff, Porzellan, unbemalt, mit aufgelegtem Gold- und Perlmuttermosaik auf Lackgrund.
(
{ L
Ara ar ,ımn
Der geschwungene Griff endet vorn in einer weiblichen Büste mit Häubchen auf kleiner
Frisur. Bronzemontierung.
Meißen, um 1760, von J. M. Heinrich.
(Ähnliches Stück abgebildet bei Pazaurek, Deutsche Fayence- und Porzellan-Hausmaler,
Uleeset Ay Leipzig 1925, Abb. 130.)
/
| "Tafel 84.
655 Flakon, Porzellan, farbig bemalt, in Form einer Pilgerflasche mit zwei weiblichen Masken
ır 1 IA
Mat 111
an den Seiten. In Purpur, Gold und Lüsterfarbe staffiert. Auf der Wandung Chinesen-
szenen in reicher Goldspitzen- und Rankenumrahmung. Vergoldete Silbermontierung.
H. 9,5 cm.
Meißen, um 1730.
Tafel 84.
656 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form einer Pilgerflasche mit zwei weiblichen Masken an
il Wer nA
den Seiten. In Purpurviolett, Rot, Gold und Lüsterfarben bemalt. Auf der Wandung
Chinesenszenen in Goldspitzen- und Rankenumrahmung. Vergoldete Silbermontierung, als
Stöpsel eine Rose. H. 8,5 cm.
A
Srlteere/0 Meißen, um 1730.
7 2)
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plaeıı
% / 657 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form einer Pilgerflasche mit zwei weiblichen Masken an
7
Ar
den Seiten. Der Leib in Türkisgrün und Gold staffiert. Auf der Wandung in zwei acht-
passigen Reserven Hafenszenen in der Art Hoeroldts. Vergoldete Silbermontierung:
H. 8,4 cm. Schwertermarke.
Meißen, um 1740.
658 Flakon, Porzellan, farbig bemalt, in Form einer Pilgerflasche mit zwei weiblichen Masken an °
elek
El
/ kg
den Seiten. Golden staffiert. Auf der Wandung Hafenbilder in der Art Hoeroldts. Holz-
stöpsel an Messingkette. H. 8,1 cm.
Meißen, um 1740.
Tafel 84.
6fo Flakon, Porzellan, bemalt. Flache kantige Flaschenform. Die Schmalseiten mit Goldspitzen
n
U
7
/!
En l Io v
staffiert. Auf der Wandung bunte Watteauszenen. Vergoldete Kupferfassung. H. 9,5 cm.
Meißen, um 1740.
um Orakel 84.
660 Flakon, Porzellan, bemalt, flache Rocailleform mit Gold staffiert. Auf der Wandung feine
Watteauszenen in bunten Farben. Fassung vergoldetes Silber. H. 11,6 cm.
J Meißen, um 1740.
er? Tafel 84.
Nberger
/66ı Flakon, Porzellan, bemalt. Flache Rocailleform mit goldener Staffierung. Auf der Wandung
bunte Watteauszenen. Goldene Fassung. H. 13,3 cm.
nJe m OR Meißen, um 1740.
662 Flakon, Porzellan, farbig bemalt, in Form eines Harlekins mit erhobenem Arm in purpur-
violetten Hosen, grün, gelb, violett gewürfelter Jacke und grünem Hut, der an eine
Rocaillevase gelehnt steht. Goldene Montierung. Kleine Beschädigung. H. 8,1 cm.
Y, Meißen, um 1750, Schwertermarke.
EI Tafel 85.
663 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form eines jungen Mannes in lila Hosen und gelber
geblümter Jacke, der einen grauen Hund trägt. Montierung aus Silber. H. 10,1 cm.
7 ,...?y/ Meißen, 60.
997,77 7
664 Zwei Figuren, Porzellan, bemalt. a) Jägerin mit Gewehr in weißem Rock, gelber Jacke mit
blauen Aufschlägen und Dreispitz. H. 7,9cm. b) Herr mit Spazierstock und Dreispitz in
gelben Kniehosen, Brokatweste und grüner Jacke. H. 7,6 cm. Verwischte Marke.
/
Makfıreo Meißen, Mitte 18. Jahrh.
665 Zwei Figuren, Porzellan, farbig bemalt. a) Dame in geblümtem Rock, rosa Spenzer und
blauer Haube. H. 6,2 cm. b) Herr in grünen Kniehosen, geblümtem Rock und Dreispitz
mit einem kleinen Muff in der Hand. H. 5,9 cm. Schwertermarke.
do
Meißen, Mitte 18. Jahrh.
666 Vier Schachfiguren, Porzellan, farbig bemalt. Bauern und Läufer als Türken auf Fußplatten
mit Rocaillen. H. a) 6,2 cm, b) 5,5 cm, c) 5,9 cm, d) 5,6.cm. Schwertermarke und Formen-
nummern.
Yrllınauı Meißen, um 1765.
Vario
667 Vier Vögel, Porzellan, bunt bemalt in natürlichen Farben, auf grün staffiertem Sockel.
a) Eule, H. 4,7 cm. b) Perlhuhn, 5,1 cm. c) Fasan, H. 4,4 cm. d) Rebhuhn, H. 3,6 cm.
Meißen, Mitte 18. Jahrh.
( Ip
b) Deutsche Manufakturen
Nt. 668 — 689
668 Stockknopf, Porzellan, farbig bemalt, in Form eines Frauenkopfes, der aus einem Sockel von
Rocaillen aufwächst. Das Gesicht fleischfarben, durch das graue Haar mit Nackenlocke
schlingt sich ein hellgrünes Band. Die Rocaillen in Purpur und Gold staffiert. Nase ergänzt.
S R
H. 7,4 cm.
Höchst (?), um 1760.
119
Flakon, Porzellan, farbig bemalt, in Form eines nackten Putto mit violettem Schleier, der
neben einer urnenförmigen, weißen, in Grün und Gold staffierten Vase, die auf einem
Wo Alaı bemoosten Steinsockel steht, sitzt. Vergoldete Kupfermontierung. Gekittet. H. 7,2 cm.
Höchst, um 1775, Link-Werkstatt.
670 Scherenfutteral, Porzellan, farbig bemalt, flache längliche Form. Bunte Streublumen auf
weißem Grund. Vergoldete Bronzefassung. H. 10,4 cm, Br. 5 cm.
Fulda (?), um 1780.
671 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form eines kleinen Jungen in gestreifter Hose, geblümter
Jacke und gelbem Hut, der einen Ziegenbock von einem Weinstock mit roten Trauben
verjagt. Winzige Reparaturen. Marke: gekröntes Doppel-F. H. 8 cm.
RL, ß en Fulda, um 1770.
672 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form eines kleinen weiß gekleideten Jungen, der einen
Ziegenbock von einem Weinstock mit blauen "Trauben verjagt. Vergoldete Kupfer-
montierung. Reparaturen am Sockel und am oberen Teil des Weinstockes. Marke:
X gekröntes Doppel-F. H. 8 cm.
ern Fulda, um 1770.
673 Flakon, Porzellan, farbig bemalt, in Form eines Jägers in langem, kariertem Mantel mit
Gewehr, Jagdtasche und Schirmmütze. Montierung aus vergoldeter Bronze. H. 9,5 cm.
IB 3 Ludwigsburg, um 1770.
oa N
674 Necessaire, Silber und Porzellan, farbig bemalt, in Form eines Wickelkindes. Schultern und
Kopf aus Porzellan, mit einem purpurrot, grün und golden staffhierten Häubchen bedeckt.
Das Wickelband aus graviertem Silber enthält sechs Toilettegegenstände aus Silber, Perl-
) ; mutter und Elfenbein. Der untere Teil des Wickels ist als eine Dose mit Klappdeckel aus-
H Cr { gebildet. H. ı5 cm.
Ludwigsburg (?), um 1770.
675 Kleine Figur eines Kartenspielers, Porzellan, in Purpurrosa, Gelb und Grün bemalt. Herr mit
großer weißer Perücke sitzt, in einen pelzbesetzten Schlafrock gehüllt, auf einem Stuhl.
Modelleur- und Staffierermarken auf der Unterseite. H. 5,5 cm.
OR, ei A Ä Ludwigsburg, um 1770.
676 Ovale Dose, Porzellan, mit golden und farbig staffierten Reliefrocaillen und Blumen, die
Felder mit auf Wolken tanzenden Putten rahmen. Innen im Deckel das Urteil des Paris.
Vergoldete Kupferfassung. H. 5,ı cm, Br. 8,2 cm, T. 6,4 cm.
097 Nymphenburg, um 1760.
dMmnmneYor Tate 84.
L ww fl
677 Dose, Porzellan, rechteckig. Auf dem Deckel und dem Boden Ruinenlandschaften, auf der
Wandung Blumen in unstaffiertem Rahmen aus Reliefrocaillen. Im Innern des Deckels
Landschaft mit Ruine. Fassung aus vergoldeter Bronze. H. 4,7 cm, Br. 7,8 cm, T. 6,4 cm.
Eingepreßte Rautenschildmarke im Boden.
Ur Nymphenburg, um 1770.
Tafel 83.
678 Ovale Dose, Porzellan. Auf den Außenflächen mit Purpurmalerei verziert. Zwei Putten auf |
dem Deckel, von dem der eine als Krieger kostümiert ist, halten den sächsischen Stamm- |
baum, zwei auf dem Boden das Wappen und die Abzeichen der Kurwürde von Trier. |
Putten als Fama und als Klio sowie Streublumen schmücken die Wandung. Im Inneren
nlıgw_des Deckels Brustbild des Trierer Erzbischofs und Kurfürsten Os Wenzel von
Am x
/ Sachsen in bunten Farben. Goldene reliefierte Fassung. H. 4,2 cm, Br. 7,8cm, T. 6,2cm
Yuvıa A > > ar B1,0652.C
779 Rautenschildmarke.
Nymphenburg, um 1770.
1)
679 Ovale Dose, Porzellan, mit Purpurlandschaften, die von blau und gold staffierten Relief-
rocaillen mit bunten Blumen gerahmt werden. Innen im Deckel Landschaft mit Pilger und
/ Pilgerin, die eine Dame zum Mitkommen auffordern. In bunten Farben. Fassung aus ver-
/tumm®%0/soldeter Bronze. H. 5,1 cm, Br. 7,8cm, T. 6cm.
Nymphenburg, um 1760.
Tafel 84.
n
680 Stockknauf, Porzellan, mit goldenen Rocaillen bemalt, um die sich bunte Blumen ranken.
H. 7,5 cm.
Nymphenburg, um 1770.
Ü Tafel 85.
681 Stockknauf, Porzellan, farbig bemalt, in Form eines Sterndeuters en buste mit grauem Bart,
schwarzer Kappe und Obergewand, rotem Unterkleid und weißem Bandelier mit goldenen
Planetenzeichen. Vergoldete Bronzefassung. H. 7,4 cm.
I un tQKloster Veilsdorf, um 1770.
682 Nadelbüchse, Porzellan, bunt bemalt. Die röhrenförmige, in der Mitte geteilte Büchse ist im
unteren Teil mit Streublumen und gelbem Mosaikmuster, im oberen mit grünem Schuppen-
muster bemalt. Am oberen Ende geht sie in das Brustbild einer Dame mit rotgeblümtem
y' 4 Schulter- und gelbem Kopftuch über. Vergoldete Silberfassung. H. 12,2 cm.
YMrhrur Kloster Veilsdorf, 2. Hälfte 18. Jahrh.
Tafel 85.
683 Flakon, Porzellan, farbig bemalt, in Form eines an einem Steinsockel stehenden maskierten
Harlekins, der den Hut abgenommen hat und einen Zettel mit der Aufschrift: „Le mari
x aveugle“ hält. Vergoldete Bronzefassung. H. 7,7 cm.
h \ _p7 Kloster Veilsdorf (?), 2. Hälfte 18. Jahrh.
urr Ah
Tafel 85.
684 Kleine Figur einer stehenden Dame, Porzellan, farbig bemalt. Dame auf einem grünen
Rasenstück, sie trägt ein weißes Kleid mit purpurfarbenen Streublumen. Reparaturen am
N rechten Arm. H.8,5cm. Marke: gekreuzte Gabeln (in Anlehnung an die Meißner
Ya a 0%, Shwertermarke).
Volkstedt, um 1780.
685 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form eines Bettelmönches in brauner Kutte, der eine
Gans und ein Körbchen mit Kartoffeln trägt. Auf dem Rücken schleppt er eine Getreide-
garbe, aus der unten die Füße und oben der Kopf eines Mädchens heraussehen. Montierung
M ‚, vergoldete Bronze und Gold. H. 8,5 cm.
“ETF Deutschland, um 1765.
I2I
686 Dose, Porzellan, bemalt. Auf einem Grund von grünem Schuppenmosaik in einer Umrahmung
aus purpur und goldenen Rocaillen Watteauszenen. Innen im Deckel zwei Damen und ein
P PA Herr im Park. Vergoldete Kupferfassung. H. 3,7 cm, Br. 6,9 cm, T. 5, cm.
Süddeutschland, um 1760.
IN Kupferfassung. H. 5,1 cm, Br. 7,6 cm, T. 6,4 cm.
I MU aha Südwestdeutschland (Kelsterbach?), um 1770.
688 Dose, Porzellan, bemalt. Rechteckiger Deckel, Boden und Seitenflächen mit bunten Kinder-
szenen in gelb und rosa staffierten Reliefrocaille-Umrahmungen. Innen im Deckel Garten-
szene mit einer Dame, die einem Herrn einen Vogel zeigt, und zwei Kindern. Vergoldete
j Bronzefassung. H. 4,5 cm, Br. 8,3 cm, T. 6,2 cm.
4 lu warn Och Süddeutschland, um 1770.
Tafel 83.
689 Nadelbüchse, Porzellan, bemalt, in Form einer oben und unten rund geschlossenen Röhre.
Mit bunten Vögeln und Insekten bemalt. Montierung aus vergoldetem Kupfer. H. 12,8 cm.
in Süddeutschland, Ende 18. Jahrh.
Marz Nochleru N
c) Außerdeutsche Manufakturen
Nr. 690 — 696
690 Dose, Porzellan, in Form einer Kiepe, mit bunten Streublumen bemalt. Innen im Deckel
drei Pirole auf einem Baum. Goldfassung. H. 6 cm, Br. 7 cm, T. 5,7 cm.
Sa hun \ Frankreich, Ende 18. Jahrh.
691 Flakon, Porzellan, farbig bemalt, in Form einer flachen Flasche. Hals und unterer Teil des
Körpers mit reliefierten Rippen in Blau und Gold staffiert. Auf der Wandung purpur-
farbene Festons aus Musikinstrumenten und Gartengeräten. Auf der Schulter zwei nach
ER „ oben blickende Köpfe mit Turban bzw. fezartiger Kopfbedeckung. Fassung aus Silber.
Ma we, WLH. 9cm.
Capo di Monte, um 1760.
Tafel 84.
692 Flakon, Porzellan, mit farbig bemaltem Reliefdekor auf weißem Grund, in Form einer
birnenförmigen Flasche. Pflanzen und Tiere sowie eine Schäferin und ein Geige spielender
h S Schäfer. Verschraubung und Fußring aus Silber. H. 9 cm.
yM ovc Fran] Iralien, 2. Hälfte 18. Jahrh.
f
693 Flakon, Porzellan, flache Vasenform mit Reliefdekor und bunter Bemalung, Hellgrün, rosa
und gold staffiert. Rocaillen umgeben auf jeder Seite ein Paar in Landschaft. Bunter
Blumenstrauß als Deckel. Montierung aus vergoldetem Silber. H. 8,5 cm.
IN ) Kopenhagen, um 1775:
Yan Tafel 84.
694 Flakon, Porzellan, flache Vasenform mit Reliefdekor und bunter Bemalung. Rosa und gold
staffierte Rocaillen umgeben auf jeder Seite ein Paar in einer Landschaft. Die Montierung
aus vergoldetem Silber, obere Einfassung des Halses und Stöpsel in Form eines Delphin. ||
Die Einfassung des Fußes als Kapsel ausgebildet. H. ro,2 cm.
ll! N) 1 Kopenhagen, um 1775. |
Tafel 84. |
695 Ovale Dose, Porzellan. Auf dem Deckel, dem Boden und der Wandung ovale Medaillons,
die in Grau und Hellblau gemalte Putten und Trophäen zeigen, golden gerahmt sind und
auf einem Grund aus grünem Schuppenmosaik aufliegen. Im Inneren des Deckels antiker
v Held und Frau. Vergoldete Silberfassung. H. 4,8cm, Br. 9,5 cm, T. 7,1cm.
Uuanmtv Kopenhagen (?), um 1790.
/
696 Drei kleine Figuren, Porzellan, farbig bemalt. a) Storch auf einem Wiesenstück im Schilf
stehend, mit einem Wickelkind im Schnabel. H. 6cm. b) Nackter Putto mit hellblauem
Schleier und Palmzweig. H. 4,2cm. c) Zwei nackte Putten mit rosa und grünem Schleier.
H. 3,9 cm. b) und c) gekittet und ergänzt.
Ya l Yh Kopenhagen (?), um 1770.
v
d) Chelsea
Nr. 697 — 727a
697 Flakon, Porzellan, bemalt, in Form eines auf einem halbkugelförmigen Sockel sitzenden
Amors, der zwei Tauben in der Hand hält. Auf dem Sockel Streublumen. Kleine Reparatur
3 am Rande des Sockels. H. 7,2 cm.
2, Ari. Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh. \
698 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form eines sitzenden Gärtners, der einen Blumen- und
Fruchtkorb auf den Knien hält, aus dem er einem kleinen Jungen einen Apfel gibt. Ver-
EL goldete Montierung. H. 7,6 cm.
E Mın + ı0/,Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
Ka WMERaEN
699 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form einer Blumenfrau, die neben einem großen Korb
sitzt, von der ein kleiner elegant gekleideter Junge Blumen kauft. Das Kind der Blumen-
frau sitzt hinter dem Korb am Boden. Goldene Montierung. Als Stöpsel ein Schmetterling.
N Vılıg 72cm.
Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
700 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form eines Amors, der einen störrischen Esel von einem
Baum wegzuziehen versucht. Auf dem Halfterband: „Tels sont mes disciples.“ Vergoldete
Montierung. Als Stöpsel zwei schnäbelnde Tauben. H. 9,2 cm.
N, Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
Mk Tafel 85.
Flakon, Porzellan, farbig bemalt, in Form eines Weinstockes mit blauen Trauben, von dem
s ein kleiner Junge einen Ziegenbock verjagt. Goldene Montierung mit Kette. Als Stöpsel
- Pr, In dient ein Früchtestrauß. Inschrift auf dem Boden: „Vous le meritez“. H. 7,5 cm.
Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
702 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form eines Straußes, der von einem gestreiften Band
zusammengehalten wird. Vergoldete Montierung. Als Stöpsel dient ein Schmetterling.
H. 9,6 cm.
A Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
703 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form eines an einen Baumstamm angelehnten Amors mit
Reiterstiefeln, Brokatweste und Dreispitz. Goldene Montierung. Als Stöpsel dient ein
Blumenstrauß. H. 8,5 cm.
a Chelsea, 2. Hälfte 18. Jahrh.
704 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form eines Löwen, der von einem Armor, der ihm auf
dem Rücken sitzt, mit Blumengirlanden an einen Baum gebunden wird. Auf dem Bandelier
des Amors: „Vaincu par l’Amour“. Vergoldete Silbermontierung. H. 8,8 cm.
N) Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
Er Tafel 85.
705 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form eines Baumstumpfes, auf dem ein großer Blumen-
korb steht. Ein kleiner Junge klettert daran empor, ein anderer fängt einen Vogel. Auf
einem Ast sitzt ein Papagei. Als Stöpsel zwei schnäbelnde Tauben. Goldmontierung mit
Kette. H. 8,8 cm.
X Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
Tafel 85.
706 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form eines Bauern, der auf einem Ziegenbock sitzt, an
einer Art Baum lehnend, der von Reben umrankt ist. Goldene Montierung mit Kette.
H. 8,5 cm.
ei PR Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
707 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form eines an einem Rosenstrauche stehenden Mädchens,
das einen zudringlichen Liebhaber abwehrt. Goldene und silberne Montierung. Als Stöpsel
Vf, 3 ein Vogel, der an einer Traube pickt. H. ır cm.
.dfraun Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
708 Flakon, Porzellan, farbig bemalt, in Form einer stehenden Dame, die einen Hund im Arm
( hält. Die Hundepfoten abgebrochen. H. 10,8 cm.
N Ak 1 Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
709 Flakon, Porzellan, unbemalt, in Form eines Eichhörnchens, das eine Frucht benagt. Goldene
Montierung. H. 6,6 cm.
A B Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
J\wvwog
710 Flakon, Porzellan, bemalt, in Form einer Schäferin, die neben einer großen Blumenvase sitzt
l und ein Lamm liebkost. Ein zweites Lamm liegt neben dem Vasensockel. Goldene
Montierung. Als Stöpsel dient ein Rosenstrauß, der von einem Band mit der Inschrift:
Mit m „d’amour“ umwunden ist. H. 9,2 cm.
Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
zıı Flakon, Porzellan, farbig bemalt, in Form eines Chinesenpaares mit Kind, das vor einem
Aloegewächs sitzt. Auf dem Sockel Inschrift: „Vous m£ritez la pomme“. Goldmontierung
J mit Kette. Als Stöpsel Aloeblätter. Reparaturen am Fuß des Chinesen und am Sockel,
„H nf Hutspitze fehlt. H. 10,4 cm.
MACD Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
7ı2 Flakon, Porzellan, z. T. farbig bemalt, in Form des etwas veränderten Shakespeare-Denkmals
in der Westminster-Abtei von Peter Scheemakers (1740). Shakespeare lehnt rechts auf drei
Bücher gestützt an einem dreikantigen Sockel, er weist mit der linken Hand auf einen
Zettel mit der Inschrift: „The Cloud Cap’dTowrs...“. Das Piedestal (an dem die Büsten
E- 27, he yon Elisabeth, Heinrich V. und Richard III. weggelassen sind) und der hinzugefügte Baum
“IX grün und purpur staffiert. Goldene Montierung. Kleine Reparaturen. H. 9,5 cm.
Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
713 Flakon, Porzellan, bunt bemalt. Neben einem kleinen Faß steht ein maskierter Harlekin mit
einem Weinglas. Der Boden und das Faß mit Streublumen und Insekten bemalt. Goldene
Montierung mit Kette. Auf dem Faßdeckelring in Email: „le plus bon“. H. 8,7 cm.
lu Chelsea, 2. Hälfte 18. Jahrh.
b Tafel 85.
714 Flakon, Porzellan, farbig bemalt, in Form eines aus Rocaillen gebildeten Postaments mit
Früchten, neben dem zwei maskierte Putten und ein Hund sitzen. Umschrift auf dem
: Sockel: „Contentons nos desirs“. Vergoldete Silberverschraubung. H. 7,5 cm.
Ofly Chelsea, 2. Hälfte 18. Jahrh.
zı5 Flakon, Porzellan, bunt bemalt, in Form eines Harlekins, der einen Krug in der Hand hält
und mit aufgerissenen Augen an einem Baum lehnt, auf dem eine Katze sitzt. Der linke
Arm abgebrochen. H. 6,8 cm.
KrseıdaunLhelsea, 2. Hälfte 18. Jahrh.
Tafel 85.
716 Dose, Porzellan, bemalt, in Form eines Pierrotkopfes mit aufgeschlagenem Hut. Den Deckel
bildet eine bräunliche Achatplatte in glatter Silberfassung. H. 5,3 cm, Br. 6,2 cm.
) 0% Chelsea, 2. Hälfte 18. Jahrh.
717 Dose, Porzellan, farbig bemalt, in Form einer sitzenden Dame, die mit einem Hund spielt.
Den Deckel bildet eine weiße Emailplatte mit Streublumen in Goldfassung. H. 5,6 cm,
Br. 4,5 cm.
778 „ Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
Tafel 85.
718 Dose, Porzellan, bunt bemalt, in Form von zwei bekränzten Tauben, die auf dem auf Wolken
liegenden Köcher Amors sitzen, an dem ein Band mit der Inschrift: „Pour mon amour“
befestigt ist. Den Deckel bildet eine bräunliche Achatplatte in Goldfassung. Sprung.
AH H. s cm, Br. 5,5 cm.
Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
719 Flakon und Dose, Porzellan, bunt bemalt. Die Dose ist eine flache, breite, mit Streublumen
dekorierte Vase. Ein als Blumenstrauß gebildeter Flakon dient als Klappdeckel der Dose.
Um den Fuß, Leib und Hals goldene Montierung. Als Stöpsel Schmetterling. Auf dem
er, Falz des Deckels Inschrift in Email: „Leurs donceur m’attire“. H. 8,9 cm.
Chelsea, Mitte 18. Jahrh.
125
FAN
720 Dose, Porzellan, bunt bemalt, in Form eines Hirtenmädchens, das auf einer Wiese zwei
Ziegen bekränzt. Auf dem Band der Hirtentasche: „Pensez A moi“. Den Deckel bildet eine
Moosachatplatte in Goldfassung. H. 5,2 cm, Br. 5 cm.
Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
hy 5,
Ama Tafel 85.
721 Dose, Porzellan, farbig bemalt, in Form eines Obstkorbes, um den ein Band mit der Inschrift:
„Ce de mon estime“ geschlungen ist. Den Boden bildet eine Moosachatplatte in Gold-
fassung. Kleiner Sprung. H. 3,8 cm, Br. 5,5 cm.
Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
Tafel 85.
722 Dose, Porzellan, bunt bemalt, in Form eines Rasenpolsters, auf dem ein Bogen Papier,
geometrische Instrumente, Pinsel und Palette liegen. Auf dem Papier: „Mes coup hardıs
vous plairont“. Der Deckel aus weißem Email mit Streublumen in vergoldeter Kupfer-
fassung. H. 2,9 cm, Br. 6 cm.
Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
723 Nadelbüchse oder Dose und Flakon, Porzellan, farbig bemalt, in Form einer Nymphenherme.
Der pilasterförmige Teil als Dose, der menschliche Teil, als Klappdeckel ausgebildet, ist
der Flakon. Goldfassung. H. 10,8 cm.
Chelsea, 3. Viertel 18. Jahrh.
724 Nadelbüchse, Porzellan, bunt bemalt. Röhrenförmiges Unterteil mit Mosaikmuster und einer
Kartusche, die ein durchbohrtes Herz und die Inschrift: „Souffrir et esperer“ zeigt. Das
Oberteil als Büste eines maskierten Pierrots ausgebildet. Fassung vergoldete Bronze.
Reparatur am Fußstück. H. 12,8 cm.
N Chelsea, 2. Hälfte 18. Jahrh.
a Tafel 85.
725 Nadelbüchse, Porzellan, farbig bemalt, in Form eines Frauenarmes, der zur Hälfte mit einem
Ärmel bekleidet ist. Die Hand hält einen Apfel. Fassung aus vergoldeter Bronze. H. 7,5 cm.
h Chelsea, 2.Hälfte 18. Jahrh.
® A)
726 Stockknopf, Porzellan, farbig bemalt, in Form eines etwas seitlich geneigten Frauenkopfes
mit aufgestecktem Haar mit Nackenlocken und einigen Blumen. H. 6,8 cm.
R England (Chelsea?), um 1760.
Ar
727 Drei kleine Berloques als Petschaft, Porzellan, bemalt. a) Amor. Fassung aus Gold.
Geschnittener heller Karneol mit zwei Herzen und der Umschrift: „Vivons unit“. H. 3 cm.
b) Amor, vor einem Drachen fliehend, mit der Inschrift: „L’amiti€ vous l’offre“. Gold-
fassung. H. 2,5 cm. c) Gilles (aus Frittenporzellan), „Je pense & Vous“. Bronzefassung.
( J (m HR: 2,2cm;
England, 2. Hälfte 18. Jahrh.
727a Drei kleine Berlogues als Petschaft, Porzellan, bemalt. a) Rauchender Türke. Fassung aus
Gold. Geschnittener Karneol, mit einem Wappen, das eine Rose zeigt. H. 3 cm.
b) Mandoline spielender Affe. Fassung aus Gold. Rechter Arm fehlt. H. 2cm. c) Dudel-
N) sackspieler. Unbemalt und ungefaßt. H. 2,5 cm.
England, 2. Hälfte 18. Jahrh.
126
XIX.
PORZELLAN
Nr. 728 — 1020
N
Die Porzellansammlung der Frau Emma Budget
ist, wie das Vorwort vermerkt, fast gleichzeitig und förmlich in Konkurrenz mit der
weltbekannten Sammlung Feist, Berlin, entstanden. Man wäre jedoch in Ver-
legenheit, wollte man auf die naheliegende Frage nach der Rangfolge eine befriedi-
gende Antwort geben. Ein Vergleich erübrigt sich schon deshalb, weil die Sammel-
tätigkeit beider Rivalinnen einem ganz persönlichen Geschmack unterlag und von
vornherein nach verschiedenen Richtungen führen mußte. Es spricht nicht zuletzt für
die erstaunlich mannigfaltige Produktion der klassischen Porzellanmanufakturen des
18. Jahrhunderts, daß man beide Sammlungen getrost vereinen könnte, ohne daß sich
eine nennenswerte Zahl von Doppelstücken ergeben würde.
Es darf nicht unerwähnt bleiben, daß Frau Budge beim Aufbau ihrer Porzellan-
sammlung von Justus Brinckmann beraten wurde. Der strenge Grundsatz
dieses erfahrenen Kenners, nur Werke bester Qualität und bestmöglicher Erhaltung
zu erwerben, wirkt sich hier sichtbar aus. Auch die Vorliebe für bestimmte, damals
noch kaum beachtete Manufakturen, wie beispielsweise Fulda, geht offenbar auf
die Anregung Brinckmanns zurück, der dieser eigenartigen fürstäbtlichen Fabrik zur
verdienten Anerkennung verholfen hat.
Die Porzellansammlung Budge ist infolge ihrer Abgeschlossenheit noch kaum von
der kunstwissenschaftlichen Seite aus erforscht. Erst in jüngster Zeit, einige Monate
vor dem Tood der Besitzerin, konnte Kurt Röder die wichtigen Bestände an Höchster
Porzellan für eine geplante Geschichte der Mainzerischen Manufaktur verzeichnen
und im Lichtbild festhalten. So blieb für den Spezialisten manches, was unerkannt
ein Dasein im Verborgenen geführt hatte, zu entdecken und für die Forschung aus-
zuwerten, bevor es in alle Winde zerstreut war.
Die Bildbeigaben dieses Kataloges in Verbindung mit dem beschreibenden Text
lassen einen Hinweis auf Einzelheiten entbehrlich erscheinen. Es sei dennoch gestattet,
einige besonders bemerkenswerte Stücke an dieser Stelle anzuführen.
Unter den Meißner Gefäßen nenne ich zunächst das prächtige Paar früher
runder Schüsseln mit bunten Chinesenbildern und kraflvollem, intensiv violett
lüstrierendem Rankenornament im Goldfond des Randes (Nr. 751,Tafel 120), ferner,
als bedeutendste und wertvollste Stücke der ganzen Sammlung, das herrliche Paar
AR-Flaschen der ehemaligen Sammlung von Pannwitz mit buntem chinesischem
Blumendekor in schwarzpunktiertem himmelblauem Grund und einzelnen Chinesen-
figuren in Vierpaßaussparungen — glänzende Beispiele jener besonderen Gattung der
129
Meißner Chinoiserie gegen 1735, die in der Person des „Blumenmalers‘‘ Adam Fried-
rich von Löwenfinck ihren besten Repräsentanten gefunden hat (Nr.753, Tafel 119).
Unter den Meißner Figuren überraschen zwei treffliche Statuetten aus Böttger-
steinzeng: das sonst nirgends bekannte Standbild eines jugendlichen Feldherrn in
blank poliertem Harnisch und ein italienischer Komödiant in teilweise kalt bemaltem
Kostüm (Nr. 778 u.779, Tafel 123). Die Gruppe eines Chinesen mit phantastischem
Vogel in ausgezeichneter Pariser Goldbronzemontierung (Nr.730, Tafel 114) gehört
zu jener eng begrenzten Figurengattung, deren Herkunft noch vor einem Jahrzehnt
ernstlich umstritten war, obwohl die Schwertermarke wie hier und die Merkurstab-
marke an verwandten Stücken den Meißner Ursprung sicher bezeugen. Der bewußt
primitive Stil dieser an chinesische Vorbilder in Email auf Biskuit und in Blanc de
Chine angelehnten Figuren spricht dafür, daß sie als Dekoration der damals allerorts
beliebten chinesischen Kabinette gedacht waren. Das vorliegende Modell ist nur noch
in zwei weiteren Exemplaren bekannt. Als Unikum im wahrsten Sinne des Wortes
darf der in marionettenhaft lässiger Haltung dahinschleichende Harlekin (Nr. 801,
Tafel ı27) bezeichnet werden, dessen Modell zweifellos auf Johann Gottlob
Kirchner, den Vorgänger und zeitweiligen Konkurrenten Kändlers, zurückgeht.
Daneben stehen die ganz anders gearteten derben, wirkungsvoll staffierten acht
Figuren italienischer Komödianten von Kändlers Hand (Nr.808-815, Tafel 126),
die beiden frühen Sitzfiguren der Bockspfeifer, darunter der mit dem Paßglas in bunt
auf schwarzem Grund geblümter Jacke (Nr. 802 u. 803, Tafel 127) und die un-
gewöhnlich gut staffierte Harlekinfamilie (Nr.807,Tafel 129). Von ausgezeichneter
Qualität, nach dem Sockelbelag mit dichtem, hohlliegendem Blumenspalier ein sehr
frühes Exemplar, ist die erste von Kändler 1736 geschaffene Reifrockgruppe des sich
küssenden Paares am Frühstückstisch, eine Variante des bekannten Modells mit dem
Papageienkäfig (Nr. 781, Tafel 127). Die im Modell 1738 von Kändler geschaffene
Reifrockgruppe „Der Herzdosenkanf“ (Nr. 784,Tafel 124) zeigt als Besonderheit am
Kasket des kleinen Heiducken das Monogramm FA des Kurfürsten Friedrich August
von Sachsen. Einen reizvollen Vergleich bieten die beiden 1735 von Eberlein
modellierten Pagoden als Räuchergefäße (Nr.780,Tafelı23) mit den etwa zwei
Jahrzehnte jüngeren, dem gleichen Zweck dienenden Chinesen von der Hand des
Nymphenburger Modellmeisters Franz Bustelli(Nr.963,T afel 146): dort letzter
Ausklang des kraftstrotzenden Barocks, hier spielerisch nervöses Gebaren des letzten
Rokoko. Die auf Bestellung Friedrichs des Großen von Kändler geschaffene, 1745
abgelieferte Folge des Apolls und der neun Musen als Baumgruppen wird man kaum
in solcher Vollständigkeit wiederfinden (Nr.826, Tafel 130). Angesichts der zierlich
bewegten Cris de Paris, die Kändler zusammen mit Reinicke 1753 nach kolo-
rierten, C. G. Huet signierten Zeichnungen auf Pariser Bestellung modellierte,
130
erinnert man sich, daß vor nicht allzu langer Zeit der von Paris nach Meißen berufene
Michel Victor Acier als ihr Urheber galt, obwohl zeitliche Gründe dem ent-
gegenstanden (Nr. 828, Tafel 132). Die internationale Bewunderung für Kändlers
prächtige V ogelfiguren erscheint begreiflich vor dem frühen Exemplar des aufs feinste
durchbossierten und staffierten Grünspechts, des grünen Papageien, des in leuchtend
bunten Farben prangenden großen Sittichs und des Haubenkakadus (Nr. 768-771,
Tafel 121). Freunde seltener Inkunabeln der Meißner Tierplastik werden ihr Inter-
esse der sitzenden Katze (Nr. 763, Tafel 122), dem als Kanne gestalteten Kaninchen
mit der AR-Marke (Nr.764, Tafel ı2ı) und dem aufrecht sitzenden Eichhorn als
„Teekrügel“ (Nr. 765, Tafel ı21) zuwenden.
Eine besondere Stärke der Sammlung sind die süddeutschen Manufakturen.
Für die Geschichte der Höchster Fabrik, namentlich für die Frühzeit, bietet sie
weitgehende Perspektiven. Hier überraschen acht wohlerhaltene, auf hohen Posta-
menten stehende italienische Komödianten (Nr.849-856, Tafel 136), die etwa zwei
Jahre älter sind als ihre vier auf einfache „Lebkuchensockel“ gestellten Fürsten-
berger Verwandten, die Simon Feilner aus Höchst 1754 modellierte (Nr. 906
bis 909, Tafel 134). Aus der Frühzeit von Höchst seien noch genannt die zierlich
durchbrochenen „Aufsatzstücke“ mit bunter Watteaumalerei (Nr. 843, Tafel 133),
die noch unmarkierte Gruppe des thronenden Türkenkaisers (Nr. 847, Tafel 135),
die Löwenhatzgruppe (Nr. 860, Tafel 134), die amüsante Hundehochzeit (Nr. 870,
Tafel 134), das Jagdfrühstück (Nr. 882, Tafel 139) und die Mopsordengruppe
(Nr. 863, Tafel 137). Zu den bisher bekannten, von Johann Peter Melchior
signierten drei Porzellanwerken (der Badenden Venus nach Falconet, der Musikanten-
familie und der großen sitzenden Venus mit Kupido) gesellt sich hier als viertes die
sonst nirgends nachgewiesene Statnette eines kleinen Mädchens (Nr. 887, Tafel 140),
das in zaghafler Haltung, halb in einen Mantel gehüllt, am Rand des Wassers steht.
Sie trägt die vom Modell übertragene Bezeichnung: „I. P. MELCHIOR FECIT.
1772.“ Es fällt auf, daß dieses anmutige, sorgfältig durchbossierte und aufs feinste
bemalte Figürchen mit dem Kurhut überm Rad markiert ist, wie die meisten der
Melchior-Zeit entstammenden Höchster Figuren, die sich durch sorgsame Formung
und gewählte Staffierung auszeichnen, z. B. die beiden Kinder als Sultan und
Sultanin (Nr. 879, Tafel 138), die chinesische Kaiserin mit Trabant (Nr. 875,
Tafel 138) und „der geschmückte Hut“ nebst dem Gegenstück „das geschmückte
Lamm“ (Nr.880 u. 881, Tafel 139).
Bei Frankenthal fällt auf, daß die Figurenmodelle der Hannong-Periode, die
aus Gewohnheit mit dem Namen Johann F riedrich Lück verbunden werden,
besonders bevorzugt worden sind, während der beste Plastiker der Manufaktur, der
131
Hofbildhauer Konrad Linck, nur mit einer einzigen Figur, der anmutigen Monats-
figur „November“ (Nr. 919), vertreten ist. Es erklärt sich dies wohl aus einer
gewissen Abneigung gegen allegorische und mythologische Vorwürfe, die Linck als
Großplastiker näher lagen als Figuren im Zeitkostüm, durch das sich manche
Schwächen der Körpergestaltung bemänteln ließen. Kunstgeschichtlich von Interesse
ist die golden staffierte Figur des Botenknechts (Nr. 916) als Vorbild der Fulder
Kopie (Nr. 969), deren Entstehungszeit im Jahre 1765 urkundlich belegt ist.
Bei Ludwigsburg fallen zwei gravitätisch-steife Ballettgruppen durch minntiöse
Bossierung und feine Staffierung auf (Nr. 940 u. 941, Tafel 146). Bei den Miniatur-
figuren des Primgeigers und der Spinettspielerin (Nr. 951 u. 952, Tafel 147) kann
man feststellen, daß sie als Verkleinerungen nach Wilhelm Beyers Modellen an Reiz
nur gewonnen haben.
Es erübrigt sich, zum Lob der Nymphenburger Figuren Bustellis etwas zu sagen.
Hier stehen die drei weiblichen Gestalten der italienischen Komödie, die Kokette, Ko-
lombine und Leda (Nr. 960, 966 u. 967, Tafel 145), an erster Stelle. Die unmarkierte
Briefleserin (Nr. 965) gehört zu den Figuren, die Fr. H. Hofmann, sicher mit Unrecht,
als „Modelle im Rokokostil um 1850“ abgetan hat. Man braucht nur die Neu-
ausformung der Figur, zu der ein handküssender kniender Kavalier als Teilstück
gehört, in der Abbildung bei Hofmann (Geschichte der N ymphenburger Porzellan-
Manufaktur III, Abb. 404) mit unserem Exemplar zu vergleichen, um eines Besseren
belehrt zu sein. Auch ist die Staffierung hier von der gleichen Hand wie bei den
besten Bustelli-Figuren. Daß der Schöpfer dieses reizvollen Modells, das auch kostüm-
geschichtlich einwandfrei erscheint, in der Umgebung des älteren Auliczek zu suchen
ist, darf angenommen werden.
Fulda mit 30 Figuren und Gruppen stellt einen förmlichen Rekord auf. Es sind
da in erster Linie der kleine grüßende Harlekin der Sammlung Baer (Nr. 975;
Tafel ı5o) und die als Paare gedachten Gesellschaftsfiguren in ihrer gewählten
Staffierung zw nennen (Nr. 979 u. 981, Tafel 149).
Der Satz von drei großen Potpourrivasen mit farbigen Landschaften und Musikanten-
figuren aus der Volkstedter Fabrik (Nr. 1005, Tafelı5r) beweist, bis zu welcher
Leistungsfähigkeit es auch die kleinen mitteldeutschen Betriebe im 18. Jahrhundert
gebracht haben, ohne die Unterstützung der Landesfürsten in besonderem Maße in
Anspruch nehmen zu müssen.
Ludwig Schnorr v. Carolsfeld
a) In Goldbronze-Montierungen
Nr. 728 — 744
728 Ein Paar dreiarmige Leuchter. Das Mittelstück grün, braun und gelb glasiertes chinesisches
Porzellan in Email auf Biskuit — ein bizarres Felsstück mit laufendem Höllenhund,
blühendem Bäumchen und zwei Reihern — in naturalistischer Fassung aus Goldbronze.
Die aus dem löcherigen Fels wachsenden drei bronzenen Lichtarme in Form von Zweigen
4) mit farbigen französischen Porzellanblumen. Die Tüllen versenkt in Schneeball- bzw. Chry-
un OA. ‚ santhemumblüten. Schwänze der Hunde sowie der Hals eines Reihers fehlen. Gesamthöhe
27 bis 28 cm.
7 ) m h Jh
pr Zn Porzellan: China, Anfang 18. Jahrh. Montierung: Frankreich, Mitte 18. Jahrh. Blumen:
Ina Hr Chantilly.
Tafel 113.
729 Ein Paar dreiarmige Leuchter aus Goldbronze, mit Blumenzweigen und vierseitig geschweiftem
Sockel, auf dem ein sitzender chinesischer Höllenhund (Hund des Fo) aus braun, grün und
gelb glasiertem Porzellan in Email auf Biskuit montiert ist, das Weibchen mit einem Jungen,
das Männchen mit erhobener linker Vorderpfote, die auf durchbrochener Bronzekugel ruht.
er Gesamthöhe 29,5 cm.
" Porzellan: China, um 1700. Montierung: Frankreich, 18. Jahrh.
Tafel 113.
730 Gruppe: Sitzender Chinese und phantastischer Vogel, in französischer Goldbronzemontierung
der Louis XV-Zeit, mit aufgesetzten Chantilly-Blumen am Bäumchen. Der rechts in steifer
Haltung platt auf dem Boden sitzende Chinese hält einen grünen Stiel mit roter Knospe
in der rechten Hand und blickt ängstlich nach dem großen Vogel links auf dem hohlen
Baumstamm. Der Chinese in weißem Gewand, schwarzen Schuhen und schwarzem Hut mit
gelber Innenseite hat einen dreisträhnigen braunen Kinnbart. Der Vogel eisenrot, türkis-
grün, hellblau, violett, gelb und grasgrün bemalt, der Baumstumpf braun und violett mit
rotgoldenen Knospen, roter Blume, zwei halbierten gelben Früchten und saftgrünen Blättern.
Der purpurn und grün getupfte weiße Sockel hat am Rand mit dem Blindstempel ein-
gedrückte Sterne und Rosetten. Marke: rechtwinklig gekreuzte Schwerter. H. insges. 30 cm,
Gruppe ı5 cm.
Gruppe: Meißen, gegen 1730. Modell vielleicht von Georg Fritsche.
Montierung: Paris, um 1740.
Tafel 174.
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133
Ayoleuhu
(
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ll:
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rau Mechenu
731 Sitzende, mit Blumen bekränzte Amorette zwischen zwei Schwänen, in französischer Gold-
bronzemontierung der Louis XV-Zeit. Reparaturen. H. ıı cm.
Meißen, Mitte 18. Jahrh. Montierung: etwa gleichzeitig.
32 Ein Paar große Goldbronzeleuchter mit drei gewundenen Armen, Louis X'V-Zeit, montiert
73 8 13
mit einem Paar Schnepfen auf weißen, mit bunten Blumen und grünen Zweigen belegten
Astsockeln. Das Gefieder rötlichbraun mit schwarzer Zeichnung. Das Männchen mit zur
Hälfte weißem, das Weibchen mit braunem Hals und weißen Flügeln, deren Fläche durch
rotbraune Federn und schwarze Büschel belebt wird. Schnäbel und einige Schwanzspitzen
repariert. Marke: Schwerter. H. der Leuchter 70 cm, der Figuren 25,5 cm.
Figuren: Meißen, Mitte 18. Jahrh. Modelle von Kändler. Bronzen: Paris, Mitte 18. Jahrh.
Tafel 116.
733 Ein Paar Leoparden als Gegenstücke, sitzend auf weißen Sockeln mit buntem Blumenbelag.
Schwarz geflecktes Fell. Goldbronzemontierung im Stil Louis XV. Der eine mit Sprung am
Sockel. Marke: Schwerter. H. 13 cm, mit Montierung 18 cm.
Meißen, um 1745. Modelle von Kändler.
Tafel ı15.
734 Uhr aus französischer Goldbronze der Louis XVI-Zeit mit Meißner Henne. Das Gehäuse in
Rocaillerahmen an einem Baum mit hohem, gewundenem Stamm und bunten, französischen
Porzellanblumen. Die Paduaner Henne weiß mit schwarz auslaufendem Stutz, violett und
braun staffierter Brust, schwarzen Flügelspitzen und einzelnen schwarzen Schwanzfedern.
Als Sockelbelag bunte Blumen und grüne Blätter. Reparaturen am Stutz, Schnabel und
Schwanz. Gesamthöhe 35 cm.
Montierung: Paris, Mitte 18. Jahrh. Porzellan: Meißen, Mitte 18. Jahrh.
Tafel 115.
i 735 Affenkonzert. Vierzehn Figuren und ein Notenpult, auf dreistufigem, in Goldbronze mon-
tiertem Podium mit Aventurinlacküberzug und Perlmuttereinlagen. Die kostümierten Figuren
farbig bemalt, auf golden oder farbig gehöhten Rocaillesockeln mit buntem Blumenbelag:
Dudelsackbläser, Fagottist (doppelt), Trommler, Trompeter, Hornist, Flötist, Pauker, Kla-
rinettist, Lautenspieler, Sänger, drei Sängerinnen (zwei nach gleichem Modell) und ein
Notenpult. Verschiedene Reparaturen. Marken: nicht sichtbar. H. der Figuren 12,5 bis
17 cm.
Meißen, um 1760. Modelle von Kändler und Reinicke auf Bestellung Friedrichs des
Großen.
Tafel 116.
736 Brüle-parfum aus französischer Goldbronze der Louis XV-Zeit mit Meißner Putto als
„Winter“ auf golden staffiertem Postament, „unter einem Spalier mit französischen
Porzellanblumen. Der Putto, mit pelzgefüttertem Purpurmantel, wärmt sich die rechte
Hand über einer Kohlenpfanne. Der Deckel der Räuchervase fehlt, die Zehen des Putto
repariert. Marke: Schwerter. Gesamthöhe 34,5 cm.
Montierung: Paris, Mitte 18. Jahrh. Der Putto: Meißen, Mitte 18. Jahrh.
Tafel 117.
737 Drei Meißner Figuren: Sänger, Geiger und Lautenspieler in französischer Goldbronzemontie-
rung der Louis XV-Zeit mit französischen Porzellanblumen an einem Strauch, darunter ein
Meißner Schaf. Die Figuren farbig bemalt, auf golden gehöhten Rocaillesockeln. Marke:
Schwerter. Gesamthöhe 27,5 cm.
deu ku Meißen: um 1755. Montierung: etwa gleichzeitig.
Tafel 117.
738 Fischerboot mit Steuermann, in Goldbronze der Louis XV-Zeit als Tintenzeug montiert.
Als Gallionsfigur ein Löwenkopf. Der Bootskörper weiß mit braunen Nietköpfen und
bunten Schmetterlingen. Der Steuermann farbig bemalt. Marke: nicht sichtbar. H. 2ı cm.
Bronze: französisch, Mitte 18. Jahrh. Meißen, Mitte 18. Jahrh.
739 Meißner Figur eines Pantalone an französischer Goldbronze-Uhr der Louis XV-Zeit.
ndenkaı
Pantalone in schleichender Haltung, mit weißem Kragen, schwarzem Mantel, rotem Wams,
roten Hosen und Strümpfen und gelben Schuhen. Das Uhrgehäuse in Rocaillekartusche
an schwarzem, mit französischen Porzellanblumen besetzten Bäumchen, dessen einer Ast
eine Lichttülle trägt. Sockel mit lebhaft bewegten Rocaillen und Blumen. Gesamthöhe
48,8 cm, Figur 14 cm.
Bronze: französisch, Mitte 18. Jahrh. Figur: Meißen, Mitte 18. Jahrh.
Tafel 117.
740 Goldbronzemontierung der Louis XV-Zeit mit chinesischer Porzellanvase (Ausschnitt) als
Potpourri, zwei Meißner Fasanen und weißen französischen Porzellanblumen an Bronze-
zweigen. Am Sockelrand vorn Brückenbogen. Auf dem Sockel zwei Eidechsen. Vase und
Deckel kapuzinerbraun mit famille rose-Blumen in verschiedenartigen Reserven. Die Fa-
sanen braun und schwarz staffiert, die Henne auf Felssockel mit drei Küken, der Hahn,
mit grünem Kopf und Hals, auf Astsockel. — Vase und Schwanz der Henne gekittet.
Gesamthöhe 25 cm.
Montierung: Paris, Mitte ı8. Jahrh. Vase: China, 18. Jahrh. Fasanen: Meißen, Mitte
18. Jahrh.
Tafel 117.
741 Pendule aus französischer Bronze mit Meißner Gruppe des Vertumnus und der Pomona.
/
Das Gehäuse auf lyraförmigem Gestell aus bewegten Rocaillebögen mit Schilf und Blumen-
zweigen. — Vertumnus hält eine Sichel in der Linken, Pomona Blumen in beiden Händen.
Sie stehen neben einem Konsoltisch mit Blumenkorb, unten sitzt ein Putto. Die Gewänder
bunt geblümt, der Rocaillesockel golden gehöht. — Mehrere Reparaturen. Marke: Schwerter.
Gesamthöhe 60 cm.
Die Uhr: Paris, Louis XV-Zeit, Zifferblatt und Werk bezeichnet „Charles Baltazar a
Paris“. Die Gruppe: Meißen, um 1755.
Tafel 118.
742 Kavalier als Schäfer, auf vergoldetem Pariser Bronzesocel. An ein vasenartig gebildetes,
17)
mnapı),
//
golden gehöhtes Rocaillepostament gelehnt hält er in der Linken einen Blumenstrauß, in
der Rechten einen Schäferstab. Schwarzer Dreispitz, golden geränderte rosa Jacke mit
Muster goldener und purpurner Blumenzweige, an der Seite eine hellgrüne Tasche an blauem
Band, grüne Hosen und purpurviolette Schuhe mit gelben Rosetten. Golden gehöhter
Rocaillesockel mit Belag bunter Blumen. — Linke Hand ergänzt, Finger der rechten Hand
repariert. Marke: Schwerter. Höhe zo cm.
Meißen, um 1755. Modell von Fr. E. Meyer. Der Bronzesockel etwa gleichzeitig.
133
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MoStaR ak
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Y Alb-reetık
743 Schreibzeug. Schwarzlackplatte mit chinesierender Goldmalerei in vergoldeter Bronze-
fassung der Louis-XV-Zeit, darauf zwei sitzende Meißner Amoretten mit Kartuschen und
Blumengirlanden, ein Meißner Storch (spätere Zutat) und zwei Streusandbüchsen aus
Mennecy-Porzellan mit bunter Blumenmalerei. An der Rückseite eine sitzende Meißner
„Amorette mit Blumen in laubenartigem Aufbau. H. 30 cm.
naaıek ; A ; ; ;
\Montierung: Paris, Mitte 18. Jahrh. Figuren: Meißen, aus derselben Zeit.
Tafel 118.
744 Ein Paar Näpfe als Potpourri-Vasen in Goldbronzemontierung der Louis XV-Zeit, bunt
bemalt mit Astern, Blumenstauden und Reisighecke im Stil und in den Farben des japa-
nischen Kakijemonporzellans des 17. Jahrhunderts. Ohne Marke. H. insges. 21 cm.
Bronze: französisch, Mitte 18. Jahrh. Porzellan: Chantilly, ı. Hälfte 18. Jahrh.
Tafel 37.
b) Meißen
Nr. 745 — 839
1. Geschirr
745 Teetasse und Unterschale. Nicht zusammengehörig. Bunte Landschaften bzw. Hafenbild in
ornamentaler Umrahmung. Goldspitzenbordüren. Marke: Schwerter. Goldnummern 40
und 41. H. der Tasse 4,5 cm, Durchm. der Schale 12 cm.
/ Meißen, um 1745.
746 Kaffeetasse nebst Unterschale. Harfenhenkel. Türkisfond. Bunte Landschaften mit Reitern
und Fußgängern, bei der Tasse in golden abgesetzten Vierpässen. Marke: Schwerter.
H. der Tasse 6,7 cm. Durchm. der Schale 13 cm.
Il ode Meißen, Mitte 18. Jahrh.
747 Vier gehenkelte Teetassen nebst Unterschalen, bemalt mit bunten exotischen Vögeln, blauem
Schuppenrand und Blumen an goldenen Rocaillen. Marke: Schwerter. Goldnummer 72.
H. der Tassen 4,6 cm, Durchm. der Schalen 13,4 cm.
© Meißen, um 1755.
\ „derrhieriii ! 755
748 Teebüchse mit Deckel, rechteckig, ähnlich wie vorher bemalt. Marke: Schwerter. Goldbuch-
Ag gabe: N.H. ı2 cm, Durchm. 7x 4,5 cm.
Meißen, um 1745.
749 Schokoladekanne mit Deckel und Rahmkanne mit Deckel. Erstere mit hölzernem Stilgriff;
Deckel mit Randfassung, Bügelhenkel und Dampflochschieber aus vergoldeter Bronze.
A Bemalung: bunte Watteaubilder in schwarz abgesetzten vierpaßförmigen Goldspitzen-
4 rahmen, dazwischen steife schattenwerfende bunte Blumen und Insekten. Goldspitzen-
3 bordüren. Marke: Schwerter. Goldbuchstabe: E. — H. der Schokoladekanne 16,5 cm, H. der
OU Rahmkanne 15 cm.
Meißen, um 1745.
750 Zuckerdose mit Deckel, Spülkumme, zehn Teetassen und zwei Kaffeetassen nebst Unterschalen
Feine bunte Landschaften und Hafenbilder mit Figuren in schwarz abgesetzten Goldipirzen-
rahmen, schattenwerfende bunte deutsche Blumen und Insekten und Goldspitzenbordüren
Marke: Schwerter. Goldnummer: 18. H. der Zuckerdose 11,2 cm, H. der Sptlkenime
7,5 em, H. der Teetassen 4 cm, H. der Kaffeetassen 5,7 cm, Durchm. der Schalen 12,2 cm.
Meißen, um 1745.
751 Ein Paar runde Schüsseln. Im Goldfond des Randes vier Aussparungen mit bunten Chinesen- I
bildern, dazwischen kräftiges Akanthusornament in tiefvioletter Lüsterfarbe, Im Spiegel
Rundmedaillon mit dichtem Muster weiß im roten Grund ausgesparter Chrysanthemum-
blätter und vierfarbigen Blüten. Im weißen Fond kräftiges Goldspitzenmuster. Rückseits
der, , Janggezogene chinesische Blumenzweige und Schmetterlinge in bunten Farben. Marke:
ehreenkh Große Knaufschwerter. Durchm. 32,3 cm.
Meißen, um 17235.
Tafel 120.
752 Satz von drei Vasen in Flaschenkürbisform mit violettem Fond, je vier bunten Landschaften
in braun abgesetzten Vierpaßreserven und Goldrändern an der weiß gebliebenen Ein-
schnürung und am Fuß. — Hals der Mittelvase und Mündung der einen kleineren Vase
9) 4 repariert. Marke: Schwerter. H. 21,7 bzw. 28 cm.
PLAN Meißen, um 1740.
753 Ein Paar große Kugelflaschen. Der auf Ringfuß stehende gedrückte Kugelkörper geht sanft
in den langen Enghals mit vergoldetem Wulstrand über. Auf der durch eisenrote Doppel-
linie abgesetzten weißen Schulter je drei Streublumen in Blutrot und Türkisgrün. Hals und
Körper zeigen ein dichtes Muster lebhaft bunter chinesischer Astern und Päonien in
schwarz punktiertem, tief himmelblau gewölktem Grund; am Körper drei durch Goldlinie
A abgesetzte Vierpaßaussparungen, darin einzelne schirmtragende Chinesenfiguren zwischen
Blumenstauden und Staketen in schwarzer Zeichnung und lebhaft bunten Farben. — Am
Körper der einen Flasche spiraliger, nicht durchgehender Sprung. Marke: AR. Eingeritztes
Formerzeichen: X. — H. 33,3 und 32,3 cm. Provenienz: Sammlung v. Pannwitz. Kat.
Helbing, München 1905, Nr. 390/91. Taf. XC.
Meißen, 1730—35.
Tafel 119.
754 Bauchige Deckelvase mit zwei bunten Watteaubildern auf Goldgrund in Vierpaßfeldern,
bunten Blumenbelägen und bunter deutscher Blumenmalerei. Goldränder. — Deckel er-
7. A gänzt. Marke: Schwerter. H. 26,7 cm.
= APR Ren; Mitte 18. Jahrh.
755 Becherförmige Deckelvase mit zwei blaugeflügelten weißen Frauenhermen an vergoldeten
Volutenhenkeln, zwei ausgesparten Rosetten und Bordüren mit blauen Pfeilspitzen und
’ Buckeln. — Deckel und Knauf gekittet. Marke: Schwerter. H. 29,5 cm.
f
Vrapı) Meißen, letztes Viertel des 18. Jahrh.
756 Große bauchige Deckelvase mit barocken Delphinkopfhenkeln, großen bunt gemalten Blumen-
sträußen und Goldrändern. Henkel türkisblau, purpurn und golden staffiert. — Ein
Henkel gekittet. Marke: AR. H. 50,5 cm.
v , Meißen, um 1745— 50.
Art gerot
nr, Mu mh Sı 137
757 Große Vase. Schlanke bauchige Form mit eingezogenem Hals und vergoldetem Wulstrand.
Reliefiertes Geflechtmuster mit blauen Vergißmeinnichtblüten. Als Auflagen bunt staffierte
je / ‚Blumenzweige. — Sprünge und Reparaturen. Marke: Schwerter. H. 42 cm.
14 Sl aral, anız. AırvıMeißen, Mitte 18. Jahrh.
va
FA .
i DT zeRe
758 Brütende Henne in einem runden, mit Heu und Weizenähren gefüllten Korb. Gefieder
1 bestoßen. Ohne Marke. H. 8 cm.
bräunlich gestrichelt mit schwarzen Tupfen. — Schnabe
Ofer . Meißen, Mitte 18. Jahrh.
uni :
759 Gehetzte Hirschkuh, im Lauf zusammenbrechend, auf weißer, mit grünem Blattwerk und
bunten Blumen belegter Felsplatte. Marke: Schwerter. H. 11,8 cm.
Meißen, Mitte 18. Jahrh.
Tafel 122.
| an
IE 760 Ein Paar kleine Leoparden als Gegenstücke, sitzend, auf weißem Sockel mit farbigem
Blumenbelag. Das Fell natürlich bemalt. — Der eine leicht beschädigt. Marke: Schwerter.
H. 6,3 und 7 cm.
n Meißen, Mitte 18. Jahrh.
Er Tafel 122.
761 Liegender Mops auf quadratischem weißem, golden staffiertem Barocktisch mit purpur-
violettem, golden gemustertem Polster. Grünes Halsband mit goldenen Schellen und roter
Rosette. — Schwanz gekittet. Marke: Schwerter. H. 10 cm.
[% Dt Meißen, Mitte 18. Jahrh.
Andi Tafel 122.
5
&
i 762 Rebhuhn, in natürlicher Staffierung, montiert auf Goldbronzesockel der Louis XV-Zeit,
Ohne Marke. H. 13,8 cm.
“ Meißen, Mitte 18. Jahrh. Bronze: Paris, etwa gleichzeitig.
7
! M Tarelvean.
Klauru En
763 Katze, mit angezogenen Beinen und offenem Maul. Braune Staffierung, Unterseite weiß.
| : Ohne Marke. H. 5; cm, L. ro cm.
| Meißen, um 1735.
rllaum Tafel 122.
u 764 Deckelkanne in Form eines sitzenden Kaninchens mit langen am Rücken anliegenden Ohren
als Henkel. Fell fuchsrot gefleckt, Augen und Schnauze hellblau. — Deckel ergänzt.
ö Marke: AR. H. 15,5 cm.
S 7) i Meißen, um 1730.
j ru wuTafel 727.
765 „Teekrügel“ in Form eines aufrecht sitzenden Eichhorns, das drei zusammenhängende Hasel-
nüsse in den Vorderpfoten benagt. Die Rosette des türkisgrünen Halsbandes mit vier
goldenen Schellen dient als Einguß, eine Haselnuß als Ausguß. Das Fell braun gestrichelt,
Ä Bauch und Seiten weiß. Marke: Schwerter. H. 14 cm.
3 lau {it Meißen, um 1735. Modell von Kändler.
Tafel 121.
138
766 Mops, auf viereckigem rosaviolettem Kissen mit Quasten und
Das fein ziselierte Fell gelblich, die Maske schwarz. Das Hals
gerändert und mit goldenen Schellen beserzt. Marke: Schwe
We / Meißen, um 1745.
A IR dur
767 Ein Paar sitzende Eichhörnchen, an Ketten mit schwa.
erhobenen Pfoten, auf weißen Sockeln mit buntem
strichelt. — Eine Pfote repariert. Marke: Schwerter.
Un ß Meißen, Mitte 18. Jahrh. Modell von Kändler.
mie
Tafel 120.
schwarzer Musterung sitzend,
band mit Schleife grün, golden
rter. H. 15,5 cm.
rzen Halsbändern, Haselnüsse in den
Blumenbelag. Das Fell rotbraun ge-
H. 20 cm.
768 Grünspecht auf hohem, z. T. braun staffiertem Astsockel mit Bel
blau umränderter weißer Blätter. Kopf rot bis rotbraun,
Flügelspitzen schwarz, Schwanz grün und schwarz
‚ Schnabel repariert. Marke: Schwerter. H. 30 cm.
Nike Meißen, um 1740. Modell von Kändler.
Tafel ı21.
ag grün, gelb und türkis-
Rücken und Flügel grasgrün,
» Brust gelb mit brauner Strichelung —
769 Papagei auf weißem Astsockel mit grünem Blattbelag. Hals und Brust weiß und fein ziseliert,
Kopf und Rücken grün und violett gestrichelt, Flügelspitzen und Schwanz blau, blaugrün
und gelb, Füße rotbraun auf Lichtbraun geringelt. — Reparaturen an Flügeln und Schwanz.
Marke: Schwerter. H. 19 cm.
I „/, Meißen, um 1740. Modell von Kändler.
AR Tafel ı2r.
770 Großer Sittich auf hohem weißem Astsockel, belegt mit braunem Maikäfer, grünem Blatt-
werk und gelben Blumen. Kopf türkisblau mit blutroten Ringen und Haube, Hals und
Körper violett auf Grün gestrichelt, Bauch weiß mit gelben Flecken, Flügelspitzen und
Schwanz kobaltblau, hellblau und gelb. — Reparaturen an den Krallen. Ohne Marke.
P H. 32 cm.
Or Meißen, um 1740. Modell von Kändler.
Tafel ı2r.
77: Kakadu, auf weißem Baumstumpf mit grün staffiertem Blattzweig. Stutz und Flügel lebhaft
bunt in Eisenrot, Purpur, Blau, Türkisgrün und Gelb. Der Bauch weiß, die Brust gelb,
die Füße schwarz auf beige geringelt. — Stutz und eine Kralle repariert. Ohne Marke.
N 7) H. 21,5 cm.
j Ndıol,Meißen, um 1735. Modell von Kändler.
(Tafel 121.
772 Großer Schwan mit weißem, in den Einzelheiten fein ziseliertem Gefieder, auf weißem Erd-
sockel mit türkisblau staffierten Schilfbüscheln. Augen und Schnabel schwarz und rot, Füße
schwarz. — Brandrissig. Marke: Schwerter. H. 31 cm.
Vrtııdan “Meißen, um 1740.
773 Ein Paar Zwergpapageienals Gegenstücke, auf weißen Astsockeln mit grün und gelb staffiertem
Blattbelag. Köpfe graubraun geschuppt, Flügel grün mit blauen, gelben und en
Spitzen, Schwänze grün, gelb, rot und türkisgrün gestreift. Unterseite gelb. Ohne Marke.
N H. ıı cm. R
/ Meißen, um 1740. Modell von Kändler.
“Tafel r2>,
139
775 Ein Paar Dompfaffen als Ge;
774 Perlhuhn auf weißem Baumstumpfsockel mit maigrünem Blattbüschelbelag. Kamm und
Lappen rot, Hals violett mit weißen Perlen, Körper schwärzlich mit weißen und schwarzen
Perlen und weißem Sattel, Beine schwarz. — Eine Kralle bestoßen. Marke: Schwerter.
H. 16 cm.
Meißen, um 1740. Modell von Kändler.
Tafel 122.
‚nstücke: Männchen und Weibchen, natürlich in Schwarz, Grau,
und Rot staffiert. Weiße Astsockel mit türkisblauem Blattwerk und Laubfrosch beim
Männchen, mit maigrünem Blattwerk, roten Beeren, bunten Blumen und dunkelbraunen
Pilzen beim Weibchen. — Leichte Beschädigungen an zwei Krallen und an den Blättern.
Ohne Marken. H. ı5,5 cm.
Meißen, um 1740.
Tafel 122.
776 Rebhuhn auf weißem, mit strohgelben Weizenähren belegtem Sockel. Das fein ziselierte
N]
Kamin
Gefieder weiß mit vereinzelten rötlichbraunen Partien am Kopfe und an den Flügeln.
Ohne Marke. H. 16 cm.
Meißen, Mitte 18. Jahrh.
Tafel 120.
777 Schnäbelndes Taubenpaar auf maigrün gerändertem weißem Sockel mit grünem Blattbelag
und bunten Blumen. Das Gefieder unterschiedlich weiß mit violetten, grauen und schwarzen
Partien. — Die eine unterm Leib gekittet. Schnäbel repariert. Marke: Schwerter. H. ı0 cm.
Meißen, um 1755.
3. Figuren
778 Statuette eines Feldherrn aus rotbraunem Böttgersteinzeug, angeblich Kurprinz Friedrich
Ve,
Run Au
1@ mul
779 Harlekin aus rotbraunem, z. T. poliertem und kalt bemaltem Böt
\
August, Sohn Augusts des Starken, in Allongeperücke und blank poliertem Harnisch, hohen
Kniestrümpfen und niedrigen Schuhen. Die erhobene Rechte hält den Marschallstab, die
Linke rafft in Hüfthöhe den zurückgestreiften Mantel. Flacher rechteckiger Plattensockel,
dessen vordere rechte Ecke fehlt. Ohne Marke. H. 15,7 cm.
Meißen, Böttgerperiode 1710— 20.
Tafel 123.
rsteinzeug. Das im
Schreiten vorgestellte linke Bein ruht auf der Fußspitze, die Linke faßt nach dem Spitz-
hut, die seitwärts gestreckte Rechte hält die Pritsche. Das Gesicht bedeckt eine schwarze
Halbmaske. Der Hut, das Tuch über der linken Schulter und die halblangen, bogenförmig
ausgeschnittenen Hosen poliert und z. T. vergoldet, die Jacke hellblau und weiß, der
FpaRı Da km Gürtel und die Schuhe rot, die Strümpfe ockergelb, die Oberfläche des rechteckigen Platten-
sockels grün in kalten Farben bemalt. Hinterm rechten Bein ein Baumstumpf als Stütze.
Ohne Marke. H. 16,3 cm.
Meißen, Böttgerperiode 1710—20.
Tafel 123.
780 Ein Paar Chinesen als Räucherbehälter. Beide hocken mit unter:
purnen Kissen mit ausradiertem Ornament und goldenen Quasten, darunter vierseitie ge-
schweifte, profilierte weiße Sockel mit vergoldeten Rillen. Der Chinese stützt einen auf keinen
rechten Bein sitzenden Affen mit der rechten Hand und hält ihm mit der Linken einen Apfel
D, hin. Auf der linken Hand der Chinesin sitzt ein Papagei, der den Apfel in der rechten
/ 7 ned Hand seiner Herrin begehrt. Die Gewänder übereinstimmend mit purpurviolett gezeich-
neten gelben Zweigen und blauen Blumen gemustert. Die Aufschläge blutrot, die Gürtel
schwarz, die Schuhe grün mit Gold, die Hüte blau mit Gold. Kopf der Chinesin gekittet.
Schwertermarken. H. 15,6 und 16,7 cm.
Meißen, um 1735—40. Modelle von Eberlein 1735.
Tafel 123.
geschlagenen Beinen auf pur-
781 Reifrockgruppe: Verliebtes Paar am Frühstückstisch, Seltene Variante des 1736 entstandenen
Modells mit Papageienkäfig. Die Dame drängt sich an den breitbeinig neben dem Tisch
sitzenden Kavalier und küßt ihn aufs Kinn. In der rechten Hand hält sie eine Rose. Der
Kavalier umfaßt mit dem rechten Arm die Taille der Dame und greift mit der linken Hand
y nach einer gefüllten Schokoladetasse auf dem golden staffhierten Tablett. Auf diesem eine
RE eitere Tasse, Zuckerdose und Schokoladekanne. Der golden staffierte weiße dreifüßige
1 Uumbukrch bedeckt mit weißer, purpurn bestickter Decke. Der Überwurf der Dame grün mit
} / Blumenmuster in Goldbrokat, daran breite schwarze Bordüre mit ähnlichen Blumen. Der
tıef Mantel gelb, bunt geblümt, mit purpurner Innenseite und ebensolchen Aufschlägen. Der
i Kavalier in lichtgrauem, golden betreßtem Rock mit Aufschlägen in grüngrundigem Gold-
brokat, entsprechend dem Überwurf der Dame. Die lange Weste rot und golden, Kniehosen
und Schuhe schwarz. Der Sockel dicht belegt mit blauen und roten Blumen an beige-
farbenen Zweigen mit türkisgrünen Blättern. Rechter Fuß des Kavaliers gekittetr. Ohne
Marke. H. 12,5 cm.
Meißen, um 1736/37. Modell von Kändler, Dezember 1736.
Tafel 127.
782 Kußhandwerfender Kavalier im Morgenmantel. Ohne Sockel. Gegenstück zu der Dame im
Reifrockkostüm mit Fächer. Motiv nach Paters „Baiser rendue“. Unter dem blutrot ge-
fütterten eigelben, mit violetten Blüten gemusterten Mantel, der bis zum Boden reicht,
trägt er ein weißes Hemd, schwarze Kniehosen, weiße Strümpfe und schwarze Schuhe.
Ipscschyug, Rechter Arm gekittet, rechtes Bein und linker Fuß repariert. Marke: Schwerter. H. 14,3 cm.
Meißen, um 1737. Modell von Kändler 1736.
Tafel 127.
783 Reifrockgruppe: Dame mit Mohrenknaben. Variante der Handkußgruppe mit ovalem drei-
beinigem Tisch an Stelle des knienden Kavaliers. Die auf hohem golden staffiertem Lehn-
stuhl sitzende Dame hält in der rechten Hand eine Schokoladetasse, den Kopf nach rechts
zu dem Mohren gewandt, der ein Tablett trägt. Auf ihrem Schoß ruht ein Mops. Der
Überwurf über dem roten Reifrock blau mit einem Muster braunroter Rosetten und breiter
Bordüre, die in rot eingefaßtem goldenem Rautengitter abwechselnd golden geränderte
purpurne Blüten in grünem Grund und schwarz geränderte rote Blüten in gelbem Grund
zeigt. Das Mieder purpurn, der Mantel eigelb mit radiertem Blütenmuster und schwarzen
Aufschlägen, Innenseite purpurn. Schuhe rot und golden gestreift. Der Mohr in gelber und
roter Livree. Auf dem Tisch herzförmige Dose und Fächer. Der Sockel belegt mit purpurnen
und eisenroten Blüten und türkisgrünen Blättern. Tisch und Platte des Tabletts erneuert,
sonst geringfügige Beschädigungen. Ohne Marke.
rechte Hand der Dame gekittet,
H. 15,5 cm.
Meißen, um 1737. Modell von Kändler, April— Juni 1737.
Tafel 128.
I4I
784 Große Reifrockgruppe: „Der Herzdosenkauf.“
Eine auf golden gehöhtem weißem Lehn-
stuhl sitzende vornehme Dame hält in der rechten Hand eine goldene Tabatiere und
wendet lächelnd den Kopf nach links zu einem Kavalier, der einen schwarzen Dreispitz
unterm linken Arm trägt und ihr eine herzförmige goldene Dose in der rechten Hand
überreicht. Ihre linke Hand ist mit verheißungsvoller Geste erhoben. Rechts vor ihr
steht eine junge Tirolerin mit einem Kasten voll Galanteriewaren und einer goldenen
Dose in der rechten Hand, rechts hinter ihr ein als kurfürstlicher Läufer gekleideter Knabe
mit einer Rotweinflasche und zwei gefüllten Gläsern auf einem Tablett. Die Dame in
golden gemusterter roter Haube, blauem, mit Hermelin gefüttertem Schulterkragen, weitem
gelbem Mantel mit purpurnem Besatz, schwarzem Mieder, bunt geblümtem Überwurf über
weißem Reifrock und rot gestreiften weißen Schuhen mit gelben Schleifen. Der Kavalier
in weißer, mit schwarz oxydierten silbernen Borten und Knöpfen besetzter Jacke, schwarz
geblümter blauer Weste, purpurnen Kniehosen und schwarzen Schuhen. Die Tirolerin in
golden gerändertem graubraunem Hut mit rotem Band, weißem Mieder mit schwarzem
Stecker, weißer Schürze, grau und blau gestreiftem Rock und gelben Schuhen mit purpurnen
Schleifen. Der kleine Läufer in schwarzem Kaskett mit gelben Kreuzbändern und dem
kurfürstlichen Monogramm FA am Schild, weißer Jacke mit grünen Aufschlägen und
silbernen Knöpfen, violett gestreifter weißer Schärpe, grünem Schurz, violetten Hosen
und schwarzen Schuhen. Als Sockelbelag bunte Blumen und grüne Blätter. Rechte Hand
der Tirolerin gekittet, einige Finger der linken Hand der Dame repariert, linker Fuß des
Kavaliers gekittet. Marke: Schwerter. H. 2ı cm.
Meißen, um 1738—40. Modell von Kändler 1738.
Tafel 124.
785 Schneiderin auf der Geis. Gegenstück zur folgenden Figur. Sie sitzt quer nach rechts gewandt
und stillt einen Säugling, der ein gelbes, mit Spitzen garniertes Häubchen trägt und in ein
blau eingeschlagenes Steckkissen gewickelt ist. Schwarze Haube, golden gerändertes
purpurnes Mieder, rot gemusterte weiße Schürze, schwarz-golden gemusterter beigerosa
Rock und schwarze Schuhe mit gelben Schleifen. Unter der grau gefleckten Geis kniet
ein rotbraun geflecktes Zicklein, das am Euter saugen will. Als Sockelbelag bunte Blumen
und grüne Blätter. Hörner, ein Ohr und Schwanz der Geis repariert. Marke: Schwerter.
H. 18,5 cm.
Meißen, um 1740—45. Modell von Eberlein 1740.
Tafel 128.
786 Der Brühlsche Schneider auf dem Bock. Gegenstück zur vorhergehenden Figur. In der
J
Henne
erhobenen Rechten schwingt er die Schere, mit der Linken hält er sich am Gehörn des
Bockes fest. Er trägt golden geränderten schwarzen Dreispitz, rot gemusterten Rock mit
blauen Aufschlägen, weiße Strümpfe und schwarze Schnallenschuhe. In den beiden
Pistolentaschen stecken Knöpfe und bunte Flicken. In der Seitentasche statt eines Säbels
‚ Ellenmaß mit Garnknäueln, am Rücken ein grüner Sack mit Flicken. Der schwarz und
(braun gefleckte Bock hält ein Bügeleisen im Maul. Als Sockelbelag bunte Blumen und
Blätter. Rechte Hand mit der Schere und der rechte Fuß des Schneiders, der Schwanz
und das rechte Horn des Bockes repariert. Ohne Marke. H. 23 cm.
Meißen, um 1740—45. Modell von Kändler 1740.
Tafel 128.
787 Freimaurer, stehend, mit Rolle und Zirkel in den Händen, neben golden staffiertem weißem
)
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Postament; darauf Richtscheit und Gradbogen. Fest verbundener, vierseitig profilierter
Socel mit goldener Staffierung. Golden eingefaßter schwarzer Dreispitz, langer weißer
142
Rock mit goldenen Knöpfen und Besätzen, Armelaufschläge und Weste golden, bunt
geblümt, Schurzfell weiß mit blauer Einfassung (kalt gemalt), weiße Strümpfe und
schwarze Schnallenschuhe. Linke Hand, Felsstütze, Beine und Postament gekittet. Marke:
Schwerter. H. 30 cm.
Meißen, um 1745. Modell von Kändler.
Tafel 125.
788 Dame im Reifrockkostüm mit zwei Möpsen, deren einer, von ihrer linken Hand gehalten,
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hr um
auf dem abstehenden Reifrock liegt, während der andere unter dem Reifrock links hervor-
lugt. Gegenstück zu dem Freimaurer vorher. Fest verbundener, vierseitig profilierter Sockel
mit bunten Gesellschaftsbildern und goldener Staffierung. Jacke gelb mit purpurnen Auf-
schlägen und goldenen Knöpfen, Überwurf weiß, bunt geblümt und golden gerändert,
Reifrock türkisgrün. Schuhe gelb. Marke: Schwerter. H. 28 cm.
Meißen, um 1745. Modell von Kändler. Staffierung aus neuerer Zeit,
Tafel 125.
789 Gruppe des Hofnarren Fröhlich und des Generalpostmeisters Schmiedel. Fröhlich hat
Y
Schmiedel die linke Hand auf den Nacken gelegt und schreckt ihn mit einer Maus, die er
ihm mit der Rechten vors Gesicht hält; an seine rechte Schulter klammert sich eine
flatternde Eule. Schmiedel neigt sich entsetzt vornüber. In der rechten Hand hält er eine
Rübe. Fröhlich trägt golden geränderten, türkisgrünen Spitzhut mit Blumenstrauß im
gelben Band, weißen Kragen, weiße Jacke mit goldenen Knöpfen und Borten, golden
UNO „gemusterte rosa Weste, gelbe Pluderhosen an schwarzen Trägern mit Monogramm J.F.,
weiße Strümpfe und schwarze Stulpstiefel; Schmiedel golden geränderten schwarzen Drei-
spitz, lange weiße Jacke mit goldenen Knöpfen und Borten, an der linken Brust das
gekrönte sächsisch-polnische Wappen, um den Hals goldenes Medaillon, waschblaue Weste
und Hosen mit goldenen Knöpfen und Borten und schwarze Schnallenschuhe. Als Sockel-
belag bunte Blumen und grüne Blätter. Stark repariert. Ohne Marke. H. 24,1 cm.
Meißen, Mitte 18. Jahrh. Modell von Kändler 1741.
Tafel 125.
790 Kavalier und Dame als Schäferpaar. Der Herr steht barhäuptig neben der Dame, deren
Y
linke Hand er sanft mit der Rechten zum Kuß emporhält. Die golden eingefaßte blaue
Kappe hält er mit der linken Hand auf dem Rücken. Die Dame stützt sich mit der rechten
Hand auf einen Hirtenstab. Hinter dem Paar ein mit Blumen belegter Baumstumpf. Auf
dem mit bunten Blumen belegten Sockel ruhen drei Schafe und ein Hund. Der Kayalier
in golden betreßter kanariengelber Jacke mit roten Aufschlägen und goldenen Knöpfen, in
schwarzen Hosen und purpurnen Schuhen mit roten Rosetten. Die Dame in golden
Veh, gemustertem purpurnem Mieder mit türkisgrünen Schleifen, in schwarz-golden geblümter
ı v
grauer Schürze, rot-weiß gestreiftem Rock und schwarzen Schuhen mit gelben Rosetten.
Einige Ohren der Tiere repariert. Der abgebrochene Baum als Stumpf mit Blumen
verkleidet. Ohne Marke. H. 17,7 cm.
Meißen, um 1740. Modell von Kändler.
Tafel 129.
791 Liebesgruppe. Ein auf einer Felsbank sitzender Kavalier reicht einer neben ihm sitzenden
Frau eine Schnupftabaksdose, nach der sie mit der rechten Hand greift. Mit der rechten
Hand streichelt er ihr das Kinn. Er trägt rosafarbene, golden betreßte Jacke, schwarzes
Mäntelchen, schwarze Hosen, weißes Hemd und schwarze Schuhe mit purpurnen Schleifen;
143
792 Hahnreigruppe. Nach Angaben Kändlers Satire auf den kurfürs
041
YMınınoy(
die Frau weiße Haube mit purpurnem Band, bunt geblümtes gelbes Kleid mit hellblauen
Aufschlägen, weiße geblümte Schürze und golden gestreifte Schuhe. Als Sockelbelag bunte
Blumenzweige. Geringfügige Beschädigungen. Marke: Schwerter. H. 13,2 cm.
Meißen, Mitte 18. Jahrh. Modell von Kändler.
Tafel 129.
hen Oberland-
baumeister Knöfel. Ein als Kolombine gekleidetes Mädchen mit einem Mops in der
gerafften Schürze steht hinter einem Vogelkäfig mit einem Papagei, dem sie einen Kirsch-
zweig hinhält. Mit der linken Hand steckt sie dem neben ihr gebückt auf dem linken Bein
stehenden Mann in spanischer Tracht schwarze Hahnenfedern an die blaue Tuchkappe.
Der Mann hält mit den Fingern der emporgestreckten rechten Hand eine Blaumeise an
(den Füßen fest und blickt grinsend hinauf. Das Mädchen trägt roten Dreispitz, türkis-
grünes Mieder mit schwarzem Stecker, bunt geblümten weißen Rock und purpurne Schuhe;
der Mann gelbes Wams mit roten Aufschlägen und Schleifen an der Knopfleiste, purpurne
Hosen mit weißen Galons und grünen Rosetten, weiße Strümpfe und schwarze Schuhe.
Sockel mit Belag großer eisenroter Blüten mit grünen Blättern. Rechtes Bein des Mannes
gekittet, kleine Reparaturen. Ohne Marke. Former-Nr. 45. H. 20,6 cm.
Meißen, um 1741. Modell von Kändler 1741.
Tafel 129.
793 Türke mit Laute. Nach Lancrets „Le Turc amoureux“. Gegenstück zur folgenden Figur.
Mit der linken Hand drückt er die Laute an die Hüfte, mit der Rechten greift er in den
golden gestreiften weißen Gürtel, um der Türkin ein Schnupftuch zuzuwerfen. Turban
weiß mit gelbem Kopfteil, Jacke blutrot mit goldenen Tressen, Armelweste gelb mit
buntem Blumenmuster, Lautenband türkisgrün, Hosen kobaltblau, Schuhe gelb. Als Sockel-
belag Rosen in Purpur und Eisenrot mit grünen Blättern. Reparaturen an der Laute, der
rechten Hand und am Sockel. Ohne Marke. H. 16,9 cm.
Meißen, um 1745. Modell von Reinicke 1744.
Tafel 128.
794 Türkin mit Mandoline. Gegenstück zur vorhergehenden Figur. Stehend spielt sie auf dem
R,
vera
v,
er
Instrument, das von einem roten Band um die Schulter gehalten wird. Sie trägt hohe
weiße Tuchhaube, gelbes Untergewand mit langen Pumphosen, golden geblümtes rosa-
farbenes Übergewand mit gelber Schärpe und eisenrote Schuhe. Als Sockelbelag blaue
Blume und grüne Blätter. Kleine Reparaturen. Marke: Schwerter. H. 16,6 cm.
Meißen, um 1745. Modell von Reinicke 1744.
Tafel 128.
795 Kavalier am Schreibtisch. Er sitzt vornübergebeugt auf einer Felsbank und schreibt einen
Brief: „Madame! Seit dero Abreise habe noch niemahls eine so Vergnügte Stunde gehabt,
als....“. Auf dem reich geschnitzten, golden staffierten Barocktisch liegen eine Chätelaine,
eine goldene Tabatiere, ein Petschaft, Siegellackstange, Tintenfaß und Streusandbüchse.
Der Schopf des sorgfältig frisierten Haares in schwarzem Haarbeutel mit Schleife. Der
Rock mit gefalteten Schößen tiefbraun, mit breiten Goldborten, Weste und Hosen blutrot
mit goldenen Borten, Schuhe schwarz, mit goldenen Schnallen. Als Belag des Sockels bunte
Blumen und grüne Blätter. Haarschleife repariert. Marke: Schwerter. H. 13,7 cm.
Meißen, um 1745. Modell von Kändler.
Tafel 127.
144
796 Tanzender Kavalier. Das rechte gebeugte Bein ruht auf der Spitze, die Arme sind gesenkt
und leicht abgewinkelt, der Kopf nach rechts zur Partnerin gewandt. Golden geränderter
schwarzer Dreispitz, lange weiße Jacke mit goldenen Knöpfen und Borten, bunt geblümte
gelbe Weste, schwarze Hosen und schwarze Schuhe mit goldenen Schnallen. Als Sockel-
am Ye belag bunte Blumen und grüne Blätter. Mehrere Finger bestoßen. Ohne Marke. H. 17,9 cm.
{ Meißen, um 1745. Modell von Kändler.
797 „Der polnische Handkuß.““ Auf einer Rasenbank sitzt eine vornehme Dame, die einem sich
tief verneigenden polnischen Magnaten die linke Hand zum Kuß reicht. Vorn am Boden
liegt ein Wachtelhund. Die Dame in golden besetzter rosa Kappe mit weißem Pelzrand,
bunt geblümtem weißem Mantel mit Hermelinfutter, golden gemustertem purpurrosa Kleid
und gelben Schuhen; der Magnat in golden gerändertem weißem Mantel mit geschlitzten
Ärmeln und golden gestreifter purpurrosa Schärpe, in kobaltblauem Gewand und gelben
7, zeuhaumpüefeln. Als Sockelbelag bunte Blumen und grüne Blätter. Körper der Dame und Sockel
> gekittet, Reparaturen an den Händen. Ohne Marke. H. 16,2 cm.
Meißen, um 1745. Modell von Kändler.
Tafel 124.
798 Mezzetin und Geliebte. Er steht breitbeinig dicht neben dem Mädchen, dessen geneigten Kopf
er am Kinn mit der rechten Hand streichelt, während die Linke auf der Schulter der
Geliebten ruht. Das Mädchen trägt im linken Arm einen braunen Vogelbauer. Mezzetin
in langer schwarzer Tuchkappe, weißem Kragen, schwarz-gold gemustertem, violettem
Wams mit goldenen Knöpfen und Borten, schwarzen Hosen mit roten Rosetten, weißen
DZ Strümpfen und hellgrauen Schuhen mit roten Rosetten; das Mädchen in golden gerändertem,
del mouÄ grünem Mieder mit schwarzem Stecker und roten Schleifen, weißer Schürze, kanarien-
gelbem Rock mit bunter Ornamentbordüre und purpurnen Schuhen mit blauen Schleifen.
Das Bäumchen am Sockel mit grünen Blättern und purpurn geränderten Blumen. Als
Sockelbelag Blumenzweige mit blau, gelb und purpurn staffierten großen Blüten. Tadellos
erhalten. Ohne Marke. H. 17,8 cm.
Meißen, um 1741. Modell von Kändler.
Tafel 129.
799 Liebesgruppe. Ein Kavalier hat eine neben ihm sitzende Dame mit dem rechten Arm um die
Taille gefaßt und rückwärts an sich gezogen, um sie zu küssen. Mit der linken Hand stützt
A 0° er ihren Kopf. Die Dame hat mit der Linken seine rechte Hand gefaßt und streichelt mit
My En ‚der Rechten seine Wange. Er trägt weißen Schoßrock mit goldenen Knöpfen und Borten,
nn hurpurne Weste, schwarze Hosen, Strümpfe und Schuhe; die Dame weißes Morgen-
häubchen, buntgeblümtes weißes Kleid, weißen Unterrock mit Goldsaum und blaue Schuhe.
Als Sockelbelag bunte Blumen und grüne Blätter. Linker Zeigefinger und linke Fußspitze
des Herrn, linke Fußspitze der Dame repariert. Ohne Marke. H. 2 cm.
Meißen, um 1745—5o. Modell von Kändler.
Tafel 127.
800 Polnische Dame in Reifrockkostüm. Stehend, in der linken Hand einen Fächer haltend, der
auf der Brust dicht unterm Kinn liegt. Bunt geblümter weißer Überwurf mit breiten
purpurnen Streifen, purpurner Reifrock mit Goldreif, pelzgefütterte weiße Jacke mit
U Ufase) Schlitzärmeln, schwarzes Kopftuch, gelbe Schuhe mit blauen Schleifen. Sockel mit buntem
Br Blumenbelag. Einige Reparaturen am Rock und an den Ärmeln. Marke: Schwerter.
A. Meloe. H. 15,7 cm.
Meißen, um 1745. Modell von Kändler und Eberlein 1743/44.
Tafel 127.
145
gor Schreitender Harlekin, in schlenkernder Bewegung. Das rechte Standbein am Baumstumpf
mit auswärts gedrehtem Fuß, das linke schräg nach vorn gesetzte Spielbein auf dem Absatz.
Die erhobene linke Hand flach auf dem violett garnierten blutroten Hut, darunter eine
apfelgrüne Kappe. Die rechte Hand am Griff der Pritsche in grünem Gürtel, der unter
, das Gesäß gerutscht ist. Das am Saum gekräuselte Wams zur Hälfte mit französischen
LAN Kartenblättern in hellblauem Grund, zur Hälfte mit blauen, gelben, schwarzen, roten und
violetten Rautenflicken gemustert und mit goldenen Borten und Knöpfen besetzt. Lange
purpurviolette Hosen, gelbe Schuhe mit roten Schleifen. Weißer Grassockel. Pritschenende
bestoßen. Ohne Marke. H. 14,2 cm.
Meißen, um 1732. Modell wahrscheinlich von J. G. Kirchner.
Tafel 127.
802 Harlekin, aus einem Paßglas trinkend, einen Dudelsack aus vollständigem Bocksbalg unterm
linken Arm. Er sitzt mit angezogenem linkem und ausgestrecktem rechtem Bein auf weißem
Felspostament. Er trägt eine faltige gelbe Tuchkappe, schwarzes, bunt geblümtes Wams
( N, A „ mit goldenen Borten, gelbe Hosen und rote Schuhe. Einige Reparaturen am Bocksbalg.
II ca A { Marke: nicht sichtbar. Englische Montierung.
Meißen, um 1740. Modell von Kändler 1740.
Tafel 127.
803 Harlekin mit Dudelsack. Er sitzt auf weißem Felspostament und spielt den unter den linken
Arm geklemmten Dudelsack aus vollständigem Bocksbalg. Mit dem rechten Arm bewegt
er gleichzeitig den Blasebalg quer vor seinem Leib. Golden geränderter weißer Dreispitz
' mit schwarzer Schleife, buntes Flickenwams mit schwarzem Gürtel, blaue Hosen mit
) goldenem Besatz, rote Schuhe mit gelben Rosetten. Einige Beschädigungen an dem Bocks-
} na balg und den Fingern. Marke nicht sichtbar. Englische Montierung. H. 14,6 cm.
Meißen, um 1735—40. Modell von Kändler 1736.
Tafel 127.
804 Pulcinella. Tanzend, mit erhobenem linkem Bein, in der linken Hand eine Pritsche, in der
erhobenen rechten Hand eine Wurst. Am Rücken ein großer Höcker. Grauer Spitzhut mit
blauem Band und blauer Rosette, schwarze Halbmaske mit Hakennase, schwarz gegürtetes
weißes Wams mit Goldknöpfen; schwarz, rot, gelb und grün gerautete lange Hosen und
gelbe Schuhe mit blauen Rosetten. Als Sockelbelag blaues Vergißmeinnicht. Rechter Arm
gekittet. Marke: Schwerter. H. 16,1 cm.
Q
yau Nau Meißen, um 1750. Modell von Kändler 1748.
Tafel 127.
805 Harlekin mit zwei Vögeln. Breitbeinig auf einer Felsbank sitzend, betrachtet er einen Vogel
auf seiner rechten Hand. Neben ihm ein aus Stäben zusammengefügter durchbrochener
Kasten, in dem ein zweiter Vogel sitzt. Golden geränderter weißer Hut mit gelber Rosette,
weißer Kragen, vierteiliges, verschieden in Violett, Gelb, Türkisgrün und Hellblau
gemustertes Wams mit goldenen Borten und schwarzem Gürtel, lange weiße Hosen mit
Wral Goldstreifen, schwarze Schuhe mit türkisgrünen Schleifen. Die Vögel rötlichbraun mit
schwarzen Tupfen. Als Sockelbelag bunte Blumen und grüne Blätter. Zwei Finger der
linken Hand repariert. Ohne Marke. H. 12,4 cm.
ah
Meißen, um 1745. Modell von Eberlein.
146
806 Indiskreter Harlekin. Beltrame hat Kolombine auf den Schoß genommen und hält sie im
linken Arm. Kolombine blickt ihm verliebt in die Augen und streichelt seine Wange mit
der rechten Hand. Der am Boden hockende Harlekin blickt unter ihren Rock, den er mit
; der linken Hand aufhebt. Beltrame in schwarzer Kappe, golden betreßtem, türkisgrünem
\ Wams mit weiß ausradiertem Muster, in schwarzen Hosen mit gelben Rosetten und rosa
Yrouıkauuschuhen mit ebensolchen Rosetten; Kolombine in winzigem, golden gerändertem, türkis-
grünem Dreispitz, gelbem Mieder, bunt geblümtem, purpurnem Rock und türkisgrünen
Schuhen mit roten Schleifen; Harlekin in bunt gerautetem bzw. einfarbig blauem und
türkisgrüinem Wams mit Kartenblattmuster in gelbem Grund auf den Armeln, in
weißen Hosen und gelben Schuhen mit purpurnen Rosetten. Als Sockelbelag bunte Blumen
und grüne Blätter. Linker Zeigefinger Beltrames, linker Fuß Harlekins gekittet. Ohne
Marke. H. 16,4 cm.
Meißen, um 1740—45. Modell von Kändler.
Tafel 129.
807 Harlekinfamilie. Harlekin steht breitbeinig neben Kolombine, die ihren kleinen in Harlekin-
kostüm gekleideten Knaben auf dem rechten Arm hält und mit der Linken nach dem
Zwicker ihres Mannes greift. Harlekin in golden gerändertem, rotem Hut mit Federstutz,
i weißem Kragen, schwarz, weiß, gelb und blau gerautetem Wams mit Pritsche im roten
/, ‚> , Gürtel, langen, rot, weiß und gelb gerauteten Hosen und purpurnen Schuhen mit türkis-
mmeihy&li, grünen Rosetten. Kolombine in golden eingefaßtem, blutrotem Mieder mit weiß aus-
radiertem Muster, in grün-weiß gestreiftem Rock und roten Schuhen. Auf dem Kopf ein
winziger gelber Dreispitz mit Feder. Der Knabe in golden gerändertem purpurnem Hut
mit türkisblauer Unterseite, in gelb, weiß, purpurn und türkisblau gerautetem Kleid und
purpurnen Schuhen. Dreiseitiger weißer Grassockel. Beide Arme der Kolombine, der Kopf
und die Arme des Knaben und die linke Hand Harlekins gekittet. Ohne Marke. H. 18 cm.
Meißen, um 1740. Modell von Kändler.
Tafel 129.
808 Laute spielender Harlekin. Stehend, mit verliebtem Gesichtsausdruck. Gelber Hut mit rotem
Band, roter Rosette und Goldrand, das Haar in schwarzem Beutel, weißer Kragen, purpur-
violettes Wams mit gelben Rosetten und Aufschlägen und goldenen Borten, lange türkis-
grüne Hosen mit Goldrand, rote Schuhe mit gelben Rosetten, hellbeigefarbener Mantel.
/yEinige Reparaturen. Ohne Marke. H. 16,6 cm.
Y
Mraoı 177 )
Meißen, um 1740. Modell von Kändler 1739/40.
Tafel 126.
809 Harlekin mit Mops als Drehleier. An einen Baumstumpf gelehnt, das linke Bein weit zurück-
gesetzt, das gestreckte rechte vorgestellt, hält er den Hund eingeklemmt unterm linken
Arm und bewegt dessen Schwanz mit der rechten Hand wie die Kurbel einer Drehleier.
Den Mund hat er, ebenso wie der Mops, schreiend aufgerissen. Der Hut mit ausgebogter,
An, / aufwärts stehender Krempe purpurn und golden gerändert, der Kragen weiß, das Wams
N zur Hälfte gelb mit französischen Kartenblättern als Muster, zur Hälfte schwarz, rot, gelb
und türkisgrün gerautet, mit goldenen Kugelknöpfen, goldenen Borten und schwarzem
Gürtel. Die Hosen kastanienbraun mit gelben Rosetten und Goldrand, die Schuhe schwarz
mit gelben Rosetten. Als Sockelbelag grüne Blätter. Vorderbeine und Schwanz des Hundes
repariert. Ohne Marke. H. 16,8 cm.
Meißen, um 1740. Modell von Kändler.
Tafel 126.
147
nn TER En Te
810 Grüßender Harlekin. Er steht gebückt an einem Baumstumpf, das linke Bein vorgestellt, das
rechte gebeugte auswärts gedreht mit abwärts gestreckten Armen, den beigefarbenen Hut
in den Händen. Der Kopf ist grinsend nach rechts gewandt. Wams türkisgrün mit aus-
gesparten französischen Kartenblättern als Muster und blutroten Rosetten an Stelle der
Knöpfe. Roter Gürtel mit eingesteckter Pritsche, die langen Hosen weiß und violett
gestreift, an den Seiten gelbe Rosetten. Weiße Strümpfe und schwarze Schuhe mit grünen
Rosetten. Als Sockelbelag blaue Vergißmeinnichtblüten mit grünen Blättern. Pritsche
repariert. Ohne Marke. H. 16 cm.
Meißen, um 1740—45. Modell von Kändler.
Tafel 126.
$ır Tanzender Mezzetin. Die Hände an den Hüften, das gebeugte linke Bein mit auswärts
gedrehtem Fuß leicht zurückgesetzt, das rechte über den Sockel hinausschwingend, bewegt
er sich vorwärts. Ein flatternder Mantel liegt um den rechten Oberarm und bedeckt die
Vorderseite der Felsstütze, die hinten mit grünen Blättern und einer blau-roten Blume
belegt ist. Lange schwarze Tuchkappe, schwarze Pflaster im Gesicht, schwarz umrahmter
Mund, golden geränderter weißer Kragen, türkisgrünes Wams mit ausradiertem Muster,
roter Gürtel, goldene Knöpfe und Borten, gelbe Hosen mit roten Rosetten und goldener
Einfassung, rote Schuhe mit blauen Rosetten. Golden geränderter purpurvioletter Mantel
mit grauem Futter. Ohne Marke. Eingedrückte Formernummer so. H. ı$ cm.
Meißen, um 1740. Modell von Kändler.
Tafel 126.
812 Schreiender Harlekin. In geduckter Stellung, mit gebeugten Knien, zurückgesetztem rechtem
a)
Ulubaruı
und vorgesetztem linkem Bein, die linke Hand an der Hüfte, die rechte unter der Wange,
der Kopf mit weit aufgerissenem Mund nach rechts gewandt. Großer schwarzer Schlapp-
hut mit roter Rosette, halb blutrotes, halb violett, gelb und türkisgrün gerautetes Wams
mit gelben Kugelknöpfen und schwarzem Gürtel, in dem vorn die Pritsche steckt. Das
linke Hosenbein kobaltblau, das rechte gelb, der linke Schuh gelb, der rechte rot. Als
\Sockelbelag farbige Blumen und grüne Blätter. Ohne Marke. H. 15,3 cm.
Meißen, um 1740. Modell von Kändler.
Tafel 126.
813 Harlekin mit Affen als Drehleier. Er lehnt gebückt an einem Baumstumpf und klemmt mit
dem rechten Bein einen Affen ein, dessen Schwanz er wie die Kurbel einer Drehleier
bewegt. Er bläst dazu auf einer Schalmei. Hut hechtgrau mit grüner Rosette und Gold-
rand, Kragen weiß, Wams blau, rot und gelb gerautet und golden eingefaßt, die langen
weiß und violett gestreiften Hosen mit Goldrand; gelbe Schuhe mit blauen Rosetten. Als
Sockelbelag rote, gelbe und violette Blumen mit grünen Blättern. Ohne Marke. H. 16,2 cm.
Meißen, um 1740—45. Modell von Kändler.
Tafel 126.
814 Harlekin mit Dolch und Pritsche. An einen weißen Baumstumpf gelehnt, das linke Bein
N
Be,
Mach
durchgedrückt, das gebeugte rechte seitwärts, in der Hand des erhobenen und gebeugten
rechten Armes ein Dolch, in der gesenkten linken Hand quer vor den Oberschenkeln eine
schwarze Pritsche. Der Blick ist mit grimmigem Ausdruck ins Leere gerichtet, der Mund
breit verzogen. Hellgrauer Hut mit türkisgrünem Band, gleichfarbiger Rosette und roter
Feder. Weißer Kragen. Gelb, violett und türkisblau gerautetes Wams mit goldenen Kugel-
\knöpfen, Goldborte und schwarzem Gürtel. Lange, schwarz, rot und gelb gerautete Hosen,
grüne Schuhe. Rechte Hand gekittet. Ohne Marke. H. 18,7 cm.
Meißen, um 1740. Modell von Kändler.
Tafel 126.
148
815 Harlekin mit Deckelkanne. Er sitzt auf weißem Astpostament, die golden geränderte weiße
Kanne in der linken Hand auf dem Oberschenkel des angezogenen linken Beins, in der
rechten Hand den grauen Schlapphut schwingend. Eine schwarze Halbmaske bedeckt das
obere Gesicht. Das Wams blutrot, gelb und weiß gerautet mit goldenen Knöpfen und
Borten, die langen Hosen schwarz, violett und grün gerautet, die Schuhe rot mit blauen
N Rosetten. Auf der Kanne Jahreszahl 1740 in Gold. Rechter Unterarm gekittet. Ohne
Lech Marke. H. 16,7 cm.
Meißen, 1740. Modell von Kändler, etwa 1738.
Tafel 126.
816 Reifrockgruppe: Liebespaar am Spinett. Weiß glasiert. Die Dame sitzt auf barockem Lehn-
stuhl am Instrument, die Finger beider Hände auf den Tasten. Der weit ausladende
Reifrock ragt beiderseits über den mit Blumen belegten Sockel hinaus. Der stehende
Kavalier beugt sich von hinten über den abstehenden Reifrock zu der Dame herab, die
Vowuu er umarmt und küßt. Marke: Schwerter. H. 16,2 cm.
Meißen, um 1741. Modell von Kändler.
817 Die glückliche Familie. Ein Flöte blasender jugendlicher Mann sitzt auf einem Baumstumpf
7
neben seiner Frau, die ihm mit der Rechten ein Notenblatt vorhält, während ein Kind
im Hemd auf ihrem Schoß sitzt und an ihrer Brust trinkt. Der Mann in golden gerändertem
purpurnem Hut mit gelbem Band und blauer Rosette, in golden geränderter weißer Jacke,
hellblauen Hosen und gelben Schuhen mit blauen Rosetten. Die Frau in weißer Haube
/] Y
fh Mwral mit gelbem Band, in bunt geblümtem Kleid mit Watteau-Falte, weißer Schürze und golden
/,
/)
Kl
818
verzierten weißen Schuhen. Rechte Hand der Frau gekittet. Ohne Marke. H. 15,1 cm.
Meißen, um 1750. Modell von Kändler 1747/48.
lagderuppe: Jäger mit ausgeweidetem Hirsch und einer Meute von sechs Bracken, die sich
jagag ih Jas fe}
gierig auf das „Gescheide“ stürzen. Der Jäger, in schwarzem Dreispitz, silbern betreßtem,
blauem Rock, purpurner Weste, Degen und hohen Stiefeln, hält in der Rechten das Wald-
horn, mit der Linken den Kopf des Zwölfenders. Die Hunde rotbraun, schwarz und
graubraun gefleckt. Als Sockelbelag bunte Blumen und grüne Blätter. Zwei Schwänze, das
em Mıı Geweih und der Dreispitz repariert. H. 12,5 cm.
819
Meißen, um 1755.
Wolfshatz. Wolf, von drei braun und schwarz gefleckten weißen Doggen gestellt. In der
Mitte ein Baum. Der Wolf hat einen der Hunde mit der rechten Vorderpranke nieder-
geschlagen und faßt ihn am Ohr. Gleichzeitig packt ihn eine zweite, seitlich anspringende
Dogge am Nacken, die dritte verbellt ihn. Das Wolfsfell braun gestrichelt. Der Sockel
dicht belegt mit bunten Blumen und grünen Blättern. Verschiedene Reparaturen. Ohne
{y= Marke. H. 18,6 cm.
820
Meißen, um 1750. Modell von Kändler 1747.
Avvocato. Figur aus der italienischen Komödie. Stehend, linke Hand an der Hüfte, in der
erhobenen Rechten eine Taschenuhr. Er trägt golden geränderten schwarzen Dreispitz,
weiße Halbmaske, purpurrosa Domino mit Kapuze, an ersterem gelbe Rosetten, schwarze
Kniehosen und Schnallenschuhe. Rechter Arm gekittet, am Domino einige Reparaturen.
Ohne Marke. H. 15,8 cm.
Meißen, um 1750. Modell von Kändler und Reinicke 1748.
149
921 Chinesenpaar am Kaffeetisch. Der Mann mit der Laute auf dem Schoß neigt sich nach rechts
zu der Frau und küßt sie. Die Frau hält eine Tasse in der rechten Hand und legt ihren
linken Arm um den Nacken des Mannes. Ihr rechter Fuß ruht auf einem Schachbrett.
Vorn steht ein dreifüßiger Tisch mit Kaffeegeschirr. Der Mann in weißem Gewand mit
/ grünen Aufschlägen, gelben Schuhen und gelb-purpurn gefächertem Kelchhut. Die Frau in
/f bunt geblümtem, weißem Kleid mit gelben Aufschlägen, blauem Gürtel und purpurnen
uima Schuhen. Als Sockelbelag bunte Blumen und grüne Blätter. Linke Hand des Chinesen
gekittet. Ohne Marke. H. 10,7 cm.
Meißen, Mitte 18. Jahrh. Modell von Kändler 1745-
922 Chinesin mit Kind. Auf einem Stuhl sitzend, hält sie mit beiden Händen eine Schale mit
Granatäpfeln und Zitronen. Am Boden hockt ein barbeiniger kleiner Knabe in rot
gemustertem, weißem Hemd und violettem Höschen. Die Chinesin in golden gerändertem,
bunt geblümtem, weißem Überkleid, purpurnem Rock und gelben Schuhen. Als Sockel-
r Sp, AR u„belag bunte Blumen. Kleine Beschädigung an der linken Fußspitze. Ohne Marke. H. 10,5 cm.
[ Meißen, Mitte 18. Jahrh. Modell von Reinicke (?).
823 Chinesenpaar in Rocaillelaube. Sie sitzen dicht aneinandergeschmiegt auf einem Lehnstuhl
und einem Hocker. Der Mann hat seine linke Hand auf den Nacken der Frau gelegt und
reicht ihr einen Folianten. Der Chinese in purpurn bestickter Spitzkappe, bunt geblümtem,
weißem Gewand, gelben Hosen und purpurnen Schuhen; die Frau in langer gelber Jacke,
\Y purpurn geblümtem, hellpurpurnem Unterkleid, grünem Unterrock und roten Schuhen.
H DL Die grün und golden staffierte weiße Laube mit Belag bunter Blumen, ebenso der Sockel.
en Marke: Schwerter. H. 18,2 cm.
Meißen, um 1755.
8924 Schäfergruppe. Der Schäfer sitzt mit gekreuzten Beinen dicht neben der Schäferin mit unter-
gefaßtem linkem Arm. Die Schäferin lehnt ihren Kopf an die Schulter des Schäfers, der
sie verliebt anblickt. In ihrem linken Arm hält sie ein Schaf, auf der anderen Seite am
Boden liegt ein Schäferhund. Der Schäfer trägt lichtgrauen, golden geränderten Hut mit
gelbem Band, türkisgrüne, golden betreßte Jacke, gelbe Hosen und schwarze Schuhe mit
ku a N roten Rosetten und Absätzen; die Schäferin rotes, golden gemustertes Mieder, golden
Ur! Ai geblümten rosa Rock und blaue Schuhe mit gelben Schleifen. Der Kopf des Schäfers
gekittet, einige Reparaturen. Ohne Marke. H. 16 cm.
Meißen, um 1748. Modell von Kändler nach Boucher.
825 Harlekin und Dame mit Papageien. Eine sitzende Dame reicht einem über ihr auf einem
Baum sitzenden Papagei Kirschen. Vor ihr auf einem Gueridon ein zweiter grüner Papagei,
auf ihrem Schoß ein Korb voll Kirschen. Hinter ihr steht ein Harlekin, der grinsend zwei
Kirschen in der linken Hand hält. Die Dame in bunt geblümtem, weißem Kleid mit
+ grünen Aufschlägen; der Harlekin in golden gerändertem, weißem Spitzhut, gelb, grün,
s ’ violett und weiß gerautetem Wams mit goldenen Knöpfen und Borten, in langen weißen
Sn UR MW Hosen und schwarzen Schuhen mit purpurnen Rosetten. Als Sockelbelag bunte Blumen
l und grüne Blätter. Reparaturen am Sockel und am Kleid der Dame. Marke: Schwerter.
Y H. 16,4 cm.
Meißen, Mitte 18. Jahrh. Modell von Kändler.
ut
150
326 Apollo und die neun Musen. Folge von zehn Gruppen mit Bäumen.
a) Apollo, sitzend, die Lyra in den Händen, Lorbeerkranz im Haar. Am großen Baum
der Bogen, am kleineren der Köcher, zu seinen Füßen der erlegte Drache Python. Stroh-
gelber, bunt geblümter Mantel mit purpurviolettem Futter. — Einige Blätter bestoßen.
b) Euterpe, sitzend, die Klarinette spielend, neben ihr ein Flöte blasender Putto, am Boden
Geige und Flöte. Bunt geblümter gelber Mantel mit Goldrand und violettem Futter. —
Kleine Beschädigungen an den Blättern.
c) Polyhymnia, sitzend, an sie gelehnt ein stehender Putto. Beide halten ein Notenblatt,
nach dem sie eine „Arria“ singen. Am Boden brauner Foliant mit Goldschnitt. Blaßgelber,
I purpurn geblümter Mantel mit Goldrand und grünem Futter. Rosen im Haar. Eingeritzt am
np, /,, Felssitz „Polymnia“. — Linker Fuß, rechte Hand und Notenblatt repariert, einige Blätter
Wa
bestoßen.
2
d) Terpsichore, sitzend und die Laute spielend, neben ihr ein tanzendes Kinderpaar, am
N, Boden ein Dudelsack und ein Foliant. Bunt geblümter gelber Mantel mit Goldrand und
Alu 2 purpurviolettem Futter. Das Mädchen mit grüner Draperie. Eingeritzt am Fels:
f „Terpsichore“.
[/
e) Thalia, sitzend, mit gekreuzten Beinen, in der Linken eine halbschwarze Maske, in der
Rechten ein Pfeil. Dicht über ihr klettert ein nackter Putto mit buntem Narrenhut am
Baum empor und scherzt mit ihr. Vor ihr am Boden hockt ein Affe, der aus einer goldenen
Tabatiere schnupft. Am Boden zwei fleischfarbene komische Masken. Die Muse in kobalt-
blau gefüttertem, mit bunten Blumen gemustertem gelbem Mantel, der Rücken und Schoß
bedeckt. Als Sockelbelag bunte Blumen und grüne Blätter. Am Fels eingeritzt: „Thalia“. —
Linke Hand ergänzt.
f) Melpomene, mit schmerzerfülltem Ausdruck zurückgelehnt sitzend, in der rechten Hand
eine Maske, neben ihr ein stehender Putto, der weinend die Hände vors Gesicht hält.
Am Boden eine Krone. Weißes Kopftuch, golden gemustertes purpurnes Mieder, bunt
geblümter goldener Rock, blauer Mantel mit Goldrand und purpurnem Futter. Der Putto
mit golden gemusterter blutroter Draperie. — Der Baumstamm, beide Arme und Füße
repariert.
g) Klio, sitzend, mit angezogenem linken Bein, Kopf und Oberkörper nach rechts gewandt,
gestützt auf den rechten Ellbogen, die Finger der rechten Hand an Stirn und Wange,
in Gedanken versunken. Unter dem rechten Ellbogen ein Notenblatt und ein Foliant mit
goldenem Rückentitel „Poesies 1743“. In der linken Hand die Lyra des Apoll. Vorn ein
sitzender Putto, der ein Blatt mit französischem Text in Händen hält. Weißes Gewand
mit golden gerändertem blauem Gürtel; bunt geblümter gelber Mantel, Lorbeerkranz auf
dem Kopf. Als Belag des rötlichbraun marmorierten Sockels bunte Blumen.
h) Urania, sitzend, mit vergoldeter Sonne in der Rechten, Halbmond in der Linken und
Stern als Kopfschmuck. Zu ihrer Rechten am Boden ein Putto, der geometrische Figuren
auf ein Blatt zeichnet, zu ihrer Linken Globus und Fernrohr. Die Muse in weißem Gewand
mit golden gestricheltem rotem Gürtel und golden gerändertem, purpurn gefüttertem
weißem Mantel mit buntem Blumenmuster.
i) Kalliope, vornübergeneigt sitzend, einen Folianten auf dem linken Bein, einen Griffel in
der rechten Hand, gestützt auf die Finger der linken Hand. Hinter ihrem Rücken ein Man-
doline spielender tanzender Putto. Am Boden eine Pausflöte und zwei Folianten. Stroh-
I5I
Als Sockelbelag
ige Finger be-
gelber weißer, mit purpurnen und goldenen Blumen gemusterter Mantel.
bunte Blumen und grüne Blätter. Hinten eingeritzt: „Caliope“. — I
schädigt.
k) Erato, sitzend, eine Geige in der linken Hand, einen Bogen in der rechten Hand haltend,
auf dem angezogenen linken Bein ein Notenblatt. Zu ihrer Linken der stehende Amor
mit Köcher am Rücken. Am Boden eine Drehleier und Noten. Weißes Gewand, golden
geränderter, bunt geblümter weißer Mantel mit purpurnem Futter. Als Sockelbelag bunte
Blumen und grüne Blätter. Am Baum eingeritzt: „Erato“. — Der Bogen in der linken
Hand Amors fehlt.
Marke: Schwerter. H. 23,5—29,5 cm.
Meißen, um 1743—45. Modelle von Kändler auf Grund einer Bestellung F
Großen vom Jahr 1741. Die Folge wurde 1745 an den König geliefert, eir
im Schloß Sanssouci.
iedrichs des
ige Gruppen
Tafel 130.
827/ Zehn Figuren aus einer Folge von Handwerkern, auf golden bzw. farbig gehöhten runden
Rocaillesockeln, z. T. mit buntem Blumenbelag.
a) Goldschmied, stehend, im linken Arm einen goldenen Deckelpokal, in der rechten Hand
einen Hammer. Am Boden Ambos und Tasterzirkel. Golden geränderter schwarzer Dreispitz,
purpurn gefütterte lichtgraue Jacke mit goldenen Knöpfen und Borten, blau gerändertes
Schurzfell, schwarze Hosen und Schnallenschuhe. — Zwei Finger der rechten Hand repariert.
b) Kupferschmied, breitbeinig am Ambos sitzend, in der Linken einen Kupferkessel, in der
Rechten einen Hammer. Am Boden ein zweiter Kessel. Grüne Kappe mit weißem Umschlag,
bräunliche Jacke mit Goldknöpfen, bräunliches Schurzfell, blaue Hosen und schwarze
Schnallenschuhe.
c) Wagner (Stellmacher), an einem Baumstumpf stehend, darauf eine Radnabe, die er
mit Schlegel und Eisen bearbeitet. Barhaupt, in roter Weste, grünen Hosen, brauner Schürze
und schwarzen Schnallenschuhen. — Zwei Finger der linken Hand repariert, rechter Arm
gekittet.
d) Zimmermann, stehend, in der Rechten eine Axt, die Linke auf eine große, durch ein
Brett gesicherte Säge gestützt. Schwarzer Dreispitz, schokoladebraune Jacke mit Gold-
knöpfen, purpurn geblümte gelbe Weste, braunes Schurzfell mit einer Rolle Schnur im
Gurt, schwarze Schnallenschuhe.
e) Sattler, stehend, das linke Bein frei nach hinten gestreckt, in der linken Hand einen
Hammer, in der rechten ein Kummet, am Boden einen Sattel. Golden geränderter schwarzer
Dreispitz, waschblaue Jacke mit goldenen Knöpfen, purpurrosa Weste, braunes Schurz-
fell, schwarze Schnallenschuhe. — Rockzipfel und Sattelecke bestoßen.
f) Fleischhauer, vornübergebeugt holt er mit dem Beil in beiden Händen zum Schlag auf
ein Stück Fleisch auf dem Holzklotz aus. Schwarzer Dreispitz, purpurne Jacke, weiße
Schürze, Messerfutteral an schwarzem Gürtel, grüne Hosen und schwarze Schnallenschuhe.
g) Böttcher, neben einer Tonne stehend, in der erhobenen Rechten einen Schlägel, in der
Linken einen Triebel zum Antreiben der Reifen, auf der Tonne ein Krummeisen, ein zweites
am Boden. Schwarzer Dreispitz, weiße Jacke mit lachsroten Aufschlägen und gleichfarbigem
Futter, braune Lederschürze mit Bindebeil im Bund, schwarze Schnallenschuhe. — Kleine
Beschädigungen.
h) Töpfer, auf einer Bank an der Drehscheibe sitzend, die er mit den bloßen Füßen be-
wegt. Rechts neben ihm zwei fertige Töpfe auf einem Gestell, darunter ein dritter Topf.
Violette Kappe mit gelbem Aufschlag, kobaltblaue Weste mit goldenen Knöpfen, halb-
lange weiße Hosen.
l) Schneidersfrau, stehend, einen graublauen Armel überm rechten Arm, einen blauen
Flicken in der linken Hand. Weiße Haube, weißes Brusttuch, strohgelbe Jacke, rosa Rock,
- kobaltblaue Schuhe. Purpurn gehöhter bewegter Rocaillesockel mit Belag bunter Blumen. —
DIR Bügeleisen (?) in der rechten Hand fehlt.
[4 a
m) Schustersfrau. Stehend, in der rechten Hand einen Damenschuh, unterm Arm einen Leisten,
in der linken Hand einen Spinnrocken. Weiße Haube, purpurn geblümtes weißes Kopftuch,
strohgelbe Jacke, weißer Rock, purpurviolett geränderte weiße Schuhe und ebenso gehöhter
bewegter Rocaillesockel. Als Belag violett gehöhte Blumen und grüne Blätter. — Leichte
Beschädigung am linken Armel.
Marke: Schwerter. H. 18—22,5 cm.
Meißen, um 1750. Modelle von Kändler und Reinicke.
Tafel 131.
828 Sechzehn Pariser Ausrufer (Cris de Paris), auf weißen, zumeist golden gehöhten Rocaille-
sockeln mit buntem Blumenbelag.
/ 4
)
H UA,
a) Austernhändler mit Tragkorb am Rücken und Henkelkorb am linken Arm. Schwarzer
Dreispitz, purpurne Jacke, weiße Schürze, gelbe Hosen, schwarze Schnallenschuhe. Ein-
geritzt: 12. — Rechte Hand ergänzt.
b) Fischhändlerin, eine Korbplatte mit 3 Fischen auf grüner Unterlage tragend, beide
Hände an den Hüften, in der rechten Hand ein Kupferbecken mit Holzkohlen. Purpurn
geränderte graue Kapuze, purpurn gestreiftes weißes Halstuch, manganbraun gestreifte
gelbe Jacke, weiße Schürze, hellmanganbrauner Rock, braune Holzpantinen.
c) Geflügel- und Eierhändler, einen Korb voll Eier am rechten Arm, ein Paar tote Hühner
an der linken Hand. Schwarzer Hut, Hosen purpurn, Holzpantinen braun, Jacke, Hemd
und Strümpfe weiß.
d) Zitronenverkäuferin, einen flachen breiten Korb mit Zitronen auf violetter Unterlage,
in der rechten Hand zwei Zitronen, in der linken ein Becken mit Holzkohle tragend.
Weiße Haube, kobaltblaue Jacke, geraffter strohgelber Rock, rot geränderter Unterrock,
gelbe Pantinen.
e) Bauersfrau, mit Obstkorb am linken Arm und zweihenkeligem Deckelgefäß auf dem
Kopf, der durch ein weißes Polster mit Ohrenklappen geschützt ist. Gelbes Mieder mit rot
punktiertem Schuller, schwarzes Halsband mit goldenem Kreuz, bunt geblümte weiße
Schürze, lichtpurpurner Rock, gelbe Schnallenschuhe.
f) Mann mit Glücksuhr am Rücken und Tüte voll Makronen in der rechten Hand. Großer
schwarzer Hut, weiße Jacke und Strümpfe, violette Weste, gelbe Hosen und schwarze
Pantinen. — Rechter Arm ergänzt.
g) Oblaten- und Makronenverkäuferin, einen großen Henkelkorb am linken Arm, in der
erhobenen, rechten Hand Vergißmeinnicht. Weißes Kopftuch, purpurn gerändertes rosa
153
Mieder, violette Schürze, eine goldene Schere an purpurnem Band, gelber Rock mit bunter
Blumenbordüre, an den Füßen Sandalen. — Beide Arme, der linke Fuß und der Henkel
repariert.
h) Geflügelhändler, ein Huhn rupfend, neben ihm ein Korb voll Federn. Mütze, Jacke,
Schürze und Strümpfe weiß, Hosen und Schnallenschuhe schwarz, im Schürzenbund ein
Messer mit goldenem Griff.
i) Limonadenverkäufer, einen hohen braunen Behälter mit langem Zapfhahn am Rücken,
an der linken Seite eine Korbflasche. Pelzkappe mit purpurrosa Zipfel, grüne Jacke, grauer
Schurz, purpurrosa Hosen und schwarze Schnallenschuhe. — Rechter Arm gekittet.
k) Absinthverkäufer, am linken Arm, seitlich verdeckt durch den gelb gefütterten rosa
Mantel, ein Korb mit vier Flaschen, in der Rechten eine goldene Handlaterne. Violette
Jacke, grüne Hosen, weiße Strümpfe, gelbe Pantinen.
l) Makronenverkäuferin, einen Henkelkorb voll Gebäck in der rechten, Makronen auf
Ib Papier in der linken Hand. Violettes Kopftuch, grüne Jacke, dunkel- auf hellpurpur ge-
@ streifter Rock, braune Pantinen. — Taille und Korbhenkel gekittet.
IE; m) Bauer mit Traubenkorb am rechten Arm und Waage im linken Arm. Schwarzer Drei-
spitz, grüne Schoßjacke, gelbe Weste, purpurne Hosen, braune Pantinen.
n) Konditor, auf beiden Händen eine Korbplatte mit Patisserien und purpurn geblümtem
Porzellanbecher in Kopfhöhe emporhaltend. Purpurviolette Zipfelmütze mit gelbem Um-
schlag, kobaltblaue Jacke mit gelbem Futter, weiße Schürze, purpurviolette Hosen, weiße
Strümpfe und schwarze Schnallenschuhe.
0) Savoyardin mit Murmeltier, das sie mit der rechten Hand an den Ohren aus dem
Tragkasten hebt. Weißes Kopftuch, gelbe Schoßjacke, purpurvioletter Rock, schwarze
Pantinen. — Hände und Deckel repariert.
PETER,
p) Mann mit Laterna magica am Rücken und Leierkasten. Grauer Hut, hellmangan-
braune lange Jacke, gleichfarbige Hosen und Weste, graue Strümpfe und schwarze
Pantinen.
nn
q) Galanteriewarenhändler mit einem Kasten voll Schmucksachen, Dosen, Bürsten u.a.,
in der rechten Hand eine Dose. Schwarzer Hut, lange rötlichgraue Jacke, rote Hosen,
weiße Strümpfe und schwarze Schuhe mit roten Schleifen. — Rechte Hand gekitter,
Nasenspitze repariert.
Marken: Schwerter. H. 13,5 —ı6 cm.
Ir Meißen, um 1755, z. T. später. Modelle von Kändler und Reinicke 1753, nach farbigen
IE Zeichnungen, bez. C. G. Huet, die der Pariser Händler Huet nach Meißen sandte.
< Tafel 132.
329 Bauersfrau, mit Eierkorb am linken Arm und zweihenkeligem weißem, purpurn geblümtem
“ Deckelgefäß auf dem Kopf. Gleiches Modell wie 828°. Bunt geblümtes weißes Mieder,
strohgelbe Schürze, purpurner Rock mit dunklerem Rand und weiße Schuhe. — Kleine
Reparaturen. Marke: Schwerter. H. 16 cm.
A Meißen, um 1755.
154
330 Kaufmannsfran. Sie sitzt auf golden gehöhtem weißem Lehnstuhl schräg neben golden ge-
höhtem weißem Rokokotisch, auf dem ein Schreibzeug und ein Buch liegen, = das =:
verschiedene Posten von Weinsorten einträgt. In der linken Hand hält sie eine Schnupf-
tabaksdose. Auf ihrem Schoß ein zweites Buch mit Eintragungen von Waren. Am Boden
/ sechs Weinflaschen in und neben einem Henkelkorb, ein Zuckerhut, Tabak und anderes.
7 Gelb garnierte weiße Haube, bunt geblümte weiße Schoßjacke, violetter Rock, gelbe Schuhe.
Hm Golden gehöhter Rocaillesockel mit grünem Blattbelag. — Stuhllehne und linke Hand
gekittet. Marke: Schwerter. H. 16,2 cm.
Meißen, um ı755. Modell von Kändler.
331 Perser und Perserin. Gegenstücke aus einer Folge fremder Volksfiguren nach Stichvorbildern
in dem Werk des französischen Gesandten M. de Ferriol, Paris 1714. Der Perser, mit
Streithammer in der rechten Hand, Dolch in der blauen Schärpe und Säbel an der Seite,
J hebt den gebeugten linken Arm und blickt nach links. Er trägt einen mit purpurnem Band
Au umschnürten weißen Turban, in den eine muschelähnliche goldene Bekrönung gesteckt
7 ist, langes, purpurn und golden geblümtes Gewand, weiße Hosen und rote Schuhe. Die
yo Frau stützt die linke Hand in die Hüfte und greift mit der rechten Hand nach dem
/C strähnigen schwarzbraunen Haar. Sie trägt ein weißes geschlossenes Kopftuch, bunt ge-
V blümtes weißes Kleid, blaue Schärpe, weiße Hosen und rote Schuhe. Als Belag der weißen
Felssockel bunte Blumen und grüne Blätter. Marke: Schwerter bei der Frau. H. 22,5 und
21,5 cm.
Meißen, um 1748. Modelle von Kändler und Reinicke.
332 Gärtner und Gärtnerin mit Blumenbehältern. Gegenstücke. Der stehende Mann hält mit
beiden Händen einen am Schulterband hängenden Blumenkorb, den er durch das auf einen
Kürbis gestellte linke Bein stützt. Die schreitende Frau trägt eine hölzerne Bütte am Rücken,
rafft mit der Rechten die gelbe Schürze und hält eine Blume in der linken Hand. Korb und
Dr, Bütte haben Siebeinsatz für Blumen. Farbige Bemalung. Jacke des Mannes und Kleid der
Art, Frau bunt geblümt. — Einige Finger und die Korbhenkel repariert. Ohne Marken. H. 27,3
und 27 cm.
Meißen, gegen 1750. Modelle von Kändler.
Tafel 125.
3933 Gärtner mit Korb als Blumenbehälter. Gleiches Modell wie vorher. Golden geränderter mai-
grüner Hut mit roter Rosette. Jacke mit Purpurmosaik, goldenen Knöpfen und Borten,
2 Hosen türkisgrün mit roten Rosetten, Strümpfe und Schnallenschuhe schwarz. Am Sockel
ee und grüne Blattranken. Marke: Schwerter. H. 27 cm.
"7 Weißen, gegen 1750. Modell von Kändler.
334 Ein Paar zweiarmige Leuchter mit Sitzfigur eines Schäfers und einer Schäferin. In Form
eines sich gabelnden, mit bunten Blumen berankten weißen Baumes, dessen Äste grün,
gelb und purpurn staffierte Blattkränze und Lichttüllen tragen. Die auf dem Baum sitzenden
Figuren halten sich an den Ästen fest. Der Schäfer in gelbem Hut mit purpurnem Band,
Va bunt geblümter, golden geränderter weißer Jacke mit purpurnem Kragen und Schulterband
x an der Tasche, blaue Schleifen als Garnierung der Knopfleiste, graulila Hosen mit grünen
Ag, Her Bändern und gelbe Schuhe. Die Schäferin in rosa Hut und Mieder, gelber Schürze, bunt
TOR geblümtem weißem Kleid und weißen Schuhen mit blauen Schleifen. Als Belag der golden
gehöhten Rocaillesockel bunte Blumen und grüne Blätter. — Bei der Frau verschiedene
Reparaturen. Ohne Marke. H. etwa 20 cm.
Meißen, um 1755. Modelle von Reinicke (?).
155
Berghauptmann. Stehend, die linke Hand an der Hüfte, in der Rechten eine Barte. Golden
geränderter schwarzer Schachthut mit Monogramm AR, Allongeperücke, weiße Uniform
mit goldenen Knöpfen und Borten und rote Weste. Bergleder, Knieschützer und Schnallen-
schuhe schwarz. An der Seite Degen mit goldenem Gefäß. Als Belag des gelbgrün, braun
(1 und rot getupften Sockels blaues Vergißmeinnicht. — Degenscheide, Barte und Stutz
repariert. Marke: Schwerter. H. 21,4 cm.
UAL Meißen, um 1750. Modell von Kändler und Reinicke.
836 Bergoffizier. Aus der gleichen Folge wie die vorhergehende Figur. Stehend, in der Linken den
grünen Schachthut mit Monogramm A, in der Rechten die Barte haltend. Allongeperücke,
Uniform wie vorher, ebenso der Sockel. — Barte repariert. Marke: Schwerter. H. 21 cm.
/ Meißen, um 1750. Modell von Kändler und Reinicke.
837 Gruppe dreier Bergleute, die „Ausfahrt“. Der eine fördert mit der Seilwinde einen Eimer
goldhaltigen Gesteins zu Tage, der zweite zerkleinert es sitzend mit einem Hammer auf
einem Tischchen, der dritte, an der Rückseite im Stollen platt auf dem Boden sitzend, schlägt
das Gestein aus der Wand. Grauschwarze Uniformen mit roten Aufschlägen und grünem
Sp. 5 Schachthut. Das grau und grün getupfte Gestein durchsetzt mit Amethystkristallen. Ohne
Ah Lıı Marke. H. 19,7 cm.
Meißen, um 1771. Modell von Acier 1771.
838 Kleiner tanzender Knabe als Harlekin. Die Hände auf dem Rücken. Aus einer Folge von
24 Komödienkindern. Purpurn geränderter und garnierter weißer Hut, weiße „Bäffchen“;
blau, violett, grün und gelb gemustertes Wams mit goldenen Borten, hell- und dunkel-
I), purpurn gemusterte Hosen mit blauen Schleifen, gelbe Schuhe mit blauen Schleifen. Ver-
{ß wrrtiı $ißmeinnicht als Belag des golden staffierten Rocaillesockels. — Hutrand leicht bestoßen.
Marke: Schwerter. Eingedrückt: 24X. H. 12,2 cm.
Meißen, um 1760. Modell von Kändler und (?) Elias Meyer.
839 Dame in einer Sänfte mit zwei Heiducken. Sie hält in der rechten Hand einen Fächer. Das
weiße Kleid bunt geblümt. Die Sänfte aus weißem, golden abgesetztem Holz mit blauen,
schwarz quadrillierten Feldern und blauem Dach, innen rosa ausgeschlagen mit gelben
: Vorhängen. Die Heiducken in rosa Uniform mit gelben Aufschlägen und Schuhen,
a; Peine a Tragbändern und hohem schwarzem Hut mit blau-weißem Federstutz. — Einige
eparaturen. Marke Schwerter. H. der Sänfte 10,3 cm, der Heiducken 12 cm.
/ Meißen, Mitte 18. Jahrh.
eo) Wien
Nr. 840 — 842
840 Gruppe: Verspätete Liebe. Auf hohem weißem, mit blauen Blumenschnüren und gold-
staffiertem Lehnstuhl sitzt ein gealterter Mann im Schlafrock und hält ein dicht neben ihm
stehendes Mädchen am rechten Handgelenk. Er trägt eine sackförmige, purpurn gestreifte
weiße Mütze, golden geränderten purpurnen Schlafrock, rot gestreifte Hosen und gelbe
1% Pantoffeln, das Mädchen eine weiße, mit golden gerändertem blauem Band eingefaßte
7 u N weiße Haube, golden gemustertes weißes Mieder mit blauen Schleifen, bunt geblümten
W, OR
gelben Rock und weiße, golden getupfte Pantoffeln. Weißer Sockel mit buntem Blumen-
belag und Goldborte. — Köpfe gekittet. Marke: Bindenschild. H. 15,2 cm.
Wien, Mitte 18. Jahrh.
Tafel 152.
41 Ausrufer mit Fruchtkorb, schreitend, auf weißem, mit natürlich staffiertem Vergißmeinnicht
belegtem Sockel und Baumstumpfstütze. Golden geränderter grüner Hut mit buntem
Strauß, golden geränderte blaß purpurne Jacke mit gelbem Kragen, grüne Schürze, schwarze
Hosen und Schuhe. — Hut, rechte Hand mit Taube und rechte Fußspitze repariert.
Marke: mit Blindstempel eingedrückter Bindenschild. Formerzeichen: I. — H. 16,5 cm.
Wien, vor 1749. Modell von Niedermayer.
Tafel 152.
842 Stehendes Mädchen auf rundem Sockel mit Goldspitzenkante, die Arme überm Leib gekreuzt,
For Men
843 Sa
Y
Fam x
1/2
844 Gr
[p
in der rechten Hand einen Brief. Sie trägt eine golden und violett gemusterte orangerote
Schute, beigerosa Jacke mit golden geränderten gelben Aufschlägen und grünen Schleifen,
rot und violett geblümten weißen Rock, purpurne Schürze und rosa Schuhe. — Kopf
gekittet, rechte Hand repariert. Marke: Bindenschild. Formerzeichen: P des Anton Payer.
H.2ocm.
(Wien, um 1780. Modell von Anton Grassi.
Tafel 152.
d) Höchst
Nr. 843 — 905
1. Geschirr
tz von drei balusterförmigen Potpourrivasen. Hälse und Deckel durchbrochen und golden
bzw. golden und purpurn staffiert. Auf den Rocaillegriffen sitzende Putten halten bunt
staffierte Blumengirlanden, die vorn auch um die beiderseits gemalten bunten, von relie-
fierten und vergoldeten Bogen bzw. purpurn und golden staffierten Rocaillen eingeschlosse-
nen Watteaubilder gelegt sind. Als Deckelgriff der Mittelvase ein auf braunem Astgestell
sitzender Putto mit Blumengewinde, bei den Seitenvasen ein am Ast kniender, mit Hemd
und Hose bekleideter Knabe, der Trauben bzw. Birnen in der erhobenen rechten Hand
sowie im Hut unterm linken Arm hält. — Einige Reparaturen an den Girlanden und
an den äußeren Deckelfiguren. Marke: Achtspeichiges goldenes Rad. H. 38,5 und 34,5 cm.
Höchst, um 1755.
Tafel 133.
roße Potpourrivase mit golden gerändertem Gitterdurchbruch und purpurnen Tropfen an
Hals und Deckel. Die auf den golden und purpurn gehöhten Rocaillegriffen sitzenden
Putten halten farbige plastische Blumengirlanden, die als Kränze eine an der Vorderseite
bunt gemalte Apfelernte umschließen. An der Rückseite eine bunte Flußlandschaft, um-
rahmt von purpurn und golden staffierten, stark bewegten Rocaillen. Als Deckelgriff ein
an einen Baum gelehnt stehender Putto, der Blumen aus einem Korb schüttet. — Kopf
und ein Fuß der Deckelfigur gekittet. Marke: Purpurnes Rad. H. 45,3 cm.
Höchst, um 1755.
845 Ein Paar Potpourrivasen mit obeliskförmigen durchbrochenen Deckeln und farbig bemaltem
Drachenpaar auf der Schulter. Auf beiden Seiten bunt in lichtgrauem Grund gemalte
Blumenstücke mit golden und purpurn gehöhten Reliefrocaillerahmen. Als Deckelbekrönung
seegrün staffierte Aloe. — Zwei Drachenflügel und eine Aloe gekittet. Marke: Blaues Rad.
H. 29 cm.
Höchst, um 1765.
Tafel 133.
157
N
uhurna
„Aufsatzstück & Pantique“ mit Deckel. Bleu-royal-Fond mit goldenem Netzwerk. Am ein-
gezogenen Hals gebrochene und vergoldete Vierkanthenkel, an der Ausbauchung des
Körpers vergoldete Eichenlaubgehänge. Der Deckel gewölbt mit vergoldetem Kugelknauf. —
Körper gekittet. Marke: Blaues Rad. Eingeritzt: mi 17. H. 36 cm.
Höchst, um 1785.
2. Figuren
847 Der türkische Kaiser. Auf einem Thron über vier im Halbkreis geführten, golden abgesetzten
Stufen sitzt der Kaiser mit untergeschlagenen Beinen, das mit Perlen umwickelte goldene
Zepter in der linken Hand. Mit der rechten Hand greift er nach einer Fruchtschale, die ihm
ein an der linken Seite kniender Mohr reicht. Vor ihm steht huldigend ein vornehmer
Chinese. Rechts ein stehender und ein sitzender Chinese in Unterhaltung. Die untersten
beiden Stufen unterbrochen durch golden gehöhte Rocaillen mit Vasen voll bunter Blumen.
Über der reliefierten weißen, golden staffierten Thronrückwand erhebt sich ein mit goldenen
Trotteln behangener und mit bunten Blumen geschmückter, golden ornamentierter Schirm.
Neben der Rückwand stehen eine grüne Palme und ein weißstämmiger Baum. Der Kaiser
in golden geblümtem Purpurmantel mit Hermelin, in bunt geblümtem Kleid und goldenem
Spitzhut mit weißem Turban. Der Würdenträger in buntgeblümtem weißem Kaftan mit
violetter Kapuze, in bunt gestreiften Hosen und gelben Schuhen. Die plaudernden Chinesen
in grün und purpurn geränderten Kelchhüten und blauen bzw. grünen Mänteln über blau
und gelb gestreiftem bzw. purpurnem Gewand. — Palme und Baldachin gekittet. Ohne
Marke. Blindstempel B und Ritzzeichen I. H. 23 cm.
Höchst, um 1751—52.
Tafel 135.
848 Großer Papagei auf braunem Astsockel mit golden geränderter geschweifter weißer Basis.
Kopf und Schwanz rot, Rücken hellgrün mit violetter Strichelung. Flügel hellblau, purpurn,
hellgrün und graubraun, Füße grau. Ohne Marke. H. 27 cm.
Höchst, um 1752.
Tafel 133.
849 Pantalone. Wie die anschließenden sieben Figuren aus einer Folge italienischer Komödianten.
In Profilstellung nach links ausschreitend, den Absatz des vorgesetzten linken Fußes an
der Kante des vierseitig geschweiften, an den Ecken abgeschrägten, golden staffierten weißen
Postaments. Mit der linken Hand rafft er den langen schwarzen Mantel am Rücken, mit
dem Rücken der rechten Hand streicht er seinen langen grauen Vollbart. Die mit braun-
geflecktem weißem Pelz verblendete Tuchmütze, das Wams, die Hosen und Pantoffeln
blutrot, die Strümpfe weiß mit goldenen Zwickeln. Am Gürtel Dolch und Taschentuch.
Als Stütze an der rechten hinteren Ecke ein dicker, manganviolett, schwarz und grün ge-
tönter Baumstumpf. — Linke Fußspitze repariert. Marke: Achtspeichiges eisenrotes Rad,
EL. 21,0. cm.
Höchst, um 1752.
Tafel 136.
85o Dienerin der Isabella. Gegenstück zur vorigen Figur. Breitbeinig übereck nach links gewandt
auf gleichartigem Postament stehend wie Pantalone, leicht vornüber geneigt, stemmt sie die
linke Faust in die Hüfte und rafft den langen schwarzen Mantel mit der rechten Hand am
Rücken hoch. Sie trägt die gleiche Kleidung wie Pantalone, dazu eine schwarze Kappe
und gelbe Pantoffeln. Stütze wie vorher. Marke: Sechsspeichiges rotes Rad. H. 20,1 cm.
Höchst, um 1752.
Tafel 136.
158
851 Capitano. Er steht, den Oberkörper nach rechts, mit auswärts gedrehtem rechtem und ge-
beugtem, auf der Fußspitze ruhendem linkem Bein, wendet den Kopf energisch über die
rechte Schulter und holt mit dem Säbel in der rechten Hand zum Schlag aus. Mit der linken
Hand hält er die schwarze Scheide. Tuchhaube, Schultermäntelchen, Wams und lange
Hosen weiß mit kobaltblauen gebogten Borten, die Schuhe gelb mit goldenen Schnallen.
Sockel und Stütze wie vorher. — Linke Hand gekittet, Klinge und Scheidenende repariert.
Ohne Marke. Ritzzeichen: PI. H. 21,1 cm.
Höchst, um 1752.
Tafel 136.
852 Harlekin. Auf blau gerändertem Postament. In tänzelnder Stellung mit vorgesetztem linkem
Standbein und zurückgesetztem, auswärts gedrehtem, auf der Fußspitze ruhendem rechtem
Bein dreht er den Oberkörper nach links. Die linke Hand hält den Griff der im braunen
Gürtel steckenden Pritsche, der rechte Arm mit gekrümmten Fingern ist gebeugt. Spitze
hellgrüne Zipfelmütze, weiße Halskrause, Wams und lange Hosen aus gelb eingefaßten
roten, blauen, hellgrünen und purpurnen Dreiecksflicken. Schuhe gelb mit lachsroten Ab-
sätzen. — Ende der Pritsche repariert. Ohne Marke. Ritzzeichen: LIG. H. 20,3 cm.
Höchst, um 17352.
Tafel 136.
853 Harlekin. Gleiches Modell wie vorher. Gegenstück zur folgenden Figur der Kolombine.
Hellgrüne Zipfelmütze mit Stutz aus zwei purpurnen Straußenfedern und einer blauen.
Wams und Hosen aus roten, grünen, blauen und purpurnen Flicken mit gelben Borten und
gelber Leiste unter den roten Knöpfen. Schuhe blaßgelb mit roten Absätzen. Postament
und Stütze wie vorher. Ohne Marke. Ritzzeichen: LIG. H. 20,1 cm.
Höchst, um 1752. Aus Sammlung Baer, London. Versteigerung Helbing, München 1913,
Nr. sr. — Ebenda unter Nr. 5o die folgende Kolombine.
Tafel 136.
854 Kolombine. Gegenstück zur vorhergehenden Figur des Harlekins. In tänzelnder Stellung mit
erhobenem rechtem Bein und auswärts gedrehten Füßen wendet sie den Kopf nach rechts
zum Partner. In der linken Hand hält sie die Pritsche, die rechte Hand mit gekrümmten
Fingern liegt an der Hüfte. Golden geränderter schwarzer Hut mit roter, blauer und
purpurner Straußenfeder und roter Rosette. Weiße Halskrause und Manschetten. Mieder
und rot geränderter Rock aus hellgrünen, roten und hellblauen Dreiecksflicken mit gelben
Borten. Gelbe Schuhe mit blauen Schleifen. Postament und Stütze wie vorher. Marke: Sechs-
speichiges eisenrotes Rad. Ritzzeichen: RI. H. 20,5 cm.
Höchst, um 1752.
Tafel 136.
855 Ragonda. Auf kobaltblau gerändertem Postament mit zurückgesetztem, auswärts gedrehtem
linken Fuß stehend, macht sie mit der abwärts gestreckten rechten Hand eine einladende
Geste; mit der linken Hand umfaßt sie das weiße Band eines um den Hals gehängten
goldenen Medaillons. Sie trägt eine hellviolette, mit gelben Borten gerautete und mit gelber
Trottel beschwerte Zipfelhaube. Das Mieder mit weißer Halskrause und Manschetten ist
dunkelviolett mit gelbbraunen Nahtborten, der Rock mit golden gemustertem Rand und
\9./ die Schuhe mit roten Absätzen hellkobaltblau. Baumstütze weiß. — Kopf gekittet. Ohne
VW Marke. Ritzzeichen: GIR. H. 20,2 cm.
Höchst, um 1752.
Tafel 136.
159
Iuhla
Ar
-
Mut
/
vu
856 Brigatellin. In frontaler Stellung, den linken Fuß vorgesetzt, rafft sie mit beiden Händen
die weiße Schürze und wendet den Kopf nach links; der golden geränderte Hut grün mit
zwei rotweißen Straußenfedern an purpurnem Band. Über dem golden geränderten stroh-
gelben Mieder sitzt eine purpurn gestreifte, tief ausgeschnittene weiße Schoßjacke, die vorn
durch eine grüne Schleife geschlossen ist. Der fußfreie Rock hellgrün, die Strümpfe weiß,
die Schuhe hellgelb. Sockel und Stütze wie vorher. Marke: Sechsspeichiges rotes Rad.
H. 2ı cm.
Höchst, um 1752.
Tafel 136.
857 Ein Paar Chinesen am Teetisch, nach gleichem Modell, mit Abweichungen in Einzelheiten und
verschieden staffiert. Beide sitzen mit übergeschlagenem linkem Bein auf bräunlichen Fels-
stücken, rechts neben ihnen auf viereckigem Postament eine purpurn geblümte Teekanne
und Tasse. Der eine führt mit der linken Hand die Teeschale zum Mund und greift mit
der rechten Hand nach der Tasse; der andere raucht die Pfeife, die er in der linken Hand
hält, während er auf der rechten Hand die Teeschale balanciert. Die Zipfelhaube bei dem
einen weiß, bei dem anderen hellblau gestreift, der Kaftan bei dem einen purpurn auf
Hellblau geblümt, bei dem anderen purpurn auf Purpurrosa geblümt, die Hosen bei dem
einen purpurn, bei dem anderen gelb, die hohen Schuhe bei dem einen gelb und violett
gestreift, bei dem anderen weiß und rot gestreift. — Beim Raucher Reparaturen am Pfeifen-
kopf und am Sockel. Marke: Sechsspeichiges purpurnes bzw. braunes Rad. H. 12,8 cm.
Höchst, um 1752.
Tafel 138.
858 Zwerg auf hohem Postament. Der graubärtige Alte stützt sich stehend mit gefalteten Händen
auf einen hohen Stock. Golden geränderter gelber Spitzhut mit rotem Band, purpurne
Jacke mit gefaltetem weißem Kragen, grüne Hosen, blaßgelbe Schuhe, Dolchmesser mit
goldenem Griff. Vierseitige, golden geränderte Sockelplatte auf eingezogenem hohem
Postament mit bunt staffierten Reliefrocaillen und bunten Streublumen. — Dolchscheide
repariert. Marke: Sechsspeichiges purpurnes Rad. Blindstempel: I. H. 15,8 cm.
Höchst, um 1752.
Tafel 138.
859 Halalibläser. Der Jäger hält das aufgestellte Gewehr in der linken Hand und bläst in das
goldene Waldhorn. Zu seinen Füßen sitzt ein Hund. An einem Eichbaum daneben ist der
erlegte Hirsch mit einem Hinterlauf festgebunden. Rock und Hosen des Jägers grün mit
goldenen Rändern, Mütze grün mit purpurner Blende. Der Hirsch rötlichbraun gestrichelt
Grüner Grasbodensockel mit purpurn und golden staffiertem Rocaillerand. — Reparaturen
am Waldhorn, am Geweih und einem Hinterlauf des Hirsches. Marke: Sechsspeichiges
rotes Rad. H. 16,6 cm.
Höchst, um 1755.
Tafel 135.
860 Löwenhatz. Ein von drei Doggen gestellter bräunlich gestrichelter Löwe hält aufgerichtet
einen schwarzgefleckten, an der Brust aufgerissenen Rüden in den Vorderpranken und
wendet den Kopf nach links zu dem zweiten anspringenden braungefleckten Rüden. Hinter
ihm liegt eine verendete schwarzgefleckte Hündin mit heraushängendem Gedärm. Wellige
weiße, braun und grün getupfte Sockelfläche mit grünem Moosbelag und golden und
purpurn staffiertem Rocaillerand. — Schwanz des Löwen, zwei Schwänze und einige
Beine der Hunde repariert. Marke: Rad und Staffiererzeichen C in
Höchst, um 1755.
Tafel 134.
enrot. H. 17,5 cm.
361 „Liebesbrunnen“-Gruppe. An einem blaumarmorierten, mit golden und purpurn staffierten
Rocaillen belegten und mit Gitterdurchbruch verzierten Brunnenpfeiler sitzt eine Dame
und läßt sich den Wasserstrahl über das entblößte rechte Bein laufen. Mit der linken
Hand hält sie sich an einem Rocaillebogen fest. Der Liebhaber, mit dem Hut in der
rechten Hand und einem Blatt in der Linken, liegt platt auf dem Bauche am Boden, die
Beine in der Luft, und blickt unter die Röcke der Dame. Kupido, mit Köcher und Bogen,
liegt auf dem Pfeiler und streckt den Zeigefinger aus. Den Pfeiler bekrönt eine durch-
brochene, purpurn und golden staffierte Blumenvase. Neben der Dame steht ein Zuber
7 mit Handtuch. Das golden geränderte weiße Mieder und der mattgelbe Rock der Dame
'woly_ sind purpurn geblümt, ebenso die weiße Jacke des Mannes, die mit grünen Ornament-
borten eingefaßt ist. Golden gehöhte Rocaillebögen mit Gitterdurchbruch dienen der Dame
fr
ML
als Sitz. — Die Beine des Herrn gekittet. Reparaturen an der Vase, an den Flügeln und
dem Bogen Kupidos. Marke: Sechsspeichiges Rad und Staffiererzeihen C in Rot.
H. 21,9 cm.
Höchst, vor 1755.
Tafel 135.
862 Musizierende Schäferfamilie. Der als Schäfer gekleidete Herr steht links unter einem Baum
und bläst auf der Schalmei. Die rechts vor einem Bäumchen sitzende Dame begleitet ihn
auf der Gitarre. Vorn sitzt ein kleines Mädchen, das nach einem Notenblatt in der linken
Hand mit dem rechten Zeigefinger taktiert. Zu den Füßen des Herrn liegt ein Hund. An
der Dame springt ein Schaf empor. Am Notenpult vor dem Herrn lehnt ein Schäferstab,
unten liegt eine Tasche. Jacke des Herrn hellblau und golden gerändert, Hosen purpurn;
Kleid der Dame weiß mit purpurnem Blumenmuster; Mieder des Mädchens violett, Rock
[U gelb mit violettem Blumenmuster, Schuhe rot mit purpurnen Schleifen. Der weiße Sockel
eingefaßt mit golden und purpurn staffierten Rocaillen und grünem Gitterwerk. — Kleine
Reparaturen. Marke: Braunviolettes Rad. H. 17,5 cm.
Höchst, um 1755.
Tafel 137.
363 Mopsordengruppe. Die junge, neben einem ovalen grünen Tisch stehende Adeptin hebt die
rechte Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger zum Schwur, den ihr die gegenübersitzende
Meisterin mit derselben Geste vorspricht. Ihre linke Hand berührt dabei den Rücken des
mit dem blauen Band des Ordens geschmückten Mopses auf dem Tisch, auf dem noch ein
aufgeschlagenes Buch und ein goldenes Petschaft liegen. Hinter dem Sitz der Meisterin
erhebt sich ein grün, purpurn und golden staffierter Rocaillepfeiler, zwei andere hinter
dem Tisch mit grünem Gitterdurchbruch und buntem Blumenbelag sind durch eine Kartusche
zum Bogen vereinigt. Die Adeptin trägt purpurn geblümtes weißes Kleid, golden ein-
gefaßtes grünes Mieder, rotgestreiftes weißes Unterkleid und schwarze Schnallenschuhe;
die Meisterin schwarze Halskrause, purpurn gestreiftes weißes Kleid, rotes Mieder, hell-
grünen Rock und rotgeränderte weiße Schnallenschuhe. Der weiße Sockel mit eingravierten
Grasbüscheln eingefaßt von grünen, purpurnen und goldenen Rocaillen. = Linker Arm
der Meisterin gekittet, die Vase am Bogenpfeiler ergänzt. Marke: Sechsspeichiges goldenes
Rad. H. 23,5 cm.
Höchst, um 1755.
Tafel 137.
L
864 Liebespaar als „Herbst“. Unter einer aus drei purpurn und golden staffierten Rocaillebögen
gebildeten Laube sitzt ein Kavalier auf dem Rand eines Ziehbrunnens, eine Rotweinflasche
in der erhobenen rechten Hand. Seine linke Hand liegt auf der Schulter der links neben ihm
sitzenden Dame, die einen Apfel und ein Glas Rotwein in den Händen hält. Am Boden
des mit golden und purpurn gehöhten Rocaillen eingefaßten Sockels ein blaugeblümter
Krug und ein Korb voll Apfel. Um zwei Pfeiler der Laube winden sich Weinreben. Der
Kavalier in blaßgrüner Jacke, weißer Weste und dunkel- auf hellpurpur gestreiften Hosen.
Die Dame in purpurn geblümtem weißem, blau gerändertem Kleid. — Kleine Reparaturen
an der Laube, am Sockel, an den Fingern der linken Hand der Dame. Krughenkel gekitter.
Marke: Achtspeichiges violettes Rad. H. 27 cm.
Höchst, um 1755.
Tafel 137.
865 Harlekin und Kolombine. Gegenstücke. Beide stehen auf gewölbten grünen Rautengitter-
sockeln mit purpurn und golden bzw. nur golden gehöhtem Rocaillerand. Harlekin hält in
der rechten Hand eine Rotweinflasche, auf die er mit dem linken Zeigefinger deutet,
Kolombine einen geschlossenen Fächer in der rechten Hand; ihr linker Handrücken liegt
auf der Hüfte. Harlekin trägt ein Wams aus bunten Dreiecksflicken. Der schwarze Gürtel
mit der Pritsche liegt um die mit strohgelben langen Hosen bekleideten Beine. — Hände
ergänzt. Bei Kolombine sind die in lebhafteren bunten Farben gehaltenen Flicken durch
Gold bereichert. — Kopf gekittet. Hände ergänzt. Marke: Sechsspeichiges rotes Rad. Blind-
stempel: IH. H. 12,3 und 12 cm.
Höchst, um 1755.
Tafel 138.
866 Knabe als Fürstbischof. Gravitätisch schreitend, einen Stock in der Rechten, auf gegittertem
PR
grünem Sockel mit purpurn und golden gehöhtem Rocaillerand. Allongeperücke, lichtgrüner,
mit Hermelin gefütterter Mantel, violett geränderte weiße Jacke mit schwarzen Beffchen,
violette Hosen und schwarze Schuhe mit gelben Rosetten. — Stock repariert. Marke:
Violettes Rad. Ritzzeichen: IH. H. 13 cm.
Höchst, um 1755.
867 Miniaturfigur einer Kolombine, in Ausfallstellung, die linke Hand mit der Pritsche am
Rücken, die rechte vor der Brust, auf weißem Sockel mit hellbau, purpurn, grün und golden
gehöhtem Rocaillerand. Mieder aus bunten Dreiecksflicken, Rock weiß und purpurn ge-
streift, Schuhe schwarz mit grünen Schleifen. Marke: Rotes Rad. H. 9,3 cm.
Höchst, um 1755.
868 Miniaturfigur eines Harlekins, in gerader Haltung stehend, die linke Hand an der Pritsche,
ola
auf weißem Sockel mit purpurn und golden gehöhtem Rocaillerand. Schwarzer Dreispitz,
weiße Jacke mit goldenem Besatz, bunt gewürfelte Weste und Hosen, schwarze Schuhe.
Marke: Rotes Rad. H. 9,5 cm.
Höchst, um 1755.
869 Miniaturfigur einer Dame mit einer Katze im rechten Arm, stehend, auf grün getupftem
Mh
Sockel mit purpurn und rot gehöhtem Rocaillerand, in purpurn und grün geblümter, mit
gelben Rüschen besetzter Adrienne über rot kariertem Unterkleid und roten Schuhen mit
gelben Schleifen. — Mehrfach gekittet. Marke: Purpurrotes Rad. H. 9,2 cm.
Höchst, um 1755.
162
870 Hundehochzeit. Sechs Doggen und ein Pudel haben sich um die aus grünlichen und braunen
Ziegeln gebaute Hütte des neuvermählten Doggenpaares, das aus den offenen Fenstern
herausschaut, zum Ständchen versammelt. Der schwarze Pudel mit Dudelsack sitzt auf dem
r schrägen grauen Dach, vier Doggen mit Schalmeien und Waldhörner auf den niedrigen
Y SAMT, Seitenmauern, zwei auf dem Grasboden vor der Hütte, die eine mit Schalmei, die andere
Arm EYO%eulend. Vor der Tür liegen zwei Schwartenmagen als Morgengabe. Der den Sockel ab-
/ schließende Rocaillerand purpurn und golden staffiert. — Einige Pfoten und Instrumente
repariert. Marke: Blaues Rad. H. 21,7 cm.
/
Höchst, um 1760.
Tafel 134.
871 Der gestellte Wilddieb. Der breitbeinig stehende Jäger schlägt, die linke Hand auf das
Gewehr gestützt, mit dem Degen auf den Wilddieb ein, der sich mit erhobenem Degen
zur Wehr setzt und beiderseits von zwei Doggen gefaßt wird. Am Boden zwischen beiden
liegt gefesselt der Rehbock und eine Jagdtasche. Der Jäger in schwarzem Dreispitz, grauem,
grün aufgeschlagenem Rock, grüner Weste, gelben Hosen und grauen Gamaschen. Der
Wilddieb in grüner Jacke, roter Weste, gelben Hosen und weißen Strümpfen. Die Hunde
N gelb bzw. braun gefleckt. Grüner Grassockel mit golden und purpurn staffiertem weißem
Y > Rocaillerand. — Reparaturen am Sockel, an den Armen und Beinen sowie an den Händen.
ViMmertv£ Marke: Blaues Rad. Ritzzeichen: MI ız N: 14. H. 16 cm.
Höchst, um 1760.
Tafel 134.
872 Schlafender Jäger und zwei Doggen. Er hat den rechten Arm über einen Ast des knorrigen
Baumstumpfs gelegt, die linke Hand unter die Knopfleiste gesteckt. Zu seiner Linken
warten eine geduckt sitzende, braungefleckte Dogge und eine zweite bräunliche, die sich
: am Kopf kratzt. Auf dem grünen Grasboden liegen Tasche und Gewehr. Rock und
N ' Gamaschen hellgrau, Mütze mit angestecktem Bruch und Aufschläge hellgrün, Knöpfe
be golden, Koppel hellbraun. Der weiße Rocaillerand purpurn und golden staffiert. —
Reparaturen am Sockel, am linken Arm und am rechten Fuß des Jägers und an den
Hundebeinen. Marke: Blaues Rad. Ritzzeichen: N ı2 IW. H. 16,8 cm.
Höchst, um 1760.
Tafel 134.
873 Nackter Putto, halb aufgerichtet, gestützt auf den linken Arm, mit angezogenen Beinen, die
rechte Hand geballt unterm Kinn. Weißer Grasboden mit grünem Rand auf brauner und
) grauer Steinschicht. Marke: Mit Blindstempel eingedrücktes sechsspeichiges Rad. H. 8,8 cm.
Naıı | Höchst, um 1760.
/p 10 /
Aıılara MO ı ’ R
- 874 Ein Paar Chinesenfiguren. Nach gleichem Modell mit geringen Abweichungen ın der Stafhıe-
rung. Sie sitzen mit gekreuzten Beinen auf purpurn und golden gehöhten weißen Rocaille-
sockeln und halten mit den Händen zwei emporsteigende Rocailleranken, die ursprünglich
Y Lichttüllen trugen. Als Hüte spitze, purpurn gefütterte weiße Blumenkelche. Beide in
Ari eye ÜNEN, mit Hermelin gefütterten Mänteln, in langen blaßgelben, verschieden gestreiften,
/ it bunten Schärpen gegürteten Jacken, purpurnen bzw. grauen Hosen und gelben Schuhen.
— Die Hutspitzen, zwei Hände und die Rocailleenden repariert, ein Fuß gekittet. Marke:
Blaues Rad mit Kurhut. H. 17,5 cm.
Höchst, um 1765.
d
Tafel 137.
163
Yf
/
875 Chinesische Kaiserin mit Trabant.
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Ian WENVL u S . = .
a6 |” kahlköpfige Trabant trägt einen golden geränderten wei
876 Chinesenmädchen. Auf braungrünem quadratischem, an den Ec
Sie schreitet verhalten über den bunt marmorierten
on der Seite einen (hier fehlenden) Schirm über sie
ist von einem golden geränderten weißen
‚ golden geränderten Purpurmantel,
Fliesenboden, während der Diener v
hält. Ihr mit Blumen besteckter Haarschopf
Tuch umwunden. Unter dem elfenbeingelb gefütterten
der von einem grünen Gürtel umschlossen ist, trägt sie ein reich mit Gold verziertes weißes
Gewand und eine mit rotbraunen Rosetten gemusterte Tunika, dazu gelbe Schuhe. Der
ßen Kragen über bläulichgrauem
Mantel, golden gemusterte und blaukarierte Tunika, purpurn gestreifte und gemusterte
gelbe Hosen und tiefrote Schuhe. — Rechte Hand der Kaiserin und des Trabanten ergänzt
Marke: Blaues Rad mit Kurhut. H. 19,8 cm.
Höchst, um 1765. Vom Dessertaufsatz mit dem Chinesischen Kaiser als
Tafel 138.
Mittelstück.
"ken abgeschrägtem Platten-
sockel stehend, Rose in der erhobenen rechten Hand, Blumen in dem dreiviertellangen,
golden geränderten, innen elfenbeingelben Gewand, das es mit der linken Hand rafft.
Weiße Schärpe mit hellblauen, purpurnen und goldenen Schrägstreifen, weißer Rock mit
purpurnen und hellblauen Querstreifen, gelbe Schuhe. — Reparatur am Schopf. Marke:
Blaues Rad mit Kurhut. H. 14,2 cm.
Höchst, um 1765. Vom Dessertaufsatz mit dem Chinesischen Kaiser.
Tafel 138.
877 Chinesenmädchen. Stehend, Sockel wie vorher. Nach links gewandt, streckt es den Zeige-
Ur
finger der linken erhobenen Hand au. und hält mit der rechten Hand das Ende des am
Haarschopf befestigten, golden geblümten weißen Schleiertuches. Überm purpurrosa Rock
trägt es ein dreiviertellanges weißes, mit Goldspitzenborten eingefaßtes, von grüner
Schärpe zusammengehaltenes Gewand, dazu gelbe Schuhe. — Körper gekittet, zwei Finger
der linken Hand repariert. Marke: Blaues Rad. Ritzzeichen: IM. H. 14 cm.
Höchst, um 1765. Vom Dessertaufsatz mit dem Chinesischen Kaiser.
Tafel 138.
878 Chinese mit Ziegenbock. Er hält das zwischen seinen Beinen am Boden hockende, sich sträu-
bende Tier mit der rechten Hand am Gehörn und holt mit geballter linker Hand zum
Schlag aus. Auf dem kahlen Schädel hat er einen Schopf. Er trägt einen kurzärmeligen
elfenbeingelben und golden geränderten Mantel über weißer mit Purpurstreifen abgesetzter
Tunika, hellrosa Beinkleider und golden geränderte gelbe Stiefel. Der Bock ockergelb.
Grüner Grasboden auf grün und braun getönter Felsunterlage. — Rechtes Horn gekittet
Marke: Blaues Rad. Ritzzeichen: R.I. H. 18,7 cm.
Höchst, um 1770—75. Vom Dessertaufsatz mit dem Chinesischen Kaiser.
Tafel 138.
879 Knabe als Sultan und Mädchen als Sultanin. Gegenstücke. Beide stehen auf grünem Rasen-
boden über bläulichgrauer braungetupfter Felsschicht. Der Knabe stemmt die rechte Hand
in die Hüfte und hält eine schwarze Maske in der gestreckten linken Hand. Das Mädchen
hat einen Fächer in der linken Hand und hält eine gleichartige Maske mit der rechten
Hand dicht vor die Brust. Beide tragen golden geränderte hellgrüne Mäntel mit weißer
Innenseite; der Knabe eine grüne Kappe mit weißem Turban und schwarzem Stutz an
goldener Agraffe mit Rubin, das Mädchen im modisch frisierten Haar einen gleichen Stutz
über fünf verschiedenfarbigen Straußenfedern. Beide haben grüne Pumphosen, weiße
Strümpfe und gelbe Schuhe, dazu aufeinander abgestimmte weiße, mit blau eingefaßten
164
Purpurstreifen, goldener Stickerei und Goldfransen verzierte Gewänder, um die lichtblaue
Schärpen gelegt sind. Der Knabe trägt einen goldenen Halbmond mit einem Gehänge aus
großem Rubin mit Perlen an purpurnem Halsband. — Masken gekittet, Fächerende
repariert, sonst tadellose Erhaltung. Marke: Blaues Rad mit Kurhut. Ritzzeichen: HM
(ligiert). H. 18,7 und 18,2 cm.
Höchst, um 1770. Modelle von J. P. Melchior als Ergänzungen zu dem älteren, von anderer
Hand geschaffenen Dessertaufsatz des Chinesischen Kaisers mit den zugehörigen Gruppen
und Figuren.
Tafel 138.
880 Der geschmückte Hut. Gegenstück zur folgenden Gruppe. Die barfüßige junge Schäferin sitzt
auf dem Rasen und besteckt den Hut des erhöht hinter ihr sitzenden jugendlichen Schäfers
mit bunten Blumen. Ein Lamm holt sich ein Blatt vom Hut, daneben sitzt ein Schäferhund.
Unter dem Rock des Mädchens liegt der Schäferstab, davor ein Korb voll Blumen. Die
Y - Schäferin in hellblau garniertem strohgelbem Hut, blaugerändertem weißem Mieder, rot-
Nacoa Of gestreifter Schürze und purpurn und golden geblümtem weißem Rock. Der Schäfer in blau
eingefaßtem kurzärmeligem Schoßrock, rotgestreifter Armelweste und Hosen. Hellgrüner
Grasboden auf bläulich, grau, grün und rosa getönter Felsunterlage. — Kleine Reparaturen.
Marke: Blaues Rad mit Kurhut. H. 18 cm.
Höchst, um 1765.
IAmmug
Tafel 139.
881 Das geschmückte Lamm. Gegenstück zur vorhergehenden Gruppe. Die am Boden kniende
Schäferin beugt sich über ein Lamm, dem sie ein Blumenhalsband umlegt. Der an einem
hohlen Baumstamm gelehnt stehende Schäfer sieht ihr zu. Er hält in der linken Hand eine
Schalmei und in der Rechten die gelbe Leine des neben ihm sitzenden Wachtelhundes.
4 Auf dem bläulich- und hellgrünen Grasboden liegen ein Korb mit bunten Blumen und
WA ein Schäferstab. Der Felsrand ist hellgrau und bräunlich getönt. — Hut und Mieder der
Schäferin strohgelb mit hellblauer Einfassung, Rock purpurn mit goldenem Rand, Schuhe
golden auf Weiß gestreift. Hut des Schäfers lichtgrau mit purpurnem Band, Rock weiß
mit Goldspitzenrand, Ärmelweste und Hosen grün und purpurn auf Weiß gestreift,
Schuhe schwarz. Marke: Blaues Rad mit Kurhut. H. 19 cm.
Höchst, um 1765.
y
Tafel 139.
882 Das Jagdfrühstück. Ein vornehmer, jugendlicher Jäger mit golden gerändertem schwarzem
Dreispitz, giftgrünem Rock, golden geränderter elfenbeingelber Weste, gleichfarbigen Hosen
und hohen schwarzen Stiefeln, sitzt auf einer Rasenbank, vor ihm kniet ein Mohrenknabe,
der ihm den linken Stiefel abgezogen hat. Der Mohr in rotem Turban, hellblauer Jacke mit
VW, purpurnen Aufschlägen, in purpurnen Hosen und gelben Stiefeln. Zur Rechten des vor-
Au LE, nehmen Herrn, der ein Rotweinglas in der linken Hand hält, sitzt zurückgelehnt ein
x € zweiter Jäger mit Rotweinkaraffe und Glas in den Händen, das Gewehr zwischen den
KL Beinen. Er trägt einen gleichartigen grünen Rock, weißes Hemd, feingestreifte Hosen und
a) blaugraue Gamaschen. Hinter ihm ein Korb mit Weinflaschen. Auf der Rasenbank liegt
oA eine Bracke, vorn am Sockel sitzt eine Dogge, hinten liegt ein erlegter Zwölfender. Sockel
N GE, mit grünem Rasenboden und graubraunem Felsrand. — Federstutz und rechte Hand des
"Mohren, linker Fuß des Kavaliers repariert. Marke: Blaues Rad. Ritzzeichen: S N 4.
H. 19 cm.
Höchst, um 1770.
Tafel 139.
165
|
/
h
H
384 Der Blumenraub. Ein breitbeinig stehender k
883 Kinder beim Haschespiel. Das Mädchen läßt sich mit ausgebreiteten Armen von dem bar-
füßigen Knaben fangen, der es nach eiligem Lauf mit der rechten Hand hinten am Rock
grün und schwarz. Grüner Grasboden auf
berührt. Die Staffierung rosa, hellgelb, ockergelb, <
graugrüner Felsunterlage. — Kleine Reparaturen. Marke: Blaues Rad. H. 14,8 cm.
Höchst, um 1770.
U Tafel 140.
leiner Junge hat einem Mädchen eine Blume
aus der gerafften schwarzen Schürze geraubt und versucht, es mit dem linken Arm zu
fangen. Das Mädchen hält eine Blume in der emporgestreckten rechten Hand und beugt
den Oberkörper zur Seite. Staffierung in Purpurrosa, Hellblau, Elfenbeingelb, Grün,
Purpur, Schwarz und Gold. Grüner Grasboden auf bläulicher und grünlicher Felsunterlage.
— Kleine Reparatur am Hutrand des Mädchens. Marke: Blaues Rad mit Kurhut.
H. 13,8 cm.
Höchst, um 1770.
Tafel 140.
885 Knabe mit Wachtelhund. Er sitzt leicht vornübergebeugt mit angezogenem linkem Bein auf
Baal har
schmaler Rasenbank und hält sich mit der linken Hand an einem Felsstück fest. Rechts
neben ihm am Boden sitzt ein Wachtelhund, dem er mit dem rechten Zeigefinger die
Richtung weist. Hellblaues Halstuch, kurzärmelige gelbe, golden geränderte Jacke, rosa
Armelweste und Hosen, rot geränderte weiße Schuhe. Grüner Grasboden auf grüner Fels-
unterlage. Marke: Blaues Rad. H. ı7 cm.
Höchst, um 1770.
Tafel 140.
886 Große Venus mit Kupido und Taubenpaar. Die Göttin sitzt auf bläulich-rosa getönten
Wolken, über die sie den blaugeränderten mattgelben Mantel gebreitet hat. Sie blickt
sinnend zu Kupido herab, der den Köcher mit hellblauem Trageband im rechten Arm hält.
Auf dem Gewölk zur Rechten der Venus sitzt ein weißes, sich schnäbelndes Taubenpaar.
Grüner Grasboden über grau und grün getönter Felsschicht. — Rechter Zeigefinger der
Venus gekittet. Marke: Blaues Rad mit Kurhut. Ritzzeichen: R. H. 35 cm.
Höchst, um 1771. Modell von J. P. Melchior 1771. Biskuitausformung im Kölner Kunst-
gewerbemuseum bezeichnet: „fet par Melchior sculptuer 1771“.
Tafel 141.
887 Stehendes kleines Mädchen, halbnackt, im Begriff, ins Bad zu steigen. Vor einem aus grau-
FL
INAL vou-
schwarzen Steinen gefügtem Postament, auf das es sich mit der linken Hand stützt. Der
rechte Arm am Leib über dem mit bräunlich geflecktem weißem Lammfell gefütterten
Purpurmantel, der, an der linken Schulter verknotet, Brust, Arme und Beine freiläßt.
Um das hellblonde Haar liegt ein mit bunten Blumen bestecktes kobaltblaues Band. Sockel-
fläche resedagrün mit rötlich und schwarzbraun getupftem Felsrand. Marke: Blaues Rad
mit Kurhut. Ritzzeichen: R. An der Rückseite des Postamentes im Modell eingeritzt: „I. P.
MELCHIOR FECIT. 1772.“ Vgl. Otto v. Falke, Pantheon IX 1932, S. 158.
Einzig bekannte Ausformung, H. 15,3 cm.
Höchst, 1772.
Tafel 140.
166
988 Knabe und Mädchen mit Blumengirlanden. Gegenstücke. Im Tanzschritt. Der nach rechts sich
neigende Knabe hält eine um den Nacken gelegte Girlande in den ausgestreckten Händen.
Beim Mädchen, dessen Armhaltung hierzu korrespondiert, liegt die Girlande vor der Brust.
Staffierung in Purpurrosa, Strohgelb, Hellblau, Schwarz und Gold. Grüne Rasensockel
/ se auf grau De getönter Felsunterlage. — Girlande und Hutrand des Mädchens
ar 7 E Marke: Blaues Rad. Ritzzeichen beim Mädchen. N 68 ::S:27:M. — H. 16,1 und
Höchst, um 1770—75.
Tafel 138.
899 Hühner fütterndes kleines Mädchen. Es steht barfüßig vornübergeneigt und streut einer
brütenden Henne, zwei Küken und einem Hahn mit der rechten Hand das Futter, das
sie dem Körbchen in der linken Hand entnommen hat. Staffierung in Purpurrosa, Gelb,
Kobaltblau und Gold. Grüner Grasboden über braungrüner Felsunterlage. — Kopf
gekittet, rechter Daumen und Korbhenkel repariert. Marke: Blaues Rad. H. ı5,1 cm.
VB 2
UM Höchst, um 1775.
Tafel 140.
890 Als Türken verkleidetes Kinderpaar. Der Knabe hat seinen rechten Arm um den Nacken
des Mädchens gelegt und zieht es an seine Brust. In der linken Hand hält er eine Rotwein-
flasche. Er trägt beigefarbenen Anzug mit golden gestreifter weißer Schärpe und rote
Schuhe, mit Hermelin gefütterten purpurnen Schulterumhang, graublauen schleppenden
2 Mantel und blau gefütterte, golden geränderte weiße Kapuze mit rotem Stutz über
Dar AK golden geränderter schwarzer Kappe; das Mädchen hochdoupiertes Haar, purpurn gestreiftes
Schultertuch, türkisgrüne, golden geränderte Jacke, abstehenden geschweiften gelben Rock,
purpurne Pumphosen und blaue Schuhe. Grasbodensockel mit dunkel getöntem Felsrand. —
Reparatur am Hals des Mädchens. Marke: Blaues Rad mit Kurhut. H. 18,3 cm.
Höchst, um 1775.
Tafel 140.
891 Der Schlummer der Schäferin. Nach dem Stich „Le Songe Pastorale“ von J. E. Nilson, Augs-
burg. Das junge barfüßige Mädchen lehnt seitlich geneigt mit dem Oberkörper an einer
Felsbank, auf deren Rasendecke sie ihren rechten Arm als Kopfstütze gelegt hat. Der dicht
neben ihr sitzende Schäfer hält eine Flöte in der linken Hand und mahnt einen von der
d , anderen Seite herantretenden Knaben mit einem Wachtelhund an der Leine zur Vorsicht,
3 ehdor, indem er den rechten Zeigefinger hebt. Vorn am Boden ein ruhendes Lamm und der Stab
der Schäferin. Die Staffierung in Purpurrosa, Strohgelb, Hellgrün, Schwarz und Gold.
Felssockel und Baumstumpf grünbraun, Rasenbelag blaugrün und grasgrün. — Hutband
der Schäferin repariert. Marke: Blaues Rad mit Kurhut. H. 22,3 cm.
Höchst, um 1775.
Tafel 141.
892 Der Apfeldieb. Ein kleiner kniender Knabe stiehlt einen Apfel aus einem Korb und reicht
ihn einem zweiten herankriechenden Knaben, während die abgewandt sitzende Mutter
auf ein kleines Mädchen einredet, das Apfel in der Schürze bringt. Staffierung in Purpur-
rosa, Elfenbeingelb, Hellblau, Eisenrot, Purpur und Gold. Graugrüner Felssockel mit
grünem Grasboden. Marke: Blaues Rad. H. 16,7 em.
Höchst, um 1775.
Vr v7 7
167
893 Der stürmische Liebhaber. Ein Knabe beugt sich kniend über ein sitzendes Mädchen, reißt
mit der Linken an ihrer mit Äpfeln gefüllten Schürze und hält gleichzeitig ihren hoch-
gestreckten rechten Arm mit der Rechten fest. Von dem hochgezogenen linken Fuß des
Jı , Mädchens ist der Pantoffel abgefallen. Staffierung in Rosa, Gelb, Grün und Gold. Sockel
nwer rau mit grünem Grasboden und graubraunem Felsrand. Marke: Blaues Rad. Ritzzeichen: R. I.
FH. 73,4.cm:.
Höchst, um 1775. Modell von J. P. Melchior.
894 Der Maurer. Er steht gebückt vor einer niedrigen Mauer, in der Rechten die Kelle, in der
Linken einen Ziegelstein. Auf der Mauer ein weißer Krug, davor und am Boden ein
Ziegelstein, Senklot und Richtscheit, dahinter eine Bütte voll Mörtel. Jacke manganbraun,
@ : ‚ Hosen gelb. Graugrüner Felssockel mit grüner Rasenfläche. Marke: Blaues Rad. Ritz-
moteria eu zeichen: 5376MH. — H. 15,5 cm.
Höchst, um 1775.
895 Der Bilderhändler. Er sitzt auf einer Steinbank und zeigt einem gebückt stehenden kleinen
Knaben die in einem dicken Band vereinigten Blätter, obenauf ein Rosenbukett in Rötel-
druck und eine Burgenlandschaft in Purpurmalerei. Ein am Boden sitzendes kleines Mädchen
blättert in dem Band. Staffierung in Purpurrosa, Strohgelb, Hellblau, Türkisgrün und Gold.
n Sockel mit grünem Grasboden und Steinrand. — Füße des Knaben gekittet. Marke:
ON. Yin a Blaues Rad. H. 18,5 cm.
Höchst, um 1775.
896 Lauschender Knabe und Mädchen mit Vogel. Gegenstücke. Der Knabe sitzt breitbeinig, seit-
lich zurückgelehnt, gestützt auf den rechten Arm und hebt den linken Zeigefinger. Das
Mädchen sitzt aufrecht mit erhobenem rechtem Arm, um ein Vögelchen auf seinem linken
Knie zu fangen. Moosgrüne Steinsitze über grünem Grasboden mit bräunlicher Steinunter-
lage. Staffierung der Gewänder in Rosa, Lila, Purpur, Ockergelb, Hellgelb, Hellblau, Rot
Mu Meckeru und Gold. — Hutrand und Finger der rechten Hand beim Mädchen repariert. Marke:
“MN Blaues Rad. Ritzzeichen: No 16 MG und EIW.H. 14,5 und 17,5 cm.
Höchst, um 1775.
N
897 Knabe und Mädchen als Ballschläger. Gegenstücke. Der Knabe hält den Ball in der abwärts
gestreckten linken Hand und holt mit dem Schläger in der Rechten zum Schlag aus. Das
Mädchen streckt die linke Hand zur Seite und holt in gespannter Erwartung zum Gegen-
schlag aus. Staffierung in Rosa, Purpur, Elfenbeingelb, Hellblau und Schwarz. Grüner
4 Grasbodensockel mit Steinunterlage. — Hände des Mädchens repariert. Marken: Beim
a Knaben: Ritzzeichen R; beim Mädchen: Blaues Rad. H. 13,7 und 14,3 cm.
Höchst, um 1775-
898 Kinderidyll. Auf schräg ansteigendem Rasenboden liegt ein kleiner Junge und bläst in ein
goldenes Horn. Vor ihm kniet ein Mädchen, das eine Katze im rechten Arm hält und
mit erhobenem linkem Zeigefinger Ruhe gebietet. Ein zweiter barfüßiger Junge hält einen
Wp Spitz an der Leine, hebt den rechten Zeigefinger und herrscht den Hund an, der ein Nest
rm IM) mit kleinen Vögeln auf der Schürze am Boden wittert. Staffierung der Kleider in sanftem
! Purpurrosa, Hellblau, Graublau, Hellgelb und Gold. Rock des Mädchens weiß mit pur-
purnem Rosenmuster. Marke: Blaues Rad. Ritzzeichen: MS: N 41. M 82. H. 16 cm.
Höchst, um 1770.
Tafel 139.
899 Der Traubendieb. Gegenstück zu der in der Ausführung älteren Gruppe „Der Apfeldieb“,
Nr. 892. Ein auf einer Steinbank sitzender junger Mann bietet einem knienden
Mädchen Trauben an. Ein kleiner Knabe hat heimlich einem hinter der Bank sitzenden
EN kleinen Mädchen Trauben zugeworfen und schleicht heran, um weitere Trauben aus dem
AT, Korb zu Füßen des Mannes zu rauben. Staffierung der Kleider in Hellgrün, Purpurrosa
< % mit braunem Punkt- und Strichmuster und Strohgelb. Die Röcke der Mädchen weiß, mit
blauen bzw. purpurnen Streublumen. — Einige Reparaturen. Ohne Marke. H. 18 cm.
Höchst, um 1780.
Tafel 139.
goo Knabe mit Stock und Vogelnest im Hut und Mädchen mit Vogel auf der linken Hand.
Gegenstücke. Stehend, auf grünem Grasboden mit brauner Steinunterlage. Staffierung in
Rosa, Grün, Elfenbeingelb und Gold. Rock des Mädchens weiß mit purpurnem Rosen-
v muster und grünen Punkten. — Hut des Knaben am Rand repariert. Marke: Blaues Rad.
Mohn Ritzzeichen: HM beim Knaben. H. 17,7 und 17,5 cm.
2 — Höchst, um 1775—8o.
A
[/
goı Mädchen als „Sommer“, barfüßig, auf grünem Rasensockel stehend, in der seitwärts ge-
streckten Rechten ein Ahrenbündel, die Linke am Kopftuch. Staffierung rosa, elfenbein-
gelb, purpurn und hellblau. — Ähren repariert. Marke: Blaues Rad. Ritzzeichen: N=53
Yıpk > M8;5 IR.H. 15,5 cm.
h ; Höchst, um 1775—8o.
Ahlen:
902 Waldhorn blasender Knabe. Als Türke verkleidet, auf grünem Rasensockel mit Felsrand
stehend, die linke Hand an der Hüfte. Grüne Mütze mit weiß umwundenem Turban,
7B elfenbeingelbe Jacke, rosa Jacke und Hosen mit grünem Punktmuster, gelbe Stiefel,
VE goldenes, grün umwickeltes Horn. Marke: Blaues Rad. H. 16,5 cm.
A E
8 Nahen FH °%s um 1780.
903 Trommel schlagender Knabe, auf Grassockel mit grauem Felsrand stehend, in elfenbeingelbem
Hut mit hellgrünem Band, rosa Jacke mit braunem Punktmuster und grünen Aufschlägen,
dreiviertellanger weißer Hose mit braunviolettem Strichmuster. — Linke Hand repariert.
Marke: Blaues Rad. Ritzzeichen: HM. H. 13,7 cm.
Y
Pmelha,
/ / Mırgy Höcs, um 1780.
V
904 Die Ziegenmelkerin. Gegenstück zur folgenden Gruppe. Ein am Boden kniendes barfüßiges
kleines Mädchen melkt die bräunlich gefleckte Ziege, die ein stehender Knabe am Hals
2 und an einem Horn festhält. Staffierung der Gewänder in Elfenbeingelb, Purpurrosa,
P -Auuhe Ockergelb und Gold. Graugrüner Felssockel mit grünem Rasenbelag. — Ein Ohr und
DR ‘ ein Horn der Ziege gekittet. Marke: Blaues Rad. Ritzzeichen: N so. IR. H. ı5,5 cm.
OR bet Höchst, um 1780.
905 Die Kuhmelkerin. Gegenstück zur vorhergehenden Gruppe. Ein am Boden kniendes bar-
füßiges Mädchen melkt die aus einem Trog saufende Kuh, die ein Knabe an einem Strick
festhält. Staffierung der Gewänder in Kobaltblau, Purpurrosa und Gold,Rock des Mädchens
rötlichgelb mit blauem Vergißmeinnichtmuster. — Hörner repariert. Marke: Blaues Rad.
5 H. 15,5 cm.
Höchst, um 1780.
169
Dsmikau u
(
e) Fürstenberg
Nr. 906911
906 Scaramutz. Gestalt aus der italienischen Komödie wie die folgenden drei Figuren. Auf
N ra
a
Dan
weißem Rundsockel mit eingegrabenen Grasfurchen. In eiligem Lauf, das linke Bein über
den Sockel hinausstreckend, hält er zwei Briefe in der rechten, einen gelben Beutel in der
linken Hand. Die weite Ballonkappe weiß mit blutroten Streifen. Der Kragen weiß. Das
Wams mit grünem Gürtel lachsrot und rot gestreift, der Mantel überm rechten Arm blau
mit purpurnem Rand, die Schuhe schwarz mit roten Absätzen und Schnallen. Ohne Marke.
Ritzzeichen: SN ı. H. 2ı cm.
Fürstenberg, um 1754. Modell von Simon Feilner.
Tafel 134.
907 Laute spielender Mezzetin. Auf ovalem weißem Sockel mit einem Belag grüner Blätter und
rot angespitzter Blumen steht er an einen grün abgetönten Baumstumpf gelehnt, das gelbe
Instrument in beiden Händen schräg vor dem Leib. Die faltige weiße Tuchkappe purpurn
gestreift, der breite Kragen weiß, Jacke und lange Hosen purpurn auf lichtgrünem Grund
gestreift. Mantel gelb und türkisgrün gefüttert. Schuhe schwarz mit roten Absätzen. —
Beine, Sockel und Stütze gekittet. Ohne Marke. H. 18,8 cm.
bee‘ um 1754. Modell von Simon Feilner.
Tafel 134.
908 Ragonde. In steifer frontaler Stellung, den Kopf nach links gewandt, stützt sie die rechte
/ Yıdı raı
Hand in die Hüfte und rafft mit der linken Hand den blauen, mit violetten Punktrosetten
gemusterten Rock, so daß der gelbe, mit brauner Spitzenborte eingefaßte Unterrock sichtbar
wird. Mütze schwarz mit gelb eingefaßtem rotem Zipfel. Gelb eingefaßtes purpurnes
Mieder mit grünem Stecker. Schuhe hellpurpurn mit gelben Schleifen. Weißer Rundsockel,
belegt mit drei bunten Blumen. Ohne Marke. Ritzzeichen: W. H. 20,2 cm.
Fürstenberg, um 1754. Modell von Feilner.
Tafel 134.
909 Kolombine. In steifer frontaler Haltung, die rechte Hand flach an der Brust, in der linken,
Ar
halb zur Seite gestreckten Hand eine weiße Maske mit rotem Mund. Die Haube weiß mit
schwarzem Tüllrand, die Halskrause weiß, die Schoßtaille blutrot mit hellblauer Einfassung
und purpurnem Stecker. Die Schürze weiß mit einem Muster purpurner Schleifen und
Rosetten. Der Rock grün mit drei Reihen rotbrauner Streifen. Die Schuhe gelb mit weißen
Schleifen. Der weiße Rundsockel belegt mit drei grünen Spitzblättern und einer Blume.
Ohne Marke. Ritzzeichen: NO ı und undeutliche Buchstaben. H. 19,4 cm.
Fürstenberg, um 1754. Modell von Simon Feilner.
Tafel 134.
9ıo Reiterstatuette eines Fürsten (Herzog Carl von Braunschweig?) in hellblauem, mit weißen
Yu
Kulm
Spitzen eingefaßtem, rot gefüttertem Waffenrock mit roten Ärmelaufschlägen und gelben
Knöpfen, in weißer Weste, weißen Hosen und schwarzen Kanonenstiefeln, an den Händen
gelbe Stulphandschuhe, auf dem Kopf einen mit weißen Spitzen besetzten Dreimaster.
Der galoppierende Apfelschimmel mit hellblauer Schabracke und purpurnem Zaumzeug.
Weißer Rocaillesockel mit gelb und grün staffierter Rasenfläche und rötlichen plastischen
Blumen. — Linkes Vorderbein gekittet. Marke: Undeutliches Kreuz in grauer Farbe am
unglasierten Boden. H. 13,1 cm.
Fürstenberg, um 1755.
gıı Büste eines Fürsten, farbig bemalt, in gelb genietetem grauem Harnisch mit blauem Band
des dänischen Elefantenordens und Stern an purpurfarbenem, mit Hermelin gefüttertem
Mantel. Ohne Marke. H.ı7,5 cm. — Dazu ein purpurn, grün und golden staffierter
Rocaillesockel mit geschweiften Füßen.
Fun; Fürstenberg, um 1760. Sockel: Höchst, um 1760. Marke: Mit Blindstempel eingedrücktes
/FFA achtspeichiges Rad. H. ıı cm.
f) Frankenthal
Nr. 912 — 939
gı2 Ein Paar stehende Chinesenknaben. Der eine, barbeinig, in rotgerändertem Kelchhut und
rotgestreiftem weißem Kleid mit purpurvioletten Aufschlägen, hält einen Faden zwischen
beiden Daumen, der andere, in rötlich und schwarz gerändertem spitzem Kelchhut, violett
geblümtem rötlichem, golden gerändertem Kleid, schwarzen Hosen und blaugrauen Schuhen,
, hat einen Stab in der erhobenen rechten Hand. Grün staffierte Sockel mit purpurn und
Mmue golden bzw. nur golden gehöhtem Rocaillerand. — Einige Reparaturen. Kopf des zweiten
gekittet. Marke: Löwe bzw. Blindstempel PH und 2. H. 12 cm.
Frankenthal, um 1755:
913 Herr und Dame. Gegenstücke. Sie stehen auf golden gehöhten Rocaillesockeln, der Herr
mit halb erhobenen, nach links gerichteten Armen, die Dame hält einen Vogelkäfig mit
der rechten Hand und stützt ihn in die Hüfte. Die Kostüme weiß mit kobaltblauen Borten
als Einfassung. — Linker Arm der Dame gekittet. Reparaturen an den Händen. Marke:
N Y Löwe bei der Dame. Ritzzeichen bei beiden: IH (ligiert) ı. H. 21,3 und 20,3 cm.
WIOMPAUMGgnkenthal, 1757— 59.
Tafel 143.
914 Die Hirtenmusik. Nach gleichnamigem Stich von J.E. Nilson, Augsburg. Vor einer purpurn
gehöhten Rocaillelaube sitzt eine Frau und spielt auf einem „Hackbrett“ (Klavier aus
Stahlplatten), das auf golden gehöhtem Rocaillepult liegt. Ein vorn am Boden sitzender
Knabe bläst auf dem Dudelsack. Links und rechts von ihm ein Schaf und ein Schäferhund.
Hut und Rock der Frau strohgelb, letzterer mit bunten Streublumen, Mieder purpurn,
Schuhe hellblau. Jacke des Knaben hellgrün, Hosen rot. Sockelboden z. T. grün, eingefaßt
mit golden staffierten Rocaillen. — Die Figur des Hirten fehlt. Kleine Reparaturen.
Marke: Löwe. H. 19,3 cm.
Frankenthal, 1755—59-
Tafel 143.
915 Liebesbrunnengruppe. Ein Kavalier liegt etwas aufgerichtet hinter einem Brunnenpfeiler und
betrachtet ein Mädchen, das ihr entblößtes rechtes Bein unter dem aus natürlich staffierter
Maske fließenden Wasser mit der linken Hand wäscht. Dabei belehrt ihn Kupido, der
oben am Pfeilergesims schwebt. Das Mieder des Mädchens mit Purpurmosaik gemustert,
der Rock blaßgelb mit purpurnem Streublumenmuster. Die Jacke des Kavaliers weiß mit
A schwarzer Halskrause und purpurnen Armelaufschlägen, die Pluderhosen purpurn, die
Beinlinge rotbraun mit dunklerem Mosaik, die Schuhe rot. Der Brunnenpfeiler blaugrau
marmoriert mit purpurn und golden staffierten Rocaillen. Der Sockel eingefaßst mit pur-
purn und golden gehöhten Rocaillen. — Vasenaufsatz gekittet, kleine Reparaturen an der
rechten Hand des Mädchens, an den Flügeln und am Bogen Kupidos. Marke: Löwe.
Blindstempel: PH 6. H. 18 cm.
Frankenthal, 1755—59-
Tafel 143.
171
916 Botenknecht. Stehend, die rechte Hand in der Hosentasche, in der erhobenen linken Hand
einen Pokal mit schäumendem Bier. Weiß mit goldenen Rändern an Mütze, Weste, Jacke,
N) Pokal und Rocaillesockel. — Hand und Körper gekittet. Marke: Eingeritzt: IH. (ligiert),
JA Sue darunter 2.C. H. 14,8 cm. Abb. bei Josten, Fulder Porzellanfiguren, Berlin 1929, Abb. 2.
MWuroH Frankenthal, um 1758. Vorbild zu der Fulder Figur Nr. 969.
917 Der ratlose Schäfer. Zwei junge Mädchen bedrängen einen jungen Schäfer, der auf einer mit
Rasen belegten Rocaille zwischen beiden sitzt und sich mit der rechten Hand an die Stirn
faßt. Das eine Mädchen neigt sich von hinten über ihn und ergreift den Hirtenstab in
seinem linken Arm. Das andere berührt seinen rechten Arm mit der linken Hand und
weist mit dem rechten Zeigefinger nach unten. Staffierung in Gelb, Hellpurpur, Rötlich-
braun und Resedagrün. Schürze des ersten Mädchens und Weste des Schäfers rot und grün
auf Weiß geblümt. Rock des zweiten Mädchens grün auf Gelb, Schürze blau und grün
(3% ag auf Weiß geblümt. Sockelboden grün, eingefaßt mit golden gehöhten weißen Rocaillen
und Gitterwerk. — Kleine Reparaturen. Ohne Marke. H. 21,6 cm.
Frankenthal, um 1760.
Tafel 144.
918 Ein Paar Gewürzbehälter von einer Plat de Menage, mit sitzender Frauenfigur als „Sommer“
und Mannsfigur als „Winter“. Die Gefäße in lebhaft bewegten Rocailleformen golden und
T, purpurn gehöht. Die Frau in rotgerändertem weißem Hut, blaugerändertem weißem Mieder
TUTM mit gelbem Stecker und goldener Verschnürung, in rotgeblümter weißer Schürze und grün,
/ 9 rot und hellblau gemustertem Rock. In den Händen Weizenähren. Der Mann, in grüner
Aa DA Mütze, blaßvioletter, pelzgefütterter Jacke und gleichfarbigen Hosen, hält einen Schlitt-
Ole: Ad) f4,5&uh in der rechten Hand. — Diese gekittet. Marke: CT mit Krone. H. 14,3 und 16 cm.
JUTERA0R Frankenthal, um 1765. Nach Meißner Vorbild.
/ ‘ Tafel 142.
NMarruhaurv R
919 Monatsfigur „Der November“. Auf golden gehöhtem, weißem Rocaillesockel stehende weib-
liche Gestalt in gelbem Gewand und gelben Stiefeln, im linken Arm gelbes Füllhorn mit
grünem Laub, an Laubschnüren um den Hals Rundmedaillon mit dem Monatszeichen des
R ‚ Schützen als Zentaur. — Arme und Füllhorn repariert. Marke: CT mit Krone und Punkt.
/rraelıuef H. 17,7 cm.
Frankenthal, um 1765. Modell von Konrad Linck.
920 Knabe als Capitano, aus einer Folge verkleideter Kinder. Er steht barbeinig auf durch-
brochenem, golden gehöhtem weißem Rocaillesockel, die linke Hand am Knauf des langen
Degens. Hut und Kostüm schwarz, Federbusch, Kragen und Manschetten weiß, Koppel
strohgelb mit großer goldener Schnalle. — Rechte Hand und Federstutz gekittet, Mäntel-
chen repariert. Marke: Löwe. H. 18,7 cm.
Frankenthal, um 1755—59. Modell von Johann Friedrich Lück.
Tafel 142.
921 Mädchen mit Vogelbauer und Mann mit Vogel im Hut. Gegenstücke. Beide auf golden ge-
höhten Rocaillesockeln stehend. Das Mädchen hält einen gelben Vogelbauer mit der rechten
Hand, auf ihrer linken Hand sitzt ein Stieglitz, am Boden liegt ein Schaf. Manganviolette
s Kappe, gelbe Halskrause, kobaltblaues Mieder, lachsrote Schürze, dunkel- auf Hellpurpur
SEK MR % gemusterter Rock, gelbe Schuhe. — Der Mann in golden gerändertem rosenrotem Anzug
| hält mit der Linken den schwarzen Hut, in dem ein Stieglitz sitzt. Marke: Löwe und
Monogramm IAH. Ritzzeichen: 6 bzw. IH (ligiert) 7. H. 14,5 bis 15,5 cm.
Frankenthal, um 1760. Modelle von Johann Friedrich Lück.
172
922 Juno mit Pfau, auf purpurviolettem Wolkensockel stehend, einen Zipfel des blau und grün
geblümten weißen Gewandes in der linken Hand haltend. Auf dem Haupt eine goldene
Zackenkrone. Marke: Löwe und Monogramm IAH. H. 23 cm.
Frankenthal, um 1760. Modell von Johann Friedrich Lück.
OR
rastet Tafel 142.
923 Tanzpuppengruppe, farbig bemalt. An einem ovalen weißen Tisch stehen ein Knabe und
ein Mädchen in Betrachtung einer modisch gekleideten mechanischen Puppe, die ein Dreh-
leierspieler tanzen läßt. Der nierenförmige Sockel grünlich getupft mit golden und purpurn
gehöhtem Rocaille- und Gitterrand. Marke: CT mit Krone und B. Ritzzeichen: H 2.
fo L H. 20,8 cm.
AN n Frankenthal, um 1765. Modell von Johann Friedrich Lück.
7
924 Kavalier und Dame beim Ausgang. Gegenstücke. Auf purpurn und golden gehöhten weißen
Rocaillesockeln. Der Herr hat den golden geränderten schwarzen Dreispitz unterm linken
Arm. Er trägt rosaviolette Schoßjacke und Weste, erstere mit Hermelin gefüttert. Die
Hände in einem großen Muff aus Hermelin. Die Dame trägt überm schwarzen Kleid eine
rotgeblümte weiße, mit Hermelin gefütterte Jacke, der mit Hermelin gefütterte Muff und
U WW) die Schuhe gelb. Sockel bei der Dame repariert. Einige Sprünge. Marke: CT mit Krone
vB And B. H. ı5 cm.
Frankenthal, um 1765. Modelle von Johann Friedrich Lück.
Tafel 142.
925 Gruppe: Die gute Mutter nach Jean Baptiste Greuze, farbig bemalt. Die junge Frau sitzt
neben der Wiege und hält ein schlafendes Kind auf dem Schoß. Hinter ihr, auf die Stuhl-
Ex lehne gestützt, steht ein Flöte blasender Knabe. Das dritte kleine barfüßige Kind ist in
iR 5. seinem Stühlchen eingeschlafen. Am Boden steht ein Korb mit ERgeschirr und ein Kohlen-
Si © becken mit einem Topf. Der Sockel grasgrün staffiert mit grünen Moos- und Blatt-
/ auflagen und golden gehöhtem, weißem Rocaillerand. Kleine Beschädigungen. Marke:
CT mit Krone und AB 6. Ritzzeichen: F.N.Z. H. 17,6 cm.
Frankenthal, um 1765—70. Modell von Karl Gottlieb Lück.
926 Banersfrau. Sie steht auf grün und braun staffiertem, mit grünem Moos belegtem und mit
golden gehöhten weißen Rocaillen eingefaßtem Sockel. Am rechten Arm ein hoher gelber
Deckelkorb, in der gerafften weißen Schürze Apfel und eine Kanne, in der Linken eine
0) zweite Kanne. Weiße Flügelhaube, rot geblümte Jacke, rot und purpurn gestreifter weißer
Vrgı „/ Rock, braune Schuhe. Korbhenkel und ein Kannenhenkel repariert. Marke: CT mit Krone
p und VIII. H. 20,5 cm.
i Frankenthal, um 1770. Modell von Karl Gottlieb Lück.
grün staffiertem, mit Moos belegtem und
1, den Kopf erschreckt nach rechts
nen Kasten mit Tafelglas. Weiße
schwarze Schuhe. Kopf gekittet.
927 Glaser. Er steht mit auswärts gedrehten Füßen auf
golden gehöhtem, weißem, rocailleneingefaßtem Socke
gewandt, die Finger gekrümmt. Auf dem Rücken hat er ei
/y Zipfelmütze, weiße Bluse, braune Schürze, gelbe Hosen,
j Marke: CT mit Krone und VIII. Ritzzeichen: No 2. H. 22,7 cm.
Frankenthal, um 1770. Modell von Karl Gottlieb Lück.
173
Jagderuppe. Einer der drei Jäger weidet kniend einen Zwölfender aus, der zweite steht
breitbeinig überm Hals des Tieres und reicht dem auf einem Schimmel reitenden dritten
f Jäger, der ein gelbes Waldhorn um die Schultern trägt, einen abgeschnittenen Vorderlauf.
: Eine weiße Bracke reißt am Gescheide. Die Jäger in grünen Röcken, gelben Hosen,
ji
j s schwarzen Stiefeln und Dreispitzen, die mit dem „Bruch“ besteckt sind. Der Sockel grün
© ] 7 staffiert mit grünem Moos und Blattbelag und golden gehöhtem, weißem Rocaillerand.
Fe PT ER er .
} JAMMAR Le Einige Reparaturen. Marke: CT mit Krone und 7. Goldmalerzeichen: 8. H. 17,2 cm.
Frankenthal, um 1770. Modell von Karl Gottlieb Lück.
Tafel 142.
029 Familiengruppe. Ehepaar in Morgentoilette am Tisch und Zofe mit Kind auf dem Arm.
Die Frau in rotgeblümtem Kleid und weißem Frisiermantel sitzt auf gelb gepolstertem
Hocker und zeigt dem Kind eine Puppe. Der Mann in blau und grün geblümtem Morgen-
rock, purpurnen Hosen und gelben Pantoffeln sitzt auf gelb gepolstertem Armlehnstuhl
und nimmt eine Prise aus einer Tabatiere. Auf dem ovalen Tisch silbernes Schreibzeug,
Leuchter, Lichtputzschere, Petschaft, Brief, Bleistift und Papier. Das Kind trägt ein gelbes
Fallhütchen und violett geblümtes Kleid, um die Schulter eine Klapper an gelbem Band;
J die Zofe grün gestreiften, purpurn geblümten Rock. Zu Füßen des Herrn liegt ein Hund.
Der hochgewölbte Sockelboden grün und gelb mit grünen Moosauflagen, eingefaßt mit
golden gehöhten weißen Rocaillen. Sockelrand vorn repariert. Marke: CT 72. H. 19,7 cm.
v Frankenthal, 1772. Modell von Karl Gottlieb Lück.
I Tafel 144.
Chinese mit Notenblatt, auf niedrigem Holzgestell sitzend, in golden gerändertem, weißem,
| gelb gefüttertem Spitzhut, grün geblümtem und golden gerändertem, rotem Gewand,
F purpurn gestreiften Hosen und gelben Schuhen. Grün staffierter Sockel mit golden
& | gehöhtem, weißem Rocaillerand. Hände gekittet. Marke: CT mit Krone und 74.
f Is / = ö
| Im Ne H. 10,3 cm.
1; Frankenthal, um 1774. Modell von Karl Gottlieb Lück.
/
I NR KA w1v
sı Gruppe dreier zechender Schiffer, farbig bemalt. Der eine sitzt breitbeinig auf einer Bank
| \ und stopft die Pfeife, der zweite mit einem Rotweinglas in der linken Hand sitzt auf
\ einem Faß und hebt singend den rechten Arm, der dritte sitzt auf einem Bojenstein und
N) hält ein Blatt Papier mit plattdeutschem Liedertext; neben ihm steht eine Weinkanne. Der
Sockel braun und grün staffiert mit grünen Blatt- und Moosauflagen und golden gehöhtem,
| weißem Rocaillerand. Marke: CT mit Krone und 7. Ritzzeichen: FNZ. H. 20 cm.
e Frankenthal, um 1770. Modell von Karl Gottlieb Lück.
032 Paar mit Teekessel. Am Boden kniet eine Dame in rotgeblümtem, weißem Jackenkleid, das
ebenso wie die gelbe Zipfelmütze mit Hermelin besetzt ist, und gießt aus einer Kanne Tee
in eine Tasse. Ihr gegenüber, an einen Baumstumpf gelehnt, steht ein Kavalier in golden
= betreßtem, weißem Schoßrock, purpurnen Hosen und schwarzem Dreispitz. Zwischen
beiden am Boden ein Teekessel über Holzfeuer. Grün staffierter Sockel mit grünem Moos-
"helag und weiß gehöhtem Rocaillerand. Marke: CT mit Krone und 7. Ritzzeichen: No 2.
H. 15,6 cm.
Frankenthal, um 1770. Modell von Karl Gottlieb Lück.
AI
Tafel 142.
174
933 Konzertierende Familie. Vor einem blau und golden gehöhten Rocaillebogen, der in die
Einfassung des grün staffierten Sockelbodens übergeht, sitzt eine zur Laute singende
Dame. Zu ihrer Rechten, getrennt durch einen Rocailletisch, auf dem ein Notenblatt und
I, eine violette Kappe liegt, steht ein flötespielender Kavalier; zu seinen Füßen liegt ein
Aw Hund, vorn sitzt ein barfüßiges Kind mit Notenblatt. Die Dame in golden gerändertem,
‚, weißem Mieder und rot und grün geblümtem Rock; der Kavalier in violett gerändertem,
mo mit Rüschen besetztem, weißem Schoßrock und violetten Hosen; das Kind in violett
/ gemustertem Kleid. Reparaturen am Rocaillebogen und an einigen Händen. Marke: CT
v malen wit Krone. Ritzzeichen: f. No ı. H. 21,6 cm.
5 Frankenthal, um 1770.
Tafel 143.
934 Paar beim Kartenspiel. Es sitzt sich gegenüber auf golden gehöhter weißer Rocaillebank, die
aus dem bewegten Sockel entwickelt ist. Die Dame hat die Beine auf der einen, der Herr
auf der andern Seite. Sie halten französische Karten in den Händen. Der Herr greift
mit der rechten Hand nach den verdeckten Karten auf der Bank. Unter der Wölbung
liegt ein Hühnerhund. Staffierung: blaue Streifen und Borten, rotes Rosettenmuster,
a purpurviolette, rot eingefaßte Streifen. Haarschopf der Dame und Spielkarten repariert.
j Marke: CT mit Krone. H. 17,7 cm.
Frankenthal, um 1770.
Tafel 144.
935 Ein Paar Doppelkörbchen für Pfeffer und Salz auf golden gehöhten weißen Rocaillesockeln,
mit Sitzfigur eines Knaben, der einen Käfig und einen Vogel in Händen hält, bzw. eines
‚ Mädchens mit Blumen. Farbige Bemalung. Henkel repariert. Marke: CT mit Krone und
Hy VIII bzw. 71. Goldmalerzeichen: A. H. 9,4 cm und 10,3 cm.
N] Frankenthal, 1771.
A Hu
936 Kinder als Schäferpaar, farbig bemalt. Sie lagern auf dem Rasen des grün staffierten, mit
golden gehöhten weißen Rocaillen eingefaßten Sockels. Der Knabe sitzt neben einem Schaf
und hält einen Vogel in der erhobenen linken Hand; das Mädchen weist mit dem rechten
Zeigefinger auf einen Vogel auf seinem Schoß. Kleine Reparaturen. Marke: CT mit Krone
Au he und 72. H. 12,2 cm.
Frankenthal, 1772.
937 Liebespaar, farbig bemalt. Der junge Mann steht dicht neben dem Mädchen und legt seinen
linken Arm um dessen Nacken; das Mädchen wehrt ihn sanft mit den Händen ab. Mai-
a grün staffierter Sockel mit grünem Moosbelag und golden gehöhtem, weißem Rocaillerand.
N, IV, Marke: CT mit Krone. H. ıs cm.
in Frankenthal, um 1770—75-
938 Bildhauer mit seiner Frau. Der Mann in rotgeblümter Jacke, gelben Hosen und schwarzem
Hut hält eine Marmorbüste und einen Schlägel im linken Arm und unterhält sich mit der
ihm gegenüberstehenden Frau, die in der Rechten einen Zirkel, unterm linken Arm einen
) Korb voll Werkzeug hat. Ihre weiße Jacke ist golden gerändert, ihr Rock grün geblümt.
(1{P/Der Sockel mit Moos- und Blattbelag grün staffiert und mit golden gehöhten weißen
FRocaillen eingefaßt. Marke: CT mit Krone. H. 14,2 cm.
Frankenthal, um 1775.
Tafel 142.
175
939 Guckkasten-Gruppe. Auf bläulich-grünem, mit golden gehöhten Rocaillen eingefaßtem
Sockel steht der Mann am rotbraunen Guckkasten und bewegt einen Schieber. Ein Mädchen
blickt gebückt in eines der Gucklöcher, während ein Knabe auf der andern Seite ungeduldig
Fr { _ wartet. Jacke des Mannes weiß mit rot eingefaßten grünen Streifen und roten Rosetten,
x UM, Fa,gui Weste weiß mit blauen Knöpfen, Hosen gelb. Das Mädchen in weißem Mieder, rot
“gerändertem, weißem Halstuch, blau geblümtem Rock und violett gestreiftem Unterrock.
Jacke des Knaben hellpurpurn, Hosen gelb. Marke: CT mit Krone und 79. H. 2ı cm.
Frankenthal, 1779.
Tafel 144.
g) Ludwigsburg
Nr. 940—959
940 Ballettgruppe: Tänzer und Tänzerin. Beide stehen mit erhobenen linken Armen in steifer
Haltung dicht nebeneinander, die Tänzerin auf dem linken, der Tänzer auf dem rechten
Bein. Die Tänzerin sucht mit der ausgestreckten rechten Hand die auf dem Rücken liegende
Rechte des Tänzers zu fassen. Die Staffierung purpurviolett, hellblau, strohgelb, dunkel-
( IR N DE purpurn und golden. Der weiße Sockel eingefaßt von golden und purpurviolett gehöhten
Caro N Rocaillen. Marke: Doppel-C mit Krone. Ritzzeichen: No 2 C.3.0. Staffiererzeichen: L in
Purpur. H. 15,4 cm.
Ludwigsburg, um 1760.
Tafel 146.
941 Ballettgruppe. Der auf den Fußspitzen stehende Tänzer wendet sich nach rechts zu der neben
ihm stehenden Tänzerin, faßt sie am linken Oberarm und greift nach ihrer linken Hand.
Die Tänzerin hat die rechte Hand auf die Hüfte gelegt und blickt ihn an. Die sorgfältig
durchbossierte Gruppe ist lachsrot, purpurviolett, hellblau und strohgelb staffiert und
N vergoldet. Der grün und braun getupfte Sockel ist mit purpurn und golden gehöhten
cu Rocaillen eingefaßt. Federstutz am Hut des Tänzers bestoßen. Marke: Doppel-C mit
Krone. Ritzzeichen: Elbs. Staffiererzeichen: S. in Rot. H. 14,2 cm.
Ludwigsburg, um 1760.
Tafel 146.
942 Gruppe der vier Jahreszeiten, farbig bemalt. Vier Figuren unter einer weißen, mit gelben
Rosen und violetten Reben bewachsenen Laube. Der Frühling als stehender Gärtner mit
Gießkanne und Rose, neben ihm Spaten und Blumentopf; der Sommer als sitzende
Schnitterin auf einer Weizengarbe, Früchte im Schoß; der Herbst als Winzer, der Trauben
4, p : x E ; 5 5 R
vl Tuım aa schneidet und in einer Bütte sammelt; der Winter als sitzende Frau in Pelzjacke und
7 Kopftuch, die Hände überm Holzfeuer wärmend, hinter ihr ein weiß beschneiter Baum. Der
Up: ı Sockel eingefaßt von golden und purpurn gehöhten Rocaillen. Kopf, linke Hand und
N linkes Bein des Gärtners gekittet. Marke: Doppel-C mit Krone in Blau. Ritzzeichen: INM.
MH H/Aa.a Staffiererzeichen: HM in Purpur. H. 19 cm.
Ludwigsburg, um 1760—65.
Tafel 146.
943 Gruppe der vier Jahreszeiten. Um einen weißen, auf einer Felsbank errichteten Obelisken
sitzen abwechselnd zwei Männer und zwei Frauen als Verkörperungen der vier Jahres-
zeiten, neben jeder Figur ein Putto. Der Frühling als barbeiniger Gärtner mit Spaten und
176
Blumentopf, der Sommer als Schnitterin auf einer Weizengarbe, mit Sichel in der Hand,
der Frühling als Mann mit Pelzkappe und pelzverbrämtem Rock neben einem Kohlen-
becken, der Herbst als Winzerin mit Trauben. Die Putten mit entsprechenden Emblemen.
Die Gewänder farbig bemalt. Rund gewölbter, grün getupfter Sockel mit violett gehöhtem
Rocaillerand. Kleine Reparaturen. Marke: Doppel-C mit Krone. Ritzzeichen: 3WV.
Staffiererzeichen von Joh. Jakob Groth (?) in Violett. H. 19,5 cm.
Ludwigsburg, um 1765.
944 Kavalier, farbig bemalt. Stehend, die Rechte in einem Muff, die Linke an der Mütze. Weste,
Mantel und Stiefel mit Pelz gefüttert. Beine und Mantelansatz gekittet. Marke: Doppel-C
mit Krone. H. 13,8 cm.
Bu \f„Lrdwigsburg, um 1765.
945 Fleischhauer, farbig bemalt. Gebückt unter der Last einer Schweinskeule auf seinen Schultern,
steht er neben dem Hackeklotz, auf dem ein Beil liegt. Im Schürzenbund steckt ein Messer.
Weißer Sockel mit Goldrocaillen. Marke: Doppel-C mit Krone. Staffiererzeichen: S. in
Schwarz. H. 13,1 cm.
ze " Ludwigsburg, um 1765.
7
946 Bäuerin, farbig bemalt. Neben einem Doppelpfosten stehend, gestützt auf einen Korb voll
Apfel, in der gesenkten Rechten einen Apfel haltend. Grün getupfter weißer Sockel mit
Goldrocaillen. Rechter Arm repariert. Marke: Doppel-C mit Krone. Staffiererzeichen: L in
Grün. H. 12,5 cm.
Ludwigsburg, um 1765.
947 Bauer, farbig bemalt. Stehend, an einen Baumstumpf gelehnt, auf den er sich mit dem rechten
Ellenbogen stützt, über der rechten Schulter liegt ein Doppelsack voll Apfel, in der
gesenkten linken Hand hält er den Hut. Grün getupfter weißer Sockel mit Goldrocaillen.
Fualla Marke: Doppel-C mit Krone. Ritzzeichen: $. N. 2. — H. 12,3 cm.
en Ludwigsburg, um 1765.
948 Schäferin, farbig bemalt. Stehend, im linken Arm ein Lamm haltend. Braun und grün getönter
Sockel mit Goldrocaillen. Kopf und rechte Hand gekittet. Marke: Doppel-C mit Krone.
Ritzzeichen: S.N.2. H. 13,2 cm.
Ludwigsburg, um 1765.
949 Schäfer, farbig bemalt. Stehend, in der erhobenen rechten Hand eine Rotweinflasche, unterm
linken Arm einen Dudelsack haltend. Grünlich getupfter weißer Sockel mit Goldrocaillen.
Sockel und rechter Fuß repariert. Marke: Doppel-C mit Krone. H. 13 cm.
Ludwigsburg, um 1765.
950 Fischer (a) und Fischerin (b), Gegenstücke, auf Felsbänken sitzend, farbig bemalt. Der Fischer
in Hut, aufgekrempeltem Hemd, Weste und Hosen, barbeinig wie die Partnerin, hält
in der Linken ein Netz, in der Rechten einen Fisch; neben ihm ein Fischbottich, auf dem
/ . Felssockel zwei tote Fische. Die Fischerin hat Fische in der linken Hand und im Schoß; am
/ute Boden liegt eine Reuse. Marke: Doppel-C mit Krone. Ritzzeichen bei a): No 3, bei b):
A'F3"TF Nro 52. Staffiererzeichen: nach links gekehrtes S in Rot. H. 16,5 cm.
A
E;, Ludwigsburg, um 1765.
177
951 Primgeiger, farbig bemalt. Aus der gleichen Folge wie die folgende Figur. Auf grün
/
MF
11
gepolstertem, violett gemustertem Hocker sitzend, das rechte Bein über dem linken, den
linken Arm beim Spiel auf einen Notenständer und das darauf liegende Notenheft gestützt.
Auf dem Hocker liegt der blaßviolette, golden betreßte Rock. Auf dem braunroten, mit
Goldfransen besetzten Teppich liegt ein schwarzer Dreispitz und der vom rechten Fuß
gefallene gelbe Pantoffel. Rechter Fuß und Geigenkopf repariert. Marke: Doppel-C mit
Krone. Ritzzeichen: T.z.S. 52. Staffiererzeichen: L in Manganbraun. H. 10,8 cm.
Ludwigsburg, um 1765.
Tafel 147.
952 Spinettspielerin, farbig bemalt. Auf grün gepolstertem, lachsrotem Lehnstuhl schräg vor dem
von S-förmig geschwungenen grünen Beinen getragenem Instrument sitzend, den Blick
auf ein Notenblatt auf dem mit Goldfransen besetzten, rosavioletten Teppich gerichtet.
Der weiße Plattensockel golden gerändert. Marke: Doppel-C mit Krone. Staffierer-
zeichen: nach links gewandtes S in Rot. H. 10,1 cm.
Ludwigsburg, um 1765.
Tafel 147.
953 Schäferpaar, in Umarmung neben einem knorrigen Baum sitzend, mit Hund, Dudelsack,
Hirtentaschen und Schaf. Gegenstück zur folgenden Gruppe. Farbig bemalt. Der runde
Felssockel grau, braun und grün staffiert. Ohne Marke. H. 21,2 cm.
{ Ludwigsburg, um 1765.
954 Fischerpaar, in Umarmung neben einem knorrigen Baum sitzend, mit Netz, Fischen, Fisch-
bottich und Reuse. Gegenstück zur vorhergehenden Gruppe. Farbig bemalt. Der runde Fels-
sockel grau, braun und grün staffiert. Marke: Doppel-C. H. 23,5 cm.
Ludwigsburg, um 1765.
955 Damhirschgruppe. Der Hirsch duckt sich unter den Zweig eines grün belaubten knorrigen
Baumes und reibt sich daran den Kopf. Die auf der andern Seite stehende Hirschkuh wendet
witternd den Kopf nach rechts. Das Fell braun, der Felssockel graubraun mit grünem
Moos- und Blattbelag. Hals und Schwanz des Hirsches gekittet, sonst kleine Reparaturen.
Marke: außen Doppel-C, innen dasselbe mit Krone. Ritzzeichen: W3 N:3L (Johann Jakob
Louis). Staffiererzeichen: S in Eisenrot. H. 27 cm.
Ludwigsburg, um 1765.
956 Miniaturgruppe: Der verspottete Haarbeutel. Beim Durchschreiten eines steinernen Tores
versucht ein Kavalier mit Hilfe seines Dieners den riesigen schmetterlingförmigen Haar-
beutel hindurchzuzwängen; dabei schaut ein hinter niedriger Mauer stehender einfacher
Mann belustigt zu. Hinten auf einer Mauer sitzt ein radschlagender Pfau. Die Figuren
farbig bemalt. Der rechteckige Plattensockel grün, grau und braun getupft. Kleine Repara-
turen. Marke: Doppel-C. H. 10,3 cm.
I
Ludwigsburg, um 1770. »
957 Miniaturgruppe: Zughund an zweirädrigem, rotem Karren voll Scheitholz, mit bunt kostü-
miertem, hockendem Affen als Fuhrmann. Der Hund und der von golden gehöhten
Rocaillen eingefaßte Sockel in der Farbe der beigebraun oxydierten Glasur. Marke:
Doppel-C mit Krone. H. 7,7 cm.
Ludwigsburg, um 1765.
958 Folge von sieben Miniaturgruppen, farbig bemalt, auf rechteckigen, abgetönten Plattensockeln:
a) Böttcherwerkstatt. Der Meister befestigt mit Schlägel und Triebel die Reifen eines
offenen Fasses, in dem die schreiende Meisterin steht. Der dahinter sitzende Geselle
bearbeitet einen Faßdauben mit dem Krummeisen. Am Boden ein Bottich.
b) Schneiderwerkstatt. An einem ovalen Tisch steht ein Kavalier und sieht zu, wie der
Schneider eine golden besetzte weiße Rockbahn bügelt. Der am andern Ende des Tisches
sitzende Gehilfe näht an einem Rock.
c) Drei Männer beim Würfelspiel. Sie stehen gebeugt über einen Tisch, darauf ein Teller
mit Geldstücken, daneben die Würfel, die der eine aus dem Becher geschüttet hat.
2
/
Hau d) Das verlorene Spiel. Der eine Mann rafft, über den Tisch gebeugt, mit beiden Händen
v das Geld ein, das der Partner verloren hat; daneben steht ein Knabe und eine Frau, die
erschreckt die linke Hand erhebt.
e) Gestörte Liebschaft. Der Vater packt wütend die am Boden kniende Tochter bei den
Haaren und wehrt mit dem rechten Arm die Mutter ab, die ihn mit beiden Händen am
Haar wegzieht. Der überraschte Liebhaber steht entsetzt am anderen Ende des Tisches.
f) Der schäkernde Gast. Er sitzt rittlings auf einer Pritsche und hält die vor ihm stehende
Wirtstochter am linken Handgelenk und an der Schürze fest. Auf dem Tisch eine Flasche
und ein Glas mit Rotwein.
g) Wirtshausszene. Zwei Männer sitzen am Tisch, auf dem eine Rotweinflasche steht. Der
eine erhebt das Glas, der andere sucht die vor ihm stehende Magd am Handgelenk und
an der Schürze zu sich heranzuziehen. Dabei steht ein Musikant, der die Klarinette bläst.
Marke: bei a) Blindstempel N:r.3.zm; Staffiererzeichen: Ring mit Pfeil in Violett; bei c)
und d) Doppel-L; bei e) Doppel-L mit Krone; Staffiererzeichen: Ring mit Pfeil in Rot;
bei g) Doppel-L. H. 7—7,8 cm.
Ludwigsburg, um 1770.
959 Denkmalsgruppe. Auf braun und grün getöntem Plattensockel schreiten zwei Frauengestalten
in bunt gemusterten Gewändern um ein Denkmal in Form einer golden staffierten
kannelierten Säule auf antikisierendem Postament und winden um die mit den Silhouette-
bildnissen einer Dame und eines Herrn behängte Säule Blumen- und Lorbeerschnüre, deren
Enden zwei auf Wolken schwebende Engelkinder halten. Marke: Doppel-C. H. 27,2 cm.
Ludwigsburg, um 1780.
h) Nymphenburg
Nr. 960 — 967
960 Kokettierende Dame. Sie hat den rechten Fuß vor den linken gestellt. Ihre linke Hand liegt
am Ausschnitt der langen Schoßjacke, ihr rechter Zeigefinger ist nach der Seite, ihr Kopf
mit herausfordernder Miene nach links zum Partner gewandt. Die purpurn geränderte,
grün und purpurn gemusterte Jacke läßt die golden geränderte rote Weste schen. Der Rock
N) ist graublau gewölkt und blau und purpurn gestreift. Die Schuhe gelb mit roten Absätzen.
V, arı m, / Der weiße Rocaillesockel golden gerändert. Arme und Taille gekittet, rechter Fuß repariert.
N) SE, ‚ Marke: Buchstaben und Zahlen der Hexagrammarke. Ritzzeichen: O. H. 19,3 cm.
N, » Nymphenburg, um 1760. Modell von Franz Anton Bustelli.
IYmnıpfy
7 Tafel 145.
G
au Pal
f
179
961 Pantalone. Er steht mit vorgesetztem linkem Fuß, streift den schwarzen Mantel mit beiden
Händen zurück und wendet den Kopf nach rechts. Eine schnabelförmige Mütze bedeckt
den Kopf. Der blaßlila Kragen und das rötlichgelb getönte Mantelfutter ist.mit schwarzen
AZ n Spitzen eingefaßt. Jacke und Strümpfe lachsrot, Hosen blutrot, Pantoffeln und Taillen-
Y MAURELL band mit dem Dolch gelb. Der halbrunde weiße Sockel mit Rocaillestütze golden gerändert.
Sockelplatte und linkes Bein gekittet, Dolchscheide repariert. Marke: Hexagramm.
H. 17,1 cm.
" Nymphenburg, um 1760. Modell von Franz Anton Bustelli.
962 Anselmo. Figur aus der italienischen Komödie. Gemächlich schreitend, gestützt auf einen
Stock in der rechten Hand, die linke Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger belehrend
erhoben. Schwarzes Kostüm. Die Jacke in schwarz geblümtem Grau. Geschweifter weißer
k SV; Sockel mit grünen Grasbüscheln und purpurne, grün und braun gehöhte Rocaillestütze.
tue f Stock und anstoßende Rocaille repariert. Marke: Buchstaben der Hexagrammarke neben-
7 einander. Ritzzeichen: ©. H. 17,2 cm.
SHE
< IK f vu Nymphenburg, um 1760. Modell von Franz Anton Bustelli.
963 Ein Paar Chinesenfiguren als Räucherbehälter, auf violettem bzw. rötlichbraunem Kissen mit
untergeschlagenen Beinen hockend, die Hände in den weiten Ärmeln der mit violetten
Punktrosetten gemusterten gelben Jacke bzw. des Kleides. Der Mann in gleichfarbiger, die
(17 Frau in weißer, blau gemusterter Kapuze. Marke: eingedrückter Rautenschild. H. 10,1 bzw.
Re ,„ 94 cm.
y ma U Nymphenburg, um 1760. Modelle von Franz Anton Bustelli.
Tafel 146.
964 Die vier Jahreszeiten als Büsten, farbig bemalt, auf golden geränderten weißen Rundsockeln.
a) Der Frühling als jugendliche Frau, mit bloßer Brust, bunte Blumen im aufgesteckten
Haar und in dem von gelbem Band gehaltenen blauen, hellorange gefütterten Mantel.
b) Der Sommer als junge Frau, mit grünem Hut, weißem Hemd, golden gerändertem,
purpurnem Mieder, strohgelb gefüttertem, lachsrotem Mantel und Sichel mit Weizengarbe.
y) A DU el c) Der Herbst als nackter jugendlicher Bacchus, mit Trauben im Haar und in dem blaß-
} blau gefütterten lachsroten Mantel, der von rotem Band gehalten wird.
U d) Der Winter als Greis in grauem Vollbart, roter Kappe und Jacke mit schwärzlichem
Pelz und Muff und strohgelbem, blaßrosa gefüttertem Mantel.
Marke: golden geränderter eingedruckter Bindenschild in purpurn und golden staffierter
Kartusche als Sockelverzierung. H. 13,8— 14,7 cm.
Nymphenburg, um 1760°—65. Modelle von Franz Anton Bustelli.
Tafel 146.
965 Brief lesende Dame, auf golden geränderter weißer Balustrade sitzend, den rechten Ellen-
bogen auf ein Postament gestützt, den linken Arm halb erhoben. Das Festkleid purpur-
rosa mit goldenem Blumenmuster, goldenen Borten und purpurnem Rüschenbesatz. Schuhe
gelb mit rosa Muster. Das mit bläulichen Perlen auf schwarzer Schnur umwickelte, über
l den Kopf gelegte und seitlich herabfallende Band purpurrosa. Die geschweifte Sockel-
KrJ® uhaunplatte an einzelnen Stellen grün getupft und eingefaßt mit golden gehöhten Rocaillen.
Brief und Finger der linken Hand ergänzt. Ohne Marke. H. 18,1 cm.
Nymphenburg, um 1765. Modell von Auliczek (?).
Aus Sig. Emil Grauer, Troppau. Versteigerung Helbing, München 1908, Kat.-Nr. 96. Von
E. W. Braun unter Frankenthal eingereiht und im Vorwort besonders hervorgehoben als
eine der besten Schöpfungen deutscher Porzellanplastik.
180
966 Kolombine. In schreitender Stellung, die rechte Hand am Rock, in der erhobenen Linken eine
schwarze Maske, wendet sie den Kopf herausfordernd nach rechts. Sie trägt ein winziges
grünes Hütchen mit bläulicher Feder, schwarze Halskrause, purpurn gerändertes, hell-
purpurnes Mieder mit blauen Schleifen an den Aufschlägen, gelben Rock und blau
) geränderte weiße Schuhe mit blauen Schleifen und roten Absätzen. Der geschweifte weiße
WroukhauuSocel blau und golden gerändert. Linke Hand ergänzt. Marke: eingedrückter Rauten-
schild. H. 19,6 cm.
Nymphenburg, um 1765. Modell von Franz Anton Bustelli.
Tafel 145.
967 Leda (?), Figur aus der italienischen Komödie, in eiligem Lauf, die rechte Hand abwehrend
erhoben, mit der Linken den Rock raffend. Das Kleid purpurrosa mit dunklerem Muster
vereinzelter Rosen und Vergißmeinnicht. Die Pantoffeln gelb mit roten Absätzen. Der
geschweifte weiße Rocaillesockel heliblau und golden gehöht. Zwei Finger der linken
Hand repariert. Marke: eingedrückter Rautenschild. H. 18,5 cm.
( Yp- Nymphenburg, um 1765. Modell von Franz Anton Bustelli.
Tafel 145.
i) Fulda
Nr. 968 — 990
968 Kleine eiförmige Deckelvase aus frittenartigem Porzellan, mit elffarbiger Malerei. Auf der
einen Seite das Wappen des Fürstabtes von Fulda Amandus von Buseck (1737— 1756), auf
der anderen ein auf Felsen sitzender Fasan, große Päonienblüte und verschiedene Blumen-
% zweige in Anlehnung an chinesische Vorbilder der Famille rose. Deckel mit farbig bemaltem
u, ML Knauf und bunten Blumen. Schwarze Randlinien. Horizontaler Sprung. Bezeichnet am
= yo Fels in Schwarz: „J. B. Schmidt“. H. 19,1 cm.
ae Fulda, vor 1756.
Tafel 148.
969 Botenknecht. Stehend, die rechte Hand in der Hosentasche, ein Glas mit Rotwein in der er-
hobenen linken Hand. (Hand mit Glas ergänzt.) Manganbraune Zipfelmütze mit hellblauem
Aufschlag, purpurne Jacke mit blauen Armelaufschlägen, braun gestreifte und geränderte
gelbe Weste, grüne Hosen und schwarze Schuhe mit blauen Schleifen. Der Sockel braun auf
19, Grün und Gelb gestrichelt mit rotbraun und golden staffiertem Rocaillerand. Marke:
(Zetunn, Kreuz. H. 14,3 cm. Abb. bei Josten, Fulder Porzellanfiguren, Berlin 1929, Abb. ı u. 2.
Fulda, um 1765. Modell von Johann Valentin Schaum (1765) nach Frankenthaler Vorbild.
Ein golden staffiertes Exemplar des Frankenthaler Botenknechts unter Nr. 916.
970 Ländliches Paar beim Tanz. Der junge Mann steht breitbeinig neben der Partnerin und
berührt mit der Rechten die Finger ihrer linken erhobenen Hand. Den Hut in der linken
Hand hält er an die Hüfte. Beide blicken sich an. Der Tänzer trägt hellpurpurne, grün
gefütterte und golden geränderte Jacke, schwarze Hosen und Schuhe; die Tänzerin golden
eingefaßtes rotes Mieder, grün geblümten weißen Rock, purpurn geblümte, rötlich ge-
x fütterte grüne Schürze und hellblaue Schuhe. Am Boden liegt ihr breitkrempiger, mit
i hellblauem Band und buntem Strauß verzierter purpurner Hut. Der weiße Sockel bemalt
181
mit grünen Blättern und belegt mit grünem Blattwerk. Der Baumstumpf grün gerändert.
Marke: Kreuz. H. 15,4 cm. Abg. bei Josten, Fulder Porzellanfiguren, Berlin 1929, Abb. 33.
Fulda, um 1770.
Tafel 150.
971 Drei Kinder bei der Apfelernte. Ein Knabe steht in der Gabelung eines dicken knorrigen
Mom UM
Apfelbaumes und wirft einen Apfel herunter; ein zweiter Knabe sammelt kniend die Apfel
in einem Korb; ein stehendes Mädchen fängt sie in der Schürze. Der erste Knabe in
schwarzem Tellerhut, blaßvioletter Jacke, gelben Hosen und schwarzen Stiefeln; der
zweite mit hochdoupiertem Haar und Haarbeutel, in langem rotem Rock, hellgrünen Hosen
und schwarzen Schuhen; das Mädchen mit schwarzem Hütchen, grün eingefaßtem pur-
purnem Kleid und hellgrünen Schuhen. Der Sockel weiß mit grünem Blattbelag und farbig
staffiertem Felsrand. Verschiedene Reparaturen. Marke: Kreuz. H. 26,6 cm.
Fulda, um 1770.
Tafel 150.
972 Barfüßiger Knabe als „Herbst“, auf weißem Sockel mit purpurn gehöhten Rocaillen, einen
Ä Da
strohgelben Tragkorb voll Trauben am Rücken, Trauben in der linken und Rebmesser
(abgebrochen) in der rechten Hand. Schwarzer Dreispitz mit Trauben, rot geränderte
rötliche Jacke mit hellblauem Futter, violette "Weste, schwarze Hosen mit hellblauen
Kniebändern. Marke: Kreuz. H. 14,3 cm.
Fulda, um 1770.
Tafel 150.
973 Sultan und Sultanin. Gegenstücke. Stehend. Der Sultan hat die linke Hand an der Hüfte
und streift mit der Rechten den lachsroten, innen weißen und golden geränderten Mantel
zurück. Er trägt einen rot gestreiften weißen, reich mit Geschmeide und Perlen verzierten,
mit weißem Stutz besteckten Turban, dunkel- auf hellpurpur geblümtes, innen gelbes
Gewand mit rot und golden gestreifter Schärpe, blaue, dunkel gemusterte Pumphosen
und rote Schuhe. Um den Hals ein Gehänge aus Edelsteinen mit goldenem Halbmond.
Gewölbter weißer Sockel mit purpurn gehöhtem Rocaillerand. Die Sultanin hält einen
Blumenstrauß in der linken Hand. Um ihren rechten Arm liegt das Ende des weißen
Schleiertuches, das von dem spitzen, mit Edelsteinen besetzten Kopfputz herabfällt. Ihr
hellblau gefüttertes Kleid ist rot und golden auf rötlichem Grund gemustert, von einem
goldenen Gürtel umschlossen und endet in golden staffierten weißen Volants. Die Schuhe
sind gelb. Der weiße Mantel am Rücken ist blau und purpurn gemustert und golden ein-
gefaßt. Schleier repariert. Marke: Kreuz. H. 15 und 15,5 cm.
Fulda, um 1770.
Tafel 150.
974 Stehender Harlekin, mit der Pritsche in der Hand des gebeugten rechten Armes zum Schlag
ausholend, die linke Hand an der breiten Hutkrempe, den Kopf nach rechts oben gewandt.
Hellgrüner Hut, hellblaue Kappe, schwarze Maske mit Schnurrbart. Das Wams mit
schwarzem Netzmuster, grünen Knöpfen, roten Herzen, gelben Sternen, zwei blauen und
einer gelben Blüte, die Ärmel hellblau geschuppt, mit grünen Herzen und schwarz-roten
Aufschlägen. Die Hosen hellpurpurn mit schraffierten und gestrichelten Streifen, die
Schuhe braun und gelb mit roten Rosetten und hellblauen Absätzen. Der Sockel grün mit
manganvioletter Strichelung. Intakt. Ohne Marke. H. 15,4 cm.
Fulda, um 1765—70.
Tafel 150.
97s Grüßender Harlekin. Tänzelnd, mit erhobenem linkem Bein. Die rechte Hand lüftet den
grünen, innen lachsroten Spitzhut, so daß der kahle Schädel mit kleinem Schopf zu sehen
ist, die linke Hand greift nach der Pritsche an der rechten Hüfte. Wams und lange Hosen
aus rautenförmigen bzw. dreieckigen Flicken in Rot, Schwarz, Gelb, Grün, Purpur, Hell-
Z blau und Weiß. Der Kragen weiß und golden gerändert, die Schuhe gelb mit roten
/ Rosetten. Der Sockel weiß mit Grasnarbe und grünem Blattbelag. Marke: Kreuz.
Kaum H. 14,5 cm.
Fulda, um 1770.
Aus Versteigerung Francis M. Baer, London. Helbing, München 1913, Nr. 56.
Tafel 150.
976 Pantalone, stehend, in der rechten Hand einen Geldbeutel, die Linke am Saum des schmalen,
über den Rücken fallenden schwarzen Mantels. Wams und Kniehosen blutrot, Gürtel mit
eingestecktem Dolch und Pantoffeln gelb, Strümpfe weiß mit schwarzen Zwickeln. Als
Y } Belag des weißen Sockels grüne Blattpflanze. Rechte Hand gekittet. Marke: Kreuz.
ae H. 13 cm.
“= Fulda, um 1770.
977 Mädchen mit Fächer, in modischem Kleid, auf braun und violett geflecktem, weißem Sockel.
Die linke Hand abwehrend zur Seite gestreckt. Hochdoupiertes Haar, purpurnes Hals-
band, bunt geblümtes, purpurn eingefaßtes Kleid, grüne Schürze, rote Schuhe. Hals und
/} rechter Arm gekittet. Marke: Kreuz. H. 14 cm.
My Fulda, um 1770.
978 Kleines Mädchen, breitbeinig stehend, mit auswärts gedrehten Füßen und ausgebreiteten
Armen. Strohgelber Tellerhut mit purpurner Unterseite und buntem Sträußchen, goldene
] Halskette mit Kreuz, bunt geblümtes weißes Kleid, schwarze Schürze und rot gestrichelte
/@ert Schuhe mit gelben Bandschleifen. Getönter weißer Felssockel mit hellgrüner Grasdecke.
Vlırı len Ein Finger beschädigt. Ohne Marke. H. 13,8 cm.
‚ Fulda, um 1770. Nach Früh-Höchster Modell.
1 Manku.szgfel 150.
Kurbsaı, dit ı 9L.
979 Kavalier‘ mit Degen fg Dame mit Sonnenschirm. Gegenstücke. Stehend. Der Herr hat die
rechte Hand in der Hosentasche; unterm linken Arm hält er den mit weißen Reiherfedern
besetzten schwarzen Hut. Die Dame hat den grün und weiß staffierten, innen hellblauen
Schirm mit der rechten Hand auf die Schulter gelegt und stützt die linke Hand in die
Seite. Der Herr trägt hochdoupiertes Haar und schwarzen Haarbeutel mit Schleife. Rock,
( a Weste und Hosen purpurviolett mit goldenen Zackenborten, Schuhe schwarz. Die Dame
? in hellblau gefüttertem, weißem, mit purpurn gestreiften Borten besetztem „Manteau“-
Kleid; darunter purpurner, mit weiß ausgesparten Rocaillen gemusterter Rock, der unten
mit golden gestreifter weißer Borte eingefaßt ist. Schuhe rot. Halskette, Ohrgehänge und
Haarschmuck aus blauen Perlen. Die weißen Sockel eingefaßt von purpurn gehöhten
Rocaillen. Kopf des Herrn gekittet, Schirm repariert. Marke: Kreuz. H. 21,3 und 20,5 cm.
Fulda, um 1770.
Tafel 149.
980 Kavalier mit Degen. Gleiches Modell wie vorher. Der Haarbeutel mit schwarzem Band
um die Schulter. Rock und Weste strohgelb, ersterer golden gerändert und blutrot gefüttert,
letztere golden kariert und gemustert; Hosen und Schuhe schwarz. Am Sockel aufgelegte
BI, blaue Blumen. Kopf gekittet. Marke: Kreuz. H. 21,3 cm.
Na 1, Fulda, um 1770.
U Tafel 148.
183
981
Flöte blasender Kavalier und Mandoline spielende Dame. Gegenstücke. Stehend. Varianten
der vorhergehenden Figuren. Der Herr in lachsrotem, golden gerändertem, hellgrün
gefüttertem Rock, gelber Weste, gelben Hosen und schwarzen Schuhen. Am Boden ein
Notenblatt. Die Dame in bunt geblümtem, mit lawendelblauen Rüschen besetztem, weißem
„Manteau“-Kleid, purpurnem Mieder, weißem, mit purpurnen Rosen gemustertem Rock
und lawendelblauen Schuhen. Die weißen Sockel eingefaßt mit purpurn gehöhten
Rocaillen und belegt mit grünem Blattwerk. Marke: Doppel-F mit Krone. H. 21,3 cm.
Fulda, um 1770— 75.
Tafel 149.
982 Gärtner und Gärtnerin, Gegenstücke. Beide stehend. Der Mann hat den linken Fuß auf das
Blatt des Spatens gestellt, dessen gelben Schaft er mit der linken Hand hält; in der rechten
Hand hat er einen bunten Strauß. Am Boden Kübel mit grüner Aloe und Früchte.
Schwarzer Hut mit Blumen am goldenen Band. Hellblau eingefaßte weiße Jacke, schwarzes
Halstuch, purpurn gestreifte weiße Hosen. Die Frau hält einen Korb voll Früchte im
linken Arm, eine Traube und Blumen in der erhobenen rechten Hand. Am Boden Gieß-
kanne und Früchte. Schwarzer Hut mit goldenem Band und Rand, schwarze Halskrause,
grün eingefaßtes weißes Mieder, gelber Rock mit manganbraunen und grünen Streublumen.
Beide Sockel grün mit braunem Rand. Marke: Kreuz. H. 19 cm.
Fulda, um 1770.
Abgeb. bei Sauerlandt, Deutsche Porzellanfiguren, 1923, S. 102 u. 103.
Tafel 148.
983 Stehendes Mädchen als „Winter“. Die Hände in schwarzem, mit grauem Pelz gefüttertem
)
Muff. Kappe und Jacke violett mit grauem Pelzbesatz, Rock weiß mit Goldkante, Schürze
rot auf Weiß gestreift und grün gefüttert, Schuhe grün. Weißer Grassockel mit golden
gehöhter Rocaille. Intakt. Marke: Kreuz.
Fulda, um 1770.
)
{r IM Tatel 150.
984 Galantes Gärtnerpaar. Gegenstücke. Der Mann hält in beiden Händen einen purpurn
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ae Hütchen, schwarze Halskrause, dunkel auf Hellpurpur geblümte, golden
985
geblümten Kübel mit gelb blühender Pflanze und stützt ihn mit dem auf einer Erhöhung
stehenden linken Bein. Neben ihm ein viereckiges, mit Purpurrocaillen bemaltes, golden
gerändertes Postament mit einem zweiten Blumentopf. Er trägt golden geränderten
schwarzen Hut mit grünem Band und Blumenstrauß, bunt geblümte weiße, golden
geränderte und purpurn gefütterte Jacke, dunkel auf Hellpurpur gestreifte Hose und
schwarze Schuhe. Die Dame steht neben einem Postament mit golden staffierter Vase
/ und hält eine Blumengirlande in beiden Händen. Sie trägt ein mit bunten Blumen bestecktes
geränderte Jacke, blau und golden geblümte, lachsrot eingefaßte Schürze, weißes, bunt
und golden geblümtes Kleid mit purpurnem Streifen und purpurne Schuhe mit roten
Schleifen. Die weißen Sockel belegt mit grünem Blattwerk und farbigen Blumen. Marke:
Kreuz. H. ı9 und 20,5 cm.
Fulda, um 1770.
Tafel 148.
Allegorische Gruppe „Afrika“. Stehende schwarze Negerin mit buntem Federschurz, ein
Füllhorn voll bunter Blumen und Früchte im linken Arm, einen Skorpion auf der
erhobenen rechten Hand und Elefantenkopf über perlenbehängtem, violettem Turban.
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Den Rücken herab fällt ein blaßpurpurner, von einer Edelsteinkette gehaltener Mantel.
Hinter der Figur ein ruhender Löwe. Weißer Felssockel mit hellgrüner Grasdecke. Marke:
Kreuz. H. 24 cm.
Fulda, um 1770.
986 Stelldichein nach der Jagd. Ein vornehmer Jäger steht neben einer Dame, die ihr Gewehr
an Schaft und Riemen hält, und legt die rechte Hand auf ihre Schulter. Sein Gewehr
hängt an orangerotem Riemen über der linken Achsel. Beide tragen schwarze, mit weißen
Reiherfedern am inneren Rand besetzte Dreispitze. Der Kavalier mit schwarzer Hals-
binde, golden gerändertem, blaßviolettem Schoßrock, gelben Hosen und schwarzen Stiefeln:
N) die Dame in gemustertem, hellpurpurnem Kleid mit lichtgrünen Aufschlägen und lachs-
YA, roten Schuhen. Neben ihr sitzt ein Hund, daneben liegen zwei tote Rebhühner, am Baum-
{ Myı stumpf dahinter hängen zwei Wildtauben. Der weiße Sockel belegt mit grünem Blattwerk,
einzelne Steine am Rand farbig staffiert. Ein Gewehrlauf gekittet. Marke: Doppel-F mit
Krone. H. 15,7 cm.
Fulda, um 1780.
Tafel 150.
Fulda, um 1780.
987 Operntänzer und -tänzerin, Gegenstücke, weiß glasiert. Beide stehen in frontaler Haltung
auf den Fußspitzen und halten Blumengirlanden (abgebrochen) in den Händen. Der
Tänzer auf halbrundem, profiliertem Sockel mit Rocaille als Rückenstütze, die Tänzerin
auf tiefem, geschweiftem und profiliertem Sockel, vor einem Säulenstumpf. Rechter Arm
£ der Tänzerin gekittet. Marke: Doppel-F mit Krone. H. 17 cm.
s
U/W- Fulda, um 1780.
988 Gärtner und Winzerin, stehend, auf weißen, z. T. grün gefleckten Sockeln mit grünem Blatt-
belag und purpurnem Rocaillerand. Der Gärtner in grauem Hut, rot und blau gemusterter
weißer Jacke und Hose und gelben Ärmeln. Die Winzerin, mit einem Korb voll Trauben
17% in der rechten Hand und einzelner Traube in der linken Hand, trägt gelben Hut mit hell-
X 5 blauem Band, gelb gestreifte rote Jacke, purpurn und gelb gestreiften weißen Rock, purpurn
( ?Pn 164, geblümte weiße Schürze und gelbe Schuhe. Rechter Arm des Gärtners gekittet, Hut
/ Crepariert; rechte Hand und Hut der Gärtnerin repariert. Marke: Doppel-F mit Krone.
H. 15,5 und ı5 cm.
Fulda, um 1780.
d
989 Gärtner und Gärtnerin, stehend, auf weißen Sockeln mit purpurnem Rocaillerand. Der
Gärtner mit einem Korb voll Zitronen in der rechten und einer Zitrone in der linken
Hand, in grünem Hut, bunt geblümter, golden geränderter weißer Jacke, violett gestreiften
IR Ärmeln und Hosen. Die Gärtnerin, einen Korb voll Früchte am linken Arm und einen
Myı'a ‚Apfel in der rechten Hand, trägt großen schwarzen Flut, grünes Mieder, bunt geblümten
x A Unterrock, darüber gerafften purpurnen, innen weißen Rock. Schuhe rot. Reparaturen.
Marke: Kreuz. H. 15,2 und 14,7 cm.
Fulda, um 1770.
990 Stehendes Mädchen als Tabulettkrämerin, mit gelbem Kasten voll Dosen, Parfümfläschchen
und Knöpfen, in der erhobenen linken Hand eine Rolle mit Nähseide. Grünes Hütchen
mit lachsroter Unterseite, gelbem Band und Rose; lachsrotes Mieder, blau geblümter weißer
/ \) Rock mit purpurnen Streifen, gelbe Schuhe mit purpurnen Schleifen. Weißer Felssockel
Y > mit Grasnarbe. Marke: Kreuz. H. 14,5 cm.
2 ICh ulda, um 1770.
G Tafel 150.
Br Aa; ve u
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k) Kleine deutsche Manufakturen
Nr. 991— 1006
991 Hirschhatzgruppe. Der stattliche, von vier braungefleckten Doggen gestellte Zwölfender ist
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neben einem kahlen rotbraunen Baum zusammengebrochen. Zwei Hunde packen ihn an
den Ohren, der dritte sucht ihn am Kopf zu fassen, der vierte liegt unter dem Hirsch.
Grün getupfter weißer Sockel mit grünem Moosbelag. Auf dem Halsband des „Packers“
in brauner Schrift die Jahreszahl 1765. Reparaturen am Geweih und an den Ästen.
Marke: Wappen von Ansbach als Blindstempel. H. 20,4 cm.
Ansbach, 1765.
Tafel 147.
992 Stehende Dame, mit buntgeblümtem Fächer in der erhobenen rechten Hand und Beutel am
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Alahlı ae
linken Handgelenk, auf golden gehöhtem, weißem, hinten hellgrün getupftem Rocaille-
sockel. Sie trägt golden gemusterte weiße Haube, weiße Halskrause, bunt geblümte, golden
geränderte und verschnürte lichtgraue Jacke, golden geränderten weißen Rock mit bunter
Bordüre und blaßgelbe Schuhe. Kleine Reparatur am Fächer. Ohne Marke. H. 14,5 cm.
Ansbach, um 1770.
Tafel 147.
993 Tanzender Kavalier. Er steht auf hellgrün getupftem, weißem Sockel, das rechte Bein leicht
erhoben, die linke Hand am Rücken, den rechten gebeugten Arm in Augenhöhe, den Kopf
nach rechts gewandt. Er trägt lichtblauen, golden karierten, mit blauen Blättchen
gemusterten Schoßrock, bunt geblümte goldene Armelaufschläge, ebensolche Weste,
purpurne Hosen und gelbe Schuhe. Rechte Hand ergänzt. Ohne Marke. H. 15,8 cm.
Ansbach, um 1770.
Tafel 147.
994 Deckelkännchen und ein Paar Tassen nebst Unterschalen. Formen nach Sevres. Geflochtene
Zweighenkel. In Wellen bewegte bunte Blumenschnüre und goldene Zweige auf goldenem
Wellenband. Gezahnte Goldränder. Marke: A. H. des Kännchens 12,5 cm, H. der Tassen
4,8 cm, Durchm. der Schalen 11,8 cm.
Ansbach, um 1780.
995 Ball spielender Knabe. Mit dem Hut in der ausgestreckten rechten Hand hat er einen Ball
N ArAAL
aufgefangen, das linke Bein hat er erhoben, in der linken Hand hält er einen gelben Stock.
Er trägt eine enganliegende eisenrote Kappe, bläulich-weißes Halstuch, weiße, mit roten
Punktrosetten gemusterte Jacke, violett, gelb und blau gestreifte Hose und gelbe
Schnallenschuhe. Hut, Jackenfutter und Oberfläche des purpurn gehöhten weißen
Rocaillesockels hellgrün. Rechte Hand und Stab gekittet. Ohne Marke. H. ro cm.
Kelsterbach, um 1762. Modell von Vogelmann.
996 Diana, stehend, in der linken Hand einen Speer, in der rechten einen (abgebrochenen) Bogen
( D
Malour
Alwunntad
haltend, den rechten Ellenbogen gestützt auf die rot-goldene Krone über golden gehöhter
weißer Kartusche mit Spiegelmonogramm L des Landgrafen Ludwig VIII. von Hessen-
Darmstadt. Unter der Kartusche am Boden ein brauner Eberkopf, zur Linken der Göttin
zwei sitzende braun gefleckte Bracken. Das mit Hermelin verbrämte Gewand in stumpfem
Purpurviolett mit schmutzig-grüner Innenseite. Gürtel, Armbänder und Kartusche kalt
vergoldet, der Sockel graugrün getupft. Linke Hand und Köcher gekittet. Ohne Marke.
ei. 16,7 cm.
Kelsterbach, um 1766. Modell von Johann Tobias Eckardt.
186
997 Kniegeiger. Im Stehen, leicht vornüber geneigt, spielt er auf dem mit dem Stachel auf-
gesetzten gelben Instrument, an das er das vorgestellte rechte Bein drückt. Das hoch-
doupierte Haar ist am Rücken zu einem langen schwarz umwickelten Zopf gebunden. Die
/ ‚ Glasur grau. Knöpfe golden, Kragen, Armelaufschläge und Weste golden gerändert,
Alada Schuhe schwarz, Rocaillesockel silbern gehöht, innen grünlich gerändert. Ohne Marke.
5 H. 15,8 cm.
Mamnofaoelsterbach, um 1764. Modell von Vogelmann.
Tafel 147.
998 Kavalier neben Säugling in der Wiege, weiß glasiert. Er sitzt quer auf einem Stuhl, den
rechten Arm auf der Lehne, in der linken Hand ein Band, mit dem er die Wiege schaukelt.
Auf seiner Brust hängt ein Ordenskreuz am Halsband. Das Haar steckt in einem Beutel.
Flacher polygonaler Plattensockel. Wiege repariert. Ohne Marke. H. 14,3 cm.
od) Kelsterbach, um 1770.
Eynf
Vobhrrnarıı
999 Hausierer, schreitend, im linken Arm eine grünliche Schachtel, am Rücken einen blauen
Tragekasten, darauf ein schwarz umschnürtes weißes Stoffbündel. Die herabhängende
rechte Hand hielt ein (fehlendes) Bündel von Landkarten oder Kupferstichen. Hut grün,
Rock purpurn, Weste und Hosen gelb, Träger rot, Sockel grün. Marke: HD mit Krone
in Blau. H. 16,2 cm.
Kelsterbach, um 1790. Modell von Höckel nach Meißner Vorbild.
ß Tafel 147.
auukaolk
1000 Hirt, stehend, einen Dudelsack im rechten Arm, einen Stock am linken Handgelenk. Auf
dem grünen Sockel liegt ein grauer Hund. Hut blutrot mit gelber Garnierung, Jacke und
Hose rosa, Weste blau, Schuhe schwarz. Marke: HD mit Krone in Blau. H. 16,3 cm.
p Kelsterbach, um 1790. Modell von Höckel.
In Tafel 147.
1001 Ein Paar geflügelte Amoretten, weiß glasiert, auf Felssockeln mit Grasdecke stehend, die
Arme im Gegensinne nach oben und unten gestreckt, Blumen in den Händen. Marke:
HD mit Krone in Blau. Eingeritzt: 2. bzw. No 2. H. 10,2— 10,6 cm.
1 L Kelsterbach, um 1790. Modell von Höckel.
ceW
1002 Amorette, weiß glasiert, wie vorher, mit erhobener rechter Hand, ohne Flügel. Marke: HD
mit Krone. Eingeritzt: 2. H. ro cm.
Kelsterbach, um 1790.
1003 Teekännchen mit Deckel. Kugeliger, unten leicht eingezogener Körper mit gebogenem Aus-
gußrohr und Henkel aus zwei golden staffierten Bogen. Bemalung: drei Blumengehänge
an horizontalem Band in hellem Schmelzblau. Ränder und Deckelknauf vergoldet. Marke:
De PZ und Malerzeichen W. in Schmelzblau. Blindstempel: FI. H. ır,ı cm.
en > Pfalz-Zweibrücken, um 1770.
7 Tafel 146.
1004 Europa auf dem Stier. Sie sitzt nach rechts gewandt mit gekreuzten Beinen auf dem Stier
und hält sich mit der rechten Hand an dessen rechtem Horn fest. Der golden geränderte,
N purpurn geblümte, innen gelbe Mantel fällt bis auf den Boden und dient als Stütze. Die
ua 187
Hörner des rotbraunen Stieres sind mit Vergißmeinnicht bekränzt. Der weiße, z. T.
braun gefleckte Sockel ist mit hellgrün gehöhten Rocaillen eingefaßt. Linker Arm und
Füße ergänzt. Marke: H.C. in Blau. H. 20,5 cm.
Kassel, um 1770.
Tafel 147.
1005 Satz von drei großen Potpourrivasen, mit Deckeln und je zwei bunt staffierten musizierenden
Standfiguren auf konsolartigen Rocaillegriffen. Die Vasen eiförmig mit erweitertem Fuß,
durchbrochenem Hals und Deckel. Als Deckelgriff der Mittelvase ein auf purpurn gehöhter
Rocaille sitzender Putto mit Trauben, die Deckel der Seitenvasen belegt mit purpurn
staffierten Blumen. Auf beiden Seiten der kleineren Vasen bunte Flußlandschaften, bei
der Mittelvase eine Stadtansicht bzw. ein bunter Blumenstrauß. Auf den purpurn
( 2 ) staffierten Griffen der Mittelvase zwei weiß und rot uniformierte Grenadiere mit
ö v-ole um Mrerommel und Trompete (fehlt), auf den golden staffierten Griffen der Seitenvasen ein
Trompeter, ein Cellist, eine Lautenspielerin und ein Geiger. Einige Reparaturen. Marke:
blaue Doppel-Gabel. H.der Mittelvase 47,5 cm, der Seitenvasen 36 cm.
Volkstedt, um 1775—8o.
Tafel ısı.
1006 Ein Paar kleine Urnen, rotbraun gesprenkelt, mit aufgelegten bunten Blumengirlanden an
weißen Löwenmasken und drei weißen Delphinfüßen auf dreiseitig profiliertem, violett
marmoriertem Sockel. Marke: CV ligiert in Blau. H. 10,1 cm.
Kloster Veilsdorf, um 1780.
D
D, TIOAA U
l) Ausländische Manufakturen
Nr. 1007 — 1020
1007 Dogge mit reitendem Affen und zwei Deckelkörben als Gewürzbehälter an den Seiten. Der
Affe in blutroter Jacke mit plissiertem, weißem Kragen und rot bebändertem, weißem
Hut. Die Dogge mit rotbraunem Halsband. Der Sockel braun und grün staffiert. Hut-
rand beschädigt. Marke: Z. H. 13 cm.
=
N A ( woher Zürich, um 1780.
[ Tafel 152.
SE u
/
1008 Lauschender barfüßiger Knabe, an einen braunen Baumstumpf gelehnt, mit gebeugten
Armen und ausgestreckten Zeigefingern. Gelber Hut mit grüner Unterseite, bunt gestreifte
weiße Jacke, rot gestreifte gelbliche Hosen. Weißer, zum Teil braun und grün staffierter
7 Sockel. Einige Finger und Hutrand repariert. Marke: Z. H. 14 cm.
Zürich, um 1780. Nach Höchster Modell.
f
]
A (A RN Tatel 152.
ı009 Kleines Mädchen, mit Katze unterm rechten Arm, einen anspringenden Hund beschwich-
tigend. Weiße Haube, rot geblümte rötliche Jacke mit Pelzgarnierung, dunkel auf Hell-
violett geblümter und gestreifter Rock, gelbe Schuhe. Kleine Reparaturen. Marke: Z.
H. 11,6 cm.
7 Zürich, um 1780.
Tafel 152.
ı0ro Kleines barfüßiges Mädchen, mit Futterkorb im linken Arm und Körnern in der rechten
Hand. Am Boden zwei Hühner und vier Küken, Mieder dunkelpurpurn auf Hellpurpur
geblümt, Rock resedagrün mit Blumenbordüre in dunklerem Grün. Rechter Arm gekittet.
Marke: Z. H. 12 cm.
Zürich, um 1780.
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ı0{ı Stehender Mann, eine lange Pfeife rauchend, deren weißen Porzellankopf er in der rechten
Hand hält. Grüne Mütze mit braunem Pelzrand, rosavioletter Schoßrock und ebensolche
Hosen, rot geblümte gelbe Weste, gelbe Handschuhe, weiße, mit roten Bändern befestigte
Gamaschen und schwarze Schuhe. Runder (am Rand reparierter) weißer Felssockel
Marke: Z. H. 21,5 cm.
Zürich, um 1780.
?) Tafel 152.
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ı012 Kleine’ runde Bouillon-Terrine mit Deckel und ovalem Untersatz. Apfelgrüner Fond, breite
Goldränder, radiertes Goldornament und bunte Blumenstücke in golden umränderten
nierenförmigen bzw. ovalen Reserven. Golden staffierte weiße Zweighenkel, vergoldeter
Lorbeerzweig als Griff. Marke: Doppel-L mit Jahresbuchstaben X für 1774 und Maler-
zeichen ı für Cornaille. Goldmalerzeichen DR. H. der Terrine 10,5 cm, Durchm. 11,5 cm,
Durchm. des Untersatzes 16 x 19,8 cm.
RD, es re 1774.
1013 Cellist, auf krummem Baumstumpf sitzend. Grasgrüner Hut, violett gefütterte grüne Jacke,
gelbe Weste, weiße Hosen und schwarze Schuhe. Der Sockel hellgrün mit weißem Rand.
Linke Hand und Bogen repariert. Marke: Blindstempel PH und I. H. 14,5 cm.
Straßburg, Periode Paul Hannong, um 1750.
Tafel 152.
1014 Kindergruppe, farbig bemalt. Ein barbeiniges Mädchen mit Vogelnest in der rechten Hand
steigt von einem Baum herab. Dabei ist ihr ein Knabe behilflich. Ein zweiter, halb auf-
gerichtet am Boden liegender Knabe blickt unter ihre Röcke. Dahinter sitzt ein dritter
Knabe auf einer Weizengarbe und trinkt aus einer Kürbisflasche. Vorn am Boden ein mit
Ahren besteckter schwarzer Hut und eine Sichel. Der Sockel grün und braun getupft.
Marke: IH (ligiert) in Blau. Blindstempel: IH (ligiert) GA2F. H. 18,2 cm.
Straßburg, Periode Joseph Hannong, 1771—80.
1015 Liebesgruppe, farbig bemalt. Auf rechteckig profiliertem, grau marmoriertem Sockel steht
ein Böttcher und faßt ein Mädchen von hinten am Nacken und am Mieder. Daneben
liegt ein großer hölzerner Bottich, dahinter ein Zuber, eine hohe Bütte und ein Wäsche-
korb. Einige Reparaturen. Marke: Blindstempel IH (ligiert), FG13 A3. H. 16 cm.
Straßburg, Periode Joseph Hannong, 1771—80.
1016 Kleine Savoyardin, stehend, mit Stock in der rechten Hand und Murmeltierkasten, dessen
Deckel sie mit der linken Hand öffnet. Rot gestreiftes weißes Kopftuch, braun gemusterte
weiße Jacke, dunkel auf Hellbraun gestreifter Rock, schwarze Schuhe. Grün staffierter
weißer Sockel. Marke: eingeritzt IH. Staffiererzeichen: BC. in Violett. H. 15,5 cm.
Straßburg, um 1775. Periode Joseph Hannong.
u, Tafel 152.
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1017 Ein Paar kleine Vasen in Form bauchiger Flaschen mit bunt staffierten plastischen Drachen
an Hals und Schulter. Auf der Leibung über eisenroter Fußborte chinesischer Tempel
zwischen Palme, Strauchwerk und Trauerweide in bunten Farben und Gold. Ohne Marke.
H. 12,4 cm.
: N, BR $ Venedig, um 1725.
Tafel 152.
1018 Gruppe von fünf Kindern mit kostümiertem Hund. Der Hund in bunt geblümtem, gelb
garniertem, weißem Reifrockkostüm, steht aufrecht in der Mitte des braun staffierten
Felssockels. Um ihn herum kniend, sitzend und stehend zwei Mädchen und drei Knaben,
die ihn zum Tanzen animieren. Der älteste stehende Knabe hält eine Kastaniette in der
07 linken Hand. Vorn am Boden liegen Geldstücke in einem Hut und Törtchen auf einem
INES / Strohtablett. Die Kleider bunt bemalt. Kleine Reparaturen. Ohne Marke. H. 18 cm.
Capodimonte, 2. Hälfte 18. Jahrh.
1019 Stehender Herr und stehende Dame. Gegenstücke, auf grün und braun staffierten Fels-
sockeln. Der Herr hat die rechte Hand in die Weste gesteckt, die linke Hand liegt am
Rücken. Sein blondes Haar endet in einem Zopf. Er trägt langen hellpurpurnen Schoß-
rock, ockergelb geränderte hellgelbe Weste und Hosen und braune Schuhe. Die Dame
hält einen Fächer in der Linken und faßt mit der Rechten nach dem Ausschnitt des mit
Purpurblumen gemusterten blaßpurpurnen Kleides. Die hochdoupierte blonde Frisur ist
@ ! I— mit einem gefältelten weißen Tuch bedeckt. Um die Schultern liegt ein brauner Schal.
Ohne Marke. H. 19 bzw. 20 cm.
Capodimonte, um 1785.
Tafel 152.
1020 Sitzende Dame, mit Fächer in der rechten Hand, in weißem, mit hellblauen Rüschen
besetztem Kleid und purpurnen Schuhen. Sockel grün, gelb und braun staffiert. Rechter
Fuß und Gewandzipfel repariert. Ohne Marke. H. 12,5 cm.
Buen Retiro, um 1770.
a, Tafel 152.
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